In Zusammenarbeit mitExpertenTesten.de
TÜV-zertifizierte Vergleichs- und Testverfahren nach ISO 9001
TÜV NORD CERT TÜV-zertifizierte Vergleichs- und Testverfahren nach ISO 9001

Japansäge Test 2021 • Die 7 besten Japansägen im Vergleich

Die Japansäge ermöglicht präzises Arbeiten ohne großen Kraftaufwand. Sie ist mittlerweile in fast jeder Werkstatt ein Muss und ein Liebling. Handwerkende schwören auf die Japansäge und ziehen sie der herkömmlichen vor. Damit Sie die Japansäge besser kennenlernen können, haben wir uns Test und Vergleich genauer angesehen. Im Folgenden erfahren sie mehr über unsere Recherche.

Bernd Vogelsammer
Bernd Vogelsammer

Den größten Teil meines Lebens habe ich mit der Bearbeitung von Holz und Holzwerkstoffen verbracht. Über die Jahre habe ich mich als begeisterter
Bastler und Tüftler in weitere Bereiche vorgetastet und verfüge, auch dank der zahlreichen Produkttests für expertentesten.de, über ein erwiesene handwerliches Allgemeinwissen.
Meine große Leidenschaft ist das Schrauben an und Fahren von Oldtimern.

Mehr zu Bernd

Japansäge Bestenliste 2021

Letzte Aktualisierung am:

Filter aktivieren > Ähnliche Vergleiche anzeigen

Was ist eine Japansäge und wie funktioniert sie?

Die Japansäge eignet sich perfekt für genaue Holzarbeiten. Sie kann aber auch bei Kunststoff eingesetzt werden oder um einfach einen Ast abzusagen.

Japansägen sind das Gegenstück zu europäischen Feinsägen. Im Gegensatz zu der uns bekannten Säge funktioniert die Japansäge aber auf Zug. Dadurch wird das dünne Sägeblatt stabilisiert, während bei einer europäischen Säge das Blatt durch die Stoßspannung verbogen werden kann. Zusätzlich entstehen durch die Zug-Variante weniger Sägespäne, was weniger Kraft- und Zeitaufwand bedeutet.

Die Japansäge ist fester Bestandteil der beeindruckenden Holzhandwerks-Geschichte Japans. Über 2 Tausend Jahre wurde die auf Japanisch genannte Nokogiri perfektioniert. Mit ihrer Hilfe entstanden ganze Festungsanlagen und Tempel aus Holz. Noch heute kommen die qualitativ hochwertigsten Japansägen aus dem Herkunftsland.

Der starke und scharfe japanische Stahl schneidet nicht nur Holz, sondern auch Kunststoff. Theoretisch können Sie mit der Japansäge auch auf Druck schneiden, riskieren aber ein Verknicken des Blattes. Je nach Modell können Sie mit der Japansäge Längs- und Querschnitte machen, präziser oder tiefer schneiden. Anschließend geben wir Ihnen einen genaueren Einblick in die bekanntesten und bedeutendsten Arten von Japansägen.

Diagramm zum Preis-Leistungs-Verhältnis der Japansägen

Diagramm teilen
Mit diesem Code können Sie das täglich aktualisierte Diagramm auf Ihrer Webseite teilen:Embed-Code wurde in die Zwischenablage kopiert

Welche Arten von Japansägen gibt es?

Grundsätzlich gibt es 3 Arten von Japansägen. Diese unterscheiden sich in ihrer Zweckmäßigkeit, was sich vor allem in der Verzahnung des Sägeblattes ausdrückt. Für spezifische Zwecke gibt es noch weitere Unterarten von Japansägen. Zudem existieren auch Modelle mit Zusatzfunktionen wie Klappbarkeit oder werkzeugloser Demontage.

Die 3 Grundarten von Japansägen sind:

  • Dozuki
  • Kataba
  • Ryoba

Diese 3 Japansägen werden anschließend vorgestellt, damit Sie einen genaueren Einblick in die verschiedenen Arten der Nokogiri haben.

Dozuki

Die Dozuki Japansäge ist einseitig verzahnt und mit einem Rücken verstärkt. Die Universalverzahnung erlaubt Ihnen die Säge auch für Quer- und Schrägschnitte einzusetzen. Durch die Rückenverstärkung können Sie genauer arbeiten, dafür aber weniger flexibel. Diese Japansäge eignet sich daher vor allem für Feinarbeiten und nicht für tiefe Schnitte.

Kataba

Mit der einseitigen Trapezverzahnung und ohne Rückverstärkung ist die Kataba Japansäge die flexible Dozuki. Bei Handwerkenden ist sie aufgrund ihrer Flexibilität und stetigen Genauigkeit besonders beliebt. Sie ermöglicht Ihnen große und tiefe Schnitte und ist das Gegenstück zur europäischen Astsäge. Bei zu viel Druck besteht aber die Gefahr sie zu verklemmen oder sogar zu zerbrechen.

Ryoba

Die Japansäge Ryoba ist doppelseitig verzahnt. Mit einer Seite können Sie dank der Dreiecksverzahnung Längsschnitte tätigen. Querschnitte gegen die Fasern sind mit der anderen, trapezverzahnten Seite möglich. Die doppelseitige Japansäge hat im Gegensatz zu den zwei anderen Modellen ein dickeres Sägeblatt, da sie keine Rückverstärkung hat. Deshalb eignet sich die Ryoba eher für tiefe Schnitte und hartes Holz, als für Präzision.

Kaufkriterien im Japansägen Test 2021

Im Folgenden stellen wir Ihnen die wichtigsten Kaufkriterien im Japansägen Test vor. Damit können Sie verschiedene Modelle einfacher vergleichen und die für sich am besten geeignete Japansäge finden.

Verzahnung

Damit Ihre Japansäge den Zweck erfüllt, den Sie sich wünschen, müssen Sie auf die Verzahnung achten. Dabei gibt es folgende drei grundsätzliche Verzahnungen:

  • Dreiecksverzahnung
  • Trapezverzahnung
  • Universalverzahnung

Die Dreiecksverzahnung ist für Längsschnitte zur Faser. Sie sägt sauber, aber weniger präzise und kommt bei der Ryoba vor.

Die Trapezverzahnung ist für präzise Querschnitte geeignet. Vorsichtig kann sie auch auf Druck verwendet werden und wird für die Typen Kataba und Ryoba verwendet.

Die Universalverzahnung ermöglicht Längs- und Querschnitte, da sie eine Mischform von Dreiecks- und Trapezverzahnung ist. Diese Verzahnung ist typisch für die Dozuki.

Immer öfter sind die Japansägen auch mit einer Universalverzahnung erhältlich. So kommt die Kataba nicht immer mit einer Dreiecksverzahnung. Achten Sie deshalb beim Kauf nicht nur auf den Typus der Japansäge, sondern auch auf die Verzahnung des Sägeblattes.

Wenn Sie noch genauer Arbeiten möchten, lohnt es sich auf die Schränkung der Zähne zu achten. Die Schränkung ist der Abstand zwischen den abwechselnd nach links und rechts gebogenen Zähne. Je höher der Schränkungswert, desto weiter die Entfernung. Zusammengefasst heißt dies, dass Japansägen mit einer hohen Schränkung weniger Kraft brauchen und die Schnitte sich einfach korrigieren lassen. Mit einer tiefen Schränkung ist genaueres Arbeiten möglich, aber auch erforderlich, da eine Korrektur fast unmöglich ist.

Sägeblatt

Die Japansäge ist das präzisere Gegenstück zur europäischen Fuchsschwanz-Säge.

Beim Sägeblatt kommt es vor allem auf die Länge an. Die meisten Japansägen bewegen sich in einer ähnlichen Sägeblattlänge, zwischen 23 und 30 cm. Je nach Gebrauchsabsicht ist der Unterschied für Sie jedoch wichtig. Bei Bedarf gibt es auch Mini-Modelle mit einem kurzen Blatt.

Bei den meisten Japansägen lässt sich das Sägeblatt zudem leicht entfernen. Diese Funktion ist nicht nur da um das Blatt auszuwechseln, sondern auch um die Säge kompakt und sicher zu verstauen.

Japanische Sägeblätter sind so scharf, dass sie fast nicht ausgewechselt werden müssen. Bloß auf die feinen Zähne müssen Sie acht geben, damit sie nicht stumpf werden. Aus Kosten- und Herstellungsgründen lassen sich die meisten Japansägen nicht mehr nachschärfen.

Die Stärke eines Japansägeblattes variiert fast nicht und liegt immer im halben Millimeter Bereich. Daher lohnt es sich neben der Länge vor allem einen Blick auf die Herstellung des Stahls zu werfen. Damit Ihnen eine authentisches, japanisches Qualitäts-Erlebnis sicher ist, sollten Sie auf billige Nachahmungen verzichten.

Griff

Die Griffe bei Japansägen variieren stärker als die Sägeblatteigenschaften. Traditionell sind sie leicht und lang, da die Säge wenig Kraftaufwand benötigt und so auch beidhändig benutzt werden kann. Die Griffe sind herkömmlich aus Holz oder Rattan geschaffen. Bei moderneren und vor allem günstigeren Versionen sind sie aber auch in Kunststoff-Form erhältlich.

Beim Griff kommt es daher eher auf Ihre Vorliebe an. Wichtig ist zu beachten, ob das Material atmungsfähig ist und auch schwitzige Hände aushält.

Alternativen zu Japansägen

Natürlich gibt es die europäischen Alternativen, wie die Feinsäge und der Fuchsschwanz. Für Anfänger sind diese sicherer und einfacher zu bedienen. Arbeitstechnisch überzeugt aber die Japansäge mit weniger Kraft- und Zeitaufwand.

Weiterführende Links und Quellen

FAQ

Wer braucht eine Japansäge?

Die Japansäge hat nicht nur Einzug in professionelle Werkstätte erhalten, sondern auch Begeisterung unter Heimwerkenden gefunden. Bei jeglichen Arbeiten mit Holz sollte eine Japansäge involviert sein. Einsteigern wird meist abgeraten mit einer Japansäge zu beginnen, da die Verletzungsgefahr höher ist. Mit etwas Übung können Sie aber den Umgang mit den scharfen Klingen und ihrer Flexibilität lernen. Es empfiehlt sich die Zeit zu investieren, um die Vorteile einer Japansäge nutzen zu können.

Wozu braucht man eine Japansäge?

Mit einer Japansäge können Sie jegliche Arten von Holz bearbeiten. Auch Kunststoffe wie PVC, GRP, ABS und Styropor zersägt das Werkzeug. Für Metall sind die Zähne zu fein. Deshalb sollten Sie auch eine holzige Unterlage benutzen, um bei allfälligem Abrutschen das Blatt nicht kaputtzumachen. Je nach Verzahnung und Modell sind Japansägen im Garten zum Äste sagen, zur Baumpflege, für feine Modellarbeiten oder Schreinerarbeiten geeignet.

Was unterscheidet Japansägen von europäischen Feinsägen?

Einerseits unterscheidet sich die Japansäge durch die Zug-Technik. Während die europäische Feinsäge ein dickeres Sägeblatt hat, um auf Druck sägen zu können, können Sie die Japansäge mit geringstem Kraftaufwand benutzen. Andererseits ist die Japansäge ein handliches Werkzeug, das leicht in der Hand liegt. Europäische Sägen sind robuster gebaut, um mit Stoßkraft benutzt werden zu können. Die japanische Handwerkkunst garantiert zudem scharfe Klingen, was einerseits die Verletzungsgefahr erhöht, den Zeit- und Kraftaufwand aber verringert. Zusätzlich ist durch das dünne und flexible Sägeblatt präziseres Arbeiten möglich.

Was sind die Vor- und Nachteile einer Japansäge?

Die Vorteile bei einer Japansäge sind einerseits die sauberen Schnitte und andererseits ihre handliche, kleine und leichte Beschaffenheit. Der einzige Nachteil ist, dass das Sägeblatt leicht verknicken kann. Ein geübter Umgang ist daher ein Muss, um auch die Verletzungsgefahr zu reduzieren.

Welche Japansäge braucht man für was?

Für Feinarbeiten eignet sich eine Dozuki am besten, während Sie für tiefe Schnitte eher zur Kataba oder Ryoba greifen sollten. Für Handwerksarbeiten empfiehlt sich die Kataba, wobei Sie aber auch im Garten damit arbeiten können. Wenn sie eine doppelseitige Säge wünschen, die vor allem große und tiefe Schnitte machen kann, bietet sich die Ryoba an.

Wie verwendet man eine Japansäge?

Japansägen funktionieren auf Zug, das heißt es ist wichtig keinen Druck auszuüben. Ansonsten kann sich die Säge verkeilen oder gar verknicken. Am besten sägen Sie eine Fuge zu Beginn Ihrer Arbeit in das Holz. Anhand dieser können Sie sich während der Arbeit orientieren und das Werkzeug zu Beginn richtig ansetzten. Haben Sie am Anfang Geduld mit der Japansäge. Um das ganze Potenzial dieses Werkzeugs auszuschöpfen, braucht es etwas Übung und Feingefühl.

Welche ist die beste Japansäge?

Die besten Japansägen kommen eindeutig aus Japan selbst. Daher lohnt es sich etwas mehr auszugeben, um ein echtes Original zu erhalten. Welchen Typ Sie sich zulegen, hängt ganz von Ihren Gebrauchsabsichten ab. Für Anfänger eignet sich die Dozuki aufgrund ihrer Rückenverstärkung am besten. Falls Sie sich nicht entscheiden können, gibt es auch die Möglichkeit Sets zu kaufen und die Sägeblätter auszutauschen.

Welchen Zweck hat eine Trapezverzahnung?

Eine Trapezverzahnung ermöglicht Schnitte quer zur Faser zu sägen. Die Zähne sind wechselseitig angeschliffen und, wie es der Name schon sagt, in einer Trapezform gehalten. Die Schnittfläche ist scharf und genau, wodurch sehr saubere Schnitte ermöglicht werden.

Ähnliche Themen

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (625 Bewertungen. Durchschnitt: 4,70 von 5)
Loading...