Auch heute sind die Ermittler vor Ort, suchen Spuren und antworten dort, wo am Montag sechs Menschen gestorben sind.
Der mutmaßliche Todesschütze war in das Mutter Kind Heim gekommen, um über das Sorgerecht für seine drei Monate alte Tochter zu sprechen. Die war in Obhut des Jugendamtes. Weil er das Mädchen geschüttelt und schwer verletzt haben soll.
Noch drei Tage vor der Tat schreibt die Patentante des Babys in einem Brief, dass all diese Vorwürfe falsch seien. Sie macht Ärzten und Jugendamt schwere Vorwürfe, bezeichnet den späteren mutmaßlichen Todesschützen dagegen als ruhig und besonnen. Sie und eine zweite Frau sollen den Täter auch nach Stade begleitet haben.
„Die beiden weiteren tatverdächtigen Frauen sind aus dem polizeilichen Gewahrsam entlassen worden. Und insoweit ist kein Haftbefehl beantragt worden. Die Ermittlungen dauern im Übrigen an."
Der Todesschütze sitzt inzwischen in Untersuchungshaft. Die Waffe soll er eine Woche vor der Tat illegal in Berlin besorgt haben. Trauer und Aufarbeitung gehen unterdessen weiter.
In Hannover kommen am Nachmittag Hunderte zu einer Trauerandacht zusammen. Drei der sechs Opfer waren Jugendamtsmitarbeiter aus der Region.
Verwendete Quelle: eigene RTL-Recherche