StradivariusBekannte Modekette kommt nach Deutschland: Erste Filiale eröffnet noch in diesem Jahr

Die spanische Modekette Stradivarius eröffnet bald in Deutschland ihre erste Filiale. Ein gutes Zeichen für die Innenstädte. Denn viele Modehändler kämpfen gerade um ihre Existenz.
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Stradivarius eröffnet erste Deutschland-Filiale
Stradivarius gehört zum spanischen Bekleidungskonzern Intidex, einem der größten Textil-Unternehmen der Welt.
Neben Stradivarius zählen vor allem die bekannten Marken Zara, Bershka, Massimo Dutti, Oysho und Pull & Bear zu dem spanischen Unternehmen.
In Deutschland sind Artikel von Stradivarius bislang über den Online-Shop erhätlich, insbesondere Damenmode und Accessoires.
Wie „Tag24“ berichtet, eröffnet im Herbst 2023 die erste Deutschland-Filiale von Stradivarius in Dresden. Auf 890 Quadratmeter können Kundinnen in der Centrum-Galerie einkaufen gehen. Außerdem soll im Frühjahr 2024 eine zweite Filiale in Hamburg eröffnen.
Weltweit betreibt die Modekette rund 850 Filialen und beschäftigt etwa 10.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
2023 Krisenjahr für Modehandel
Dass Stradivarius nach Deutschland kommt, ist ein gutes Zeichen für die Innenstädte. Denn allein im Jahr 2023 mussten bereits zahlreiche Modeketten Insolvenz anmelden.
Der Modehändler Peek & Cloppenburg KG Düsseldorf (P&C) hat im März ein Schutzschirmverfahren beantragt. Alle 67 Verkaufshäuser in Deutschland sowie der Online-Shop bleiben ohne Einschränkung geöffnet, betont das Unternehmen.
Der Bekleidungshersteller Gerry Weber aus Halle in Westfalen steckt ebenfalls wieder in der Krise. Erst vor drei Jahren konnte nur ein Insolvenzverfahren das Traditions-Unternehmen retten. 149 Filialen und 28 Outlet-Stores von Gerry Weber stehen seit April auf dem Prüfstand.
Ebenfalls im April musste der Herrenmodehersteller Ahlers wegen drohender Zahlungsunfähigkeit Insolvenz anmelden. Zu dem Unternehmen gehören die Marken Baldessarini, Pierre Cardin, Pioneer und Otto Kern.
Und Ende Mai musste die Modekette Hallhuber aus München Insolvenz anmelden. Das letzte Mal geriet das Unternehmen erst vor zwei Jahren in eine finanzielle Schieflage.
Nach den geänderten Einkaufsgewohnheiten in der Corona-Pandemie trifft die Branche nun die hohe Inflation und die Kaufzurückhaltung der Verbraucher. Für die Unternehmen ist es ein Spiel auf Zeit und die Hoffnung, dass die Inflation weiter zurückgeht und die Kunden mit steigenden Gehältern auch wieder mehr Geld ausgeben.
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