So wie viele junge Frauen knackt auch die Tochter von Moderatorin Simone Panteleit häufig ihren Nacken. Es entspannt sie und löst den Druck in den Muskeln. Doch eines Tages geht es schief. „Sie kam runter, kalkweiß und hat gesagt: ,Ich habe gerade meinen Kopf geknackt und irgendwas war anders. Irgendwas war falsch’”, berichtet Panteleit. Dem Mädchen ist schwindelig und schlecht, sie hört nicht mehr richtig und ist ganz wackelig. Die 49-Jährige nimmt ihre Tochter in den Arm. In diesem Moment bricht sie zusammen und ist nicht mehr ansprechbar. Nach etwa 20 Sekunden kommt das Mädchen wieder zu sich. Ein Notarzt und eine Untersuchung im Krankenhaus bringen Klarheit. Sie hat zum Glück keine schlimmen Verletzungen.
Dennoch ist das trendige Nackenknacken nicht ohne. Beim Nackenknacken ziehe man an Nerven und mache Druck auf verschiedene Nervenknoten. Dies könne zu Übelkeit oder sogar zur Ohnmacht führen, ordnet Orthopädin Cordelia Schott den Vorfall ein. Es kann aber noch viel schlimmer kommen, warnt die Ärztin. Neben den Nerven verläuft auch eine wichtige Arterie am Hals. „Wenn du also jetzt einfach mit Gewalt ränkst, passiert am häufigsten Folgendes: Diese Arterie kann reißen. Das heißt, man kann einen Schlaganfall bekommen“, erklärt Dr. Cordelia Schott.
Das Knacken öffnet zwar kurz die Gelenke und löst Anspannung. Doch gegen die eigentlichen Ursachen von Verspannungen wie ständiges Sitzen und eine krumme Haltung hilft es nicht. Die Orthopädin rät stattdessen, die Muskeln zu kräftigen. Starke Muskeln verspannen sich nicht so leicht. Also, niemals selbst einrenken. Auch die Tochter von Simone Panteleit hat nach dem großen Schreck mit dem Knacken aufgehört.