Gefährliches Virus breitet sich aus

Coronavirus-Chronik mit Entwicklungen vom 23. März

24. März 2020 - 7:50 Uhr

Kampf gegen das Coronavirus

Deutschland kämpft gegen die Verbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 – und braucht dabei mehr Tempo. Deshalb hat die Bundesregierung radikale Maßnahmen verhängt, die den Alltag der Bundesbürger extrem einschränken. In ganz Deutschland müssen viele Geschäfte schließen, auch Restaurants und alle Freizeiteinrichtungen bleiben zu. Denn nur wenn die Menschen mehr Abstand zueinander halten, kann die Ausbreitung verlangsamt werden. Im Video erfahren Sie, was das Kontaktverbot bedeutet und mit dem RTL.de-Liveticker bleiben Sie immer auf dem aktuellen Stand.

+++Den Coronavirus-Liveticker mit den aktuellen Entwicklungen finden Sie hier.+++

TVNOW-Doku: Stunde Null - Wettlauf mit dem Virus

Das Corona-Virus hält Deutschland und den Rest der Welt in Atem. Wie konnte es zur rasanten Verbreitung kommen und was bedeutet der Ausbruch für unseren Alltag? Warum Wissenschaftler schon lange vor dem Ausbruch vor dem Virus gewarnt haben, erfahren Sie in der TVNOW-Doku "Stunde Null - Wettlauf mit dem Virus".

23:59 Uhr - Über 29.000 Coronafälle in Deutschland

Nach Berechnungen der Johns Hopkins Universität sind in Deutschland inzwischen 29.056 Menschen an dem Coronavirus erkrankt. Bis zum Abend gab es 123 Tote.

Italien: 63.927 Infizierte, 6.077 Tote
USA: 43.214 Infizierte, 533 Tote
Spanien: 33.089 Infizierte, 2.207 Tote
Frankreich: 20.123 Infizierte, 862 Tote

Weltweit stieg die Zahl der bestätigten Fälle auf 375.458.

(Quelle: Johns Hopkins Universität, Stand 23:50 Uhr)

23:31 Uhr - Frankreich verschärft Beschränkungen im Kampf gegen Corona

Ab Dienstag dürfen die Bürger nur noch einmal am Tag allein oder in Begleitung ihrer Kinder für höchstens eine Stunde Sport treiben und das auch nur maximal einen Kilometer von ihrem Haus entfernt, sagte Ministerpräsident Edouard Philippe am Abend. Bei Beerdigungen, bei denen Virus-Tote beigesetzt werden, dürfe es maximal 20 Trauergäste geben. Die Regeln könnten für mehrere Wochen gelten, fügt er hinzu.

In Frankreich gibt es 19.856 bestätigte Coronafälle. In den letzten 24 Stunden waren fast 3.800 neue Infektionen gemeldet worden. 862 Patienten sind inzwischen verstorben. Im Vergelich zum Vortag gab es 186 neue Todesfälle.

23:20 Uhr - US-Präsident Donald Trump will Hamsterkäufe per Gesetz verbieten

US-Präsident Donald Trump erlässt ein Dekret gegen das Horten von Produkten, die im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie notwendig sind. Zudem solle mit der Anordnung verhindert werden, dass es bei solchen Waren zu Preistreiberei komme, erklärt eine Sprecherin.

In den USA gibt es aktuell rund 41.000 Coronavirus-Infizierte und 533 Tote. Allein in New York sind bisher 157 Menschen an Covid-19 gestorben.

23:00 Uhr - Hilfsgelder schon ab kommender Woche

Die geplanten Hilfen für die Unternehmen sollen nach den Worten von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier sehr schnell fließen. Er hoffe, dass die Gelder in der nächsten Woche zur Verfügung stehen, sagte der CDU-Politiker am Montagabend in den ARD-Sendung "Tagesthemen". Er verwies darauf, dass Anfang April für viele wieder Mietzahlungen fällig werden.

Der Bund arbeite mit den Ländern unter Hochdruck an einer Vereinbarung über die Umsetzung, sagte Altmaier. Nicht in jedem Bundesland werde die gleiche Behörde zuständig sein. Er hoffe aber, dass man Mitte der Woche sagen könne, wohin man sich in welchem Bundesland mit der Bitte um Hilfen wenden könne. Der Bund setze auf ein unbürokratisches Verfahren und Anträge auf elektronischem Wege. "Wir werden vieles, was an Voraussetzungen notwendig ist, gar nicht sofort überprüfen können und wollen, damit es schneller geht", betonte der Wirtschaftsminister.

22:20 Uhr - Schon wieder Diebstahl von Atemschutzmasken und Desinfektionsmittel

Unbekannte haben aus der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) große Mengen an Schutzmasken und Desinfektionsmitteln gestohlen. Der Diebstahl geschah bereits am Sonntag.

Die MHH hat daraufhin ihre Sicherheitsvorkehrungen erhöht und den Diebstahl zur Anzeige gebracht, teilte die Hochschule mit. Konkret handele es sich um 40 Liter Flächendesinfektionsmittel, 100 Masken der Schutzklasse FFP2, 500 Mund-Nasenschutz-Masken sowie 150 Schutzbrillen.

Bereits in den vergangenen Tagen kam es deutschlandweit zu ähnlichen Fällen!

21:45 Uhr - Massive Ausgangsbeschränkungen in Großbritannien

Die britische Regierung hat im Kampf gegen das Coronavirus weitreichende Ausgangsbeschränkungen beschlossen. Das verkündete Premierminister Boris Johnson am Montagabend in einer im Fernsehen übertragenen Rede an die Nation.

Demnach werden alle Geschäfte mit nicht absolut notwendigen Waren, Bibliotheken und Gebetshäuser geschlossen. Große Familienfeiern wie Hochzeiten werden untersagt. Treffen von mehr als zwei Personen, die nicht zum selben Haushalt gehören, sind fortan ebenso verboten. Den Briten sei der Ausgang nur noch erlaubt, um Lebensmittel einzukaufen, sich zur Arbeit zu begeben, zum Arzt zu gehen oder Sport zu treiben, so Johnson.

Die Zahl der Todesopfer lag am Abend bei 335.

21:20 Uhr - Polizei schließt Supermarkt

Gleich mehrmals musste die Berliner Polizei heute zu einem Supermarkt in Schmargendorf im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf ausrücken. Wie die B.Z. berichtet, drängelten die Kunden eines EDEKA-Markt mehrfach so sehr, dass die Beamten schließlich das Geschäft schlossen. Zuvor hatten die Polizisten die Kunden mehrfach dazu aufgeordert, den  Mindestabstand von anderthalb Metern einzuhalten.

19:05 Uhr - Über 28.700 Coronavirus-Infektionen in Deutschland

Laut der John Hopkins Universität ist die Zahl der weltweit mit dem Coronavirus infizierten Menschen auf 367.038 gestiegen. 16.097 Patienten sind verstorben. (Stand 19:00 Uhr)

Italien: 59.138 Infizierte, 6.077 Tote
USA: 41.167 Infizierte, 485 Tote
Spanien: 33.089 Infizierte, 2.206 Tote
Deutschland: 28.784 Infizierte, 118 Tote
Frankreich: 16.937 Infizierte, 676 Tote

(Quelle: Johns Hopkins Universität)

Wie sich die Fälle der Covid 19-Erkrankungen auf die einzelnen Bundesländer verteilen, können sie hier sehen.

17:39 Uhr - Deutsche Urlauber werden aus Argentinien ausgeflogen

Aus Buenos Aires ist heute eine Lufthansa-Maschine mit 365 Passagieren aus Deutschland und Europa Richtung Frankfurt gestartet. Es ist der erste Rückholflug für Urlauber aus dem südamerikanischen Land. In Argentinien gibt es derzeit 266 bestätigte Coronavirus-Fälle. Vier Menschen sind bislang an der Erkrankung Covid-19 gestorben. Die Maschine mit den deutschen Urlaubern an Bord wird am Dienstagmorgen in Frankfurt am Main erwartet. Die Bundesregierung hat inzwischen rund 120 000 im Ausland gestrandete Deutsche zurückgeholt - man geht aber von bis zu 200 000 Betroffenen aus. Außenminister Heiko Maas rechnet damit, dass die Rückholaktion für die im Ausland wegen der Corona-Pandemie gestrandeten Deutschen noch zwei Wochen dauern wird

17:13 Uhr - Sachsen behandelt italienische Patienten

Sachsen nimmt sechs Corona-Patienten aus Italien auf. "Unsere Solidarität endet nicht an Landesgrenzen. Wir helfen unseren italienischen Nachbarn, wir halten zusammen", twittert der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer. "Sachsen nimmt sechs COVID-19-Patienten zur Behandlung in Leipzig und Dresden auf."

16:37 Uhr - Angela Merkel: Coronatest negativ!

Beim ersten Test von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) auf das neuartige Coronavirus ist keine Infektion festgestellt worden. "Das Testergebnis des heutigen Tests ist negativ", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. "Weitere Tests werden in den nächsten Tagen durchgeführt."

15:55 Uhr - Weniger Neuerkrankungen in Heinsberg

Nach vorsichtiger Einschätzung des Aachener Klinikums könnte die Spitzenbelastung für die Krankenhäuser durch Heinsberger Corona-Patienten bis Ende April erreicht sein. Es gebe in Heinsberg nicht mehr ganz so viele Neuerkrankungen, sagte der Chef des Aachener Uniklinikums, Professor Thomas Ittel, am Montag. Er habe wegen des "trägen Anstiegs" die Hoffnung, dass es in drei Wochen möglicherweise ein erstes Entspannungssignal gebe.

15:36 Uhr – Leipziger helfen Obdachlosen mit Gabenzaun

Gerade in Zeiten der Corona-Krise, brauchen Obdachlose besondere Hilfe. Dachten auch Leipziger, die mit einem "Gabenzaun" dafür sorgen wollen, dass auch Obdachlose versorgt sind. 
Hier zum Nachlesen

15:33 Uhr - Corona-Teststation nur für Helfer gestartet

München hat eine neue Teststation für mögliche Coronavirus-Infizierte. In einer sogenannten Drive- oder Walk-Through-Station, die Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) am Montag am Tropeninstitut der Ludwig-Maximilians-Universität eröffnete, sollen speziell medizinisches Personal, Feuerwehrleute und Polizisten getestet werden.

«Wir brauchen jede helfende Hand, insbesondere jeden Pfleger, jede Krankenschwester, jede Ärztin und jeden medizinisch-technischen Assistenten, das gesamte Personal in unseren Kliniken - und zwar gesund. Jede und jeder ist unser Fels in der Brandung», sagte Sibler bei der Eröffnung. «Für ihre sensible Arbeit brauchen sie, ihre Kolleginnen und Kollegen und ihre Patientinnen und Patienten schnell Klarheit über eine mögliche Infektion - daher ist diese Teststation eine äußerst wichtige Hilfe im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus.»

Ein Ärzteteam des Tropeninstitutes organisiert die neue Teststation in Spezialzelten. Getestet wird von Montag bis Freitag zwischen 8.30 und 15.00 Uhr. Dabei wird ein Abstrich entnommen, der dann auf Coronaviren geprüft werden soll.

Bayern arbeite kontinuierlich daran, die Kapazitäten für Tests auf Infektionen mit dem Coronavirus zu erhöhen, betonte Sibler. «Begonnen haben wir mit rund 500 täglich allein an den bayerischen Unikliniken, inzwischen sind es schon doppelt so viele.» Sibler rief erneut medizinisches Personal im Ruhestand oder Medizinstudenten auf, in diesen schwierigen Zeiten zu helfen. Bislang hätten sich schon weit mehr als 1000 Studenten gemeldet und Hilfe angeboten.

15:00 Uhr - Ungarn kaufen vermehrt Waffen

Aus Furcht vor Aufständen in der Coronakrise decken sich viele Ungarn mit Waffen ein. "Wir verkaufen derzeit fünfmal so viele Waffen wie in einem normalen März", sagt Gabor Vass, der drei Geschäfte in der Hauptstadt Budapest betreibt. "Wir könnten 15-mal so viel verkaufen, wenn wir mehr Waffen für Gummigeschosse hätten, aber die sind ausverkauft." In Ungarn gelten strikte Waffengesetze, allerdings sind Waffen mit kleinerem Kaliber davon ausgenommen. "Die Leute sind verrückt geworden. Sie kaufen alles, wofür sie keine Lizenz benötigen. Gaspistolen, Gummigeschosse, sogar Pfeil und Bogen, was ernsthafte Verletzungen hervorrufen kann." Auch in den USA sind die Waffenverkäufe zuletzt Krise nach oben geschnellt.

14:55 Uhr - 120.000 Urlauber seit Dienstag nach Deutschland zurückgeholt

Seit Dienstag sind mehr als 120.000 deutsche Urlauber mit Flugzeugen der Reiseveranstalter beziehungsweise mit Chartermaschinen im Auftrag der Bundesregierung aus dem Ausland zurückgebracht worden, wie die Sprecherin des Auswärtigen Amtes, Maria Adebahr, mitteilt. Die Bundesregierung habe bisher etwa 40 Charterflüge zur Abholung von Touristen gestartet, weitere 35 seien geplant. Derzeit würden etwa 10.000 Deutsche pro Tag heimgeholt, und auf fast allen Flügen auch Europäer aus anderen Ländern mitzurückgebracht. Die Rückholaktionen gestalteten sich aber zunehmend schwieriger, weil der kommerzielle Luftverkehr immer weiter zurückgehe. Daher werde die Zahl der Chartermaschinen wohl weiter steigen.

14:29 Uhr - Hamburger Schüler fordern in Petition Absage aller Abiturprüfungen

Zwei Hamburger Schüler haben angesichts der Corona-Pandemie eine Petition zur bundesweiten Absage der Abitur-Prüfungen gestartet. Stattdessen solle in diesem Jahr jede Schülerin und jeder Schüler deutschlandweit ein sogenanntes Durchschnittsabitur erhalten, heißt es in der an Kanzlerin, Landesbildungsminister und weitere Spitzenpolitiker gerichteten Petition.

Dabei soll ein Durchschnitt der einzubringenden 32 bis 40 Semesterergebnisse der vergangenen vier Halbjahre errechnet und als Abiturnote festgelegt werden. Die beim Internetportal "change.org" veröffentlichte Petition hatten bis Montagmittag gut 18.000 Unterstützer unterzeichnet.

Aus Sicht der beiden Hamburger Schüler sind Abiturprüfungen für die in diesem Jahr rund 350.000 betroffenen Schülerinnen und Schüler gesundheitlich, psychologisch und gesellschaftlich nicht tragbar.

13:50 Uhr - 111 Covid-19-Tote in Deutschland - über 26.000 Infizierte

Die Zahl der Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität auf 26.220 gestiegen. Demnach sind bundesweit bisher 111 Menschen an den Folgen der Covid-19-Infektionen gestorben. Die Zahl der vom Coronavirus Geheilten gibt die US-Universität mit 266 an - für die Genesung gibt es allerdings keine Meldepflicht.

Weltweit zählen die Coronavirus-Forscher aus Baltimore 350.536 Infektionsfälle, 15.328 Tote und 100.182 Geheilte. Über die Hälfte der Genesungsfälle wurden den Angaben zufolge im chinesischen Hubei, der Region um den Virus-Ausbruchsort Wuhan, gezählt.

13:33 Uhr - NRW-Bauministerin betont in Mietfragen Solidarität - im Video

Die NRW-Landesregierung hat in einer Pressekonferenz erklärt, wie Mietern  - und auch Vermietern - im Falle von Mietrückständen und Zahlungsunfähigkeit durch die Folgen des Coronavirus geholfen werden soll. Als Symbol für Zusammenarbeit wählte Bauministerin Ina Scharrenbach dafür ein Herz - wie im Video zu sehen ist.

13:10 Uhr – Mann leckt Fahrkartenautomaten ab, um Coronavirus zu verbreiten

Ein Mann hat in München einen Fahrkartenautomaten und U-Bahn-Griffe abgeleckt, um nach eigener Aussage das Coronavirus zu verbreiten. Er filmte seine Taten nach Angaben der Polizei und verbreitete das Video im Internet.
Die Polizei nahm den 33-Jährigen vorübergehend fest. Gegen ihn wird nun wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Ob er tatsächlich mit dem Coronavirus infiziert ist, ist noch unklar. Der Mann sei getestet worden, sagte eine Polizeisprecherin. Das Ergebnis steht noch aus.

13:01 Uhr - "Kanzlerin Merkel geht es gut"

Vize-Kanzler Olaf Scholz sagte auf RTL-Nachfrage: "Die Kanzlerin ist - Stand jetzt - gesund. Wir haben heute mit ihr das Kabinett zusammen geführt." Noch habe die Kanzlerin keine Video-Verbindung, aber die Kommunikation klappe gut, so Scholz. Auch würden ihr Akten gebracht und abgeholt. Seine ganze Antwort sehen Sie im Video.

13:00 Uhr - Einkommenshilfen auch bei fehlender Kinderbetreuung

Die Bundesregierung verspricht umfassende Hilfe etwa bei Einkommensverlusten durch die Virus-Krise. Finanzminister Olaf Scholz verweist darauf, dass Eltern von Kindern unter zwölf Jahren Anspruch auf eine Kompensation in Höhe von 67 Prozent ihres Lohnausfalls haben, wenn sie wegen mangelnder Kinderbetreuung nicht arbeiten können. Der Reuters vorliegende Gesetzentwurf geht von bis zu 1,36 Millionen Betroffenen aus.

12:58 Uhr - "Pandemie verändert unser ganzes Leben"

"Die Corona-Pandemie verändert unser ganzes Leben", sagt Finanzminister Olaf Scholz, der mit Wirtschaftsminister Peter Altmaier das vom Kabinett beschlossene Hilfspaket inklusive Nachtragshaushalt über 156 Milliarden Euro vorstellt. Die Regierung wolle sicherstellen, "dass trotz einer sehr großen Herausforderung" Gesundheit, Arbeitsplätze und wirtschaftliche Abläufe geschützt würden.

12:35 Uhr - Wirt missachtet Coronavirus-Verordnung und öffnet Pizzeria

Auch wenn die Kanzlerin und auch der RKI-Chef die Deutschen loben, es gibt immer wieder Verstöße gegen die Anordnungen. Wie dieser Wirt einer Pizzeria in Baden-Württemberg. Der hatte gestern sein Restaurant geöffnet. Als die Polizei kam, flüchteten die Gäste. Hier können sie alles nachlesen.

12:24 Uhr - Kabinett beschließt beispielloses Hilfspaket: 156 Milliarden gegen Corona-Krise

Zur Rettung von Arbeitsplätzen und Unternehmen in der Corona-Krise hat das Bundeskabinett am Montag ein beispielloses Hilfspaket beschlossen. Dafür will sich der Bund in diesem Jahr mit der Rekordsumme von rund 156 Milliarden Euro neu verschulden. Zudem sollen Mieter entlastet, Hartz-IV-Anträge erleichtert und Kliniken unterstützt werden.

11:48 Uhr - Zahl der Covid-19-Toten in Spanien steigt sprunghaft

Die Zahl der an der durch das Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit gestorbenen Menschen in Spanien steigt weiter. Das Gesundheitsministerium in Madrid spricht nun von 2.182 Toten, bislang waren es 1.720 (siehe Meldung von 07:16 Uhr). Auch die Zahl der Neuinfektionen schnellt weiter in die Höhe. Das Ministerium zählt inzwischen 33.089 Menschen, die sich mit dem Virus infiziert haben, das sind 4.517 mehr als zuvor. Noch dramatischer ist die Lage in Italien.

11:26 Uhr - Deutsche Bank macht 200 Filialen dicht

Die Deutsche Bank schließt wegen der Corona-Krise mehr als 200 Geschäftsstellen. Ab Dienstag werde das Filialnetz bis auf weiteres von bislang mehr als 500 auf rund 290 Standorte verkleinert, teilte das Institut am Montag mit. Geldhäuser wie die zur UniCredit gehörende Hypovereinsbank sowie die Commerzbank hatten bereits in der vergangenen Woche die Türen zahlreicher Geschäftsstellen geschlossen.

10:19 Uhr - RKI-Präsident: „Risikowahrnehmung in der Bevölkerung ist deutlich gestiegen“

Lothar Wieler, Präsident des Robert Koch Instituts erklärte im Pressebriefing, die laut RKI 22.672 Erkrankten seien im Durchschnitt 45 Jahre alt. Der Altersschnitt der Verstorbenen liegt demnach bei 82 Jahren. Zu den Zahlen erklärte Wieler: "Am aktuellen Wochenende wurden nicht aus allen Ämtern Daten übermittelt. Das wird sich im Laufe der Woche wieder anpassen." Unter anderem das erklärt auch die höheren Zahlen des Johns-Hopkins-Universität, auf die wir uns in der Berichterstattung beziehen.

Als Dreiklang der wichtigen Maßnahmen bezeichnete der RKI-Präsident: Konsequente Eindämmung, Schutz der besonders gefährdeten Gruppen und Erhöhung der Kapazität in der ärztlichen Versorgung. Wieler betonte außerdem: "Die Risikowahrnehmung in der Bevölkerung ist deutlich gestiegen." Die Kluft zwischen Wissen und Handeln sei teilweise allerdings noch zu groß.

10:15 Uhr - RKI-Präsident Wieler vorsichtig optimistisch

RKI-Chef Lothar Wieler sagte, er sei optimistisch, dass sich die bislang ergriffenen Maßnahmen bereits bemerkbar machten. Nach Erkenntnissen des Instituts scheint sich das Wachstum der Zahl der Neuinfizierten abzuschwächen. Die verhängten Schutzvorkehrungen müssten allerdings weiterhin konsequent eingehalten werden.

09:37 Uhr - Pressekonferenz des Robert Koch Institut um 10 Uhr

Die tägliche Pressekonferenz des Robert Koch Institut sehen Sie um 10 Uhr im Livestream bei RTL.de und bei ntv.

09:22 Uhr - Polizei Berlin mahnt: Beim Rausgehen Ausweis mitnehmen

Angesichts der weiter verschärften Regeln zum Aufenthalt außerhalb von Wohnungen hat die Berliner Polizei darauf hingewiesen, dass Menschen beim Spazierengehen oder Einkaufen ihre Ausweise dabei haben sollten. Schon am Sonntagabend hatte die Polizei betont: "Das gesellschaftliche Leben wird zur Eindämmung des Coronavirus in Berlin ab 0 Uhr auf ein notwendiges Maß begrenzt. Wir werden die Einhaltung der Regeln kontrollieren."

Seit Montag sind Treffen von mehr als zwei Menschen nicht mehr erlaubt. Ausgenommen sind Familien und Menschen, die ohnehin in einem Haushalt zusammenleben. Alle Berliner sollen sich in ihren Wohnungen aufhalten. Ausnahmen sind unter anderem Wege zum Arzt und zum Einkaufen. Erlaubt sind auch Sport und Bewegung an der frischen Luft alleine, mit Angehörigen des eigenen Haushalts oder mit einer anderen Person sowie Besuche beim Lebenspartner.

09:11 Uhr - Außenminister Heiko Maas will bessere Abstimmung über Rückholflüge

Die EU-Länder sollten nach den Worten von Außenminister Heiko Maas die Rückholflüge für in der Corona-Krise im Ausland gestrandete Urlauber enger abstimmen. "Das kann man so koordinieren, dass man die Flüge auch öffnet, dort wo Platz ist, für die Staatsangehörigen anderer europäischer Staaten", sagte der SPD-Politiker vor einer Beratung der EU-Außenminister am Montag im ZDF-Morgenmagazin.

Das wolle man nun auf den Weg bringen, etwa über ein Register, in das jedes Land die Flüge eintrage. Bisher werde das bilateral abgestimmt. Auch beim Grenzmanagement oder bei der Versorgung mit Medikamenten und medizinischer Ausrüstung könne Europa "in Koordinationsfragen noch etwas zulegen", sagte Maas.

09:04 Uhr - Privates Labor in Deutschland verschlampt 2.000 Corona-Tests

Betroffene mit eindeutigen Symptomen warten in Deutschland schon jetzt teilweise tagelang darauf auf eine Coronavirus-Infektion getestet zu werden. Und nun auch noch das: In einem Labor in Baden-Württemberg sind 2.000 Proben liegengeblieben, weil das Labor nach eigenen Angaben nicht genügend Chemikalien hatte. Wie es für die 2.000 vorerst ergebnislos Getesteten nun weitergeht, lesen Sie hier.

08:33 Uhr - Markus Söder verteidigt Bayerns Vorpreschen bei Maßnahmen

20.03.2020, Bayern, München: Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, während einer aktuellen Pressekonferenz in der bayerischen Staatskanzlei. Foto: Peter Kneffel/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder
© dpa, Peter Kneffel, kne

Ministerpräsident Markus Söder hat seinen Alleingang in Bayern bei den Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus als notwendig verteidigt. "Die Betroffenheit ist sehr unterschiedlich", sagte Söder im ZDF-Morgenmagazin. Bayern wie auch andere Bundesländer an den Landesgrenzen hätten strengere Maßnahmen ergreifen müssen, da sie "viel mehr Tote und viel mehr Infektionen" zu verzeichnen haben.

Bei den Beratungen zum Kontaktverbot zwischen Bund und Ländern hatte dem Vernehmen nach NRW-Regierungschef Armin Laschet (CDU) Söder vorgeworfen, dass er bereits am Freitag "ohne Absprache" eigene Maßnahmen verordnet hatte.

08:23 Uhr - Rasant steigende Zahlen in USA - New York schlägt Alarm

Seit Tagen steigen auch in den USA die Zahlen rasant. Mittlerweile sind mehr als 35.000 Menschen infiziert, 471 sollen an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben sein. Besonders schlimm scheint die Situation in New York zu sein. Dort wird jetzt sogar das medizinischen Material knapp. Lesen sie hier alles über die dramatische Lage.

08:13 Uhr - Covid-19-infizierte Frau in Unfall verwickelt

Ein Verkehrsunfall einer mit dem Coronavirus infizierten Frau hat für die Polizei in Brandenburg zu einer kritischen Situation geführt. Die Frau erklärte den Beamten am Samstag nach einem nicht von ihr verursachten Zusammenstoß in Müllrose, dass sie positiv auf Covid-19 getestet worden sei, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Die anschließende Unfallaufnahme durch die Beamten sei daher in Vollschutzkleidung erfolgt.

Es habe sich herausgestellt, dass die infizierte Frau widerrechtlich die amtlich verordnete häusliche Quarantäne verlassen habe. Nach einer Information an das Gesundheitsamt sei deswegen Strafanzeige nach dem Infektionsschutzgesetz gegen sie erstattet worden.

07:49 Uhr – Sterblichkeitsrate in Deutschland weiter niedrig

In Deutschland trauern wir um 94 Todesfälle auf Grund der Erkrankung Covid-19. Noch immer fällt auf, dass die Anzahl der Todesfälle bei uns im internationalen Vergleich gering ist. So sehr wir uns darüber im Moment freuen können, es gibt keine Garantie, dass es so bleibt. Was die Gründe sind und was Experten noch erwarten, können sie in dieser sehr guten Zusammenfassung unserer Kollegin nachlesen.

07:16 Uhr - Fast 25.000 Coronavirus-Infizierte in Deutschland

Coronavirus - Infizierte, Todesfälle und Geheilte in Deutschland
Coronavirus - Infizierte, Todesfälle und Geheilte in Deutschland
© RTL

Noch lässt sich für die Experten nicht erkennen, ob die Maßnahmen in Deutschland im Kampf gegen das Coronavirus Sars-CoV-2 helfen. Offensichtlich dauert das noch ein paar Tage.
Hier der Überblick - Zahlen für einzelne Bundesländer finden Sie hier - am Montagmorgen:

  • Italien: 59.138 Infizierte, 5.476 Tote
  • USA: 35.206 Infizierte, 471 Tote
  • Spanien: 28.768 Infizierte, 1.772 Tote
  • Deutschland: 24.873 Infizierte, 94 Tote
  • Frankreich: 16.243 Infizierte, 676 Tote
  • Weltweit: 339.259 Infizierte, 14.706 Tote

(Quelle: Johns Hopkins Universität)

07:08 Uhr - Kanada sagt Olympia-Teilnahme ab - Japan spricht über Verschiebung

Kanada wird keine Sportler zu den Olympischen und Paralympischen Spielen in Tokio schicken, falls das IOC und Japan am ursprünglich geplanten Termin (24. Juli bis 9. August) festhalten sollten. Das australische NOK forderte seine Athleten auf, sich auf Olympia im Jahr 2021 vorzubereiten. Das IOC hatte am Sonntagabend eine Entscheidung für die nächsten vier Wochen angekündigt.

Derweil hat Japans Premierminister Shinzo Abe in seiner Rede vor dem Parlament in Tokio erstmals über die Möglichkeit einer Verschiebung gesprochen. Japan gehe es nach wie vor um den reibungslosen geplanten Verlauf der Spiele, aber wenn dies in der Sorge um die Gesundheit der Teilnehmer schwierig werde, könne die Entscheidung über eine Verschiebung Olympias unvermeidlich sein.

06:23 Uhr - Virologin erwartet noch diesen Monat schnellere Tests

Prof. Dr. Sandra Ciesek
Prof. Dr. Sandra Ciesek, Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt
© deutsche presse agentur

Die Frankfurter Virologin Sandra Ciesek erwartet noch in diesem Monat einfachere und schnellere Tests auf das Coronavirus. "Was die Tests angeht wird sich die Lage bald entspannen", sagte Ciesek. Sie ist eine der führenden Forscherinnen für Sars-CoV-2 in Deutschland und arbeitet am Klinikum der Frankfurter Goethe-Universität. Sie sei sehr hoffnungsvoll, dass es in den kommenden Wochen Tests geben werde, die nicht so anspruchsvolle Laborarbeit erfordern.

Verschiedene Firmen hätten schnellere Tests entwickelt, die vielleicht noch im März oder April auf den Markt kämen - zum Beispiel ein System, "mit dem man zum Beispiel in der Notaufnahme in etwa 90 Minuten ein Testergebnis bekommt".

05:33 Uhr - Maracanã-Stadion in Rio steht bereit für Corona-Kranke

Das Maracanã-Stadion in Rio de Janeiro, in dem die Endspiele der Fußball-Weltmeisterschaften 1950 und 2014 ausgetragen wurden, könnte zur Unterkunft für Coronavirus-Patienten werden. Flamengo Rio de Janeiro gab am Sonntag in einer Erklärung bekannt, dass der Klub sein Trainingszentrum im Stadtteil Gávea, das in der Nähe eines Krankenhauses liegt, und das Maracanã dem Bundesstaat und der Stadt Rio für ein solches Projekt zur Verfügung gestellt hätte.

Auch andere Vereine haben bundesstaatlichen und kommunalen Behörden im Kampf gegen das Coronavirus ihre Einrichtungen angeboten. Die Idee ist, dass in Stadien und Trainingszentren Patienten untergebracht und Krankenhäuser und Kliniken dadurch entlastet werden können, falls das Virus in Brasilien weiter voranschreitet.

05:08 Uhr - Kontaktverbot wird ab heute kontrolliert

Das wegen der Corona-Pandemie verhängte Kontaktverbot soll in Niedersachsen nach Angaben von Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) ab heute kontrolliert werden. Die Polizei gehe überall im Land herum und sorge dafür, dass die Menschen sich auch wirklich trennten, sagte er in der Fernsehsendung "Hallo Niedersachsen" im NDR. Und weiter sagte er: "Es wird jetzt drauf ankommen, dass wir drei, vier Wochen ganz diszipliniert sind." Wenn das gelinge, gebe es eine gute Chance, mit Corona fertig zu werde.

Bund und Länder hatten am Sonntag ein Kontaktverbot beschlossen. Bundesweit werden Ansammlungen von mehr als zwei Personen verboten. Ausgenommen sind Angehörige, die im eigenen Haushalt leben. Schließen müssen zudem alle Restaurants sowie Dienstleistungsbetriebe mit enger körperlicher Nähe wie Friseure, Massagepraxen oder Kosmetikstudios. Die verschärften Regeln sollen für mindestens zwei Wochen gelten. 

Die Ereignisse vom 16. bis 22. März können Sie hier nachlesen.