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Entkalkungsanlage Test 2021 • Die 7 besten Entkalkungsanlagen im Vergleich

Entkalkungsanlagen kommen Ihnen sicherlich immer dann in den Sinn, wenn Sie wieder einmal weiße Ablagerungen auf Ihren Armaturen oder Klümpchen in Ihrem Wasserkocher sehen. Sie sind funktionale Geräte, die eine Reduktion oder gar komplette Beseitigung kalkhaltigen Wassers bewirken. In unserem Test haben wir die wichtigsten Fragen und Informationen rund um das Thema für Sie gesammelt und gehen in diesem Beitrag darauf ein. Im folgenden Abschnitt stellen wir Ihnen zudem einige Entkalkungsanlagen vor.

Entkalkungsanlage Bestenliste 2021

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Was ist eine Entkalkungsanlage?

Eine Entkalkungsanlage hat die Aufgabe, je nach Verfahrensart, die Konzentration an Kalk und Magnesium in Ihrem Leitungswasser entweder zu minimieren oder diese Elemente gänzlich zu entfernen. Denn je nach Gesteinsschicht, durch das das Wasser Ihrer Region fließt, ist die Menge davon mehr oder weniger groß. Ist der Gehalt hoch, werden Sie schnell milchige Ablagerungen und Flöckchen auf Armaturen und in Geräten feststellen.

Das Wichtigste hierzu: wird regelmäßig gereinigt (das muss keine Entkalkungsanlage sein), sind diese Ablagerungen weder schädlich für Ihre Geräte noch für Ihre Rohre. Hartes Wasser ist auch nicht gesundheitsgefährdend für Ihren Körper, auch wenn so manche Werbetreibende dies suggerieren mögen. Eine mögliche Verstopfung mindert letztlich das Fließen des Wassers oder die Funktionalität einiger Geräte.

Welche Arten von Entkalkungsanlagen gibt es?

Um Ihr Wasser mithilfe von Anlagen zu entkalken oder die Konzentration zu reduzieren, gibt es im Grunde drei Arten von Verfahren, die das ermöglichen. Im Folgenden erklären wir Ihnen die Unterschiede.

Ionentauscher

Die wohl am häufigste verwendete Technik ist die Ionentauscher-Variante, weshalb wir auch in allen weiteren Punkten auf diese eingehen. Diese Entkalkungsanlage wird an Ihrem Hauptwasseranschluss installiert, sodass der ganze Wohnkomplex davon profitiert. Bevor das Leitungswasser zu Ihnen gelangt, fließt es also durch die Anlage, die mit einem sogenannten Tauscherharz versehen ist.

Das im Wasser enthaltene Magnesium und der Kalk werden am Harz gebunden, sprich, sie bleiben daran haften. Das Harz selbst besitzt Natrium-Ionen, welche durch das Haftenbleiben der anderen Stoffe gelöst und somit an das Wasser abgegeben werden. Der Tausch-Prozess macht das Wasser weich.

Ist die Aufnahmemenge des Harzes ausgeschöpft, erfolgt eine meist automatisierte Regenerationsphase. Eine Regeneration allein kann dennoch die Gefahr von Verkeimung nicht gänzlich ausschließen, sodass Anlagen zu empfehlen sind, die das Tauscherharz zusätzlich desinfizieren.

Zu bedenken sind aus ernährungstechnischer Sicht der Verlust vom wertvollen Magnesium und im Gegenzug die möglicherweise erhöhte Natriumbelastung in Ihrem Trinkwasser.

Umkehrosmose

Eine Osmoseanlage beinhaltet eine Osmosemembran, die wie eine Art Filter funktioniert. Diese Membran hat so feine Löcher, dass nur Wassermoleküle durch sie hindurch passen. Der Vorgang funktioniert, indem das Wasser mit hohem Druck durch die Membran gepresst wird. Alle anderen Stoffe, nicht nur Kalk, sondern auch diverse Schadstoffe, bleiben daran hängen. Was die Schadstoffe angeht, ist dies in Deutschland jedoch unnötig, da die Trinkwasserqualität hervorragend ist.

Der Prozess verbraucht viel Wasser, da der anschließende Spülvorgang, um die unerwünschten Stoffe ins Abwasser zu befördern, mehr Wasser benötigt als Sie im Vergleich dazu gefiltert herausbekommen. Anders als bei der Entkalkungsanlage mit Ionentauscher, wird die Osmoseanlage immer nur an einen Wasserhahn geschlossen.

Physikalische Einwirkung

Bei dieser Maßnahme sollen durch magnetische oder elektromagnetische Felder Schwingungen erzeugt werden, die eine Ablagerung von Kalk verhindern sollen. Diese Methode kommt zwar ohne chemische Mittel aus, jedoch ist sie zur Wirksamkeit in Fachkreisen umstritten. Diese Form enthärtet das Wasser nicht, sondern sorgt dafür, dass sich der Kalk weder in den Rohren noch Armaturen ablagert.

Es gibt noch eine Variante, die von offizieller Stelle wie dem DVGW (Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches. e. V.) als wirksam deklariert wird: die Impfkristallbildung. Hierbei werden durch die Anlage mikroskopisch kleine Impfkristalle, die selbst aus Kalk bestehen, in die Wasserversorgung gespeist. An diese bindet sich der im Wasser enthaltene Kalk gerne und setzt sich nicht mehr an anderen Oberflächen fest.

Diagramm zum Preis-Leistungs-Verhältnis der Entkalkungsanlagen

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Kaufkriterien im Entkalkungsanlagen Test 2021

Damit Sie beim Kauf einer Entkalkungsanlage mit Ionentauscher die richtige Wahl für sich treffen können, sollten Sie sich im Vorfeld mit einigen Kriterien befassen. Die Wichtigsten haben wir im nächsten Abschnitt zusammengestellt und erklären, was es damit auf sich hat.

Wasser passiert bis es zu uns gelangt diverse Schichten. Je nach geografischer Region kommt mal mehr, mal weniger Kalk zusammen.

Haushaltsgröße

Wenn Sie nur ein Zwei-Personen-Haushalt sind, benötigen Sie natürlich keine Entkalkungsanlage, die vom Wasserdurchsatz ein ganzes Mehrfamilienhaus abdeckt. Das Aufbereitungsvolumen der Anlagen wird daher in unterschiedliche Größen angeboten. Die Hersteller geben an, wie viel Wassermenge pro Tag enthärtet werden kann.

Finden Sie heraus, wie hoch der durchschnittliche Wasserverbrauch Ihres Haushaltes ist und achten Sie bei der Wahl der Entkalkungsanlage darauf, dass diese etwas über Ihrem Verbrauch liegt.

Salzverbrauch

Um eine Entkalkungsanlage betreiben zu können, benötigen Sie regelmäßig Salz. Dieses Regenerierungssalz wird bei der Säuberung des Tauschharzes gebraucht. Nur so wird eine regelmäßige Funktion überhaupt erst gewährleistet.

Das Fassungsvolumen der Salzbehälter ist unterschiedlich von Gerät zu Gerät und ist gleichzusetzen mit der Entscheidung für welche Haushaltsgröße Sie eine Entkalkungsanlage suchen. Moderne Anlagen sind äußerst sparsam und verbrauchen eine durchschnittliche Salzmenge von ca. 15 Kilo pro Monat.

Zertifizierung

Zertifikate sind wichtig, um von fachlicher und offizieller Stelle die Anerkennung von Sicherheit und Tauglichkeit zu bestätigen. Da es sich bei Trinkwasser um ein hohes Gut handelt, welches Sie auch zu sich nehmen, sollten gesundheitsschädliche Risiken ausgeschlossen werden.

Einer der größten deutschen Branchen Zertifizierer im Bereich Gas und Wasser ist, wie an anderer Stelle erwähnt, der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches. Achten Sie beim Kauf daher auf eine sogenannte DVGW Zertifizierung. Diese Bestätigung stellt die Einhaltung von Vorschriften im Trinkwasserbereich sowie den Verbau von einem nötigen Rückflusshinderer sicher.
Anders als im hochgereinigten Entkalkungssalz, ist im Speisesalz meist noch Jod und Fluor enthalten.

Lieferumfang

Um eine Entkalkungsanlage in Betrieb zu nehmen, benötigen Sie nicht nur die Anlage an sich. Auch ein Anschluss-Set ist notwendig um diese überhaupt an Ihre Hauptwasserleitung andocken zu können. Im Set enthalten sind Dichtungen, Schläuche und ein Anschlussblock. Nicht alle Geräte haben bereits solch ein Set enthalten. Achten Sie bei der Wahl nach einem Gerät also darauf. Denn andernfalls müssen Sie dies separat hinzukaufen.

Ist das der Fall, müssen Sie berücksichtigen, dass das Set sowohl mit Ihrer gewählten Entkalkungsanlage kompatibel ist als auch mit der Größe Ihrer Wasseranschlüsse. Die meisten Wasseranschlüsse haben einen Durchmesser von 2,54 cm, was 1 Zoll entspricht.

Welche Alternativen zu Entkalkungsanlagen gibt es?

Der Überblick zeigt Ihnen einige Möglichkeiten auf, wie Sie Ihre Geräte noch schonen können, außer eine Entkalkungsanlage zu installieren.

  • Wasser abkochen: Verwenden Sie für Ihre teure Kaffeemaschine abgekochtes Wasser. Wasserkocher gehören zu den günstigsten Verbrauchsgeräten oder kochen Sie das Wasser in einem Topf ab. In jedem Fall ist dies eine preisgünstige Methode.
  • Zitronensäure: In den meisten Fällen reinigen Sie Ihre Wasserhähne und vielleicht auch Haushaltsgeräte ohnehin regelmäßig, unabhängig welches Wasser Sie haben. Hier lassen sich hartnäckige Ablagerungen auf diesen sehr gut mit Zitronensäure entfernen.
  • Essigwasser: Etwas von diesem Mittel können Sie bei jedem Spülgang in das Weichspülerfach Ihrer Waschmaschine hinzufüllen. Das schützt Ihre Maschine vor Kalkablagerungen.
  • Kalkreiniger: Auch chemische Reiniger, die speziell Kalk entfernen, können Sie zu routinemäßigen Reinigung Ihres Haushaltes benutzen.
  • Tischfilter: Um Kaffee oder Tee zu genießen, ohne das Aroma durch hartes Wasser zu minimieren, können Sie einen einfachen und preisgünstigen Tischfilter verwenden. Dieser sollte, wie jeder Filter, ebenso regelmäßig und gut gereinigt werden, um eine Verkeimung zu vermeiden. Schauen Sie sich hier auch im Vorfeld Testergebnisse von Filtern an, bevor Sie sich für einen entscheiden.

Das Kosten-Nutzen-Verhältnis aller Faktoren, auch die einer Entkalkungsanlage, sollten Sie in jedem Fall miteinander vergleichen. Dann werden Sie zu einem für Sie passenden Ergebnis kommen.

Weiterführende Links und Quellen

FAQ

Wann macht eine Entkalkungsanlage Sinn?

Wie eingangs erwähnt, ist eine Anschaffung nicht zwangsläufig ein Muss und bringt nicht nur Vorteile mit sich. Bei nicht ordnungsgemäßer Wartung, könnten sich auch Keime bilden. Hartes Wasser ist nicht schädlich, erfordert jedoch mehr manuelle Reinigung von Haushaltsgeräten oder Zusätze für zum Beispiel Waschmaschine und Co, damit diese nicht drohen zu verstopfen. In erster Linie handelt es sich daher um ein persönliches Ermessen in puncto Mehrarbeit, Optik an den Armaturen und Gerätschaften und gegebenenfalls dem Geschmack bei Kaffee oder Tee. Selbst dafür gibt es alternative Lösungen, auf die wir zum Schluss eingehen. Sollten Ihnen diese Punkte stören, so macht es erst ab einer Haushaltsgröße von mindestens 2 Personen Sinn, sich eine Entkalkungsanlage zu installieren. Die Anlagen bereiten im Durchschnitt 150 Liter weiches Wasser pro Tag auf, welches ein Single Haushalt in der Regel nicht schafft abzunehmen. Bedenken Sie auch, dass Sie nicht nur einmalige Anschaffungskosten haben, sondern auch Betriebskosten in Form von Salz nachfüllen und wiederkehrenden Wartungen. Dies sollten Sie Ihrem Mehrbedarf an Reinigungsmitteln gegenüberstellen, um sich entscheiden zu können.

Was passiert bei der Regeneration einer Entkalkungsanlage?

Das Tauscherharz der Entkalkungsanlage, welches Natrium an das Wasser abgibt und Kalk und Magnesium aufnimmt, kann dies nicht unendlich lange machen. Ist die Aufnahmekapazität ausgeschöpft, muss das Harz regeneriert werden. Dies erfolgt bei modernen Anlagen in der Regel nachts und automatisch. Für diesen Reinigungsvorgang benötigt es Salz, welches Sie also regelmäßig in einem dafür vorgesehenen Behälter auffüllen müssen. Viele Anlagen besitzen mittlerweile eine Anzeige, die Ihnen zeigt, wann Sie nachfüllen müssen. Der Prozess selbst sieht folgendermaßen aus: die Salzlösung umspült das Tauscherharz. Dabei nimmt das Harz die neuen Natrium-Ionen auf und gibt die Kalk- und Magnesium-Ionen wieder ab. Diese werden ins Abwasser gespült. DVGW zertifizierte Entkalkungsanlagen desinfizieren zusätzlich das Tauscherharz, um einer potenziellen Verkeimung vorzubeugen.

Welches Salz wird für die Entkalkungsanlage verwendet?

Das Salz, welches Sie auch hin und wieder für Geschirrspüler verwenden müssen, ist im Grunde das, welches Sie für Ihre Entkalkungsanlage brauchen. Es wird auch Regenerierungssalz genannt und ist hoch gereinigtes und speziell gekörntes Natriumchlorid. Die Darreichungsform existiert hauptsächlich als Tablette. Im Vergleich dazu beinhaltet unser Speisesalz, je nach Sorte, noch Jod und Fluor. Speisesalz darf in keinem Fall in die Entkalkungsanlage, da eben genau diese Zusatzstoffe das Tauscherharz schädigen und folglich die Funktion nicht mehr gegeben wäre.

Wer wartet eine Entkalkungsanlage und wie oft ist es nötig?

Verunreinigtes Wasser kann die Gefahr von Infektionskrankheiten erhöhen. Deshalb ist die Hygiene solcher Wasser-Aufbereitungsgeräte besonders wichtig. Immerhin dient sie nicht nur Ihren Haushaltsgeräten, sondern das aufbereitete Wasser oftmals auch als Trinkwasser. Eine regelmäßige und ordentliche Wartung ist unabdingbar. Schauen Sie dafür auf die Herstellerempfehlung. Diese kann von Gerät zu Gerät und Hersteller unterschiedlich ausfallen. Folgende Zyklen können Sie sich allerdings merken: Alle 2 Monate eine Inspektion! Diese können Sie auch selbst vornehmen. Dabei müssen Sie optisch prüfen, ob alles dicht ist, auch das Steuerventil zum Abflusskanal und sich nirgendwo Wassertropfen bilden. Auch können Wasserhärte getestet, Füllstand des Salzbehälters sowie das Verhältnis von Salzverbrauch zu verbrauchtem Wasser kontrolliert werden, welches Sie dann gegebenenfalls anpassen können. Vorgesehen ist zudem eine jährliche Generalwartung. Diese wird von einer Fachfirma oder dem Werkskundendienst durchgeführt. Hier werden umfassende Untersuchungen durchgeführt. Ist alles in Ordnung, gibt es eine Prüfplakette. Schon beim Kauf bieten manche Hersteller einen Wartungsvertrag an, sodass eine verbindliche und fachgerechte Kontrolle garantiert wird und das zu einem attraktiven Preis. Eine moderne Entkalkungsanlage mit Ionentauscher hat nicht zuletzt damit eine Lebensdauer von 20 bis 25 Jahren.

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