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Nachtspeicherofen entsorgen Kosten

Guter Preis für Nachtspeicherofen entsorgenAus heutiger Sicht mag es zahlreiche, an erneuerbare Energien gewöhnte Zeitgenossen erstaunen: Aber zwischen den 1950er- und 1970er-Jahren war der mit elektrischem Strom betriebene Nachtspeicherofen eine sowohl in Deutschland als auch international allgemein akzeptierte sowie häufige Gebäudeheizungsart. Ein solcher, auch als Nachtstrom- oder Niedertarif-Speicherheizung bekannter Ofen bezog die benötigte elektrische Energie nur in „Schwachlastphasen“ nachts oder nachmittags und speicherte die Wärme über Stunden in Formsteinen und/oder Wasser.

Aufgrund diverser Betriebsrisiken wie Brandgefahren und häufigen Belastungen älterer Nachtspeicherheizungen mit Asbest ist bei vielen Modellen die Entsorgung geboten. Welche Kosten hierfür anfallen und welchen Nachtspeicherofen man besser baldigst entsorgen sollte, erfahren Verbraucher hier sowie beim thematischen Vergleich auf ExpertenTesten.de.

Ein Nachtspeicherofen wurde einst durch unflexiblere Energieerzeugung begünstigt

Ausschlaggebend für Einsatz, Förderung sowie Verbreitung von Nachtspeicherheizungen bis zur ersten Ölkrise 1973 war vor allem die beabsichtigte gleichmäßigere Auslastung und Effizienz der rund um die Uhr an der Belastungsgrenze arbeitenden Grundlastkraftwerke. Da damalige Kern- und Braunkohlekraftwerke mehrheitlich noch nicht kurzfristig geregelt werden und nicht gut genug auf niedrigen nächtlichen Strombedarf reagieren konnten, war es zur Überbrückung dieser „Stromtäler“ üblich, für mehr Nachfrage günstigere Stromtarife in der Nacht anzubieten.

Hiervon profitierte das Prinzip Nachtspeicherofen lange Zeit, bis die Kosten von Energie generell stark anstiegen und flexiblere neue Kraftwerke technisch in der Lage waren, auf geringe Stromnachfrage schneller mit Drosselung ihrer Leistung zu antworten.

Entsorgung von Nachtspeicherheizungen wurde schon vor fast 50 Jahren erwogen

Neben der zu dieser Zeit nach und nach immer mehr nachlassenden Wirtschaftlichkeit von Speicherheizungen gegenüber herkömmlichen Zentralheizungen wirkten sich auch der mit diesen vergleichsweise niedrigere Gesamtwirkungsgrad sowie das ab Anfang der 1970er-Jahre langsam weltweit erwachende Umweltbewusstsein negativ auf den Fortbestand des Heizens mit einem Nachtspeicherofen aus. Zusätzlich zu den oben bereits kurz genannten gesundheitlichen Gefahren durch Asbestfasern, die von vielen Nachtspeicheröfen häufig in die Räume und damit auch in die Atemluft gelangten, sorgten die älteren Modelle auch oft für stark schwankende Luftfeuchtigkeit. Darüber hinaus nahm ein Nachtspeicherofen meist viel Platz in der Wohnung weg. Er wog bis zu 400 Kilogramm und war somit nur sehr schwer zu bewegen, strömte zu Beginn der Heizperiode häufig üble Gerüche aus und gab viel von der nachts gespeicherten Wärme zu früh bzw. schnell ab.

An Sinn oder Unsinn eines Nachtspeicherofens scheiden sich bis heute die Geister

Guter Kostenvoranschlag für Nachtspeicherofen entsorgenNichtsdestotrotz wurden noch bis in die späten 1980er-Jahre sowohl öffentliche Gebäude als auch private Eigenheime und Mietshäuser in ganz Deutschland mit einem elektrisch betriebenen Nachtspeicherofen bestückt. Die seit 2007 bestehende, gleich hohe Steuer für tagsüber und in der Nacht produzierten Strom sowie die umfassenden Reformen auf dem Strommarkt samt weitgehender Liberalisierung der Netze schienen das endgültige Aus der Heizart Nachtspeicherofen mit dem eigentlich schon 2009 geplanten Verbot durch § 10a der EnEV (Energieeinsparverordnung) zu besiegeln.

Noch bis November 2010 erstattete die KfW anteilig die Kosten für die fachgerechte Entsorgung eines Nachtspeicherofens in Höhe von bis zu 200 Euro. Bemühungen sowie Initiativen seitens der beiden deutschen Energieversorger EnBW und RWE aus dem Jahr 2012 gipfelten 2013 tatsächlich in einem Beschluss der Bundesregierung, den Betrieb von erwiesenermaßen nicht mehr günstigen, sondern teuren und umweltschädlichen Nachtspeicherheizungen auch noch über das Jahr 2019 hinaus zu genehmigen.

Anders als ein Kamin hat ein alter Nachtspeicherofen keinerlei nostalgischen Wert

Da mit dem Ende des früher günstigen Nachtstroms aber nun schon seit geraumer Zeit die eigentliche Geschäftsgrundlage von Nachtspeicheröfen weggefallen ist, sich deren Betrieb nicht mehr rentiert und viele alte Geräte aus den 1960er- und 1970er-Jahre ohnehin schon vor Langem zur Entsorgung gebracht wurde, ist das Entsorgen eines Nachtspeicherofens heutzutage eigentlich weitaus eher gängige Praxis statt seltener Ausnahme. Zudem wurden die meisten ohnehin durch modernere und sparsame Heizsysteme ersetzt.

Gemäß aktueller Gesetzeslage müssen die Besitzer von Nachtspeicherheizungen diese zwar nun nicht mehr obligatorisch entsorgen lassen oder gegen neuere Geräte austauschen. Einschränkungen für den Einsatz gibt es aber in Neubauten, wo ein Nachtspeicherofen die energetischen Anforderungen der EnEV erfüllen muss.

Vor einer Entsorgung von Nachtspeicheröfen wird zunächst deren jeweilige Schadstoffbelastung exakt ermittelt: Enthält der betreffende Ofen die Schadstoffe Asbest, PCB (Polychlorierte Biphenyle) und/oder Chromat (Chrom VI), kommen beim Entsorgen automatisch die TRGS (Technischen Regeln für Gefahrstoffe) zum Tragen.

Die Entsorgung eines schadstoffbelasteten Ofens ist stets Aufgabe für Spezialisten

Vergleich: Nachtspeicherofen entsorgen KostenDie Belastung eines bestimmten Nachtspeicherofens mit den erwähnten Schadstoffen können Verbraucher am angebrachten Typenschild erkennen, auf dem Hersteller, Marke und Modell sowie Baujahr vermerkt sind. Bei älteren Öfen existiert der damalige Produzent womöglich nicht mehr. Falls doch, kann er direkt kontaktiert sowie zu den Möglichkeiten der Entsorgung befragt werden. Bestätigt dieser die Belastung mit Schadstoffen, darf der Ofen ausschließlich von entsprechend hierzu berechtigten Fachfirmen demontiert, verpackt und abgeholt sowie entsorgt werden. Dabei gelten für Entsorgungsbetriebe die einschlägigen Bestimmungen gemäß TRGS 519 für Ausbau, Demontage und staubdichte Verpackung sowie Verbringung im Ganzen oder ggf. die Zerlegung bei Unterdruck im mobilen Zelt und sicheren Transport. Als Hinweise auf eine Belastung mit Asbest gelten die Baujahre vor 1984, für künstliche Mineralfasern diejenigen vor 1989 und für PCB die vor dem Jahr 2000 gefertigten Baureihen.

Insbesondere Asbest ist der bedeutsamste Kostentreiber bei Entsorgung alter Öfen

Bezüglich der Kosten für die Einzelabholung und Entsorgung eines Nachtspeicherofens ist von einer Preisspanne zwischen aktuell ca. 100 bis 300 Euro pro Gerät auszugehen.

Eher günstiger bzw. niedriger sind die Preise bei keiner oder nur geringer Belastung. Dann sind die entstehenden Kosten pro Ofen im unteren Drittel anzusiedeln. Speziell beim Nachweis von Asbest steigen die Preise jedoch erfahrungsgemäß recht steil und schnell nach oben und übertreffen mitunter den genannten Rahmen.

Die Rechnung kann sich dann auch auf bis zu 400 Euro und mehr belaufen. In der Regel klären Firmen ihre Kunden jedoch schon vor Beginn der eigentlichen Arbeiten zur Entsorgung mit ausführlichen und nach einzelnen Posten aufgeschlüsselten Kostenvoranschlägen detailliert über die zu erwartenden Preise für das Entsorgen eines Nachtspeicherofens auf.

Neben Schadstoffen bestimmen noch weitere Posten die Kosten der Entsorgung

Günstiger Handwerker für Nachtspeicherofen entsorgenZu diesen Kostenfaktoren und Einzelposten zählen außer der Anfahrt, Arbeitsleistung und Demontage auch Rückbau, Unterdruckzelt und staubdichtes Verpackungsmaterial und der eventuelle Einsatz eines Kranes oder einer vergleichbaren Hubvorrichtung für die bis zu mehreren Hundert Kilogramm schweren Geräte. Gesondert als Kostenposten genannt wird auch die jeweilige Höhe der Entsorgungsgebühr an den kommunalen oder regionalen Sammelstellen. Manche Anbieter für die fachgerechte Entsorgung von Nachtspeicheröfen erledigen diese wie auch alle sonst anfallenden Arbeiten gelegentlich sogar komplett gratis bzw. kostenfrei. Die ist allerdings meist nur dann der Fall, wenn der Kunde sich zusätzlich zum Auftrag für die Entsorgung des alten Ofens zum Erwerb einer neuen Heizungsanlage bei demselben Unternehmen entschließt und auch deren Einbau sowie Wartung in Zukunft von der gleichen Firma vornehmen lässt.

Für Einsparungen bei den Entsorgungskosten können Förderungen helfen

Einige Kosten sparen konnten Verbraucher bei der Entsorgung eines Nachtspeicherofens auch durch die Zuschüsse, welche die KfW im Rahmen ihrer Förderprogramme für Tausch und Erneuerung von Heizungsanlagen gewährte.

Bis vor Kurzem noch sehr interessant für Eigenheimbesitzer und Vermieter war der diesbezügliche Investitionszuschuss in Höhe von zehn Prozent für das Entsorgen eines Nachtspeicherofens, der mit dem Programm 430 („Energieeffizient Sanieren“) bis Januar 2021 geltend gemacht werden konnte. Kredite der KfW für komplette Sanierungen oder einzelne energetische Maßnahmen, zu denen auch die Optimierung einer alten Heizungsanlage gehört, können noch bis Ende Juni 2021 beantragt werden.

Ab Anfang Juli 2021 lassen sich die Entsorgungskosten für alte Öfen je nach Erfüllung der hierfür notwendigen Voraussetzungen auch mit den Förderkrediten und Tilgungszuschüssen der neuen „Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)“ teilweise etwas senken.

Auch wer den Nachtspeicherofen selbst entsorgen möchte, muss Regeln einhalten

Zumeist deutlich günstiger wird die Entsorgung eines Nachtspeicherofens hingegen, wenn dieser nachweislich nicht mit gefährlichen Schadstoffen belastet ist. Zwar sollte auch dann die Demontage aus Gründen der Sicherheit vor Stromschlägen möglichst am besten von einem erfahrenen Elektriker durchgeführt werden. Der private Transport der häufig äußerst schweren und unhandlichen Öfen in einem Stück könnte ebenfalls etwas kompliziert sein, weswegen auch hierbei auf professionelle Hilfe zurückgegriffen werden sollte. Auf jeden Fall muss aber auch die eigenständige Entsorgung gemäß den aktuell gültigen Richtlinien des Anfang 2021 letztmalig novellierten „Elektro- und Elektronikgerätegesetzes (ElektroG)“ erfolgen. Nachtspeicheröfen dürfen demnach im gesamten Bundesgebiet von Bürgern nur bei den entsprechenden Sammelstellen der Bundesländer bzw. Städte und Gemeinden entsorgt werden, deren Standorte sich mithilfe einer kurzen Recherche online aber schnell in der Nähe des Wohnorts finden lassen.

Investitionen in Umrüstungen alter Nachtspeicherheizungen lohnen selten den Preis

Gutes Angebot für Nachtspeicherofen entsorgenAlternativ zur endgültigen Entsorgung und Verschrottung von „stromfressenden“ Öfen der Betriebsart Nachtspeicher werden gelegentlich auch Nach- und Umrüstungen der Anlagen erwogen. Theoretisch können bei manchen älteren Modellen mit dem Einbau einer neuen Aufladesteuerung samt Online-Wetterprognose und/oder Witterungsfühler bis zu maximal 15 Prozent Strom gespart werden. Dies ist jedoch nicht bei allen alten Geräten möglich. In der Regel macht das Umrüsten eines alten Nachtspeicherofens recht hohe Investitionen notwendig und verursacht somit Kosten, die auch nicht durch kurz-, mittel- oder langfristig erzielbare Energieeinsparungen gerechtfertigt sind.

Angesichts der wohl auch zukünftig zu erwartenden restriktiven Einstufung nur wenig zeitgemäßer Heizanlagen auf der Basis von Strom und Elektro ist letztlich auch vom Ersatz des alten Nachtspeicherofens durch neue Infrarot- und Teilspeicherheizungen abzuraten.

Deren günstiges Effizienzpotenzial ist aber nur mit ebensolchen Stromtarifen möglich, mit normalem Haushaltsstrom kann der Betrieb gar noch teurer werden als derjenige von Nachtspeicheröfen.

Expertenempfehlungen für alle Dienstleistungen rund um Nachtspeicherheizungen

Hilfreiche Tipps und Gepflogenheiten bei der Entsorgung von Nachtspeicheröfen können sich thematisch interessierte Verbraucher ausführlich, detailliert sowie sachkundig beim TÜV-zertifizierten Vergleichsportal ExpertenTesten.de holen.

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