1.600 Gäste aus 115 Ländern: Hamburg wird zum Treffpunkt für Nachhaltigkeit
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Hamburg war Gastgeber der internationalen Nachhaltigkeitskonferenz. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eröffnete das Treffen, bei dem über Klimaziele und deren Umsetzung diskutiert wurde. Wie ein KI-Tool aus Hamburg Inselstaaten in der Karibik künftig vor Überschwemmungen schützen soll, zeigt dieses Video.
Die Nachhaltigkeitswelt zu Gast in Hamburg: 1600 Gäste aus 115 Ländern sind an die Elbe gekommen, um gemeinsam nach Lösungen dafür zu suchen, wie die Welt nachhaltig besser werden kann. Das Motto: die Kraft der Zusammenarbeit. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eröffnet die Konferenz, bei der Regierungsvertreter, Wirtschaftsbosse, Klimaschützer und Jungunternehmer sprichwörtlich an einem Tisch sitzen.
Frank-Walter Steinmeier / Bundespräsident
"Ohne Internationale Zusammenarbeit werden wir die Krisen unserer heutigen Zeit nicht meistern. Und ich danke ihnen von Herzen, dass sie dies genau hier tun."
Als Gastgeber hat auch Hamburg mehrere Nachhaltigkeits-Ideen im Gepäck. Unter anderem eine Partnerschaft mit dem Karibikstaat St. Kitts and Nevis, der akut durch den Klimawandel bedroht ist. Ganz praktisch werden dabei junge Karibikbewohner bei der Stadtreinigung in Klimaberufen ausgebildet.
Katharina Fegebank, Die Grünen / Umweltsenatorin
"Da geht es also tatsächlich um Know how Transfer und auch darüber, ein Verständnis zu entwickeln, wie eigentlich ein Inselstaat wie St. Kitts und Nevis bedroht ist durch den Klimawandel und gleichzeitig auch ein Verständnis dafür zu entwickeln, was eigentlich die Herausforderungen bei uns sind. Also wenn es um Hitzeperioden geht, aber auch Starkregenereignisse."
Und dann haben Hamburger Wissenschaftler noch ein KI-Tool entwickelt:
Katharina Fegebank, Die Grünen / Umweltsenatorin
"Das auf eine sehr einfache und auch auf eine sehr verständliche Weise die ganz unterschiedlichen Bausteine von Nachhaltigkeit / zu analysieren und gut zusammenzubringen und damit auch eine Blaupause zu haben, wie andere Städte und Regionen global mit Nachhaltigkeit und ihren Strategien besser umgehen können."
Zwar werden hier, bei der Konferenz, keine Gesetze gemacht. Dennoch gehen von dem riesigen, internationalen Treffen wichtige Impulse aus, die teils konkrete Projekte hervorgebracht haben. So auch bei den beiden letzten Konferenzen 2024 und 2025.
Achim Steiner / Vorsitzender Nachhaltigkeitskonferenz
"Wir haben in den letzten Jahren 25 Allianzen hier in Hamburg gestartet, und weit über die Hälfte ist inzwischen auch vorangekommen und und trägt sich selber. Das heißt, hier wird Zukunft nicht nur besprochen, sondern auch gestaltet."
Dass diese Zukunft auch von der jungen Generation mitgestaltet wird, dafür sorgen die 16 "Youth Ambassadors" auf der Konferenz, die ihre Heimatländer vertreten.
Kuanysh Uzbekov, Youth Ambassador aus Kasachstan
"Es ist sehr wichtig, dass junge Menschen mit in Verhandlungen und Entscheidungen einbezogen werden. Wir saßen auch schon früher mit am Verhandlungstisch, aber da haben wir nicht mitbestimmt um welche Themen es gehen soll. Jetzt helfen wir beim Entscheidungsprozess mit."
Auf dem Rathausmarkt sind Hamburger und Gäste eingeladen, sich im Zukunftsgarten ganz praktisch über die 17 Nachhaltigkeitsziele der UN zu informieren. Und ihre eigenen Ideen einzubringen. Es gibt viele Mitmachaktionen. Und wie eine musikalische Aktion konkret aussieht, das sehen und hören sie jetzt.
