Wir haben einen Experten gefragtDer Chef ruft in der Freizeit an! Muss ich ans Telefon gehen?
Sorry, niemand erreichbar!
Dank eines neuen Gesetzes müssen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Australien nicht mehr in ihrer Freizeit für ihre Chefs erreichbar sein. Auch in Deutschland schlägt vielen die ständige Erreichbarkeit auf die Gesundheit – aber was darf der Chef hierzulande überhaupt?
Freizeit ohne Arbeitsstress
Viele Australierinnen und Australier dürfen ab sofort am Ende des Arbeitstages im wahrsten Sinne des Wortes abschalten: Ein neues Gesetz räumt Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern das Recht ein, in ihrer Freizeit für ihre Vorgesetzten nicht erreichbar zu sein. Sie dürfen sich sogar weigern, auf Kontaktversuche zu reagieren. Das sogenannte „Fair Work Legislation Amendment“ war im Februar vom Parlament verabschiedet worden.
Lese-Tipp: Job statt Strand im Kopf - jeder Zweite kann sich im Urlaub nicht erholen
Beschäftigte in mittleren und großen Unternehmen können also jetzt ihre Mobiltelefone nach Feierabend ausschalten und müssen auch nicht mehr auf E-Mails reagieren. Für Angestellte in Firmen mit weniger als 15 Mitarbeitern treten die neuen Regeln erst in einem Jahr in Kraft. Aber es gibt Ausnahmen: In bestimmten Fällen gilt das Ignorieren der Kontaktversuche als unangemessen, zum Beispiel wenn der Chef wegen eines arbeitsbedingten Notfalls anruft, wie der Sender 9News berichtete.
„Es ist auch eine Frage der psychischen Gesundheit”
„Wir möchten sicherstellen, dass Menschen, die nicht 24 Stunden am Tag bezahlt werden, auch nicht 24 Stunden am Tag arbeiten müssen“, sagte Premierminister Anthony Albanese in einem Interview mit dem australischen Rundfunksender ABC. „Es ist auch eine Frage der psychischen Gesundheit, denn es geht darum, dass die Menschen von ihrer Arbeit Abstand gewinnen und sich wieder ihrer Familie und ihrem Leben widmen können.“
01:17Wie kann LAP seinen billigen Kaffee finanzieren?
01:19Warum ist Matcha so teuer?
02:02Stalker-Romantik: Wie problematisch sind die Bücher auf Booktok?
02:46Das steckt hinter In-Game-Käufen bei Gratis-Spielen
02:28Das müsst ihr über "Buy now, pay later" wissen
02:08So wird man zum reichsten Menschen Deutschlands!
01:20Hype um Pokemon! Diese Karten sind ein Vermögen wert
01:33Diese drei Versicherungen braucht wirklich jeder!
02:13So unterstützt der Staat Studierende und Azubis
02:40So gelingt der Verkauf mit Flohmarkt-Apps
01:37Was sind Vermögenswirksame Leistungen?
02:41Warum ist der Rasierer für Frauen teurer als für Männer?
01:39Darum wird der Stanley Cup auf Social Media gehypt
02:47So behaltet ihr den Überblick über eure Finanzen
01:52Wie KI diesem Frisör bei der Arbeit hilft!
01:36Wie Schwäbisch Gmünd für 1.000 Menschen ein Zuhause findet
01:50Was ist eigentlich ein ETF?
03:01Polizeigewerkschaft fordert Tempo 30 innerorts
02:42Wie das Ehe-Aus nicht zur Existenzbedrohung wird
02:22Unternehmer schlagen Alarm
01:13Wie teuer wird unser Kaffee?
02:25So teilt ihr euch die Arbeit im Haushalt fair auf
04:03Männer überschätzen ihren Anteil an der Hausarbeit
01:30Galeria hat große Pläne für Innenstädte
03:56Das kommt jetzt auf Mieter zu
03:49Darauf solltet ihr beim Einkauf mit Rabatt-Apps achten
02:13DIESE Modelle sind betroffen
01:08Wer dieses Jahr vom Führerschein-Umtausch betroffen ist
02:45Superreiche werden immer mächtiger
01:14Tech-Milliardäre liefern sich Wettlauf ums All
03:21Das kann das neue Vergleichsportal der Bafin
03:40Jeder Dritte schläft im Homeoffice!
02:44Ab jetzt gibt's ICE-Tickets für unter 11 Euro!
03:02Die Bonusprogramme der Supermärkte im Test
03:06Wir machen den Secondhand-Baumarkt-Check!
01:38"Für die Rente machen die eigentlich nichts"
04:45Deutsche verdienen so viel wie noch nie
01:43Hier verlieren Pendler jährlich 60 Stunden Zeit
02:25Bürgergeld-Empfänger sollen gemeinnützige Arbeit leisten
01:45Die Highlights der Technikmesse CES 2025
01:56Lebensmittelpreise werden auch 2025 steigen
01:33"Kein Lohn für den ersten Krankheitstag"
02:59So bringt ihr eure Finanzen zum Jahresbeginn auf Vordermann
02:41Lohnt sich der Wechsel? Unser Experte klärt auf!
01:36Das ist dran an Linnemanns Kritik
01:57Das sagen die Wahlprogramme zur Wirtschaft in Deutschland
01:43Morgens krank, nachmittags arbeiten – ist das sinnvoll?
01:17Ist das Weihnachtsgeschäft noch zu retten?
00:31Droht in Großbritannien die Guinness-Krise?
01:45Darum können sich betroffene Unternehmen nicht wehren
Muss ich rangehen, wenn mein Chef anruft? Das ist die Lage in Deutschland
Was in Australien jetzt neu eingeführt wurde, gilt in Deutschland eigentlich schon: „Der Chef darf Mitarbeitende in der Freizeit eigentlich nicht anrufen“, erklärt Rechtsanwalt Arndt Kempgens. Prinzipiell müssen Vorgesetzte dafür sorgen, dass auch die Planung der nächsten Tage während der Arbeitszeit erfolgt. Aber was, wenn jemand plötzlich krank wird und der Chef Ersatz braucht? „Dann ist es im Einzelfall zulässig, auch einen einzelnen Anruf oder eine einzelne WhatsApp zu machen“, sagt Kempgens.
Lese-Tipp: Jeder Dritte verschweigt dem Partner sein Gehalt
Diese Regelung gilt für den Chef, er darf also nur in ganz bestimmten Fällen versuchen, den Arbeitnehmer zu erreichen. Aber wie sieht es beim Arbeitnehmer aus: Muss man ans Telefon gehen, wenn der Chef anruft? „Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer müssen grundsätzlich in der Freizeit nicht erreichbar sein“, erklärt der Experte. Wer nicht ans Telefon geht oder die Mails nicht checkt, könne deswegen also nicht gekündigt oder abgemahnt werden.
Diese Ausnahmen gibt es
Wer Rufbereitschaft hat, muss – das sagt ja schon der Name – allersgings für seinen Arbeitgeber erreichbar sein. In bestimmten Fällen kann eine vertragliche Nebenpflicht zur Erreichbarkeit auch außerhalb der klassischen Arbeitszeit bestehen - zum Beispiel bei Führungskräften. (mit dpa)














