Industrie im Norden wächst: Wirtschaftsminister: So wichtig ist der TKMS-Deal wirklich!
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Was bedeutet der TKMS-Deal für Arbeitnehmer in Norddeutschland? Gibt es überhaupt genug Fachkräfte im Norden? Und wie sicher ist sich die Landespolitik, dass der Auftrag auch wirklich nach Schleswig-Holstein kommt? Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen (CDU) im Interview.
Kanada möchte bei seiner neuen U Boot Flotte auf Technik Made in Schleswig-Holstein setzen. Herr Madsen, was bedeutet das denn für die Wirtschaft bei uns im Norden?
Das ist natürlich ein starkes Signal und das ist deswegen sehr wertvoll, weil damit hat Norwegen, Deutschland und Kanada die gleichen U-Boote. NATO U-Boote. Das ist der weltbeste, würde ich sagen, U-Boot, der nicht atomar ist. Und der wird bei uns in Kiel hergestellt. Zwölf Stück, Das muss man sich vorstellen. Allein der Auftragswert ist wahrscheinlich Größenordnung 18 bis 20 Milliarden Euro. Dazu kommen die ganze Wartung der nächsten 30 Jahre. Also das ist ein Riesenauftrag, dass es für die Industrie im Norden natürlich von größter Wichtigkeit.
Sie haben es angesprochen, die U-Boote sollen in Wismar, aber auch in Kiel produziert werden. Wie viel mehr Arbeitsplätze erhoffen Sie sich denn da in der Landeshauptstadt?
Als erstes muss man das so sehen, dass man die Arbeitsplätze, die schon da sind, sichert. Die wächst auch die TKMS der letzten Jahre Stück um Stück stabil. Und vor allen Dingen ist es das, was ich glaube man ganz klar vor Augen haben muss. Ein Bau einer U-Boot dauert etwa ein Jahr. Das heißt, wenn man zwölf Stück baut, dann ist das Auftragsbuch für zwölf Jahre voll. Wenn man das auf zwei Standorte legt, dann werden es jeweils sechs Jahre, aber dann auch die ganzen Zuliefererbetriebe. Also wir werden das schon spüren. Das werden einige 100 Arbeitsplätze mit Sicherheit bedeuten für uns hier im Norden.
Wo sollen denn die Fachkräfte für diesen weiteren Großauftrag herkommen, wo jetzt schon absehbar ist, dass es in den kommenden Jahren einen Fachkräftemangel von mehreren 1000 Arbeitern bei uns im Norden gibt?
Das Gute für uns ist natürlich, dass wir schon sehr lange maritime Traditionen haben. Das heißt, wir haben viele gute Fach und Arbeitskräfte bei uns im Norden. Das zieht natürlich auch an, wenn man zum Beispiel mit Blick auf einigen anderen Regionen schaut, wo vielleicht Industrie ein Stück weit abgebaut wird, wird sie hier aufgebaut. Werften Insgesamt geht es bei uns in Schleswig-Holstein sehr gut. Werften, Bauern sind wie heißt das, sehr gut oder wie heißt das gewollt und daher. Ich bin überzeugt, dass auch da junge Menschen sich den als Zukunftsweg betrachten, wenn sie jetzt schon hören 15 Jahre sind die Auftragsbücher voll.
Das liegt ja nur eine Absichtserklärung der kanadischen Regierung vor. Wie zuversichtlich sind Sie, dass dieser Deal tatsächlich über die Ziellinie kommt?
Ich bin davon überzeugt, dass die Kanadier nicht in der Öffentlichkeit gehen würden und sagen: Wir können uns das sehr gut vorstellen, wenn Sie nach wie vor nicht das machen würden. Das sind natürlich viele Verhandlungen, auch hinter den Kulissen Lange schon gelaufen. Man hat sich verständigt. Jetzt sind es noch Details, die geklärt werden müssen. Die TKMS hat auch einen großen Vorteil, sie hat es hinbekommen, dass die Norweger und Deutschen jeweils bereit sind, aus ihrer Bestellungen den Kanadiern erst mal welche abzugeben, damit sie nicht so lange warten müssen, bis die erste U-Boote da sind. Und ich bin ziemlich sicher, dass der Auftrag dann auch klappt.
Großer Optimismus. Vielen Dank soweit Claus Ruhe Madsen, Wirtschaftsminister von Schleswig Holstein.
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherchen

