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Klimapolitik

Mit der Klimapolitik versuchen die Staaten der Welt, die negativen Folgen des Klimawandels einzudämmen. In Deutschland wird die Klimapolitik durch das Bundesumweltministerium bestimmt.

Klimapolitik

Klimapolitik beschäftigt sich mit den Ursachen und Folgen klimatischer Veränderungen und der globalen Erwärmung. Dabei entwickelt eine effektive Klimapolitik Strategien, um Treibhausgase einzudämmen und die negativen Folgen des Klimawandels abzuschätzen und zu minimieren. Unterschieden wird zwischen nationaler und internationaler Klimapolitik. Während in nationalen Fragen das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) verantwortlich ist, regeln die internationale Klimapolitik insbesondere die Klimarahmenkonventionen der Vereinten Nationen (UNFCCC), die mit regelmäßigen Treffen der Länder - beispielsweise in Kyoto 1997 und in Paris 2015 - verbunden sind.

BMU - die Klimapolitik der Bundesrepublik Deutschland

Für die deutsche Klimapolitik ist das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) verantwortlich. Mit der Etablierung im Jahr 1986 gehört das Ministerium zu den noch jungen ministerialen Behörden in Deutschland. Geführt wird das Ministerium durch den Bundesumweltminister bzw. die Bundesumweltministerin. Etwa 1.200 Mitarbeiter sind dort beschäftigt. Der Sitz des Ministeriums ist in Bonn. Verantwortlich ist das BMU neben den Fragen des Naturschutzes und der nuklearen Sicherheit auch für die Umwelt- und Klimapolitik. Mit seinen seit 1986 eingeleiteten Maßnahmen zum Klimaschutz konnte Ministerium bereits einige Erfolge verbuchen. Im Jahr 2018 stammten etwa 40 Prozent des Stromes in Deutschland aus erneuerbaren Energien. Der erste Bundesumweltminister war Walter Wallmann (1986 - 1987) von der CDU. Auch Klaus Töpfer (1987 - 1994), Angela Merkel (1994 - 1998), Jürgen Trittin (1998 - 2005) und Barbara Hendricks (2013 - 2018) führten in der Vergangenheit das Umweltministerium.

Kyoto und Paris - internationale Klimapolitik im Zeitalter des Klimawandels

Als wichtige Ereignisse zur Bekämpfung des globalen Klimawandels gelten die Klimarahmenkonventionen unter dem Dach der Vereinten Nationen (UNFCCC). Meilenstein in der internationalen Klimapolitik war das Kyoto-Protokoll von 1997, das die Grundlage für den internationalen Klimaschutz bildete. Mit dem Pariser Übereinkommen von 2015 erklärten sich die Teilnehmer bereit, die Erderwärmung auf 2° Celsius gegenüber der vorindustriellen Epoche zu begrenzen. Allerdings wurde das Übereinkommen 2017 durch die Vereinigen Staaten wieder aufgekündigt.