Meterweit Autoreifen, alte Schläuche und Rostspuren. Abgeladen von Unbekannten vor einen Tagen - hier im Wald im Landkreis Gifhorn. Zeugen informieren daraufhin unmittelbar die Polizei, die nun die Ermittlungen aufgenommen hat.
Es kommt durchaus immer wieder vor, dass illegal Müll entsorgt wird. Auch Reifen. Tatsächlich aber auch Möbelinventar, zum Beispiel Küchen. Aber diese Größe ist sehr außergewöhnlich.
Hinzukommt, dass die Reifen eine erhebliche Belastung für die Umwelt sein können. Denn durch Regen und andere Umwelteinflüsse kann Mikroplastik in die Böden und ins Wasser gelangen. Einmal freigesetzt sammeln sich die Partikel dort an und sind nur schwer zu entfernen. Vor Ort stellen wir zudem fest, dass die Reifen wohl schon länger reif für die Mülltonne sind.
Hier hat jemand offenbar nicht nur eine ganze LKW Ladung Reifen abgeladen, die Reifen sind auch teilweise über 20 Jahre alt. Und den Reifengeruch riecht man ehrlicherweise auch noch meterweit entfernt.
Seit Jahren kämpfen Städte und Gemeinden in Niedersachsen gegen illegale Müllentsorgung. Häufig tragen die Kommunen selber einen Großteil der Entsorgungskosten. So auch im Landkreis Gifhorn.
Macht mich sauer. Also macht mich wirklich sauer und sprachlos.
Das ist ja bewusst abgeladen an einer Stelle, wo es nicht hingehört. Und das ist schon dramatisch.
Das sieht offenbar auch der Landkreis so, der die genauen Kosten allerdings noch nicht abschätzen kann. Auf den Steuerzahler können bei einer Entsorgungsmenge dieser Größe aber schnell mehrere Tausend Euro zukommen.
Das Problem ist, dass wir hier tatsächlich eine Größenordnung einer Ablagerung haben, die im Grunde genommen das Volumen aller Ablagerungen, illegalen Ablagerungen im vergangenen Jahr für das gesamte Kreisgebiet umfasst. Absolut Verständnis, dass auch Bürgerinnen und Bürger darüber sehr verärgert sind. Wir sind es als Verwaltung auf jeden Fall.
Den noch unbekannten Tätern droht eine Strafe von bis zu 100 Tausend Euro oder sogar das Gefängnis.