Nachrichtenkompetenz bei jungen Menschen fördern, das ist das Ziel des Pilotprojekts „News-Navigator“. Das mit dieser interaktiven Messe im Forum Finkenau in Hamburg heute startet. Denn es geht darum, das Kinder und Jugendliche Desinformation, KI-Fakes und Algorithmen besser einschätzen können.
Carsten Brodsa, SPD, Kultur- und Mediensenator
"Wir haben ja seit Jahren in Hamburg schon angefangen, mit dem Netzwerk Use the News mittlerweile wirklich deutschlandweit zu arbeiten, zwischen Medienhäusern, zwischen Senat, zwischen Bildungseinrichtungen, Stiftungen, Hochschulen. Da ist eine ganze Menge an Wissen entstanden. Und die konkrete Vereinbarung jetzt ist, dass wir hier ein Newsdesk schaffen wollen, der tatsächlich all diese Angebote an einer Stelle bündelt und der sie so aufbereiten soll, dass Schule, die viel besser in Anspruch nehmen kann."
Im kommenden Schuljahr soll es an einzelnen Pilot-Schulen in Hamburg losgehen. Das neue Projekt News-Navigator soll Schulen, Medienhäuser und Bildungsakteure verbinden, damit Medienkompetenz in den Schulunterricht gelangt. Deshalb sind hier heute auch wichtige Medienhäuser dabei und präsentieren ihren Beitrag zur Förderung von Medienkompetenz.
O-Ton Julia Schrage, Spiegel
"Wir haben ein breites Angebot für Lehrkräfte. Wir bieten freie Unterrichtsmaterialien an, für die Grundschule, Mittelstufe und Oberstufe. Wir gehen mit Workshops an Schulen gemeinsam mit der Schwarzkopfstiftung und schulen die Schülerinnen und Schüler zu Themen wie Fake News und Demokratiebildung."
Auch RTL Nord ist heute vor Ort. Hier können Interessierte lernen, wie regionale Nachrichten für TikTok aufbereitet werden.
"Du musst die Leute so ein bisschen neugierig machen. Also versuch mal den ersten Satz. Wirklich? Tu mal! Überlegt. Also stell dir mal in deinem Kopf vor, du würdest es deinen Kumpels erzählen."
Auch RTL-Nord-Geschäftsführerin Sonja Schwetje nimmt heute an der Diskussion zum Umgang mit Social-Media-Plattformen und Nachrichtenkompetenzförderung teil. Ihr ist es wichtig, das Jugendliche Meldungen auf Instagram und Co. auch mal kritisch hinterfragen.
Sonja Schwetje, Geschäftsführerin RTL Nord
"Das sind ja zum Teil ganz banale Sachen, einfach eine Sensibilität, dass das, was mir als Inhalt angeboten wird, nicht stimmen muss. Einfach eine gesunde Skepsis, sage ich mal, gesunder Menschenverstand. Und dann überlegen, bevor ich was teile oder kommentiere oder eben vielleicht sogar auch mal dagegen halte, wenn ich selbst rausgefunden habe, das stimmt gar nicht."
Auf der Messe wird auch über eine bessere Alternative zu Instagram und TikTok gesprochen. Dabei geht es um Wedium, eine Kurzvideoplattform aus Europa mit Inhalten ohne Fake-News und Bots.
Nele Meissner, Wedium GmbH
"Wir wollen Jugendliche sowohl adressieren als auch Erwachsene, wollen im Grunde tik tok ersetzen, wollen es aber gesund und besser machen mit gesunden Algorithmen, mit safety by Design, das heißt mit eingebautem Jugendschutz. Indem wir auf süchtig machende Algorithmen und toxische Algorithmen verzichten."
Schüler stärken in Zeiten von Social Media und Fake News. Der News-Navigator will künftig Kinder und Jugendliche mit mehr Nachrichtenkompetenz rüsten.