Aktionswoche für mehr Respekt im NetzHass im Netz explodiert – Polizei Bremen kämpft gegen anonyme Täter

Was viele als „nur online” abtun, ist oft eine Straftat.
Drohungen, Beleidigungen und Hass im Netz nehmen rasant zu – und Täter bleiben oft anonym. Für die Polizei ein Wettlauf gegen die Zeit. Mit der Aktionswoche „Wir gegen Hass – die Woche für mehr Respekt im Netz” machen bremische Medien und Behörden gemeinsam auf die Folgen aufmerksam und zeigen, warum Wegsehen keine Option ist.
Zwischen Screenshots und Strafanzeige: Polizeiarbeit im Netz
Immer mehr Menschen werden Opfer von Hass, Bedrohung und Stalking im Internet. Maike Seifert vom Präventionszentrum der Polizei Bremen berät Betroffene, nimmt ihnen die Angst und macht klar: Die Schuld liegt immer bei den Tätern.
Gleichzeitig wächst auch der Druck auf die Ermittler. Allein in Bremen haben sich die Fälle von Hasspostings innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelt. Hinter vielen Accounts stecken anonyme Täter, oft im Ausland, die Strafverfolgung erschweren. Hass im Netz ist eine Straftat. Betroffene sollen den Mut haben, Anzeige zu erstatten. Denn nur so kann es für digitalen Hass Konsequenzen geben. Welche Anforderungen es dafür gibt, seht ihr im Video.
Wenn Politiker zur Zielscheibe werden
Politische Diskussion findet längst nicht mehr nur im Plenarsaal statt, sie wird auch im Netz geführt. Und dort wird der Ton rauer. Auch Dariush Hassanpour erlebt, wie aus Kritik immer öfter gezielte Einschüchterung wird – nicht nur online, sondern teils sogar ganz real per Post oder Telefon. Der 29-Jährige sitzt für die Linke in der Bremischen Bürgerschaft und macht digitale Angriffe öffentlich sichtbar.
Klar ist: Kritik und Diskussionen gehören zur Demokratie. Aber wenn Drohungen und Angst den öffentlichen Diskurs bestimmen, geraten nicht nur einzelne Menschen unter Druck, sondern das gesamte demokratische Miteinander. Warum Dariush Hassanpour trotzdem weitermacht, seht ihr im Video.
Redaktionen zwischen Meinung und Hass
Was im Netz gepostet wird, landet oft ungefiltert bei denen, die es moderieren müssen. Als Head of Online und Social Media bei RTL Nord prüft Lisanne Vernunft täglich Kommentare. Die bewegen sich auf einem schmalen Grat zwischen Meinungsfreiheit und klaren Grenzüberschreitungen, gegen die juristisch vorgegangen werden kann. Eine Abwägung, die von der Bremischen Landesmedienanstalt (brema) unterstützt wird. Die brema berät und greift bei Verstößen ein.
Die eigentliche Arbeit bleibt oft an den Redaktionen hängen: Moderieren, löschen, abwägen. Ein aufwendiger Kraftakt. Die großen Plattformen, so Lisanne Vernunft, kommen ihrer Verantwortung bislang nur unzureichend nach. Klar ist: Was online geschrieben wird, hat reale Auswirkungen und jemand muss die Grenze ziehen. Wie das bei RTL Nord abläuft, seht ihr im Video.
„Wir gegen Hass – die Woche für mehr Respekt im Netz”

Vom 20. bis zum 26. April läuft die Aktionswoche „Wir gegen Hass – die Woche für mehr Respekt im Netz”. Initiiert wurde sie vom Bündnis „Resignation ist keine Option”, kurz RIKO, in dem die Bremische Landesmedienanstalt, Strafverfolgungsbehörden und mehrere bremische Medienhäuser teilnehmen. Ihr gemeinsames Ziel: Hass im Netz sichtbar machen, Betroffene stärken und klarstellen, dass auch im digitalen Raum Regeln gelten. Die Inhalte aller teilnehmenden Medien findet ihr hier.





























































































