Ein großes Gehege, viel Auslauf und Artgenossen - so leben diese Wölfe hier im Wildpark Schwarze Berge in Niedersachsen. Wäre das nicht auch ein Ort für DEN Wolf aus Hamburg, der am Montag eine Frau angegriffen hat? Oder muss das Tier sterben, zur Sicherheit für uns Menschen?
Gerade ist der Wolf in der Auffangstation Sachsenhagen in Niedersachsen. Doch Experten sind sich einig: ein Leben in Gefangenschaft ist nicht zumutbar für einen Wolf der vorher frei war. Wohin aber dann mit dem Tier?
„Ich bin der Meinung, das tier kann wieder in die natur entlassen werden, der hat sich einfach verirrt in der Stadt, das war sicherlich nicht seine absicht, warum soll er also nicht wieder in die Natur zurück, wo die anderen auch sind."
In die Natur bedeutet aber auch: Der Wolf könnte sich wieder in die Stadt verlaufen. Der Wolfsberater und Jäger Raoul Reding hat deshalb eine andere Meinung:
„Man muss (aber) dabei bedenken, dass dieser Wolf jetzt um eine Erfahrung reicher ist als alle anderen Wölfe in Deutschland. Und die lautet, dass er eben gelernt hat, dass der Mensch keine große Gefahr darstellt und dass er sich dem Menschen gegenüber zur Wehr setzen kann. Die letzte Alternative und die vorzuziehende Alternative wäre es eben dieses Tier zu töten.“
Auch das Umweltministerium Niedersachsen sagt uns heute: ja, den Wolf zu töten ist eine Option. Doch was genau jetzt mit diesem Wolf passieren wird, ist in diesem Moment noch nicht entschieden.