Der Endspurt lohnt sich!

10 Tipps: Wie Sie zum Jahresende noch Steuern sparen!

4 Steuer-Tipps zum Jahresende Jetzt noch handeln und sparen
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Nicht nur die Energiekrise sorgt aktuell dafür, dass für die meisten derzeit Sparen angesagt ist. Die Inflation lag im November bei zehn Prozent. Zu Beginn des neuen Jahres flattern wieder viele Rechnungen in den Briefkasten. Da kann man jeden zusätzlichen Euro im Geldbeutel gut gebrauchen. Doch es gibt Abhilfe. Denn kurz vor knapp lassen sich für 2022 noch Steuern sparen!

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Wir haben zehn Steuerspartipps für den Jahresendspurt!

​​​​​1. Sparerpauschbetrag effektiv nutzen

Sparerinnen und Sparer können jedes Jahr Zinsen, Dividenden und Kursgewinne in Höhe von 801 Euro steuerfrei einstreichen. Bei Ehepaaren verdoppelt sich die Freigrenze. Voraussetzung ist, dass jeweils beim Finanzinstitut, bei dem die Kapitalerträge angefallen sind, ein Freistellungsauftrag hinterlegt ist. Es lohnt sich also noch vor Jahresende zu prüfen, bei welcher Bank Erträge angefallen sind.

Wer den Freibetrag noch nicht ausgeschöpft hat, kann auch darüber nachdenken, noch kurzfristig Aktien aus seinem Depot zu verkaufen und Kursgewinne mitzunehmen, rät Erich Nöll, Geschäftsführer des Bundesverbands Lohnsteuerhilfevereine (BVL).

2. Verlustbescheinigung beantragen

Fallen im selben Jahr Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen an, lassen sie sich miteinander verrechnen. Das spart Steuern. Nur: Entstehen Gewinn und Verlust bei verschiedenen Banken, geht das nicht ohne weiteres. Dann braucht es eine Verlustbescheinigung. Laut der Lohnsteuerhilfe geht das noch bis zum 15. Dezember!

3. Energiepreispauschale mit neuem Job sichern

Viele Beschäftigte haben die Energiepreispauschale in Höhe von 300 Euro bereits von ihrem Arbeitgeber ausgezahlt bekommen. Wer sie nicht bekam, kann sich die Pauschale im Rahmen der Einkommensteuererklärung sichern. Das gilt für all jene, die im Jahr 2022 einer Beschäftigung nachgegangen sind. Wer also noch in diesem Jahr einen Job anfängt, bekommt das Geld. Es müsse auch kein Vollzeitjob sein, so der BVL. Es reiche zum Beispiel auch ein Minijob.

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4. Spenden steuerlich geltend machen

In Krisenzeiten und zu Weihnachten ist die Spendenbereitschaft in der Regel besonders hoch. Wer spendet, kann davon auch selbst profitieren. Denn Spenden bis zu einer Höhe von 20 Prozent der eigenen Gesamteinkünfte können in der Steuererklärung als Sonderausgaben abgesetzt werden. Übersteigen die Spenden den Höchstbetrag, können sie in die nächsten Jahre übertragen und dort angerechnet werden, teilt der BVL mit. Für Spenden bis zu 300 Euro reicht als Nachweis für das Finanzamt der Kontoauszug oder ein Einzahlungsbeleg.

5. Handwerkerleistungen absetzen

Noch schnell einen Kamin einbauen oder die Heizung reparieren lassen? Klar, dafür muss man erstmal einen Handwerker bekommen. Klappt das aber, kann man in der Steuererklärung 20 Prozent der in Rechnung gestellten Handwerkerleistungen geltend machen - maximal 1.200 Euro. Voraussetzung: Man lässt die Arbeiten in der selbst genutzten Wohnung ausführen und zahlt per Überweisung.

Übersteigt die Rechnung den Betrag von 6.000 Euro, kann es sich laut BVL lohnen, zwei Teilzahlungen zu vereinbaren. Die zweite dann für das kommende Jahr.

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6. Treibhausgasminderungsquote verkaufen

Wer es noch nicht getan hat: Halter eines reinen Elektroautos können noch kurzfristig ihre Treibhausgasminderungsquote für das Jahr 2022 verkaufen. Verschiedene Angebote dafür gibt es im Netz. Je nach Händler kann die Prämie zwischen 250 und 470 Euro betragen. Für Privatpersonen ist das Geld steuerfrei.

7. Besteuerungsmethode des Firmenwagens optimieren

Wer einen Firmenwagen hat und diesen auch privat nutzen darf, muss den geldwerten Vorteil versteuern. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten: eine pauschale Besteuerung und eine taggenaue Abrechnung, die ein Fahrtenbuch erfordert.

Wer seinen Wagen wenig privat nutzt, fährt oft mit letzterer Besteuerung besser, für private Vielfahrer kann sich die Pauschalbesteuerung lohnen. Neu ist seit 2022, dass die Berechnungsmethode rückwirkend für das gesamte Jahr vom Arbeitgeber gewechselt werden darf. Lohnen kann sich das, wenn man mit der jeweils anderen Methode nachträglich günstiger fährt. Zum Beispiel dann, wenn man viel im Homeoffice gearbeitet hat.

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8. Noch schnell heiraten und Ehegattensplitting nutzen

Hochzeit in Planung? Dann kann es sich lohnen, sich noch im Dezember zu trauen und die Vorteile des Ehegattensplittings rückwirkend für das gesamte Jahr mitzunehmen, teilt die Lohnsteuerhilfe Bayern mit. Verdient nur einer der beiden Ehegatten, kann der eine den Grundfreibetrag des anderen nutzen und damit Steuern sparen. Ein Steuervorteil von mehr als 10.000 Euro ist so möglich.

9. Home-Office aufrüsten und Werbungskostenpauschale knacken

Seit diesem Jahr liegt die Werbungskostenpauschale bei 1.200 Euro. Um in der Steuererklärung mehr aus seinen Werbungskosten herauszuholen, muss man diesen Betrag überschreiten. Wer also 2022 für berufliche Ausgaben - wie Kosten für Bewerbungen, Fortbildungen und Arbeitszimmerausstattung - schon knapp an dieser Grenze liegt, sollte sich überlegen, ob notwendige Investitionen vorgezogen werden können. Das können etwa ein größerer Monitor, ein Drucker, eine Arbeitsbrille oder Fachbücher sein.

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10. Steuererklärung von 2018 nachholen

Auch wenn man selbst nicht zu einer Steuererklärung verpflichtet ist, kann es sich trotzdem lohnen, eine einzureichen. Im Schnitt bekommen Steuerzahler nämlich mehr als 1000 Euro jedes Jahr zurück. Bis zu vier Jahre rückwirkend können Erklärungen eingereicht werden. (dpa/evo)

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