Unfassbarer Fund nach 62 Jahren!: So kam der verlorene Ring zurück zum Besitzer
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Nur zwei Wochen nach der Verlobung mit seiner Frauke (83) verliert Herbert Plähn (88) aus Elsdorf-Westermühlen seinen Verlobungsring. Das ist jetzt 62 Jahre her. Jede Suche nach dem Ring bleibt erfolglos. Bis jetzt!
Mit seinen stolzen 88 Jahren bringt Herbert Plähn so schnell nichts mehr aus der Fassung. Doch Anfang Mai passiert etwas, damit hätten er und seine Frau Frauke im Leben nicht mehr gerechnet.
Das passiert nicht zwei Mal.
Ihr Bekannter Siggi Scheunemann steht eines Tages mit einer ganz besonderen Überraschung vor ihrer Tür: dem vor 62 Jahren verloren gegangenen Verlobungsring von Herbert.
Ich hab das nicht geglaubt. Das kann gar nicht angehen, habe ich gedacht. Wie kann er den finden?
Erste Zweifel werden schnell aus dem Weg geräumt.
Wie wir reingeguckt haben, sahen wir das Datum und dann war es unser Ring.
Der Ring, der im Jahr 1964 die Verlobung von Herbert und Frauke Plähn besiegelte.
Fast sechs Jahre, nachdem es auf dem Sportlerball damals funkte zwischen den beiden.
Erst wollte ich das gar nicht so richtig. Ich war einmal. Ich war noch zu jung. Ich wollte das eigentlich noch nicht. Aber irgendwie haben wir uns zusammengerauft.
Zusammengerauft, ja. Ich habe dann gefragt, ob wir uns noch mal wieder treffen können.
Ach so, ja, ins Kino. Nächsten Tag ins Kino. Und dann mochte ich meine Mutter ja gar nicht fragen. Oha, Ins Kino.
Aus einem Kinobesuch wird schnell mehr. Die beiden werden ein Paar. Nach gut fünf Jahren entscheiden sie: keine halben Sachen mehr.
Ich bin nicht auf die Knie gegangen
Das nicht. Kannst du ja noch machen... kommst du nicht wieder hoch.
Ohne viel Schnickschnack verloben sie sich. Keine vier Wochen später plötzlich der Dämpfer: beim Arbeiten auf dem Heuboden verliert Herbert seinen Ring.
Ich hatte natürlich ein schlechtes Gewissen.
Ich habe ja auch gesucht. Und. Und wie der Boden leer war, habe ich auch versucht, auf dem Boden noch mal zu suchen. Aber. Nichts zu machen.
Der Ring bleibt verschwunden, also kauft Herbert einen neuen.
62 Jahre später denkt das Ehepaar kaum noch an den verlorenen Ring – unwissend, dass das Goldstück noch ganz in der Nähe auf sie wartet. Und zwar auf einem Feld, direkt in der Nachbarschaft.
Genau hier ist Siggi Scheunemann Anfang Mai unterwegs und zieht seine Runden mit einem Metalldetektor. Ein Hobby, bei dem der 67-Jährige zumeist nur Schrott findet. Doch Anfang Mai ist das anders. Das Gerät schlägt an und Siggi Scheunemann beginnt zu buddeln.
15 Zentimeter in etwa. Und habe dann die Erde durchsucht und diesen Ring gefunden. Habe geguckt, stand das Datum drin und ein Name und habe gedacht na ja, so viele Fraukes kennst du nicht. Vielleicht passt das ja.
Große Detektiv-Arbeit muss der ehemalige Soldat nicht leisten. Seine Nachbarin ist die Tochter der Plähns und kann schnell klären, wo das leicht lädierte Schmuckstück herkommt. Und so lässt der 67-Jährige nicht viel Zeit verstreichen.
Alleine die Augen von den beiden, besonders von Herbert, als er den Ring wieder in den Händen hatte – das war allein schon die ganze Sache wert, das zu sehen.
Nach 62 Jahren wieder vereint. Eine runde Sache bei der eigentlich nur noch eine Frage bleibt - Wie ist der Ring vom Strohboden aufs Feld gekommen?
Wahrscheinlich übers Futter bei den Kühen. Und vielleicht ist es auch durch den Kuhmagen gegangen und auf dem Misthaufen gelandet und. Und dann mit dem Mistreiter aufs Feld gebracht.
Ob durch den Kuhmagen oder nicht - der Ring hat so manches erlebt, bis er nun wieder da ist, wo er hingehört.
