Drei vollkommen unterschiedliche Personen haben das Ultraschallreinigungsgerät UC6620 getestet: eine Person, die eine Zahnschiene trägt, ein Brillenträger und eine Liebhaberin von Dekostücken. Jede Testperson hat das Gerät aus ihrer individuellen Perspektive ausprobiert und ihre eigenen Erfahrungen gemacht. Dabei zeigten sich interessante Unterschiede in den Testergebnissen. Während der Ultraschallreiniger bei manchen Gegenständen hervorragende Ergebnisse lieferte, blieben bei anderen die erhofften Resultate aus. Dieser Testbericht gibt einen umfassenden Überblick über die Vielseitigkeit und Leistungsfähigkeit des UC6620.
Sauberkeit durch Schall: Reinigung für Schmuck, Brillen und mehr
Ein Ultraschallreiniger ist ein modernes Gerät, das speziell für die schonende und umweltfreundliche Reinigung von kleinen Gegenständen wie Schmuck, Modeschmuck, Zahnschienen oder Brillen entwickelt wurde. Das Gerät löst Schmutzpartikel mithilfe hochfrequenter Schallwellen. Durch diese innovative Technologie können verschiedene Materialien, auch solche aus Glas, Metall und Kunststoff, gründlich und umweltschonend gereinigt werden, ohne auf chemische Reinigungsmittel zurückgreifen zu müssen.
Der Grundig UC6620: kompakt, simpel, effektiv
Der kompakte UC6620 von Grundig bietet eine Reinigungswanne mit den Maßen 15 x 9 cm, was ideal für die Reinigung kleinerer Objekte ist. Das Gerät verzichtet auf eine komplexe Bedienung und punktet mit seiner einfachen Handhabung über zwei Tasten. Mit fünf wählbaren Reinigungsintervallen, die bis zu 480 Sekunden reichen, können Nutzer die Intensität und Dauer des Reinigungsvorgangs individuell anpassen.
Für umweltbewusste Anwender
Insgesamt bietet der UC6620 eine überzeugende Kombination aus Leistung und Nachhaltigkeit. Er reinigt umweltfreundlich mit Wasser und liefert bei Objekten wie echtem Silberschmuck und kleinen Deko-Objekten gute Ergebnisse. Einschränkungen gibt es jedoch bei stark verschmutzten Gegenständen sowie bei größeren Objekten (z.B. Besteck), die nicht in die kleine Wanne passen. Mit einem fairen Preis und einem klaren Fokus auf Nachhaltigkeit und Gesundheit richtet sich das Gerät an umweltbewusste Anwender, die eine Alternative zu herkömmlichen Reinigungsmethoden suchen.
Testobjekt No. #1: Silberfarbenes Dekostück
Testperson: Claudia Felbermayer, expertentesten.de
Ich weiß, es ist nicht jedermanns Sache. Aber ich liebe Dekostücke! Man könnte mich durchaus als verspielt bezeichnen, und das trifft wohl auch zu. Man ist nie zu alt für Spielchen! 😉 Besonders angetan haben es mir schon seit jeher Prismen. Sie schmücken die Fenster meines Zuhauses. An sonnigen Tagen fangen sie das Licht ein und werfen farbige Punkte auf Möbel und Wände. Das ist aber noch lange nicht alles. Auch andere Gegenstände haben es mir angetan. Hölzerne Globen, schmiedeeiserne Sanduhren, Kerzenhalter, Räuchergefäße, Kerzen und alte Erinnerungsstücke aus Silber schmücken meine Regale und teilen meine Bibliothek in unterschiedliche Bereiche.

“Viel Deko heißt aber auch viel Staubwischen”
Claudia
Viel Deko bedeutet aber auch viel Staubwischen. In meinem Fall heißt das: Alle meine Schätze von den Regalen räumen, Prismen und Dreifüße abhängen und von Hand reinigen. Das kann ziemlich mühsam sein. Doch wenn sie schließlich wieder an ihrem Platz stehen und hängen, das Sonnenlicht einfangen und das Zimmer in funkelnde Farben tauchen, dann hat sich die Mühe für mich gelohnt.
“Meine Faszination gehört auch dem Entdecken neuer Technologien, die das Potenzial haben, mein Leben dauerhaft nachhaltiger, umweltbewusster und damit auch gesünder, zu machen.”
Claudia
Zu meinen Leidenschaften gehört aber nicht nur das Dekorieren der Wohnung, sondern auch die Suche nach Wegen, um das Haus ohne Chemie sauber zu halten. Meine Faszination gehört daher auch dem Entdecken neuer Technologien, die das Potenzial haben, mein Leben dauerhaft nachhaltiger, umweltbewusster und damit auch gesünder zu machen. Der Griff in den Geldbeutel fällt mir dabei aber nur dann leicht, wenn das Gerät praktikabel ist und ich das Prinzip dahinter verstehe. Die Technologie, die in einem Gerät steckt, muss bei mir das Gefühl von ‚Ja, das könnte wirklich funktionieren!‘ auslösen. Dann ist meine Neugier geweckt.
“Falls das tatsächlich funktionieren sollte, hieße das, dass ich meine Dekostücke nicht mehr einzeln in die Hand nehmen und schrubben müsste.”
Claudia
So geschehen auch beim UC6620 Ultraschallreiniger von Grundig. Ein Gerät, das Schmutz, Verfärbungen, Ablagerungen, dunkle Oxidationsschichten und Verunreinigungen in feinen Rillen, Löchern oder Zwischenräumen nur mit Wasser ganz ohne Scheuerkraft reinigen soll? Falls das tatsächlich funktionieren sollte, hieße das, dass ich meine Dekostücke nicht mehr einzeln in die Hand nehmen und schrubben müsste. Stattdessen könnte ich sie einfach in ein Wasserbad legen, ein paar Sekunden warten und das strahlend saubere Stück anschließend wieder an seinen Platz zurückstellen. Ein guter Grund, diesem Gerät auf den Zahn zu fühlen.
Mein erstes Testobjekt war ein uraltes Dekostück – ein Andenken an meine Großmutter. Es ist ein silberfarbener Stammbaum, an dessen Ästen jeweils das Bild eines meiner Ahnen eingefasst ist.
Vorweg gesagt: Ultraschallreinigung ist für lackierte Oberflächen nicht optimal und auch nicht für antike oder fragile Gegenstände geeignet. Das Stück, das ich im UC6620 getestet habe, besteht vermutlich aus einem Metallkern wie Messing oder Stahl, eventuell mit einer dünnen Schicht aus Silber oder Nickel. Reines Silber ist es definitiv nicht.
Das war die Ausgangssituation:

“Das Risiko, dass dieser möglicherweise Schaden nehmen oder sich verfärben könnte, nahm ich in Kauf.”
Claudia
Ich begann meinen Test mit der Reinigung des Standfußes. Das Risiko, dass dieser möglicherweise Schaden nehmen oder sich verfärben könnte, nahm ich in Kauf.
Ich legte das Stück in die mit reinem Wasser gefüllte Schwingwanne des UC6620 und stellte zunächst einmal den Timer nur auf 90 Sekunden. Vorsicht ist besser als Nachsicht. Das Gerät begann zu zischen. Ich zählte die Sekunden hinunter.
Nach 480 Sekunden
“Dann erstrahlte der Standfuß in neuem Glanz.”
Claudia
Danach hatte sich jedoch noch nicht viel getan. Also stellte ich das Gerät auf die maximale Laufzeit von 480 Sekunden (8 Minuten) ein. Dann erstrahlte der Standfuß in neuem Glanz.
Ich war zufrieden mit dem Ergebnis. Leider passte jedoch der Stammbaum aufgrund seiner Größe nicht in die Wanne des Reinigers. Das Ergebnis ist folgendes (Sie können den Unterschied zwischen verschmutztem und glänzend sauberen Teil gut erkennen):

Der Stammbaum selbst ist weiterhin vergilbt, während der Standfuß in neuem Glanz erstrahlt. Schade, dass die Wanne nur 15 cm lang und 9 cm breit ist.
Fazit: Silberfarbenes Dekostück schallreinigen, nur mit Wasser, ohne Hilfsmittel
Die Reinigungsleistung bei vergilbtem Metall ist gut, jedoch sollten Sie damit rechnen, den Reiniger eventuell mehrfach einschalten zu müssen, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen. Die Wanne ist aufgrund ihrer kleinen Größe nur für Schmuck und kleine Dekostücke geeignet.

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Testobjekt No. #2: Verfärbte Euromünze
Nach dem letzten Test war ich guter Dinge. Der Standfuß sah aus wie neu – und das nur durch die Kraft von Ultraschall und Wasser. “Da geht noch mehr!” dachte ich bei mir, griff in meinen Geldbeutel und kramte eine verfärbte Euro Münze hervor.
Nach 480 Sekunden
“Hier war ich mit den Ergebnissen nicht ganz so zufrieden.”
Claudia
Jetzt wollte ich testen, wie intensiv die Verfärbungen sein dürfen, die der Ultraschallreiniger noch bewältigen kann. Hier war ich mit den Ergebnissen nicht ganz so zufrieden. Die Münze kam nach 480 Sekunden unverändert wieder aus dem Gerät.
Kommt eine Münze häufig mit Hautfett in Kontakt, bildet sich in Verbindung mit Staub und Schmutz eine hartnäckige, fetthaltige Schicht, die nur schwer zu entfernen ist. Ohne den Einsatz von zusätzlichen Reinigungsmitteln schafft das auch der Ultraschallreiniger nicht. Anwenderinnen, die ihren Ultraschallreiniger nicht aus Nachhaltigkeitsgründen verwenden, könnten zum Beispiel mit dem entfettenden Ultraschall-Reinigungskonzentrat von CleanPrince arbeiten (das Konzentrat ist biologisch abbaubar – aber besser ist es, auf Chemie komplett zu verzichten).
Fazit: Verfärbte Euromünze schallreinigen, nur mit Wasser, ohne Hilfsmittel
Starke Verfärbungen auf Münzen schafft der UC6620 von Grundig nicht ohne Reinigungsmittel. Aufgrund der Kombination aus Oxidation und Fettablagerungen lassen sie sich allein mit Wasser im Schallbad nicht entfernen.
Test No. #3: Stark verschmutzter Silberschmuck
Nach dem Ergebnis von Test Nr. 2 war ich dann doch etwas enttäuscht. Hatte ich dem Ultraschallgerät zu viel zugetraut? Ist die Vorstellung, allein mit Wasser alles reinigen zu können, vielleicht doch zu schön, um wahr zu sein?“
Mit diesem Gedanken holte ich eines meiner Lieblingsstücke aus der Schmuckschatulle hervor. Es handelt sich um einen Anhänger, eine Sonnenuhr, aus reinem Silber. Man kann einen Teil davon drehen, und je nachdem, ob es vormittags oder nachmittags ist, fällt die Sonne durch ein winziges Loch ins Innere des Rings und zeigt die Uhrzeit an. Mit der Zeit ist der Anhänger ganz schön verschmutzt. Gespannt machte ich mich an die Arbeit, ihn zu reinigen.


Nach 480 Sekunden
“Er glänzte wie neu.”
Claudia
Dieses Mal war ich schon etwas geübter. Ich ließ den Anhänger nicht nur einmalig 480 Sekunden im Schallbad, sondern wiederholte die Prozedur ganze fünfmal. Damit wollte ich sicherstellen, dass die dunklen und verschmutzten Stellen tatsächlich verschwanden.
Und so war es dann auch. Der Anhänger kam sichtbar verändert aus dem Wasserbad. Der ursprüngliche Zustand war wiederhergestellt: Er glänzte wie neu.
“Nur mit Wasser zu reinigen ist möglich – es ist NICHT zu schön, um wahr zu sein!”
Claudia
Fazit: Stark verschmutzten Silberschmuck schallreinigen, nur mit Wasser, ohne Hilfsmittel
Hier hat mich das Ergebnis überzeugt. Zwar reicht in vielen Fällen eine Schallreinigung à 480 Sekunden nicht aus, aber nach mehrmaligem Reinigen erstrahlt das Schmuckstück wie neu. Für die gründliche Reinigung habe ich rund eine halbe Stunde benötigt.
Im Gegensatz zu empfindlichen Materialien wie Perlen, Edelsteinen oder lackiertem Metall ist ein Ultraschallreiniger ideal für die Reinigung von echtem Silberschmuck und liefert dabei optimale Ergebnisse.


Test No, #4: Glas schallreinigen
Kennen Sie das? Wenn Sie sich mal überwunden und mit dem Putzen angefangen haben, dann wollen Sie nicht aufhören, bis alles wieder blitzeblank ist! Jetzt war ich auf den Geschmack gekommen – jetzt wollte ich alles schallreinigen! Und so nahm ich meine Prismen von der Decke, um sie ebenfalls im Hightech-Wasserbad zu reinigen.
Meine Prismen bestehen aus Glas und sind mit einer Metallfassung versehen – ich nehme an, es handelt sich dabei um Aluminium oder ein ähnlich leichtes Metall. Auch hier ging ich ein Risiko ein, denn Aluminium ist nur bedingt für eine Reinigung im Ultraschallbad geeignet. Die hohe Energie der Ultraschallwellen kann bei Aluminium zu Verfärbungen führen. Aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt! Zu verlockend war der Gedanke, mich zukünftig nicht mehr so intensiv um diese Stücke kümmern zu müssen, sondern einfach für ein paar Sekunden ins Wasserbad legen zu können.
Nach 480 Sekunden
“Das Prisma glitzerte wieder in allen Farben.”
Claudia
Ich reinigte meine Prismen über eine Zeitspanne von 480 Sekunden. Und auch hier überzeugte das Ergebnis. Der festklebende Staub war verschwunden und das Prisma glitzerte wieder in allen Farben.

Fazit: Glas schallreinigen, nur mit Wasser, ohne Hilfsmittel
Auch hier überzeugt der UC6620 von Grundig. Das Prisma ist wieder glasklar und der festklebende Staub ist verschwunden.
Bewertung Claudia: ⭐️⭐️⭐️⭐️
Warum nicht drei? Das Gerät könnte für meinen Geschmack tatsächlich etwas größer sein, damit man zum Beispiel auch mal Besteck oder Werkzeug reinigen kann. Trotzdem bekommt der UC6620 Ultraschallreiniger von Grundig von mir vier Sterne und nicht nur drei – denn die Technologie begeistert mich. Nachhaltigkeit, Umweltfreundlichkeit und Gesundheit sind mir wirklich wichtig. Ich hoffe, dass wir mit dieser und ähnlichen Technologien endlich das Putzen mit aggressiven Chemikalien, die die Umwelt belasten, hinter uns lassen können. Der vierte Stern ist also auch ein Stern für nachhaltige Entwicklungen und unsere grüne Zukunft.
Testobjekt No. #5: Kunststoffschiene
Testperson: Sebastian Priggemeier, RTL.de
Nachts trage ich eine Kunststoffschiene gegen Zähneknirschen – auf dieser Schiene haben sich mit der Zeit leider Ablagerungen und Verfärbungen gebildet, die unschön sind und sich mit einer Zahnbürste kaum noch entfernen lassen. Meine Zahnärztin empfiehlt fleißiges Schrubben mit Seife oder Spülmittel, aber auch das bringt nicht viel. Hilft ein Ultraschallreiniger? Solche Geräte werden immerhin von Kieferorthopäden oder Zahnärzten genutzt, um medizinisches Gerät oder Zahnspangen zu reinigen. Antibakteriell soll die Reinigung mit Ultraschall auch wirken. Klingt gut, also bekommt der Grundig-Ultraschallreiniger mit dem sperrigen Namen UC6620 seine Chance.

„Er reinigt besonders intensiv und schonend ohne Beschädigung von Oberflächen dank Doppelwellen-Prinzip“, verspricht der Hersteller. Hochfrequente Schallwellen erzeugen im frisch eingelassenen Wasserbad Mikrobläschen, die auf der Oberfläche der Zahnschiene implodieren, was angeblich hartnäckige Ablagerungen ablöst.
Wer noch nie einen Ultraschallreiniger genutzt hat, sucht erstmal die Bedienungsanleitung des Grundig UC6620. Die fehlt allerdings, das gibt Punktabzug (genau wie der leicht chemische Geruch, den das Gerät verströmt). Es gibt nur einen Hinweis darauf, dass Wasser in das Gerät gefüllt werden soll – eine „Max“-Markierung am Innenrand der Wanne zeigt offenbar den maximalen Füllstand an. Etwas rudimentär.
“Positiv: Es gibt nur zwei Bedienknöpfe.”
Sebastian
Aber gut, Wasser einfüllen und los geht’s! Eine kurze Internetrecherche bringt die Info, dass warmes Wasser mit einer Temperatur zwischen 40 und 60 Grad bei der Lösung von Ablagerungen helfen soll – und ein Schuss Spülmittel, das die Oberflächenspannung des Wasser verringert. Positiv: Es gibt nur zwei Bedienknöpfe am Grundig UC6620. Einstellbar sind fünf Reinigungsintervalle zwischen 90 und 480 Sekunden. Negativ: Woher soll ich ohne Bedienungsanleitung wissen, wie lange eine Kunststoffschiene idealerweise im Wasserbad bleiben sollte?
Nach 480 Sekunden
“Wer sich von der Reinigung eine blitzeblanke, quasi neuwertige Schiene erwartet, wird enttäuscht.”
Sebastian
Ich entscheide mich für die goldene Mitte: 280 Sekunden. Also immerhin fast fünf Minuten. Deckel drauf, Power drücken, Start. Der Ultraschallreiniger summt leicht, das Wasser kommt in Bewegung und es lösen sich vereinzelt kleine Ablagerungen, die von der Schiene nach oben schweben. Das zu beobachten, ist fast meditativ! Herrlich. Nach Ablauf der Zeit ist aber immer noch Plaque sichtbar. Wer sich von der Reinigung eine blitzeblanke, quasi neuwertige Schiene erwartet, wird enttäuscht. Ich entscheide mich für einen weiteren Durchlauf – diesmal mit 480 Sekunden Laufzeit. Ähnliches Ergebnis.

Bewertung Sebastian: ⭐️⭐️⭐️
Der Ultraschallreiniger bewirkt optisch keine Wunder, aber die Zahnschiene wirkt nach dem Wasserbad mit Ultraschallbefeuerung zumindest hygienischer. Plaquen, die durch die Borsten der Zahnbürste nicht abgelöst wurden, lösen sich durch Ultraschall. Wenn auch nicht massenhaft. Es ist sicherlich sinnvoll, die Schiene regelmäßig in den Ultraschallreiniger zu packen, um immer wieder kleine Teilchen zu lösen. Knapp 45 Euro soll das Markengerät kosten. Ein fairer Preis? Ich denke schon. Vor allem, weil sich auch Brillen, Schmuck und (wasserdichte) Uhren damit reinigen lassen.
Testobjekt No. #6: Brille
Testperson: Timo Steinhaus, RTL.de
Warum müssen eigentlich Elektrogeräte immer in Plastik eingewickelt sein? Da macht auch der Grundig UC6620 Ultraschallreiniger keine Ausnahme. Nach dem Auspacken verströmt das Teil zur Begrüßung einen chemischen Geruch, der aber immerhin schnell verflogen ist.
“Wie genau der Reiniger aber funktioniert, verrät Grundig nicht.”
Timo
Viel Platz nimmt das Gerät nicht weg, das ganz übersichtlich nur mit einem Power- und einem Timer-Knopf ausgestattet ist, mit dem fünf Intervalle zwischen 90 und 480 Sekunden eingestellt werden können. Wie genau der Reiniger aber funktioniert, verrät Grundig nicht, denn eine Bedienungsanleitung suche ich vergebens. Dabei wüsste ich gern, ob das Wasser warm oder kalt sein soll, wie lange die optimale Reinigungsdauer für bestimmte Gegenstände ist oder wie das Gerät überhaupt bedient wird. Da ist Luft nach oben! Also lege ich auf gut Glück los und fülle Wasser bis zur Markierung in die Schale.
Ergebnis nach 90 Sekunden
“Das Wasser ist trüber geworden, den vollen Durchblick hätte ich jetzt aber noch nicht.”
Timo

Zu Beginn darf meine Brille 90 Sekunden lang baden, vorher spendiere ich noch ein paar Fingerabdrücke und los geht’s: Brille in den Korb, ab ins Wasser, Deckel drauf, Power-Taste drücken. Summmm… Der Reiniger gibt ein leises Geräusch von sich und ich beobachte, wie sich im Wasser leichte Schlieren um das Schieleisen bilden. Wer nach getaner Arbeit einen Signalton erwartet, wird enttäuscht, denn das Gerät bleibt stumm. Und das Ergebnis? Das Wasser ist trüber geworden, den vollen Durchblick hätte ich jetzt aber noch nicht, denn auf dem Glas sind noch einige Spuren zu sehen.
Nach Spüli-Verstärkung und 380 Sekunden
“ […] nach dem Abtrocknen und Polieren sind aber alle Schlieren verschwunden und auch die Ränder sauberer, als ich es mit dem Brillenputztuch schaffen würde.”
Timo
Grundig empfiehlt, in solchen Fällen ein wenig Spülmittel hinzuzugeben und den Vorgang nach zwei Minuten Pause zu wiederholen. Für die Spüli-Verstärkung wähle ich die 380-Sekunden-Stufe. Ganz sauber von Fettablagerungen ist die Brille danach zwar immer noch nicht, nach dem Abtrocknen und Polieren sind aber alle Schlieren verschwunden und auch die Ränder sauberer, als ich es mit dem Brillenputztuch schaffen würde.

Testobjekt No. #7: Rasierkopf
Als Nächstes ist der Rasierkopf meines Haarschneidegeräts dran – viele Härchen und schmale Zwischenräume versprechen eine ordentliche Herausforderung. Und in der Tat: Nach 90 Sekunden ist zwischen den Zinken des Schneidegeräts noch längst nicht alles sauber.
Nach 480-Sekunden
“ […] der Rasierkopf ist aber deutlich sauberer geworden.”
Timo
Ich wechsle das Wasser, gebe ein wenig Spüli hinzu und stelle die volle 480-Sekunden-Dröhnung ein. Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden: Hier und da sind paar feine Härchen in den Zwischenräumen übriggeblieben, der Rasierkopf ist aber deutlich sauberer geworden und ich habe mir viel Gefriemel beim Putzen gespart.
Testobjekt No. #8: Zahnbürste
Ich wechsle noch einmal das Wasser und lege die Köpfe unserer elektrischen Zahnbürsten herein, an denen Zahnpastareste kleben. Nach 280 Sekunden ist davon nichts mehr zu sehen. Wenn man bedenkt, dass bei Laboruntersuchungen des SWR über eine Million Mikroorganismen pro Bürste nachgewiesen wurden, ist es sicher sinnvoll, die Bürsten zwischendurch kurz zu Wasser zu lassen.
Bewertung Timo: ⭐️⭐️⭐️
Schnelle und weitestgehend gründliche Reinigung für alle, die wenig Zeit haben. Minuspunkte gibt es aber für die quasi nicht vorhandene Anleitung, denn völlig selbsterklärend ist das Gerät nicht.
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Gesamtbewertung: ⭐️⭐️⭐️⭐️
5 x positives Ergebnis
Bei der Brille wurde nach mehreren Durchläufen und mit Zugabe von Spülmittel eine gründlichere Reinigung erzielt. Der Zahnbürstenkopf wurde effektiv von Zahnpastaresten gereinigt. Der silberfarbene Standfuß eines Dekorationsstücks wurde nach einer längeren Reinigungszeit strahlend sauber, ebenso wie ein stark verschmutzter Silberanhänger, der nach wiederholten Durchläufen glänzte. Das Prisma wurde von festklebendem Staub befreit und erstrahlte in neuem Glanz.
3 x weniger überzeugende Reinigungen
Bei der Zahnschiene blieben nach der Reinigung sichtbare Plaque-Rückstände. Die Euro Münze blieb trotz der maximalen Laufzeit unverändert. Große Gegenstände konnten aufgrund der kleinen Wanne nicht gereinigt werden.
Insgesamt ist der UC6620 besonders für kleinere Objekte wie Silberschmuck oder Brillen geeignet, bei denen die Ergebnisse nach mehreren Reinigungs-Durchläufen gut ausfallen. Für komplexere oder stark verschmutzte Gegenstände reicht die Reinigungsleistung mit Wasser allein jedoch nicht aus. Eine Anleitung zur richtigen Anwendung und zu optimalen Reinigungszeiten fehlt.
FAQ – Fragen und Antworten zum Thema UC6620 Ultraschallreiniger
Was ist ein Ultraschallreiniger?
Ein Ultraschallreiniger ist ein Reinigungsgerät, das Schallwellen im Ultraschallbereich (typisch zwischen 20 und 40 kHz) verwendet, um Gegenstände gründlich und schonend zu reinigen. Das Gerät erzeugt hochfrequente Schallwellen in einer Flüssigkeit, meist Wasser. Es ist eine ideale Möglichkeit, um Dekogegenstände und Schmuck ohne Chemie und nur mit Wasser von Schmutz und Verfärbungen zu befreien und zu neuem Glanz zu erwecken.
Wie funktioniert ein Ultraschallreiniger?
Einen Ultraschallreiniger kann man sich vorstellen wie einen Hochdruckreiniger. Ein solcher reinigt mit starkem Druck – das macht ein Ultraschallreiniger auch, nur unter Wasser. Der Vorteil: Der Ultraschallreiniger säubert in Minuten – und das spritzfrei.
Warum sollte ich mit dem Ultraschallreiniger reinigen?
Der Ultraschallreiniger bietet eine schnelle Reinigung in nur wenigen Minuten – Schrubben und der Einsatz aggressiver Reinigungsmittel entfällt. Dadurch ist diese High-Tech-Methode nicht nur nachhaltig und umweltfreundlich, sondern auch schonend für die Gesundheit.
Kann der UC6620 von Grundig Fettes und Öliges sauber machen?
Ja, aber Wasser allein reicht als Medium dabei nicht aus. Es braucht ein Reinigungskonzentrat. Idealerweise sollte ein Ultraschallreiniger aus Gründen der Nachhaltigkeit ohne chemische Zusätze verwendet werden.
Kann der UC6620 Mattes glänzend machen?
Ja, absolut! Am besten funktioniert dies mit echtem Silberschmuck. Die Ergebnisse sind überzeugend.
Kann der UC6620 Ringe glänzend machen?
Ja, das kann er! Vor allem dann, wenn es sich um Ringe aus echtem Silber handelt, ist das Ergebnis beeindruckend.
Kann der UC6620 dunkles Metall oder Silber heller machen?
Ja, und zwar nur mit Wasser – ohne Chemie!
Soll ich den UC6620 mit Leitungswasser oder mit destilliertem Wasser verwenden?
Schmuck und Dekogegenstände können mit Wasser aus der Leitung gereinigt werden. Für Brillen eignet sich destilliertes Wasser besser (Kalkablagerungen).
Kann ich mit dem UC6620 desinfizieren?
Ja. Mit speziell entwickelten Konzentraten kann ein Ultraschallreiniger auch desinfizieren. Konzentrate wie etwa das EMAG EM-200 bieten ein breites Wirkungsspektrum, das gegen verschiedene Mikroorganismen wie Pilze, Viren, Bakterien und Tuberkulose-Erreger wirkt. Es kann sogar zum Reinigen und desinfizieren chirurgischen Instrumentariums und Anästhesie-Materials verwendet werden. Einziger Nachteil: Eine gründliche Desinfektion benötigt bis zu einer Stunde.
Kann ich mit dem UC6620 Autoteile oder Werkzeug reinigen?
Ja und Nein. Bei fetten und öligen Auto- und Werkstattteilen reicht die Vibration alleine nicht aus. In solchen Fällen helfen spezielle fettlösende Ultraschall-Konzentrate, die gezielt für solche Anforderungen entwickelt wurden. Die Ultraschallreinigung allein mit Wasser funktioniert nicht. Zudem hat der UC6620 für die meisten Teile ein viel zu geringes Fassungsvermögen (Schraubenzieher und Schraubenschlüssel passen nicht hinein).
Kann ich mit dem UC6620 Besteck reinigen?
Leider nein. Eigentlich wäre ein Ultraschallreiniger für die umweltfreundliche Reinigung von Besteck bestens geeignet. Leider ist Besteck zu groß für den Wannenkorb des UC6620.
Kann ich mit dem UC6620 Rost lösen?
Grundsätzlich ja. Allein mit Wasser kommen Sie jedoch auch hier nicht weit. Sie benötigen einen speziellen Rostlöser, der für die Ultraschallreinigung geeignet ist. Die meisten Konzentrate eignen sich lediglich für die Entfernung von Flugrost. Stark angerostete Metallteile lassen sich damit nicht entrosten.
Wofür ist der UC6620 besonders empfehlenswert?
Für die nachhaltige Reinigung von echtem Silberschmuck. Wer sich dem Risiko von Verfärbungen bewusst ist, kann sich auch über die Reinigung kleiner Deko-Objekte aus Glas und Metall wagen. Alles jedoch nur bis zu einer maximalen Größe von 14 x 8 cm.
Sieben Tests – ein Gesamtergebnis. Der UC6620 Ultraschallreiniger von Grundig hat solide 4 von 5 möglichen Sternen erreicht. Dieses Ergebnis basiert auf den sieben einzelnen Tests sowie der subjektiven Einschätzung der Testpersonen Timo, Sebastian und Claudia. Insgesamt überzeugt der Schallreiniger besonders bei echtem Silberschmuck. Bei Claudia punktet er aber vor allem aufgrund seiner umweltfreundlichen und gesunden Technologie. Punkeabzug gibt Timo für die Plastikverpackung.
Unsere Experten: Tester und Autoren des Grundig UC 6620
