16. bis 22. März 2020

Coronavirus-Chronik Teil 8

 Grenzschliessung Polen Deutschland 15.03.20, polnisch-deutscher Grenzuebergang Hohenwutzen. Polen hat die Grenzen für Auslaender wegen des Coronavirus geschlossen. Durchfahrt verboten Schild und Schriftzug: Überqueren der Grenze nur im Unterland Kra
Grenzschließung Deutschland - Polen
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Coronavirus-Nachrichten: Die Geschehnisse vom 16. bis 22. März

Welche Entwicklungen gab es rund um das Coronavirus vom 16. bis 22. März? Teil 8 der Coronavirus-Chronik.

Der RTL.de-Liveticker zum Thema Coronavirus hält Sie immer auf dem aktuellen Stand.

Das sind die Meldungen vom Sonntag, 22. März:

22:07 Uhr - Touristen müssen Norderney verlassen

In ganz Deutschland herrscht wegen der Corona-Pandemie der Ausnahmezustand. Die Schulen haben geschlossen, die Geschäfte zu und viele Arbeitnehmer arbeiten im Homeoffice. Von "Corona-Ferien" kann aber nicht die Rede sein – die Lage ist zu ernst. Doch auf den ostfriesischen Inseln Norderney, Baltrum und Juist haben das anscheinend noch nicht alle Urlauber verstanden. Der Kreis Aurich, zu dem die Inseln gehören, hat deshalb eine Allgemeinverfügung erlassen, gemäß derer alle Touristen die Insel bis Sonntag verlassen haben müssen. Dabei unterstützt auch die Polizei vom Festland. Wer am Montag noch auf der Insel erwischt wird, muss zahlen.

21:20 Uhr - Ausgangsbeschränkungen: Diese Ausnahmen gibt es in den einzelnen Bundesländern

Am Sonntag gab Bundeskanzlerin Angela Merkel, die sich mittlerweile selbst in häusliche Quarantäne begeben musste, weitere Maßnahmen für die ganze Republik bekannt: Es herrscht ein Kontaktverbot - maximal zwei Personen dürfen sich treffen, ausgenommen sind nur Familienmitglieder und Menschen, die im selben Haushalt wohnen. Auf diese Regeln einigten sich Bund und Länder in einer gemeinsamen Telefonkonferenz. Doch es gibt auch Ausnahmen: Für Bayern, Sachsen und das Saarland gelten Sonderbeschränkungen. Wir haben sie hier für Sie zusammengefasst.

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20:23 Uhr - Olaf Scholz: Finanzen sind gut genug, um durch die Krise zu kommen

Bundesfinanzminister Olaf Scholz hält die Kassenlage für gut genug, um durch die Corona-Krise zu kommen. "Wir können das sehr lange durchhalten", sagt der SPD-Politiker im ZDF. Scholz will am Montag einen Nachtragshaushalt in Höhe von mehr als 150 Milliarden Euro ins Kabinett einbringen. Damit soll unter anderem kleinen Firmen geholfen werden.

19:40 Uhr - Entscheidung über olympische Spiele soll innerhalb von vier Wochen fallen

Binnen von vier Wochen soll Klarheit über eine mögliche Verschiebung der Olympischen Spiele in Tokio herrschen. Das Internationale Olympische Komitee setzte sich nach einer Telefonkonferenz der Exekutive diese Deadline, schloss aber gleichzeitig eine Komplett-Absage der Sommerspiele aus. Das teilte das IOC am Sonntagabend mit, nachdem der Druck bezüglich einer Entscheidung immer größer geworden war.

«Menschenleben haben Vorrang vor allem, auch vor der Austragung der Spiele. Das IOC will Teil der Lösung sein», sagte IOC-Chef Thomas Bach. Er wünsche sich, dass sich die Hoffnung, die so viele Athleten, Nationale Olympische Komitees und internationalen Verbände aus allen fünf Kontinenten geäußert hätten, erfüllt werden. «Dass am Ende dieses dunklen Tunnels, durch den wir alle gemeinsam gehen, ohne zu wissen, wie lange er noch dauert, die olympische Flamme ein Licht sein wird, sagte Bach.

18:45 Uhr - Kanzlerin Merkel muss nun selbst in häusliche Quarantäne

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) muss sich in der Corona-Krise nun selbst in häusliche Quarantäne begeben. Das teilte Regierungssprecher Steffen Seibert am Sonntagabend in Berlin mit. Demnach hatte sie am Freitag noch Kontakt zu einem Arzt, der inzwischen positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Der infizierte Mediziner habe am Freitagnachmittag bei Merkel eine vorbeugende Pneumokokken-Impfung vorgenommen.

17:30 Uhr - Angela Merkel äußert sich zu den Corona-Maßnahmen

22.03.2020, Berlin: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), spricht bei einer Pressekonferenz nach einer Telefonkonferenz mit den Ministerpräsidenten der Länder über weitere Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Foto: Michael Kappeler/dpa-poo
Angela Merkel hat sich mit deutlichen Worten an alle Bürger gewandt.
mkx nwi, dpa, Michael Kappeler

Angela Merkel hat sich im Zuge der neuen Maßnahmen der Bundesregierung und der Länder gegen die Ausbreitung des Coronavirus nochmals an die Bevölkerung gewandt. Das Virus breite sich weiter mit besorgniserregender Geschwindigkeit aus. Das bedeute, das öffentliche Leben so weit zu reduzieren, wie es möglich sei. Dabei äußerte sie einen deutlichen Appell an alle Bürgerinnen und Bürger: "Bitte ziehen Sie alle mit! Tun sie jetzt das, was richtig ist für unser Land. Zeigen Sie Vernunft und Herz!" Hier finden Sie noch einmal alle Maßnahmen im Überblick.

16:32 Uhr - Bund und Länder wollen Treffen von mehr als zwei Personen verbieten

Zur Eindämmung der Corona-Krise sollen Ansammlungen von mehr als zwei Personen grundsätzlich in ganz Deutschland für mindestens zwei Wochen verboten werden. Darauf verständigten sich Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder am Sonntag bei einer Telefonkonferenz in Berlin. Ausgenommen werden sollen Familien sowie in einem Haushalt lebende Personen.

Demnach sollte es sich ausdrücklich nicht um eine Ausgangssperre, sondern um eine Art Kontaktverbot handeln, um die weitere Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Kontaktverbote seien besser und verhältnismäßiger im Vergleich zu einer Ausgangssperre, sagte auch Armin Laschte, Ministerpräsident Nordrhein-Westfalen, auf einer Pressekonferenz. Das Verlassen der Wohnung sei nicht das Problem, sondern der soziale Kontakt. Verstöße sollen hart bestraft werden, bei leichten Vergehen mit Bußgeldern, bei schwereren Vergehen würden auch Strafanträge gestellt, so Laschet.

Auch Restaurants sollen demnach bundesweit geschlossen werden - dort, wo es noch nicht der Fall sei.

15:56 Uhr - Laschet und Söder streiten bei Corona-Beratungen

ARCHIV - 17.03.2020, Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf: Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, beantwortet die Fragen von Journalisten. Wie geht es in der Corona-Krise in Nordrhein-Westfalen weiter? Am Sonntag kommen die Minist
Armin Laschet will sich am Sonntag um 16:30 Uhr nochmals zur aktuellen Corona-Lage in NRW äußern.
fg jai, dpa, Federico Gambarini

Bei den Beratungen von Bund und Ländern zur Corona-Krise hat es dem Vernehmen nach einen heftigen Streit zwischen CSU-Chef Markus Söder und NRW-Regierungschef Armin Laschet (CDU) gegeben. Laschet habe Söder demnach massiv attackiert, weil dieser bereits am Freitag ohne Absprache" mit dem Bund und den anderen Ländern eigene Maßnahmen mit Ausgangsbeschränkungen für Bayern verordnet hatte. Söder habe daraufhin damit gedroht, die Schalte zu verlassen. Dies berichtete auch die "Bild"-Zeitung.

Bayern sei über den Verlauf "irritiert", erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Sonntag aus Regierungskreisen. Laschet habe sich bisher in der Debatte immer sehr zurückgehalten und gezögert, auch als es jüngst um die Schließung von Schulen und Kindergärten gegangen sei. Man vermute daher ein anderes Motiv, es gehe Laschet wohl mehr um seine persönlichen Ambitionen als um die Corona-Krise, hieß es.

Darüber hinaus soll Laschet, so berichten Teilnehmer, in der Telefonkonferenz gemeinsam mit weiteren Bundesländern ein Maßnahmenpapier vorgelegt haben. Dies wurde aber in den Beratungen dem Vernehmen nach nicht weiter verfolgt, da Merkel ihrerseits ein eigenes Papier zur Grundlage machte.

15:27 Uhr - Kapstadt: Passagiere der "AidaMira" können aufatmen

Die 1240 deutschen Passagiere auf dem vor Kapstadt festsitzenden Kreuzfahrtschiff AidaMira können das Schiff verlassen und nach Hause zurückkehren. Das teilt die südafrikanische Marinesicherheitsbehörde Samsa mit. Das Schiff war eine Woche in Quarantäne gehalten worden, nachdem es einen Verdachtsfall auf eine Corona-Infektion gegeben hatte. Bereits am Samstag hätten die ersten 276 Passagiere mit Bussen direkt auf den Flughafen der südafrikanischen Stadt gebracht werden können. Sonntag sollen weitere 658 Passagiere von Bord gebracht werden. Der Rest soll Montag folgen.

14:50 Uhr - Frankreich: Arzt infiziert sich mit Coronavirus und stirbt

In Frankreich ist erstmals ein Arzt nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Wie der französische Gesundheitsminister Olivier Véran am Sonntag dem Radiosender «RTL» erklärte, handle es sich seines Wissens nach um den ersten Fall. Nach Informationen des regionalen Fernsehsenders «France 3 Hauts-de-France» soll es sich bei dem Verstorbenen um einen rund 60-jährigen Notarzt in Compiègne handeln.

Inzwischen erklärten sich Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und das Saarland bereit. schwerkranke Coronavirus-Patienten aus Frankreich zu behandeln. Die Krankenhäuser in der Grenzregion übernehmen französische Intensivpatienten, wenn bei ihnen noch Betten frei sind. Vor allem im Elsass und in der gesamten Region Grand Est war die Zahl der Corona-Infektionen zuletzt dramatisch gestiegen.

14:18 Uhr - Lebensmittelversorgung in Deutschland nicht gefährdet

Trotz Hamsterkäufen wegen der Coronavirus-Krise ist die Lebensmittelversorgung in Deutschland aus Sicht des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe nicht gefährdet. Es gebe im Moment auch "keine Planung, die staatlichen Nahrungsmittelreserven in irgendeiner Form anzutasten", sagte der Präsident des Bundesamtes, Christoph Unger, dem "Tagesspiegel am Sonntag". Auch die Wasser- und die Stromversorgung seien nicht gefährdet.

Unger riet von Hamsterkäufen ab. "Vorratshaltung ist gut, Hamstern ist unsinnig", sagte er der Zeitung - auch wenn es natürlich mal vorkommen könne, dass es keine Backhefe oder kein Mehl gebe. Die staatlichen Notreserven bestehen nach Angaben des Bundeslandwirtschaftsministeriums aus Weizen, Roggen und Hafer zur Mehl-Produktion sowie Reis, Erbsen, Linsen und Kondensmilch. Die Nahrungsmittel sollen im Krisenfall vor allem an Verbraucher in den Ballungsregionen abgegeben werden, um die dortige Bevölkerung zumindest mit einer warmen Mahlzeit am Tag verpflegen zu können.

13:39 Uhr - Österreich warnt alle Zillertal-Gäste: Auf Corona-Symptome achten

Das Zillertal hat seine Gäste aufgerufen, auf mögliche Symptome einer Coronavirus-Infektion zu achten. Wer kürzlich dort gewesen sei und sich in Après-Ski-Lokalen und Bars aufgehalten habe, solle seinen «Gesundheitszustand genau beobachten», hieß es in einer Mitteilung der beliebten österreichischen Wintersport-Region. Das Zillertal mit seinen ausgedehnten Skipisten liegt im Bundesland Tirol, das inzwischen vollständig unter Quarantäne steht. Es wird angenommen, dass viele Schneetouristen unter anderem aus Deutschland und Skandinavien das Virus aus ihrem Winterurlaub in ihre Heimatländer einschleppten.

Die Unterkünfte im Zillertal sind bereits ihre Reservierungslisten durchgegangen, um kürzlich noch dort gewesene Gäste zu informieren. Am Wochenende veranlassten die Behörden den zusätzlichen Aufruf an Personen, die Bars und Restaurants in Mayrhofen, Gerlos, Zell am Ziller sowie Aschau-Kaltenbach zwischen dem 8. und 15. März besucht hatten.

12:06 Uhr - Polizei Thüringen muss mehrfach Menschenansammlungen auflösen

Die Polizei ist in Thüringen in mehreren Orten zu Einsätzen ausgerückt, um die Einschränkungen zum Schutz vor dem neuen Coronavirus durchzusetzen. Unter anderem in Erfurt, Kahla, Hermsdorf, Leinefelde und Weimar musste sie Menschenansammlungen unterbinden, wie ein Sprecher der Landeseinsatzzentrale sagte.

So hatten sich in Erfurt am Samstagabend etwa 25 Menschen in einer Bar eingefunden, obwohl Bars wie auch Gaststätten in Thüringen landesweit nicht mehr öffnen dürfen. Der Verantwortliche für das Treffen sei belehrt worden, die Teilnehmer hätten den Raum wieder verlassen. Der Hinweis auf die Menschen in der Bar war anonym an die Polizei gegangen.

Auch in Gartenanlagen oder Garagenkomplexen in Thüringen seien private Treffen mit jeweils mehreren Menschen beendet worden. Die meisten Menschen hätten sich nach einer Belehrung einsichtig gezeigt, sagte ein Polizeisprecher. "Das hält sich im Rahmen." In Weimar allerdings handelten sich vier 16 bis 34 Jahre alte Männer wegen wiederholter Ansammlung im Freien Anzeigen wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz ein.

11:14 Uhr - Bundeswehr liefert Schutzmasken und Kittel an Kreis Heinsberg

In der Corona-Krise hat die Bundeswehr am Sonntagmorgen damit begonnen, Nothilfe im besonders betroffenen Kreis Heinsberg zu leisten. Dazu übergaben Soldaten den Hilfskräften in Erkelenz 3.000 Atemschutzmasken, 15.000 Mund- und Nasenschutzmasken sowie 8.000 Kittel. Zudem stellte die Bundeswehr zwei Beatmungsgeräte für Intensivstationen zur Verfügung, wie das Landeskommando Nordrhein-Westfalen der Bundeswehr mitteilte.

Der Landkreis an der Grenze zu den Niederlanden gehörte schon früh zu den Brennpunkten der Infektionswelle und hatte die Bundeswehr um Hilfe gebeten. Das Material hatten die Streitkräfte an mehreren Standorten in Deutschland zusammengestellt und mit Lastwagen in Richtung Heinsberg gefahren.

11:05 Uhr - Finnland: Die jüngsten dürfen jetzt doch wieder zur Schule gehen

Erst hieß es auch in Finnland: Alle Schulen bleiben zu. Dieser Beschluss wurde inzwischen aber wieder etwas aufgeweicht. Für alle Kinder bis zur dritten Klasse gibt es jetzt doch wieder eine Betreuung in Schulen und Kindergärten. Bildungsministerin Li Andersson erklärte den Eltern auf Facebook: "Geht Dein Kind in Kindergarten oder in die 1.-3. Klasse solltest Du es nur dort hinbringen, wenn es nicht anders geht."

Schüler in den ersten drei Jahrgängen dürften doch zur Schule gehen, wenn ihre Eltern sie nicht betreuen könnten, berichtete der finnische Rundfunk Yle. Zuvor galt das Angebot nur für Eltern in bestimmten gesellschaftlichen Funktionen. Doch die Definition hatte Verwirrung gestiftet. Daher beschloss die Regierung nun, das Angebot auszuweiten, sollten Eltern keine Alternative haben.

10:54 Uhr - Trump will Malaria-Medikament für Covid-19-Behandlung einsetzen

US-Präsident Donald Trump wirbt mit Nachdruck für den Einsatz eines Malaria-Medikaments bei der Behandlung von Covid-19-Erkrankten. Der Wirkstoff Chloroquin könne in Kombination mit dem Antibiotikum Azithromycin "einer der größten Durchbrüche der Geschichte der Medizin sein", meint Trump. Die Kombination solle sofort eingesetzt werden, forderte er über Twitter.

Kritiker warnten jedoch, dass der Einsatz eines Medikaments für einen neuen Zweck nie ohne Risiken sei. Der Direktor des Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten, Anthony Fauci, bemühte sich im Weißen Haus dann auch, Trumps Begeisterung etwas zu relativieren: Es gebe bislang nur vereinzelte Berichte über eine Wirksamkeit des Medikaments, aber keine ernsthaften klinischen Studien.

Auch das Tübinger Institut für Tropenmedizin plant, das Medikament im Kampf gegen Corona-Erkrankungen an Menschen zu testen. Zumindest im Reagenzglas wirke das Malaria-Medikament auch gegen das Virus Sars-CoV-2, wie Institutsleiter Peter Kremsner bereits am Mittwoch erklärt hatte. In China und Italien sind Kremsner zufolge sehr viele Covid-19-Patienten mit Chloroquin behandelt worden. Unklar sei aber, ob mit Erfolg, da die Erkrankten Chloroquin teils in sehr hoher Dosierung und gemeinsam mit vielen weiteren Medikamenten bekommen hätten. "Es kann auch sein, dass es nicht wirkt oder sogar schadet", sagte Kremsner.

09:34 Uhr - Großbritannien: Menschen aus Risikogruppen sollen zwölf Wochen zu Hause bleiben

19.03.2020, Großbritannien, London: Ein Mann läuft an der geschlossenen U-Bahn-Station Covent Garden vorbei. Teile der Londoner U-Bahn sind seit Donnerstag wegen der Corona-Pandemie stillgelegt. Foto: Kirsty Wigglesworth/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Die Regierung in Großbritannien fordert alle Menschen, die zu einer Risikogruppe gehören, auf, für die nächsten zwölf Wochen zu Hause zu bleiben.
KW, dpa, Kirsty Wigglesworth

Großbritannien ruft besonders gefährdete Bürger auf, sich für mindestens zwölf Wochen zu Hause abzuschirmen. Die Gesundheitsbehörden wollen dazu im Laufe der Woche etwa 1,5 Millionen Betroffene kontaktieren. Transplantations- und Krebspatienten oder Menschen mit Vorerkrankungen, wie beispielsweise chronischen Lungenleiden, sind besonders gefährdet, wenn sie sich mit dem neuen Coronavirus anstecken. Sie sollen darum zuhause bleiben, um sich selbst zu schützen, riet die britische Regierung.

09:20 Uhr - Indien verhängt Ausgangssperre für über eine Milliarde Menschen

Über eine Milliarde Menschen haben in Indien den Sonntag bei einer landesweiten Ausgangssperre zu Hause verbracht. Premierminister Narendra Modi hatte angesichts der Corona-Krise für das Land eine auf 14 Stunden begrenzte Ausgangssperre von 7:00 bis 21:00 Uhr (Ortszeit) ausgerufen, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Zugleich sollte die Zeit genutzt werden, Indiens Kapazitäten im Kampf gegen die Pandemie besser einzuschätzen.

"Lasst uns alle Teil dieser Ausgangssperre werden, die zusätzliche gewaltige Kraft im Kampf gegen die Covid-19-Bedrohung verleihen wird", twitterte Modi kurz vor Beginn der Ausgangssperre. "Die Schritte, die wir jetzt ergreifen, werden uns in Zukunft helfen. Bleiben sie drinnen und gesund." In Indien sind aktuell 315 Menschen an dem Virus erkrankt, vier Personen sind bisher daran gestorben.

09:14 Uhr - Kuba schickt Ärzteteam nach Italien

Kuba hat ein Ärzteteam nach Italien geschickt, dass die italienischen Kollegen bei ihrem Kampf gegen das Coronavirus unterstützen soll. Die 52 Ärzte und Krankenpfleger sollten in der Lombardei, dem aktuellen Brennpunkt der Corona-Krise, eingesetzt werden, teilte das Gesundheitsministerium in Havanna mit. In Kuba selbst sind nach offiziellen Angaben aktuell 20 Menschen mit dem Virus infiziert, eine Person starb daran.

8:37 Uhr - Italien schließt gesamte nicht lebenswichtige Produktion

Italien schließt angesichts immer weiter steigender Totenzahlen im Zuge der Coronavirus-Pandemie die gesamte nicht lebensnotwendige Produktion. Davon seien Supermärkte, Banken, Post und Apotheken ausgenommen, sagte Ministerpräsident Giuseppe Conte am Samstagabend. "Es ist die schwerste Krise für das Land seit dem Zweiten Weltkrieg." Nun werde jede produktive Tätigkeit eingestellt, "die nicht entscheidend und unerlässlich dafür ist, uns essenzielle Güter und Dienstleistungen zu garantieren". Diese drastische Maßnahme in der drittgrößten Volkswirtschaft in der Eurozone soll zunächst bis 3. April gelten.

08:26 Uhr - Aktuelle Zahlen: Über 300.000 Infizierte weltweit

In Deutschland haben sich inzwischen über 22.000 Menschen mit SARS-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Toten liegt bei 84. 239 Menschen haben sich nach einer Erkrankung wieder erholt.

Hier ein Überblick über die aktuellen Zahlen:

  • Italien: 53.578 Infizierte 4.825 Tote
  • USA: 26.747 Infizierte 340 Tote
  • Spanien: 25.496 Infizierte 1.381 Tote
  • Deutschland: 22.364 Infizierte 84 Tote
  • Frankreich: 14.485 Infizierte 562 Tote
  • Weltweit: 307.280 Infizierte 13.049 Tote

(Quellen: Johns Hopkins Universität/ Länderangaben)

Das waren die Meldungen vom Samstag, 21. März:

21:45 Uhr - Zahl der Infizierten in der Türkei steigt rasant an

Die Zahl der Infizierten in der Türkei ist nach Angaben der Behörden binnen 24 Stunden um 277 auf 947 gestiegen. Die Zahl der Verstorbenen habe sich um zwölf auf 21 nahezu verdoppelt.

Wegen der Coronavirus-Krise hatte das Land Einschränkungen der Bewegungsfreiheit für Menschen über 65 Jahren und für chronisch Kranke angeordnet. Die Maßnahme, die es den betroffenen Personen untersagt, das Haus zu verlassen, trete Samstag um Mitternacht in Kraft, teilte das Innenministerium auf Twitter mit. Weitere Einzelheiten wurden zunächst nicht mitgeteilt.

Das Land mit 83 Millionen Einwohnern hat bereits die meisten öffentlichen Plätze gesperrt, viele Geschäfte schließen lassen und Sportveranstaltungen sowie Gebete in großen Gruppen in Moscheen untersagt.

21:37 Uhr - Baden-Württemberg nimmt Corona-Patienten aus Frankreich auf

In der Uniklinik Freiburg sind die ersten schwerstkranken Patienten aus der französischen Region Elsass eingetroffen, wie die Präsidentin des Departementrates Haut-Rhin, Brigitte Klinkert, twittert. "Danke (Ministerpräsident) Winfried Kretschmann", schreibt sie. Der "Badischen Zeitung" sagt Klinkert, die Uniklinik solle zwei Patienten aus dem Elsass aufnehmen, drei würden nach Heidelberg überstellt und drei weitere nach Ulm. Jeweils einer werde in Mannheim und in Villingen-Schwenningen untergebracht. Alle müssten beatmet werden. Die französische Armee hatte zuletzt Patienten aus dem Elsass in andere Regionen des Landes ausfliegen müssen, weil die Beatmungsplätze knapp wurden. Klinkert bat daraufhin Baden-Württemberg und die Schweiz um Hilfe. Die Schweiz will nach ihren Worten sechs Patienten aufnehmen.

20:57 Uhr - US-Behörden lassen Corona-Schnelltest zu

Die US-Behörden haben einen ersten Schnelltest zur Erkennung einer Coronavirus-Infektion zugelassen. Der Test des US-Unternehmens Cepheid liefert den Angaben zufolge binnen 45 Minuten ein Ergebnis. Bislang musste darauf zum Teil Tage gewartet werden. Cepheid erklärte, der Test solle vor allem in Notaufnahmen und Kliniken eingesetzt werden.

20:43 Uhr - Erster Corona-Toter im Saarland

Erstmals ist im Saarland ein mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infizierter Mensch gestorben. Das teilte das saarländische Gesundheitsministerium am Samstagabend mit. Mehr als 70 Menschen sind bisher in Deutschland an den Folgen des Virus gestorben.

20:07 Uhr - Kritik an Krankenhaus-Gesetzesentwurf von Jens Spahn

Nach massiver Kritik von Kliniken an dem Entwurf eines Krankenhaus-Gesetzes hat Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) mehrere Änderungen angekündigt. "Die Krankenhäuser verdienen in dieser Zeit bestmögliche Unterstützung. An dem Entwurf zum Krankenhaus-Gesetz gab es Kritik. Diese nehmen wir ernst und haben soeben in einer Schalte mit den Gesundheitsministern der Länder einmütig mehrere Änderungen vereinbart", twitterte der CDU-Politiker am Samstagabend. Den aktualisierten Entwurf wolle man am Sonntag vorstellen.

Am Samstag waren erste Details des Gesetzentwurfs bekannt geworden. Das Hilfspaket für Kliniken, Ärzte und Pfleger des Bundes sollte in diesem Jahr voraussichtlich rund 3,3 Milliarden Euro umfassen. Ausgeglichen werden sollten Einnahmeeinbußen für Krankenhäuser, weil sie Intensivbetten für Coronavirus-Patienten frei machen. Die Ausfälle durch Verschiebung oder Aussetzung planbarer Aufnahmen, Eingriffe oder Operationen sollten durch Pauschalbeträge ausgeglichen werden.

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) kritisierte, Spahn breche das Versprechen der Kanzlerin zu einem umfassenden Schutzschirm für die Krankenhäuser. Diese würden im Stich gelassen. Kein Euro solle für die hohen Mehrkosten für Schutzausrüstung fließen, so DKG-Präsident Gerald Gaß. "Die finanziellen Hilfen zur Schaffung der (...) zusätzlichen Intensivplätze sind viel zu niedrig angesetzt."

19:40 Uhr - Deutschland plant Rettungsschirm in Höhe von 156 Milliarden

Kleine Unternehmen und Selbstständige sollen infolge der Coronavirus-Krise Soforthilfen in Höhe von bis zu 15 000 Euro erhalten. Großunternehmen sollen notfalls auch durch Verstaatlichungen gerettet werden. Dies geht aus Gesetzesentwürfen des Finanz- und Wirtschaftsministeriums hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen und über die das "Handelsblatt" und die "Welt" zuvor berichteten. An diesem Montag sollen die Entwürfe vom Bundeskabinett und dann in derselben Woche von Bundesrat und Bundestag beschlossen werden.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier sagte am Samstag in Berlin: "Wir lassen niemanden allein." Finanzminister Olaf Scholz (SPD) sagte, es sei ein Nachtragshaushalt von 150 Milliarden Euro geplant - und ein Fonds zur Rettung der Realwirtschaft, eine Stärkung der Grundsicherung sowie die Ermöglichung von Investitionen ins Gesundheitswesen.

19:00 Uhr - Besonderer Schutz für Raumfahrer vor Flug ins Weltall umgesetzt

Die Coronavirus-Pandemie soll auf keinen Fall den nächsten Flug am 9. April von drei Raumfahrern zur Internationalen Raumstation ISS gefährden. Die beiden Russen Anatoli Iwanischin und Iwan Wagner sowie der Nasa-Astronaut Christopher Cassidy seien deshalb in komplette Isolation gekommen. Das meldete die Agentur Interfax am Samstag unter Berufung auf das Zentrum für die Vorbereitung der Kosmonauten in der Nähe von Moskau. Verzichten müssen sie demnach auch auf heilige Rituale wie einen Besuch an den Kreml-Mauern in Moskau - und im Haus des sowjetischen Raketenkonstrukteurs und Weltraumpioniers Sergej Koroljow (1907-1966). Alles werde der Gesundheit der drei Raumfahrer untergeordnet, hieß es.

Die Gesundheit der Experten, die auf dem Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan die 63. ISS-Expedition vorbereiten, werde täglich gecheckt, teilte das Kosmonauten-Zentrum weiter mit.

18:16 Uhr - Italien meldet fast 800 Tote an einem Tag

Im Zuge der Coronavirus-Pandemie hat Italien an nur einem Tag fast 800 Tote vermeldet und damit so viele wie seit dem Ausbruch in dem Land nicht. Insgesamt stieg die Zahl der Toten auf 4825, teilte der Zivilschutz am Samstag in Rom mit.

17:11 Uhr - Berlin verschiebt Abi-Prüfungen und weitet Beschränkungen aus

Neben dem Saarland, Bayern und Baden-Württemberg hat jetzt auch Berlin entschieden, die Abi-Prüfungen, die vor den Osterferien stattfinden sollten, zu verschieben. Dies gelte auch für alle Prüfungen zum Mittleren Schulabschluss, die vor den Osterferien durchgeführt werden sollten, heißt es in einer Mitteilung der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie. Trotz aller bereits getroffenen Vorkehrungen für die Prüfungen (Mindestabstand etc.) könne derzeit nicht sichergestellt werden, dass sich die Prüflinge vor oder nach der jeweiligen Prüfung in Gruppen versammeln, um sich auszutauschen.

Alle schriftlichen Abiturprüfungen mit zentralen Prüfungsaufgaben, deren Termine vor den Osterferien liegen, werden auf den jeweiligen Nachschreibetermin verlegt. Auch für mündliche oder für Präsentationsprüfungen müssten neue Termine gefunden werden, heißt es.

Außerdem dürfen keine Veranstaltungen, Versammlungen und Ansammlungen über zehn Personen mehr stattfinden. Auch die Berliner Restaurants müssen ab sofort schließen und dürfen nur noch Abholung- oder Lieferung anbieten.

17:07 Uhr - Aktuelle Zahlen: Über 21.000 Infizierte in Deutschland

In Deutschland sind bislang mehr als 21.600 Infektionen mit dem neuen Coronavirus bekannt. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Besonders hohe Zahlen haben Nordrhein-Westfalen mit mehr als 6700 sowie Bayern und Baden-Württemberg mit jeweils mehr als 3600 Fällen. Mehr als 70 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind bislang bundesweit gestorben.

16:20 Uhr - Supermarktbesitzer erhöht Klopapierpreise ab der zweiten Packung

Ungewöhnliche Aktion eines Rewe-Händlers im rheinland-pfälzischen Rengsdorf: Der Einzelhändler Michael Glück verlangt ab der zweiten Packung Klopapier einen Aufschlag, um Hamsterkäufer abzuschrecken. Während die erste Packung noch zum Normalpreis zu haben ist, fordert er bei der zweiten eine Spende von fünf Euro und ab der dritten Packung sogar zehn Euro.

Er wolle mit seiner Aktion das Hamstern verhindern, sagte Glück. Wenn eine Lieferung den Laden erreiche, sei sie innerhalb von fünf bis zehn Minuten ausverkauft. Das führe auch zu Streit. "Es herrscht Krieg um Klopapier. Die Kunden holen sich das gegenseitig aus dem Einkaufswagen."

Die Spenden will Glück über den Landkreis Neuwied an Coronavirus-Helfer leiten.

15:59 Uhr - Auto in Würselen aufgebrochen, um Klopapier zu klauen

Diebe in Würselen schlugen die Scheibe eines Wagens ein. Das einzige, was sie aus dem Auto entwedeten war jedoch Toilettenpapier, dass der Besitzer leichtsinnigerweise über Nacht im Auto liegen ließ. Die Polizei warnt ja bekanntlich davor, Wertgegenstände im Auto zu lassen.

15:51 Uhr - Erste Todesfälle in Niedersachsen

In Niedersachsen sind die ersten beiden Todesfälle nach einer Infektion mit dem Coronavirus gemeldet worden. Die beiden Männer im Alter von 70 und 84 Jahren seien am Freitag gestorben, sagte eine Sprecherin der Region Hannover.

14:50 Uhr - Spanische Stadt verspricht Paaren eine zweite Hochzeit

ARCHIV - 08.11.2013, Nordrhein-Westfalen, Ibbenbüren: Ein Ehering wird im Standesamt des Rathauses gehalten. (zu dpa «Weiter Hochzeiten in Thüringer Standesämtern») Foto: Friso Gentsch/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
In Santander können Paare ihre große Feier noch mal nachholen, wenn die Corona-Krise vorbei ist.
mni reh alf dna, dpa, Friso Gentsch

Wer in den nächsten Tagen und Wochen im nordspanischen Santander seine Hochzeit geplant hat, braucht nicht auf eine große Feier zu verzichten: Die Stadtverwaltung kündigte an, dass sich Paare, die ihre Trauung aus verschiedenen Gründen nicht verschieben können, zwei Mal das Jawort geben können - während der Krise samt Ausgangssperre mit den nötigen Schutzvorkehrungen und später noch einmal im Beisein von Familie und Freunden. So könnten Hochzeitspaare ihren großen Tag "so feiern, wie Sie es sich vorgestellt haben, wenn sich alles wieder normalisiert", so die Behörden der kantabrischen Hauptstadt.

14:43 Uhr - Norwegische Regierung bekommt mehr Vollmachten

Die Parteien im norwegischen Parlament haben sich am Samstag auf ein Krisengesetz geeinigt, das der Regierung in gewissen Bereichen mehr Vollmachten gibt. Für die Dauer von einem Monat soll die Minderheitsregierung aus Konservativen, Liberalen und Christen Maßnahmen beschließen können, ohne das Parlament konsultieren zu müssen. Damit soll der Weg für schnelle Entscheidungen freigemacht werden, die zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie notwendig sein könnten. Das Parlament soll am Dienstag darüber abstimmen.

14:39 Uhr - Deutsche decken sich mit Sextoys und Kondomen ein

Um die weitere Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, halten sich die Menschen vor allem zuhause auf - und decken sich mit Sextoys und Kondomen ein. Der Kondomhersteller Ritex etwa teilte mit, dass im Vergleich zum Vorjahresmonat doppelt so viele Kondome gekauft wurden.

Ein Duisburger Sexshop hat angesichts der Coronakrise ein "Dildo-Taxi" ins Leben gerufen. "Ich wollte was Witziges in dieser Zeit", erklärte Silke Heimsoth, die Inhaberin des Erotikladens "Pussy Pleasure", nachdem ihr Geschäft Mitte der Woche geschlossen werden musste. Am Mittwoch hatte Heimsoth ein bearbeitetes Foto von einem Auto mit der Aufschrift "Dildo-Taxi" bei Facebook gepostet - zum Spaß. Daraufhin hätten sich aber viele Kunden gemeldet, die wirklich etwas bestellen wollten.

Mittlerweile fahre das Auto tatsächlich durch die Gegend und liefere Ware wie Gleitmittel oder Vibratoren aus - allerdings ohne Aufschrift. Kunden könnten im Online-Shop des Erotikladens die Produkte bestellen und dann am besten per Vorkasse bezahlen.

13:19 Uhr - Experte: Pandemie könnte Großbritannien schlimmer treffen als Italien

In Großbritannien spitzt sich die Coronavirus-Krise zu. Experten halten es für möglich, dass der Ausbruch im Land noch schlimmer verlaufen könnte als in Italien. Gründe hierfür sind vor allem der ohnehin völlig überlastete staatliche Gesundheitsdienst NHS (National Health Service) und der Mangel an Beatmungsgeräten. Kliniken melden einen Ansturm von Covid-19-Lungenkranken.

Kritiker werfen Premier Boris Johnson vor, dass er durch seinen Schlingerkurs im Kampf gegen den neuartigen Erreger wertvolle Zeit verloren habe. Das Coronavirus ist in allen Landesteilen aufgetaucht. Besonders betroffen ist London, vor allem im Parlamentsviertel und der Umgebung.

"Wir wissen, was auf uns zukommt - und wir wissen, dass das gewaltig sein wird", zitierte der britische Fernsehsender Sky News am Samstag einen Mediziner aus einem Krankenhaus in der britischen Hauptstadt, der anonym bleiben wollte. Die Lage in Großbritannien könnte sich noch verheerender als in Italien entwickeln. Aus Mangel an Kapazitäten und Ausstattung würden er und seine Kollegen künftig Entscheidungen über Leben und Tod treffen müssen - und Ressourcen nur jenen mit den größten Überlebenschancen zuweisen können.

13:03 Uhr - Spanien meldet fast 25.000 Infizierte

In Spanien steigt die Zahl der Coronavirus-Fälle weiter drastisch an. Bis zum Samstagmittag meldete das Gesundheitsministerium fast 25.000 Infizierte - 5.000 mehr als am Vortag. Die Zahl der Toten kletterte auf mehr als 1.300 nach 1.000 am Freitag. Besonders heftig betroffen ist weiter die Region Madrid, wo fast 9.000 Fälle und 800 Todesopfer verzeichnet wurden. Das örtliche Verkehrsministerium kündigte an, ab sofort auch Linienbusse zum Transport der Kranken einzusetzen.

Die Intensivstationen einiger Krankenhäuser seien bereits am Limit, zitierte das spanische Fernsehen die Behörden. In Spanien herrscht seit einer Woche eine landesweite Ausgangssperre. Sie soll zunächst für 15 Tage gelten, könnte aber vom Parlament verlängert werden. Die Behörden hoffen, dass die Ansteckungswelle bald ihren Höhepunkt erreicht und sich die Entwicklung dann verlangsamt.

12:24 Uhr - Ärzte schlagen Alarm: Wichtige Medikamente werden knapp und immer teuer

Intensivmediziner klagen über einen massiven Preisanstieg in der Corona-Krise bei wichtigen Medikamenten. Gernot Marx von der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) erklärte am Samstag, dass wichtige Narkosemittel knapp werden. Auch bei Verbrauchsmaterialien gibt es Engpässe. Das führe laut Marx dazu, dass auch die Preise für diese Produkte massiv steigen.

Das Narkosemittel Propofol, bei dem es schon vor dem Corona-Ausbruch immer wieder zu Lieferengpässen gekommen sei, stehe nicht mehr ausreichend zur Verfügung, kritisierte Marx. Innerhalb weniger Tage habe sich der Preis pro Ampulle von einem auf mehr als 20 Euro erhöht: "Das bedeutet: Narkosen von Notfallpatienten könnten gefährdet und die Möglichkeiten, Kranke auf der Intensivstation zur Beatmung in 'künstlichen Schlaf' zu versetzen, bald stark eingeschränkt sein."

Christian Hermanns, ebenfalls von der DGAI, wies zudem darauf hin, dass unter anderem auch Mittel wie Opiate, die zur Sedierung und Narkose wichtig sind, knapp seien sowie verschiedene Antibiotika, die bei Infektionen eingesetzt werden müssen.

11:04 Uhr - Mietern soll in Krise nicht gekündigt werden dürfen

Um gerade die ärmsten vor den Folgen der Corona-Krise zu schützen, plant die Bundesregierung gerade noch mehr: Mietern soll wegen Mietschulden in der Krise nicht gekündigt werden dürfen. Das sieht eine Gesetzesvorlage der Bundesministerien für Justiz, Inneres und Wirtschaft vor, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt.

10:48 Uhr - USA schließen Grenzen zu Mexiko und Kanada

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus haben die USA ihre Grenzen zu Mexiko und Kanada weitgehend für den Personenverkehr geschlossen. Die Maßnahme gilt seit Mitternacht (Ortszeit) und betrifft alle nicht notwendigen Reisen. Die Regelung soll 30 Tage in Kraft bleiben und dann überprüft werden. Der Austausch von Waren ist nach Angaben von US-Präsident Donald Trump nicht betroffen.

Zuvor hatten die USA bereits einen Einreisestopp für Ausländer aus den Schengen-Staaten sowie aus Großbritannien und Irland erlassen. Auch Ausländer, die aus dem Iran und aus China kommen, können nicht mehr in die USA einreisen.

08:48 Uhr: Ruhige Nacht in Köln und Leverkusen

Auf RTL-Anfrage bestätigte die Polizei, dass sich die Menschen in Köln in der Nacht an die Regeln gehalten hätten. Den Beamten liegt keine Meldung über Menschen vor, die sich in Parks oder auf öffentlichen Plätzen versammelt hätten, um Corona-Partys zu feiern. Auch in Leverkusen, wo seit gestern Zusammenkünfte von zwei oder mehr Personen im Freien untersagt sind, sei es über Nacht ruhig gewesen und alle hätten sich an die Beschränkungen gehalten. Die Beamten konnten aber nicht sagen, ob nicht auch das abgekühlte Wetter ein Grund war, dass die Menschen eher im Haus blieben.

08:23 Uhr - Immer mehr jüngere Patienten auf der Intensivstation

Das neue Coronavirus ist offenbar gefährlicher als bisher angenommen, erklären Mediziner jetzt. Auf den Intensivstationen auch in Deutschland werden immer öfter junge mit dem Coronavirus infizierte Patienten behandelt. Das habe sich in Italien gezeigt - und "das ist ein Bild, das sich auch in Deutschland ergibt", sagte der Chefarzt Clemens Wendtner von der Klinik für Infektiologie in der München Klinik Schwabing.

"Die jüngsten symptomatischen Covid-19-Patienten waren Anfang 20 Jahre alt. Insgesamt sehen wir das ganze demografische Altersspektrum, egal ob auf Normalstation oder Intensivstation." Auch ein junger Patient sei nicht gefeit davor, einen schweren Verlauf zu haben, warnte der Mediziner. "Das soll wachrütteln, dass man sich an die Hygienevorschriften und Regelungen hält."

08:16 Uhr - Aktuelle Zahlen: Weltweit mehr als 275.000 Menschen infiziert

In Deutschland haben sich inzwischen fast 20.000 Menschen mit SARS-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Toten liegt bei 68. 180 Menschen haben sich nach einer Erkrankung wieder erholt

Hier ein Überblick über die aktuellen Zahlen:

  • Italien: 47.021 Infizierte 4.032 Tote
  • Spanien: 21.571 Infizierte 1.093 Tote
  • Deutschland: 19.848 Infizierte 68 Tote
  • Frankreich: 12.632 Infizierte 459 Tote
  • Weltweit: 275.434 Infizierte 11.399 Tote

(Quellen: Johns Hopkins Universität/ Länderangaben)

Gute Nachrichten kommen dagegen aus China: Dort hat sich aich den dritten Tag in Folge niemand mehr im Land selbst angesteckt. Lediglich die Zahl der Infizierten, die aus dem Ausland eingereist kam, stieg. Wie die Pekinger Gesundheitskommission am Samstag mitteilte, wurden 41 neue "importiere Fälle" registriert. Insgesamt erkrankten laut John Hopkins Universität in China 81.286 Menschen am Coronavirus.

Das waren die Meldungen vom Freitag, 20. März:

French President Emmanuel Macron speaks with the media as he departs at the end of an EU summit in Brussels, Friday, Feb. 21, 2020. Major contributors to the European Union's budget blocked progress at an emergency summit on Friday, insisting that th
Die Beliebtheitswerte des französischen Präsidenten Emmanuel Macron sind mitten in der Coronavirus-Krise gestiegen.
VM, AP, Olivier Matthys

23:48 Uhr - Macrons "Gesundheitskrieg" gegen Corona macht ihn beliebt

Die Beliebtheitswerte des französischen Präsidenten Emmanuel Macron sind mitten in der Coronavirus-Krise auf ein Zweieinhalbjahres-Hoch gestiegen. Das geht aus einer Umfrage von Harris Interactive für LCI Television hervor. Rund 51 Prozent der Franzosen "haben Vertrauen" in Macron. Das ist ein Anstieg um 13 Prozentpunkte im Vergleich zum Vormonat und der höchste Wert seit Januar 2018.

23:35 Uhr - Erster Todesfall in Brandenburg

In Brandenburg ist erstmals ein mit dem Coronavirus infizierter Mensch gestorben. Der 81-Jährige sei in der Oberhavel Klinik in Hennigsdorf zuvor mit schwersten Vorerkrankungen eingeliefert worden, teilte der Landkreis Oberhavel am Freitagabend mit. Ob er an Covid-19 oder anderen Krankheiten starb, ist unklar.

23:19 Uhr - Zahl der Toten in der Türkei steigt auf neun

In der Türkei ist die Zahl der am Coronavirus gestorbenen Patienten auf neun gestiegen. Insgesamt seien nun 670 Personen mit dem Virus infiziert, teilt das Gesundheitsministerium mit. Am Vortag waren es 359.

22:58 Uhr - Trotz Corona-Pandemie: Kanzlerin geht selbst im Supermarkt einkaufen

Es ist nur eine kleine Packung Klopapier im Einkaufswagen zu sehen, dafür vier Flaschen Wein (Ricossa). Auch in Zeiten von Corona geht Angela Merkel noch selbst einkaufen. Die Bundeskanzlerin trägt den gleichen blauen Hosenanzug wie bei ihrer TV-Ansprache an die Nation.

22:00 Uhr – Die aktuellen Zahlen: Knapp 20.000 Infizierte und 67 Tote in Deutschland

Eine Frage beschäftigt heute viele Menschen in Deutschland: Wie weit sind wir von einer flächendeckenden Ausgangssperre entfernt? Vor allem nachdem Bayern vorgeprescht ist und als erstes Bundesland eine drastische Ausgansbeschränkung verkündet hat. Inzwischen sind dem Freistaat weitere Bundesländer gefolgt. Das Ziel ist klar: Man will die Bürger von der Straße holen, um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen. Und das ist auch dringend notwendig. Denn in Deutschland haben sich inzwischen knapp 20.000 Menschen mit SARS-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Toten liegt bei 67.

Hier ein Überblick:

  • Italien: 47.021 Infizierte 4.032 Tote
  • Spanien: 20.410 Infizierte 1.043 Tote
  • Deutschland: 19.848 Infizierte 67 Tote
  • Frankreich: 12.612 Infizierte 459 Tote
  • Weltweit: 258.419 Infizierte 11.277 Tote

(Quellen: Johns Hopkins Universität/ Länderangaben)

21:12 Uhr - Polizei überwacht Ausgangssperre in Brüssel mit Drohnen

Mit Hilfe von Drohnen überwacht die Polizei in Brüssel die belgische Ausgangssperre. Vor allem in Grünanlagen achte man darauf, dass Sportler und Spaziergänger die Vorschriften beachten und sich nicht zu nahe kommen, teilte die Polizei am Freitag via Twitter mit. Dreisprachige Durchsagen erinnern an die Regeln.

Die fast dreiwöchige Ausgangssperre hatte am Mittwochmittag begonnen, seitdem hat die Polizei im Zentrum der Hauptstadt schon mehr als 100 Geldbußen wegen Regelverstößen verhängt, berichtete die belgische Nachrichtagentur Belga. In bestimmten Fällen werden 350 Euro für Erwachsene und 175 Euro für Jugendliche fällig.

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21:09 Uhr - Bundeskabinett plant Schutzschirm für Krankenhäuser

Das Bundeskabinett will einem Medienbericht zufolge am Montag angesichts der sich ausbreitenden Corona-Epidemie Milliarden-Hilfen auch für Deutschlands Krankenhäuser auf den Weg bringen. Das berichtet das "RedaktionsNetzwerk Deutschland" unter Berufung auf Koalitionskreise. Geplant sei ein Volumen von zunächst drei Milliarden Euro. Details seien noch offen.

20:54 Uhr - Italien verschärft erneut Ausgangssperren

Zur Eindämmung des Coronavirus-Ausbruchs schließt Italien ab Samstag alle Parks und öffentlichen Gärten. Außerdem werden Spiele und Freizeitaktivitäten im Freien untersagt. Das geht aus einem Erlass des Gesundheitsministers Roberto Speranza vom Freitag hervor. "Wir müssen noch mehr tun, um die Ansteckung einzudämmen", erklärt Gesundheitsminister Roberto Speranza.

Die Ausgangssperre gilt für die 60 Millionen Bürger des Landes schon seit zehn Tagen, seit dem 10. März. Darin ist das Verbot enthalten, die Wohnung zu verlassen. Es gibt nur wenige Ausnahmen, etwa wegen einer dringenden Arbeit oder zum Einkaufen. Die Sperre läuft offiziell bis zum 3. April. Ministerpräsident Giuseppe Conte hat aber schon angekündigt, dass sie verlängert werden soll. Schulen und viele Läden sind dicht.

20:42 Uhr - Neun Coronavirus-Todesfälle in Würzburger Pflegeheim

In einem Würzburger Pflegeheim sind nach Coronavirus-Infektionen neun Menschen gestorben. Das sagte ein Sprecher des bayerischen Landesamts für Gesundheit am Freitag. Die Leiterin der Würzburger Altenpflegeeinrichtung sagte der Deutschen Presse-Agentur, alle Verstorbenen hätten Vorerkrankungen gehabt und seien über 80 Jahre alt gewesen. Von den 160 Bewohnern lägen derzeit fünf mit einer Covid-19-Erkrankung in Würzburger Kliniken, weitere zehn seien positiv auf das Virus getestet und würden isoliert in ihren Zimmern im Heim versorgt. Hinzu kämen 23 Pflegekräfte mit ebenfalls positivem Test. Diese befänden sich in Quarantäne zu Hause. Eine Evakuierung des Heims ist nach Angaben des Landesamts derzeit "aus fachlichen Gründen nicht angezeigt".​

20:37 Uhr -Berlin plant härtere Einschränkungen

Berlins regierender Bürgermeister Michael Müller hat am Freitagabend wegen der Corona-Gefahr weitere Einschränkungen angekündigt. Der Senat soll vorbereiten, dass es zu Restaurantschließungen kommt, sagte er in der rbb-"Abendschau". Bislang müssen diese Lokale ab 18 Uhr zumachen. Künftig solle es dann nur noch Abhol- und Lieferdienste geben. Man müsse diese Schritte gehen, sagte der SPD-Politiker. ​Eine Ausgangssperre für Berlin will Müller weiterhin vermeiden. Er warnte vor den sozialen Folgen, die so ein Beschluss haben könnte.

20:29 Uhr - Iran bittet um Ende von Sanktionen

Der Iran bittet die USA angesichts der Virus-Krise um Aufhebung von Sanktionen. Präsident Hassan Ruhani sagte staatlichen Medien zufolge, die Amerikaner sollten ihre Regierung zu diesem Schritt bewegen.

20:25 Uhr - Bundestag im Krisenmodus

12.03.2020, Berlin: Die leeren Sitzreihen, aufgenommen im Plenum im Bundestag vor Beginn der Sitzung. Auf der Tagesordnung der Sitzung stehen unter anderem die Erste Lesung Gesetzentwurf gegen Rechtsextremismus und Hasskriminalität und die Abstimmung
Bundestag
mkx jai, dpa, Michael Kappeler

Der Bundestag trifft wegen der Pandemie besondere Vorkehrungen für die anstehende Sitzungswoche. So werden Abgeordnete aufgefordert, dass Plenum nur dann zu betreten, wenn über einen Tagesordnungspunkt beraten wird, für den sie zuständig sind. Türen werden als Eingang beziehungsweise Ausgang gekennzeichnet, um Begegnungen beim Betreten und Verlassen des Plenarsaales zu verhindern. Im Plenum werden Sitze markiert, die nicht besetzt werden sollen. Dafür werden zusätzliche Sitzplätze für Abgeordnete auf der Besuchertribüne ausgewiesen. Namentliche Abstimmungen sollen an mehreren Urnen außerhalb der Plenarsaales durchgeführt werden. Die Abstimmungszeit wird üppiger als gewöhnlich bemessen, damit es nicht zur Bildung von Pulks kommt.

20:04 Uhr - Bundeswehr unterstützt Landkreis Heinsberg wegen Corona-Krise

Die Bundeswehr wird dem von der Ausbreitung des Coronavirus besonders betroffenen Kreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen Notfallhilfe leisten. Zur Bewältigung der Lage dort stellen die Streitkräfte zwei Beatmungsgeräte und 8.000 Kittel zu Verfügung, erfuhr die dpa am Freitag aus der Bundeswehr. Zudem werden 3.000 Atemschutzmasken der Stufe FFP2 geschickt - wie sie während der Behandlung und Pflege von Covid-19-Patienten getragen werden sollen - sowie 15.000 Mund- und Nasenschutzmasken. Der Landkreis gehörte schon früh zu den Brennpunkten der Infektionswelle und hatte die Bundeswehr um Hilfe gebeten.

19:57 Uhr - Niederländischer König: Stoppt das Einsamkeits-Virus

Der niederländische König Willem-Alexander hat die Bürger seines Landes aufgerufen, in der Coronavirus-Krise zusammenzuhalten. Das Gefühl von Zusammengehörigkeit könne in dieser schwierigen Zeit helfen, sagte der König am Freitagabend in einer TV-Ansprache in Den Haag. Willem-Alexander rief dazu auf, besonders alten und anderen von der Epidemie besonders getroffenen Menschen beizustehen. Keiner dürfe sich im Stich gelassen fühlen. "Das Coronavirus können wir nicht stoppen, aber das Einsamkeits-Virus schon."

19:51 Uhr - Bundesregierung: Netze verkraften hohe Datenmengen wegen Coronavirus

Die deutschen Netze können den zunehmenden Datenverkehr in der Coronavirus-Krise nach Ansicht der Bundesregierung problemlos bewältigen. "Wir als Bundesregierung sind mehrmals täglich im Gespräch mit der Bundesnetzagentur und den Betreibern. Keiner muss sich Sorgen machen, dass wir nicht genug Netzkapazitäten haben", sagte die für die Digitalisierung zuständige Staatsministerin im Kanzleramt, Dorothee Bär, der "Stuttgarter Zeitung". In den vergangenen Wochen seien Maßnahmen ergriffen worden, "um stets ein reibungsloses Funktionieren der Netze zu ermöglichen".

19:43 Uhr - EU-Ratschef schreibt Brief an Italiens Präsidenten: "Alles wird gut"

HANDOUT - 17.03.2020, Belgien, Brüssel: Charles Michel, EU-Ratschef nimmt an einer Videoschalte der EU-Staats- und Regierungschefs teil. Zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus haben Deutschland und die anderen EU-Staaten ein weitreichendes Einreis
"Wie man es aus allen Ecken Ihres wundervollen Landes widerhallen hört: ALLES WIRD GUT", schreibt Michel.
LM, dpa, Dario Pignatelli

Angesichts der dramatischen Coronavirus-Krise in Italien hat EU-Ratschef Charles Michel sich in einem emotionalen Brief an den italienischen Präsidenten Sergio Mattarella gewandt. Darin sichert er dem Land europäische Solidarität zu und bringt Bewunderung für das italienische Krisenmanagement zum Ausdruck. Italien ist weltweit das Land mit den meisten offiziell gemeldeten Toten wegen des Coronavirus. "Wir beobachten mit Emotion und Respekt die Vorreiterrolle der italienischen Behörden bei der Bewältigung der Krise, mit zeitnahen, umfassenden und sozial bedeutenden Maßnahmen, um die Ausbreitung der Infektion zu begrenzen", heißt es in dem am Freitag veröffentlichten Brief von Charles Michel.

Zu einer Zeit in der manche das Ausmaß der Bedrohung möglicherweise unterschätzten, habe Italien einen unerschrockenen Sinn für Weitsicht, Einheit und Widerstandsfähigkeit gezeigt. Italiens Antwort auf die Krise sei ein Vorbild für viele andere Länder. Er, Michel, wolle durch den italienischen Präsidenten eine "einfache und von Herzen kommende Botschaft" übermitteln: "ITALIEN IST NICHT ALLEIN." Am Ende des Briefes schreibt der Belgier, Italien und Europa würden stärker als zuvor aus der Krise hervorgehen. "Wie man es aus allen Ecken Ihres wundervollen Landes widerhallen hört: ALLES WIRD GUT."

19:41 Uhr - Vatikan rät Kirchen zu eingeschränkten Osterfesten

Der Vatikan hat den katholischen Kirchen weltweit eine Handreichung gegeben, um Ostern wegen der Corona-Pandemie reduziert zu feiern. Feierliche Rituale wie die Fußwaschung am Gründonnerstag und die Karfreitagsprozession können danach entfallen. Andere Feierlichkeiten sollten ohne Gläubige vollzogen und zum Beispiel live übertragen werden. Das bestimmte die Gottesdienstkongregation in einem am Freitag erlassenen Dekret. Die Regeln gelten für die Osterfeiern im April 2020 in Ländern, wo wegen der Virus-Welle Beschränkungen etwa der Behörden erlassen wurden.

Ostern ist der wichtigste christliche Feiertag - gefeiert wird die Auferstehung Jesu nach dessen Hinrichtung am Kreuz am Karfreitag. Höhepunkt der Ostermesse, die in diesem Jahr auf den 12. April fällt, ist der apostolische Segen "Urbi et Orbi" des Papstes.​

19:27 Uhr - WHO-Chef appelliert an die Jugend: "Ihr seid nicht unbesiegbar"

16.03.2020, Belgien, Brüssel: Tedros Adhanom Ghebreyesus, Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist während einer virtuellen Pressekonferenz in Genf auf ein Laptop zu sehen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) leitet eine großangele
Außerdem will die WHO auch den Chatdienst WhatsApp nutzen, um Zugang zu Informationen über das neuartige Coronavirus zu ermöglichen.
dpa, Zheng Huansong

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) appelliert an junge Leute, sich während der Corona-Krise an die strengen Ausgangsbeschränkungen zu halten. "Ich habe eine Botschaft für junge Leute", sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus am Freitag in Genf. "Ihr seid nicht unbesiegbar."

Zwar bestehe für ältere Menschen die größte Gefahr, sich mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 anzustecken und die Lungenkrankheit Covid-19 zu entwickeln. "Aber es geht nicht an den Jungen vorbei", sagte Tedros. "Dieses Virus kann auch für euch einen wochenlangen Krankenhausaufenthalt bedeuten, oder es kann euch töten." Alle Menschen müssten zusammenstehen, über Landesgrenzen und Generationen hinweg. "Solidarität, Solidarität, Solidarität" forderte Tedros.

Außerdem will die WHO auch den Chatdienst WhatsApp nutzen, um Zugang zu Informationen über das neuartige Coronavirus zu ermöglichen. In dem Messenger soll es unter anderem aktuelle Nachrichten, Hinweise zu Symptomen und Schutzmaßnahmen sowie Lageberichte geben, wie die WHO und die WhatsApp-Mutter Facebook am Freitag mitteilten. Den Service soll man über einen Link erreichen, der einen WhatsApp-Chat öffnet.

19:24 Uhr - RKI: Neues Info-Dashboard zum Coronavirus

Die tagesaktuellen Fallzahlen weltweit sind auf den Internetseiten der Weltgesundheitsorganisation und des Europäischen Zentrums für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) abrufbar.
Die tagesaktuellen Fallzahlen weltweit sind auf den Internetseiten der Weltgesundheitsorganisation und des Europäischen Zentrums für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) abrufbar.
RTL

Das Robert-Koch-Institut hat eine neue Coronavirus-Karte im Internet veröffentlicht, die genau Aufschluss darüber gibt, welche Landkreise von der Epidemie besonders betroffen sind.

Hier geht es zur neuen Übersicht des Robert-Koch-Instituts.

19:11 Uhr - Fünf neue Coronavirus-Todesfälle in Bayern

In Bayern sind fünf weitere Menschen gestorben, die mit dem neuartigen Coronavirus infiziert waren. Es handelt sich um vier Todesfälle aus Würzburg und einen aus dem Landkreis Starnberg, wie das Gesundheitsministerium am Freitag in München mitteilte. Am Vormittag hatte ein Sprecher den Tod eines 85-Jährigen aus dem Landkreis Tirschenreuth und eines 82-Jährigen aus dem Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge vermeldet. Damit gibt es in Bayern derzeit insgesamt 20 Coronavirus-Todesfälle.

19:05 Uhr - Gastronomie-Schließung in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern werden ab Samstag um 18 Uhr alle Gaststätten und Restaurants geschlossen. Das teilte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig am Freitagabend nach einer Beratung mit der Tourismuswirtschaft und dem Hotel- und Gaststättenverband in Schwerin mit. "Mir blutet das Herz, dass wir solche Maßnahmen treffen müssen, aber sie sind erforderlich", so Schwesig.

18:41 Uhr - Virologe Drosten: Keine Daten über Wirkung von Ausgangssperren

In der Debatte um Ausgangssperren wegen der Coronavirus-Pandemie weist der Berliner Virologe Christian Drosten auf einen Mangel an Daten hin. Es sei relativ schwer zu sagen, ob eine zusätzliche Maßnahme wie eine Ausgangssperre einen Unterschied mache. "Dafür gibt es überhaupt keine Daten", sagte der Charité-Wissenschaftler am Freitag im NDR-Podcast. Entsprechende Daten werde es erst in zwei oder drei Wochen geben.

"Man kann ja nicht sagen, man macht einfach die Maßnahmen immer strikter - ohne zu wissen, ob das überhaupt einen Unterschied noch bringt oder ob man schon eigentlich die Durchschlagskraft erreicht hat, die man braucht", sagte Drosten. Die Politik stehe vor der Schwierigkeit, ein Augenmaß zu finden, ob die Maßnahmen reichten oder ob nachgesteuert werden müsse.

Seine persönliche Wahrnehmung sei, sagte Drosten, dass die Straßen am Freitagmorgen zum ersten Mal wirklich leer gewesen seien - und zwar auch in Berlin-Mitte und Prenzlauer Berg, wo sonst viele junge Leute unterwegs seien. Auch die Touristen seien weg. Sein Eindruck sei, dass die Menschen die Lage nun ernster nähmen.

18:34 Uhr - Intensivmediziner mahnen zu Verschiebung von Operationen

Im Kampf gegen das Coronavirus haben Intensivmediziner konsequente Verschiebungen aller planbaren Operationen angemahnt. Es gebe immer noch Meldungen aus Kliniken, dass operative Eingriffe und Untersuchungen vorgenommen werden, die medizinisch vertretbar verlegt werden könnten, kritisierte die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin am Freitag. Dies sei angesichts der aktuellen Lage unverantwortlich.

Selbst wenn in einigen Regionen Deutschlands Krankenhäuser bisher keine Covid-19-Patienten behandeln mussten, sollte die Zeit jetzt genutzt werden, um die Kapazitäten zu erhöhen und zusätzliches Personal zu schulen.

18:31 Uhr - Easyjet lässt Großteil der Flotte am Boden

Auch die britische Fluggesellschaft Easyjet lässt nun von Dienstag an (24. März) den Großteil ihrer Flotte am Boden. Das sei die Folge der Grenzschließungen, Reisebeschränkungen und geänderten Reisehinweise wegen der Coronavirus-Ausbreitung, teilte das Unternehmen am Freitag in Berlin mit. Wie auch in den vergangenen Tagen werde Easyjet weiterhin Flüge ausführen, um Kunden zurück in die Heimat zu bringen. Der Großteil dieses Rückführungsprogramms dürfte bis Montag abgeschlossen sein, hieß es. Easyjet empfahl Passagieren, die sich im Ausland befinden, sich vor Montag auf diese Rückführungsflüge umzubuchen.

18:27 Uhr - Maas: Rückholaktion dauert noch zwei Wochen

Bundesaußenminister Heiko Maas rechnet damit, dass die Rückholaktion für die im Ausland wegen der Corona-Krise gestrandeten Deutschen sicher noch zwei Wochen dauern wird. "Wir werden wahrscheinlich in den nächsten Tagen pro Tag um die 10.000 Menschen nach Deutschland zurückbringen können", sagte der SPD-Politiker am Freitag der ARD. Aber mittlerweile sei davon auszugehen, dass es um bis zu 200.000 deutsche Touristen im Ausland gehe.

Gleichzeitig rief Maas dazu auf, die zunächst bis Ende April geltende Reisewarnung für alle touristischen Auslandsreisen unbedingt einzuhalten. Es sei "wirklich unverantwortlich, jetzt noch ins Ausland zu fahren, weil man möglicherweise damit rechnen muss, für eine längere Zeit nicht mehr nach Deutschland zurückzukommen". Zahlreiche Länder haben inzwischen wegen der rasanten Ausbreitung des Coronavirus Grenzen dicht gemacht und Flugverbindungen gekappt. Maas hatte deswegen am Dienstag angekündigt, Deutsche aus den Ländern zurückzuholen, aus denen es keine regulären Flüge mehr gibt.

Laut dem EU-Außenbeauftragten Josep Borrell hoffen derzeit bis zu 300.000 EU-Bürger wegen der Pandemie auf Rückholung. "Schritt für Schritt versuchen wir, die Leute nach Hause zu bringen", sagte Borrell.

18:24 Uhr - Italien: Über 600 Tote an einem Tag

In Italien haben die Behörden in nur einem Tag rund 600 neue Corona-Tote registriert. Damit stieg die Zahl der Todesopfer der Virus-Pandemie auf 4.032. Das teilte der Zivilschutz in Rom am Freitag mit. In dem Land gibt es inzwischen 47.021 nachweislich mit dem Coronavirus infizierte Menschen. Damit kamen im Vergleich zum Vortag erneut Tausende Infektionen hinzu. Außerdem dürfte die Dunkelziffer nicht erfasster Menschen, die den Sars-CoV-2-Erreger in sich tragen, Experten zufolge hoch sein. Am schlimmsten von der Covid-19-Welle getroffen ist weiter der Norden, besonders die Lombardei. Dort war der Ausbruch vor einem Monat, am 20./21. Februar bemerkt worden.

Italien hatte am Donnerstag insgesamt mehr Todesfälle als China gemeldet und ist damit das Land mit den meisten offiziell gemeldeten Toten wegen des Coronavirus auf der Welt. Es wird erwartet, dass die Regierung in Kürze die Ausgangssperre verschärft.

18:17 Uhr - Großbritannien schließt alle Restaurants, Pubs und Freizeiteinrichtungen

Großbritanniens Premier Boris Johnson kündigt im Kampf gegen das Coronavirus nun auch drastische Maßnahmen an: Bis auf Apotheken und Supermärkte sollen ab Freitagabend alle Läden und Freizeiteinrichtungen vorerst schließen.

18:10 Uhr - Tränen-Appell eines Bäckers aus Hannover

Mit einem emotionalen Appell an Kunden und Politik hat ein Bäcker aus Hannover binnen Stunden Hunderttausende Menschen auf Facebook erreicht. "Der Mittelstand wird fallen gelassen. Es ist eine Katastrophe", sagte Gerhard Bosselmann, der Inhaber der Bäckereikette Bosselmann, in einem am Freitag verbreiteten Facebook-Video. So würden die versprochenen Förderungen der Bundesregierung nicht bei den kleinen Unternehmen ankommen.

Knapp eine halbe Million Nutzerinnen und Nutzer sahen binnen weniger Stunden, wie Bosselmann mit teils tränenerstickter Stimme auch an seine Kunden appellierte: "Gehen sie zu ihrem Bäcker um die Ecke! [...] Und es ist scheißegal wie der heißt, sie retten damit Arbeitsplätze." Ohne einen gewissen Mindestumsatz könne sein Unternehmen nur noch sechs bis acht Wochen überleben, 205 Stellen stünden auf dem Spiel.

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18:01 Uhr - Saarland verabschiedet Ausgangsbeschränkung

Wie Bayern hat auch das Saarland eine Ausgangsbeschränkung verfügt. Ab Samstag 00.00 Uhr dürfe man die eigene Wohnung nur noch verlassen, wenn man dafür einen triftigen Grund habe, kündigte der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans am Freitag an. Dazu gehöre der Weg zu Arbeit, notwendige Einkäufe oder Arztbesuche. Auch "gemeinsame Spaziergänge etwa in der Familie mit Abstand zu anderen bleiben weiter möglich. Niemand wird eingesperrt", sagte er.

Möglich seien auch weiter Besuche bei Familienmitgliedern, Sport an der frischen Luft in Gruppen kleiner als fünf Personen, stille Einkehr in Kirchen - immer mit Abstand untereinander. Geschlossen würden aber alle Friseurbetriebe und die Restaurants für Gäste. Ein Abverkauf und die Lieferung von Speisen blieben weiter erlaubt.

17:45 Uhr - Bund Deutscher Kriminalbeamter warnt vor Ausgangsbeschränkungen

Der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) lehnt weitreichende Ausgangsbeschränkungen angesichts der Coronavirus-Krise ab. Zwar gebe es noch Menschen, die den Ernst der Lage offenkundig noch nicht erkannt hätten, sagte der Vorsitzende, Sebastian Fiedler, dem "Handelsblatt". "Dennoch hielte ich Ausgangssperren aus einer Reihe von Gründen für fatal", sagte der BDK-Chef. "Einer der Gründe ist eine zu befürchtende Zunahme an häuslicher Gewalt. Eine andere ist die Kräftelage der Polizei", erklärte Fiedler.

Stattdessen komme es nun auf ausreichend räumlichen Abstand der Menschen untereinander an. Etwa sollten laut Fiedler gezielt Menschenansammlungen aufgelöst werden - zum Teil geschehe das bereits. "Zudem können genau die Plätze, die zum gruppenhaften Verweilen einladen gesperrt oder zu Verbotszonen erklärt werden", erklärte der Gewerkschaftschef.

17:38 Uhr - Landwirtschaftsministerium warnt vor irreführenden Mitteln

Das Landwirtschaftsministerium hat vor irreführenden Nahrungsergänzungsmitteln gewarnt, die einer Infektion mit dem Coronavirus vorbeugen sollen. "Es gibt kein Nahrungsergänzungsmittel, dass eine Infektion mit dem Virus verhindern kann", erklärte das Ministerium am Freitag. Demnach würden derzeit in Deutschland Mittel mit einem solchen Versprechen angeboten. "Man spielt nicht mit der Angst der Menschen. Diese Geschäftemacher dürfen keinen Erfolg haben", sagte Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner dazu.

Außerdem dürfen Nahrungsergänzungsmitteln ebenso wie anderen Lebensmitteln nach Angaben des Ministeriums "keine Informationen über Eigenschaften der Vorbeugung, Behandlung oder Heilung einer menschlichen Krankheit zugeschrieben werden".

17:17 Uhr - Regierung plant Nachtragsetat von 150 Milliarden Euro

Die Bundesregierung will zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Krise einen Nachtragshaushalt im Volumen von rund 150 Milliarden Euro auf den Weg bringen. Dies solle am Montag vom Kabinett beschlossen werden, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters am Freitag aus Regierungskreisen. Am Mittwoch solle dann der Haushaltsausschuss des Bundestages zustimmen. Parlamentskreisen zufolge wird der Nachtragshaushalt 2020 komplett über neue Schulden finanziert. Damit ist die Schwarze Null Makulatur.

Seit 2014 kommt der Bundeshaushalt ohne Nettoneuverschuldung aus, wozu der Beschäftigungsboom auf dem Arbeitsmarkt, stetig steigende Steuereinnahmen und Milliardeneinsparungen bei den Zinsausgaben beigetragen haben.

17:11 Uhr - Mehr als 18.400 Coronavirus-Nachweise in Deutschland - 53 Tote

In Deutschland sind bislang mehr als 18 400 Infektionen mit dem neuen Coronavirus bekannt. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Besonders hohe Zahlen haben Nordrhein-Westfalen mit mehr als 6200, Bayern mit mehr als 3100 und Baden-Württemberg mit mehr als 2700 Fällen. Niedersachsen verzeichnet mehr als 1200 Infektionen. 53 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind bislang bundesweit gestorben, zwei weitere Deutsche nach Auskunft des Robert Koch-Instituts während einer Reise in Ägypten.

17:04 Uhr - Polen: Wodka als Desinfektionsmittel

In Polen findet Alkohol, der bei Razzien beschlagnahmt wurde, in der Virus-Krise eine neue Verwendung. Die Behörden übergeben öffentlichen Einrichtungen insgesamt 430.000 Liter Alkohol, der dann als Desinfektionsmittel eingesetzt wird. Die illegale Ware, darunter Wodka, hätte eigentlich vernichtet werden sollen, erklären die Staatsanwaltschaft und die Steuerbehörden. Jetzt werden damit öffentliche Verkehrsmittel oder Krankenhäuser gereinigt.

17:02 Uhr - Spanien macht Konferenzzentrum zu Lazarett für Tausende Corona-Patienten

Ein Konferenzzentrum in der spanischen Hauptstadt Madrid wird zu einem großen Militärlazarett umgebaut, das Tausende Coronavirus-Patienten aufnehmen soll. Das Lazarett soll 5500 Betten umfassen, darunter auch Intensivbetten. Spanien ist in Europa nach Italien am stärksten von der Pandemie betroffen. 235 Menschen starben dort binnen 24 Stunden an der Lungenkrankheit COVID-19, so viele wie noch nie an einem Tag bisher.

17:00 Uhr - Zahl der Corona-Toten in England steigt auf 167

Die Zahl der Toten in Folge des Coronavirus in England steigt um 39 auf 167. Das Alter der Opfer bewege sich zwischen 50 und 99 Jahren, alle waren gesundheitlich vorbelastet, wie die Gesundheitsbehörde mitteilt.

16:56 Uhr - Demo-Verbot bleibt bestehen

Ein Eilantrag zum Bundesverfassungsgericht gegen das Demonstrationsverbot wegen der Corona-Krise ist gescheitert. Die Karlsruher Richter wiesen den Antrag am Freitag als unzulässig ab. Zur Begründung hieß es, die beiden Kläger hätten sich zunächst an die Verwaltungsgerichte wenden müssen.

Geklagt hatten zwei Studenten. Die 20 und 23 Jahre alten Brüder wollten generell klären lassen, "wie Grundrechte in einer Gefahrenlage wie der Coronavirus-Pandemie miteinander in Einklang gebracht werden können", wie sie in einer Mitteilung schreiben.

Einer der jungen Männer hatte am Mittwoch bei der Stadt Karlsruhe für Freitagnachmittag eine zweistündige Versammlung mit 400 Teilnehmern auf dem Schlossplatz angemeldet. Protestiert werden sollte "gegen die Menschenrechtsverletzungen an der & vor der griechischen Grenze und in den Flüchtlingslagern". Die Stadt hatte die Versammlung wegen der von der Landesregierung verhängten Infektionsschutzmaßnahmen verboten.

16:42 Uhr - Haftstrafe für Corona-Huster in Niederlanden

Wegen absichtlichem Anhusten von zwei Polizisten und dem Androhen einer Corona-Infektion ist ein Mann in den Niederlanden zu einer Haftstrafe von zehn Wochen verurteilt worden. Ein Richter sprach ihn am Freitag in Den Haag für Bedrohung mit Tod oder schwerer Misshandlung für schuldig.

Der Richter wollte mit dem Urteil auch ein Zeichen setzen. Es sei besonders in der jetzigen Corona-Krise "verwerflich", dass der Mann Einsatzkräfte infizieren wollte. "Gerade jetzt verdienen unsere Hilfskräfte unseren Schutz", heißt es im Urteil. Der 23-jährige Verurteilte ist nicht mit dem Virus infiziert. Er war in der Nacht zum Mittwoch zu schnell und in Schlangenlinien Auto gefahren und daher von den Polizisten gestoppt worden. Der Mann hatte einen Alkoholtest verweigert und bei seiner Festnahme den Polizisten bewusst ins Gesicht gehustet. Dabei hatte er nach Angaben des Gerichts gesagt. "Ich habe das Coronavirus und ihr jetzt auch."

16:35 Uhr - Köln: Öffentliche Treffen von mehr als zwei Menschen werden aufgelöst

Köln hat im Kampf gegen das Coronavirus ein konsequentes Einschreiten bei öffentlichen Menschenansammlungen von mehr als zwei Personen angekündigt. "Ganz egal wie schön das Wetter am Wochenende auch werden mag, jetzt ist nicht die Zeit, sich mit Freunden zu treffen. Wer das nicht begreift, gefährdet die Freiheit aller", erklärte Stadtdirektor Stephan Keller am Freitag. "Ansammlungen von mehr als zwei Personen werden aufgelöst, soweit diese nicht zum engsten Familienkreis gehören." Umsetzen soll dies das Ordnungsamt. Wer sich widersetze, könne mit einem empfindlichen Bußgeld bestraft werden, so die Stadt. Aufgrund des Infektionsschutzgesetzes könne auch ein Straftatbestand erfüllt sein.

16:30 Uhr - USA wollen auch Grenze zu Mexiko weitgehend schließen

Die USA wollen wegen der Ausbreitung des Coronavirus ihre gemeinsame Grenze mit Mexiko weitestgehend für den Personenverkehr schließen. Der mexikanische Außenminister Marcelo Ebrard bestätigte in Mexiko-Stadt vor Journalisten eine grundsätzliche Einigung. Von der Maßnahme ausgenommen seien der Warenverkehr und die Grenzübertritte von Menschen, die jeden Tag im jeweils anderen Land arbeiten gehen.

Die Grenze zu Mexiko ist rund 3200 Kilometer lang. Täglich überqueren sie mehr als eine Million Menschen und Hunderttausende Fahrzeuge. Trump will an der Grenze eine Mauer bauen, um die illegale Einwanderung zu stoppen. Die USA hatten am Mittwoch bereits eine weitgehende Schließung der nördlichen Grenze mit Kanada für den Personenverkehr angekündigt.

16:25 Uhr - Besitzer von Zweitwohnungen sollen Schleswig-Holstein verlassen

Die Landesregierung von Schleswig-Holstein hat Besitzer von Zweitwohnungen in dem Land zur Abreise aufgefordert. Zudem verbiete sich angesichts der Corona-Pandemie eine Anreise zu einer Zweitwohnung, sagte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) am Freitag. Ziel aller Maßnahmen müsse es sein, die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen. Jede Nutzung einer Zweitwohnung in Schleswig-Holstein unterlaufe die derzeitigen Anstrengungen, das Reiseaufkommen drastisch zu verringern und die Gesundheitssysteme in den Tourismusregionen bestmöglich zu entlasten.

16:23 Uhr - Hamburg erlässt weitere Beschränkungen im Kampf gegen Corona-Pandemie

Hamburg erlässt zur Eindämmung des Coronavirus weiterreichende Beschränkungen. Alle Restaurants werden geschlossen und Ansammlungen von mehr als sechs Personen untersagt, teilte Bürgermeister Peter Tschentscher am Freitag nach einer Senatssitzung mit. Ausnahmen gelten für Lieferdienste sowie für Familien oder Gruppen von Berufstätigen.

16:00 Uhr - Berliner Sparkasse bietet Tilgungsaussetzung von Krediten an

Die Berliner Sparkasse bietet ihren Firmenkunden, aber auch Selbständigen sowie Frei- und Heilberuflern an, die Tilgung laufender Firmenkredite für bis zu sechs Monate auszusetzen. "Das Gebot der Stunde ist es, unseren betroffenen Kunden schnell und einfach zu helfen, und damit die schmerzlichen wirtschaftlichen Folgen abzufedern" sagt Sparkassen-Chef Johannes Evers. Dies solle diejenigen Kunden entlasten, die unter den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise bis hin zur Existenzgefährdung leiden.

15:20 Uhr - Niedersachsen schließt Restaurants und Cafés

Niedersachsen schließt zur Bekämpfung der Corona-Epidemie ab Samstagabend alle Restaurants und Cafés. Das kündigte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Freitag in Hannover an. Der Außer-Haus-Verkauf von Speisen soll allerdings weiter möglich bleiben.

15:13 Uhr - Baden-Württemberg schränkt öffentliches Leben weiter ein

Baden-Württemberg schränkt das öffentliche Leben wegen des Coronavirus weiter ein. Menschenansammlungen auf öffentlichen Plätzen mit mehr als drei Personen sind nicht mehr erlaubt, wie Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Freitag in Stuttgart sagte. Ausnahmen gebe es für Familien und Paare.

15:06 Uhr - Rheinland-Pfalz: Gaststätten werden flächendeckend geschlossen / Versammlungen von mehr als 5 Personen verboten

Die rheinland-pfälzische Landesregierung hat am Freitag die Schließung aller Gaststätten verfügt und Versammlungen von mehr als fünf Menschen untersagt. Das sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) in Mainz.

15:00 Uhr - Sterblichkeitsrate in Deutschland deutlich niedriger als in anderen Ländern

15.03.2020, Italien, Alzano Lombardo: Todesanzeigen sind auf einer Tafel entlang einer leeren Straße in Alzano Lombardo, in der Nähe von Bergamo zu sehen. In der Lombardei liegen die Metropole Mailand und die heftig von der Krankheit Covid-19 betroff
Coronavirus - Italien
LB fgj jai, dpa, Luca Bruno

Vor allem in Europa steigt die Zahl der Menschen, die sich mit dem neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 infizieren, von Tag zu Tag rasant an. Schaut man sich die Zahl der Infizierten im Vergleich zu der Zahl der Menschen an, die an dem Virus sterben, fällt auf: In Deutschland sterben im Verhältnis zur Zahl der Erkrankten deutlich weniger Menschen als in anderen Ländern. Wie lässt sich die hohe Sterberate in anderen Ländern erklären? Unsere Kollegin Kira Liedtke hat die Erklärungen zusammengefasst. Verbunden mit einer klaren Warnung vor falscher Sicherheit.

14:42 Uhr - Lebensmittelhändler planen keine Öffnung am Sonntag

Trotz des durch die Coronavirus-Krise ausgelösten großen Kundenansturms wollen die führenden deutschen Lebensmittelhändler ihre Geschäfte vorläufig nicht am Sonntag öffnen. Bei einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur bekräftigten Edeka, Rewe, Aldi und Lidl am Freitag, dass vorläufig keine Ausweitung der Geschäftszeiten geplant sei.

Ein Sprecher des größten deutschen Lebensmittelhändlers Edeka betonte, viele Mitarbeiter der Handelskette seien schon jetzt an den Grenzen ihrer Belastbarkeit. «Jetzt noch einen Tag länger zu öffnen, würde diese Situation weiter verschärfen.» Die Versorgung der Kunden mit Lebensmitteln sei auch mit den bestehenden Öffnungszeiten bundesweit gewährleistet.

Auch Rewe sieht aktuell keine Notwendigkeit, die Öffnungszeiten zu verändern. Die Mitarbeiter brauchten in dieser Ausnahmesituation auch einen Tag ohne Einsatz im Markt, sagte ein Firmensprecher. Auch Aldi und Lidl sprachen sich gegen eine Sonntagsöffnung aus.

Sollte sich die Versorgungssituation unerwartet verschärfen, sind die Handelsketten aber offensichtlich bereit, ihre Position zu überdenken. Eine Sprecherin von Aldi Süd sagte: «Wir beobachten die Situation weiterhin und behalten uns vor, auch kurzfristig entsprechend flexibel zu reagieren.» Und auch bei Lidl hieß es: «Selbstverständlich bewerten wir die Situation täglich neu.»

13:50 Uhr - 100.000 – 200.000 Corona-Tests in Deutschland pro Woche

Wie der führende Virologe Christian Drosten von der Charité Berlin gestern in der Sendung "maybrit ilner" sagte, führt Deutschland weltweit wahrscheinlich die meisten Corona-Tests durch. Zur Zeit vermutet er pro Woche bis zu 200.000. "Vielleicht können wir das noch etwas ausbauen, aber dann ist die Grenze erreicht".

Zudem glaubt der Experte, das wenn die Grippe-Saison vorbei ist, deutlich weniger getestet wird, da dann die Diagnose einfacher wird.

13:33 Uhr - Auch das Saarland will Ausgangsbeschränkung beschließen

Das Saarland will im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus Gaststätten schließen und eine Ausgangsbeschränkung erlassen. Das werde Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) noch am Freitag dem Kabinett zum Beschluss vorschlagen, teilte die Staatskanzlei in Saarbrücken mit.

12:42 - Weitreichende Ausgangsbeschränkungen für ganz Bayern

Zur Eindämmung des Coronavirus hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) weitreichende Ausgangsbeschränkungen für den ganzen Freistaat angekündigt. Das Verlassen der eigenen Wohnung ist ab Samstag nur noch bei Vorliegen triftiger Gründe erlaubt. Dazu zählen unter anderem der Weg zur Arbeit, notwendige Einkäufe, Arzt- und Apothekenbesuche, Hilfe für andere, Besuche von Lebenspartnern, aber auch Sport und Bewegung an der frischen Luft - dies aber nur alleine oder mit den Personen, mit denen man zusammenlebt.

12:25 Uhr - Apple rationiert iPhones in der Corona-Krise

Apple lässt nach wochenlangen Produktionsengpässen in China nur noch zwei iPhones eines Modells pro Bestellung in seinem Online-Store kaufen. Das heißt, Kunden bekommen seit Freitag eine Warnmeldung, wenn sie zum Beispiel drei Geräte des iPhone 11 Pro zu ihrem Warenkorb hinzufügen - bei zwei iPhone 11 Pro und einem iPhone 11 gibt es dagegen keine Probleme. Apple hatte bereits im Februar gewarnt, dass es wegen der Coronavirus-Krise zeitweise Engpässe bei den iPhone-Beständen geben könnte. Die Fabriken der Apple-Fertiger wie Foxconn wurden nach den Ferien zum chinesischen Neujahrsfest wegen Reisebeschränkungen deutlich langsamer hochgefahren als geplant.

Die Apple-Stores außerhalb Chinas sind bis auf weiteres geschlossen und Kunden müssen auf den Online-Shop ausweichen. Die gut 40 Läden in China sind inzwischen wieder normal geöffnet.

12:27 Uhr - Wende in China? Region Wuhan zweiten Tag in Folge ohne Neuinfektion

Man weiß natürlich nicht, wie sehr man den Angaben trauen kann, aber China meldet, das es den zweiten Tag in Folge in der Region Wuhan keine Neuinfektion gegeben hätte. Zwar gibt es 31 weitere Fälle, aber das wären Menschen, die eingereist wären.

12:15 Uhr - Auch Restaurants in Bayern müssen schließen

Zur Eindämmung des Coronavirus müssen in Bayern ab Samstag auch Restaurants und Biergärten schließen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Freitag aus Regierungskreisen, auch die «Nürnberger Nachrichten» berichteten darüber. Take-away-Angebote sollen demnach aber weiter möglich sein. Ob es weitere Ausgangsbeschränkungen für die Menschen geben würde, war demnach noch offen - darüber werde aktuell noch im Kabinett beraten, hieß es.

12:08 Uhr - Über 1000 Corona-Tote und fast 20.000 Infektionen in Spanien

Die Zahl der Menschen, die in Spanien an dem Coronavirus gestorben sind, ist nach Angaben des Gesundheitsministeriums binnen eines Tages auf 1002 von 767 geschnellt. Zudem sind inzwischen 19.980 Infektionen bestätigt nach 17.147 am Donnerstag.

11:47 Uhr - Dortmund verbietet Ansammlungen von mehr als vier Personen

In Dortmund werden wegen der Coronavirus-Pandemie Ansammlungen im öffentlichen Raum von mehr als vier Personen verboten. Das kündigte Ordnungsdezernent Norbert Dahmen am Freitag an. «Oberstes Ziel ist hier, weitere Infektionsketten zu vermeiden», sagte er. Mit dem Verbot wolle man die Grundlage schaffen, um zum Beispiel Partys, wie man sie zuletzt am Dortmunder Phoenix-See gesehen habe, sanktionieren zu können. Es gebe allerdings Ausnahmeregelungen, etwa bei «häuslichen Gemeinschaften». «Die Familie mit drei Kindern darf im öffentlichen Raum noch gemeinsam gehen», sagte Dahmen.

Das Verbot für die ganze Stadt soll in der Nacht zu Samstag beginnen. Bereits am Freitag sollen beliebte Plätze in der Stadt entsprechend kontrolliert werden.

11:38 Uhr – Karl Lauterbach: „Ausgangssperre wäre das Beste“

Im RTL / n-tv Interview spricht der SPD-Gesundheitsexperte Klartext.

Ist Deutschland mit der Ausganssperre zu spät dran? Prof. Dr. Lauterbach
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Prof. Dr. Lauterbach
Ist Deutschland mit der Ausganssperre zu spät dran?

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11:18 Uhr - US-Ärzte und Pfleger stellen Schutzmasken selbst her

Eigentlich unfassbar: In den hochtechnisierten und fortschrittlichen USA müssen sich Ärzte und Krankenschwestern Schutzmasken jetzt selber herstellen. Im Video sehen sie, wie das funktioniert.

Hier der ganze Artikel.

USA: Krankenhaus-Personal bastelt sich Schutzmasken selbst Wegen Coronavirus-Pandemie
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Wegen Coronavirus-Pandemie
USA: Krankenhaus-Personal bastelt sich Schutzmasken selbst

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11:16 Uhr - Ausgangsbeschränkungen in Österreich bis Ostermontag verlängert

In Österreich werden die Ausgangsbeschränkungen zum Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus um drei Wochen verlängert. Sie gelten damit bis Ostermontag, den 13. April, sagte Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz am Freitag in Wien.

11:15 Uhr - RKI-Chef Wieler - Krise hat für mich "unvorstellbares Ausmaß"

Angesichts der weiter rapide steigenden Zahl der Virus-Kranken zeigt sich auch der Chef des Robert-Koch-Instituts (RKI) schockiert. "Wir sind alle in einer Krise, die ein Ausmaß hat, das ich mir selber habe nie vorstellen können", sagte Lothar Wieler am Freitag in Berlin. "Ich erwarte jetzt, dass die Krankenhäuser vorbereitet sind. Jetzt muss es so weit sein." Die Zahl der vom RKI registrierten Fälle kletterte innerhalb eines Tages von 11.000 auf rund 14.000. "Wir sind einem exponentiellen Wachstum." Die Zahl der Toten lag demnach bei 31, werde aber schnell steigen. "Wir können diese Epidemie nur verlangsamen, wenn wir uns an die Spielregeln halten. Abstand halten!", verlangte Wieler. Zur Frage nach einer Ausgangssperre hielt er sich ebenso bedeckt wie zur Dauer der Einschränkungen. Diese müssten immer wieder überprüft und angepasst werden.

Erschüttert zeigte sich Wieler, dass in Umfragen immer noch jeder Vierte die Reaktionen von Politik und Wissenschaft für übertrieben halte. Das Gesundheitssystem könne bei weiter schnell steigenden Zahlen überfordert sein. Auf Skepsis bei Wieler stieß die Idee, nur Risikogruppen wie Ältere zu schützen und das Virus unter anderen ausbreiten zu lassen. Dafür verbreite es sich zu schnell von Mensch zu Mensch, sagte er.

Vergleiche mit einer schweren Grippe, die in Deutschland jährlich auch Tausende Menschenleben koste, wies Wieler zurück. Gegen Grippe gebe es eine kostenlose Impfung für Risikogruppen und wirksame Medikamente. Das Coronavirus verbreitet sich zudem deutlich schneller und in allen Bevölkerungsgruppen, die schweren Fällen seien zudem weit häufiger.

11:03 Uhr - Allein in Berlin knapp 100 Verstöße gegen Schutzanweisungen

Die Berliner Polizei hat erneut zahlreiche Verstöße gegen das Corona-Infektionsschutzgesetz festgestellt. Am Donnerstagabend und in der Nacht zu Freitag überprüften Polizisten 98 Kneipen, Restaurants, Geschäfte und andere Objekte, wie eine Polizeisprecherin am Freitag sagte. Als Ergebnis wurden 91 Anzeigen gestellt, oft wegen der nicht mehr erlaubten Öffnung von Kneipen oder Läden. Die Verstöße verteilten sich über die ganze Stadt.

Auffällig ist, dass es offenbar nachts deutlich mehr gravierendere Verstöße gibt. Tagsüber sind es meist Geschäfte, die nicht mehr öffnen dürfen. Im Lauf des Donnerstag hatte es nach 119 Überprüfungen 34 Anzeigen gegeben. In der vorangegangenen Nacht lag die Zahl der Verstöße hingegen bei 97.

Die Polizei will die Kontrollen in der Coronavirus-Krise vorerst fortsetzen. «Wir haben in diesen Spezialstreifen weit über 100 Beamte, die jeweils tagsüber von 6.00 bis 18.00 Uhr und abends von 18.00 bis 6.00 Uhr unterwegs sind», sagte die Sprecherin. Dazu kämen noch die üblichen Streifenwagen, die sich in ihrem normalen Dienst ebenfalls um das Problem kümmern würden.

In Berlin sind Kneipen und Clubs seit dem 14. März geschlossen. Seit dem 18. März mussten auch zahlreiche Geschäfte schließen, Restaurants dürfen nur noch bis 18.00 Uhr öffnen.

10:45 Uhr - Reisewarnung gilt bis Ende April - auch für die Osterferien

Außenminister Maas hatte bereits am Dienstag vor Reisen ins Ausland gewarnt. Jetzt ist klar, dass das auch für die Osterferien gilt. Davon dürften Millionen Buchungen betroffen sein.

Berlin (dpa) - Die Reisewarnung der Bundesregierung wegen der Corona-Krise gilt zunächst bis Ende April und betrifft damit auch die Osterferien. «Das ist für viele schmerzlich aber absolut notwendig. Bleiben Sie zu Hause! Schützen Sie sich und ihre Mitmenschen!», schrieb Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) am Freitag auf Twitter.

Das Auswärtige Amt hatte am Dienstag die Reisewarnung für alle touristischen Auslandsreisen ausgesprochen - ein bisher einmaliger Vorgang. Eine Frist hatte er zunächst aber nicht genannt. Reisewarnungen gibt es normalerweise nur bei Gefahr für Leib und Leben, vor allem für Bürgerkriegsländer wie Syrien, Afghanistan oder den Jemen. Sie können kostenlose Stornierungen ermöglichen.

Bis Dienstag hatte die Regierung nur von nicht notwendigen Reisen ins Ausland abgeraten, mit einer Ausnahme: Für Hubei, die chinesische Ursprungsregion des neuartigen Coronavirus, bestand bereits eine Reisewarnung.

Bei der Reisewarnung geht es auch darum zu verhindern, dass weitere Deutsche wegen Grenzschließungen und der Kappung von Flugverbindungen im Ausland stranden. Derzeit läuft die größte Rückholaktion in der Geschichte der Bundesrepublik für mehr als 100 000 Urlauber.

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09:51 Uhr - Polizei und Kreis warnen vor neuer Masche von Trickbetrügern

Im Zusammenhang mit dem Coronavirus warnen die Kreispolizeibehörde Unna und die Kreisverwaltung Unna vor einer neuen Masche von Trickbetrügern. Diese geben sich an der Haustür - ausgestattet mit Mundschutz - als Mitarbeiter einer Gesundheitsbehörde aus und täuschen vor, die Bürgerinnen und Bürger nun zu Hause auf das Coronavirus zu testen. So versuchen sich die Täter Zutritt zur Wohnung zu verschaffen und die Bürgerinnen und Bürger dann auszurauben. "Es ist eine Schande, dass Kriminelle die Angst der Bevölkerung vor dem Coronavirus ausnutzen", sagt Landrat Michael Makiolla, Leiter der Kreispolizeibehörde Unna.

Die Polizei rät daher:

- Die Gesundheitsbehörde führt keine Tests zu Hause durch. Gibt jemand an Ihrer Haustür vor, er wolle Sie auf das Coronavirus testen, rufen Sie sofort den Notruf unter 110!

- Lassen Sie keine fremden Personen in Ihre Wohnung!

- Informieren Sie auch Verwandte, Freunde und Nachbarn über diese neue Art der Betrugsmasche

- besonders ältere Menschen!

09:41 Uhr – Finanzministerium will weitere Milliarden für Schutzausrüstung geben

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus will das Finanzministerium weitere Milliarden für Schutzausrüstung und Beatmungsgeräte bereitstellen. Insgesamt geht es um Mittel von bis zu 2,11 Milliarden Euro, wie aus einem Schreiben der Parlamentarischen Staatssekretärin im Finanzministerium, Bettina Hagedorn, an den Haushaltsausschuss hervorgeht. Das Schreiben lag der Deutschen Presse-Agentur am Freitag vor.

«Die Haushaltsmittel werden zur Bekämpfung des Ausbruchs des Coronavirus zur Aufrechterhaltung der Versorgung im Gesundheitswesen benötigt», heißt es. Das neue Coronavirus verbreite sich unverändert weiter. Der Bedarf an persönlicher Schutzausrüstung, Beatmungsgeräten und antiviralen Mitteln zur Bekämpfung des Coronavirus steige immens. Zudem gebe es «extreme Lieferengpässe bei gleichzeitig steigenden Preisen».

Der Bedarf in den Einrichtungen des deutschen Gesundheitswesens müsse deshalb zentral auch vom Bundesgesundheitsministerium beschafft werden, heißt es in dem Schreiben. Verfügbare Bestände müssten umgehend aufgekauft werden, um zu verhindern, dass Nachfrager im Ausland den Zuschlag erhielten.

09:30 Uhr - YouTube reduziert Übertragungsqualität wegen Coronavirus

Nach Netflix reduziert nun auch der Videodienst YouTube in Europa seine Übertragungsqualität. Um die Belastungen des Netzes in Zeiten verstärkter Heimarbeit, Ausgangssperren und geschlossener Schulen während der Coronavirus-Pandemie zu reduzieren, werde YouTube seine Datenmengen drosseln, teilte die Google-Tochter am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters mit. Damit reagieren die Unternehmen auf eine Forderung von EU-Industriekommissar Thierry Breton. Er hatte die , ähnliche Maßnahmen zu treffen, um letztlich den Datenverkehr in Europa um etwa ein Viertel zu reduzieren.

Die Deutsche Telekom betont, dass ihre Netze für ein höheres Datenvolumen und mehr Telefonate in der Coronavirus-Krise gerüstet sind. Je nach Uhrzeit ist Streaming ein wesentlicher Datenfaktor im Telekom-Netz. Dies nimmt zum Beispiel in den Abendstunden oder am Wochenende zu. Um zu verhindern, dass es zu Datenstaus kommt, dürfen Telekomfirmen Maßnahmen treffen, aber sie dürfen Dienste im Sinne der Netzneutralität nicht blockieren, bevorzugen oder verlangsamen.Plattformen ermahnt, die Streamingqualität zu mindern, um einen Kollaps des Internet zu verhindern.

Konkret wird YouTube seine Videos für zunächst 30 Tage nur noch in SD-Qualität ausstrahlen und damit nicht ganz so scharf und detailliert wie in HD.

08:43 Uhr - Im Video: Freiburg erklärt Ausgangssperre ab Samstag

In Freiburg gilt ab Samstag ein Ausgangssperre. Ausnahmen: Arztbesuche, Einkäufe oder Arbeiten.

Wieso der Oberbürgermeister keinen anderen Weg sieht, erfahren sie im Video.

Begrenzte Ausgangssperre in Freiburg Corona-Epidemie
01:17 min
Corona-Epidemie
Begrenzte Ausgangssperre in Freiburg

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08:39 Uhr - Leverkusen: Treffen im Freien untersagt

Die Menschen in Leverkusen dürfen wegen der Coronakrise ab sofort bis auf wenige Ausnahmen nicht mehr im Freien zusammenkommen. «Zusammenkünfte von 2 oder mehr Personen unter freiem Himmel» seien untersagt, heißt es in einer Allgemeinverfügung der Stadt vom Donnerstag. Ausnahme seien Gruppen, die zusammen wohnen, zum Beispiel Familien oder Wohngemeinschaften. Zusammenkünfte «bei der Erledigung von Besorgungen zur Deckung des täglichen Bedarfs» - etwa in Warteschlagen - oder aus «zwingenden beruflichen Gründen» seien ebenfalls nicht verboten. «Leverkusen hat keine Ausgangssperre erlassen», betonte eine Sprecherin der Stadt. Zuvor hatte der WDR berichtet.

Trotz aller Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus sind in Nordrhein-Westfalen weiterhin Ausgangssperren möglich. «Jeder Einzelne hat es in der Hand zu verhindern, dass es Ausgangssperren gibt», hatte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Donnerstag gesagt.

Die Stadt Freiburg hatte am Donnerstag wegen der Corona-Pandemie ein sogenanntes Betretungsverbot ausgesprochen. Es soll für öffentliche Orte von diesem Samstag bis zum 3. April gelten. Wer sich im Freien aufhalten möchte, dürfe das nur noch allein, zu zweit oder mit Personen, die im eigenen Haushalt lebten, so die Stadt.

08:35 Uhr – Video: Supermarkt mit Kreidemarkierungen gegen Ansteckungen

RTL-Reporter Uli Klose zeigt im Video wie ein Supermarkt sich heute Morgen auf Kunden vorbereitet. Der Chef markiert mit Kreide, wo Kunden mit Einkaufswagen warten sollen. Mitarbeiter desinfizieren Handgriffe.

Ulrich Klose im Supermarkt für ältere in Bergisch Gladbach Einkaufen in Corona-Zeiten
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Einkaufen in Corona-Zeiten
Ulrich Klose im Supermarkt für ältere in Bergisch Gladbach

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08:25 Uhr – Ausgangssperre in Deutschland? Der Samstag entscheidet

Ausgangssperren Ja oder Nein? Die Deutschen haben es selbst in der Hand. Und entscheidend wird offenbar das Verhalten der Menschen am Samstag:

Kanzleramtschef Helge Braun hat den Samstag als entscheidenden Tag bei der Entscheidung über mögliche Ausgangssperren wegen des Coronavirus bezeichnet. «Wir werden uns das Verhalten der Bevölkerung an diesem Wochenende anschauen», sagte der CDU-Politiker dem «Spiegel». «Der Samstag ist ein entscheidender Tag, den haben wir besonders im Blick.»

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will am Sonntagabend mit den Ministerpräsidenten der Länder in einer Telefonkonferenz beraten. Dabei dürfte es auch darum gehen, ob und wann Ausgangssperren verhängt werden sollen. Mehrere Regierungschefs hatten am Donnerstag mit Ausgangssperren gedroht.

«Am Samstag verabreden sich die Menschen ja traditionell miteinander, weil sie frei haben», sagte Braun. «Aber das geht abseits der Kernfamilie derzeit nun einmal leider nicht. Das muss jetzt eingestellt werden. Geschieht das nicht, kann es passieren, dass auch in den Bundesländern weitergehende Maßnahmen beschlossen werden, obwohl wir das eigentlich vermeiden wollen.»

Man setze darauf, «dass die Bevölkerung die Maßnahmen versteht und bereit ist, ihr Sozialleben einzuschränken. Und wenn wir in Nachbarländer blicken, die schon Ausgangssperren verhängt haben, dann wird klar: Das wäre eine enorme zusätzliche Belastung».

08:19 Uhr - Sportmediziner Simon: Abstand beim Joggen «wirklich wichtig»

Sportmediziner Perikles Simon rät unter bestimmten Vorsichtsmaßnahmen auch während der Coronavirus-Krise zu sportlichen Aktivitäten wie Joggen an der frischen Luft. «Wer moderat physisch aktiv ist, der stärkt sein Immunsystem. Das steht über den möglichen Risiken», sagte der 47 Jahre alte Leiter der Sportmedizin an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz dem «Tagesspiegel» (Freitag).

Um Risiken zu vermeiden, sollten Jogger mindestens zwei Meter Abstand zu Nebenleuten halten. «Das ist wirklich wichtig. Je nach Witterung verteilt sich so ein Virus wie Rauch in der Luft; es sinkt mal schneller, mal langsamer zu Boden», sagte Simon. «Deshalb ist es durchaus möglich, dass man sich beim Joggen ansteckt oder eben andere ansteckt, wenn man den Abstand von zwei Metern nicht einhält.»

Die Risiken seien am größten, wenn es neblig und feucht sei sowie wenig Wind gebe. UV-Strahlen seien hingegen schlecht für Viren. «Deswegen empfehle ich Sport bei schönem Wetter.» Bei hoher Intensität des Sports sei allerdings bis zu vier Stunden danach die Anfälligkeit für einen Infekt erhöht.

In der aktuellen Lage sollten nicht die Sportart und die Belastung abrupt gewechselt werden, warnte Simon. Dies erhöhe das Risiko einer Verletzung. «Das zieht dann wiederum einen Arztbesuch nach sich, der aktuell auch immer ein Restrisiko birgt», sagte der Sportmediziner. «Von daher ist es am besten, genauso Sport zu machen - wenn das möglich ist -, wie man es bisher gemacht hat. Ballsportler sind häufig in der Lage, ein geeignetes Konditionstraining als Alternative anzugehen.»

07:37 Uhr – Lieferant von Schutzkleidung gibt Gesundheitsminister Spahn Schuld an Mangel

Laut dem SPIEGEL kritisiert ein Lieferant von Schutzkleidung Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Man hätte den Minister schon vor Wochen vor einem Engpass gewarnt, doch weder das Ministerium noch der Minister hätten sich je gemeldet oder darauf reagiert.

Das Ministerium teilte dem SPIEGEL mit, man hätte die Hinweise an das Beschaffungsamt der Bundeswehr weitergeleitet. Wieso Spahn aber wochenlang behauptete, Deutschland wäre bestens vorbereitet, sagen sie nicht.

07:15 Uhr - Chef der Bundesärztekammer gegen Ausgangssperren

Der Chef der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, fordert von der Bundesregierung, die massiven Einschränkungen im öffentlichen Leben schon jetzt klar zu befristen und ein Ausstiegsszenario vorzubereiten. "Ich glaube nicht, dass wir das, was wir jetzt tun, monatelang fortführen können. Die jetzigen Einschränkungen hält unsere Gesellschaft nicht ewig durch", sagt Reinhardt dem RedaktionsNetzwerk Deutschland. "Die Ängste und Sorgen würden die Menschen psychisch überfordern." Menschen ab 65 Jahre und andere Risikogruppen wie chronisch Kranke müssten aber darauf vorbereitet werden, "dass die jetzt geltenden Einschränkungen für sie länger gelten". Ausgangssperren lehnte Reinhardt ab.

07:04 Uhr – Die aktuellen Zahlen: Mehr als 15.000 Infizierte und 44 Tote in Deutschland

Das war leider zu erwarten: Die Zahlen in Deutschland sind weiter gestiegen. Nun sind 15.320 Fälle gemeldet. Leider sind auch schon 44 Menschen an Covid-19 gestorben. Schlimmere Zahlen gibt es aus anderen europäischen Ländern. Und auch in den USA steigen die Zahlen weiter stark an.

Hier der Überblick:

  • Italien: 41.035 Infizierte 3.405 Tote
  • Spanien: 18.077 Infizierte 833 Tote
  • Deutschland: 15.320 Infizierte 44 Tote
  • USA: 14.250 Infizierte 205 Tote
  • Frankreich: 11.010 Infizierte 372 Tote
  • Weltweit 244.523 Infizierte 10.030 Tote

(Quelle: Johns Hopkins University)

06:59 Uhr - Stau auf der A4 an polnischer Grenze hat sich vorerst aufgelöst

Es gibt aber heute Morgen auch gute Nachrichten:

Der Stau auf der Autobahn 4 in Richtung deutsch-polnischer Grenze hat sich in der Nacht zu Freitag vorerst aufgelöst. Am Donnerstagabend hatte der Stau noch eine Länge von etwa 20 Kilometern und sich dann gegen Mitternacht ganz aufgelöst, wie ein Sprecher der Polizei Görlitz am Freitag sagte. Grund dafür sei eine Lockerung der polnischen Grenzkontrollen.

Am Wochenende hatte Polen an Grenzübergängen zu Deutschland und anderen Nachbarländern Kontrollen eingeführt, um eine Ausbreitung des Coronavirus zu erschweren. In der Folge stauten sich seit Dienstagmorgen Lastwagen und Autos auf der A4 in Richtung Grenzübergang Ludwigsdorf bei Görlitz. Zwischenzeitlich hatte der Stau eine Länge von etwa 60 Kilometern.

Neben der Polizei Görlitz waren das Technische Hilfswerk, das Deutsche Rote Kreuz, die Bundespolizei und seit Mittwochabend auch die Bundeswehr im Einsatz. Inwiefern sich die Verkehrssituation an der Grenze nun dauerhaft entspannt, konnte die Polizei Görlitz am Freitagmorgen nicht abschätzen.

06.37 Uhr – Kalifornien verhängt Ausgangssperre

Kalifornien hat wegen der Corona-Krise eine Ausgangssperre im gesamten US-Bundesstaat verhängt. Zur Eindämmung des Virus dürften die 40 Millionen Bewohner des bevölkerungsreichsten Bundesstaates ihre Häuser nur noch aus dringlichen Gründen verlassen, sagt Gouverneur Gavin Newsoms. Er verwies auf eine Modellrechnung wonach 56 Prozent der Einwohner in den nächsten acht Wochen an Covid-19 erkranken würden. Dies würde fast 20.000 Krankenhausbetten mehr erfordern, als der Bundesstaat derzeit bereitstellen könne. Newsom bat zudem Präsident Donald Trump, ein angekündigtes Krankenhausschiff der Marine sofort nach Los Angeles zu entsenden, da sich Kalifornien auf einen Anstieg der Infektionen einstellen müsse. Los Angeles als zweitgrößte US-Stadt werde in den kommenden Wochen wahrscheinlich besonders stark von der Pandemie getroffen.

05:15 Uhr - Zahl der Neuinfektionen in Südkorea sinkt

Die Zahl der täglich erfassten Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Südkorea ist nach der Zunahme in den vergangenen Tagen nun wieder gesunken. Am Donnerstag seien 87 zusätzliche Fälle festgestellt worden, teilten die Gesundheitsbehörden am Freitag mit. Insgesamt wurden bisher 8.652 Infektionsfälle im Land bestätigt. Die Zahl der Todesfälle, die mit dem Sars-CoV-2-Erreger in Verbindung gebracht werden, kletterte um drei auf 94.

Das waren die Meldungen vom Donnerstag, 19. März:

18.03.2020, Brasilien, Rio De Janeiro: Die Christusstatue (Cristo Redentor) ist mit Flaggen der Länder beleuchtet, die derzeit vom neuen Coronavirus befallen sind. Foto: Silvia Izquierdo/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Auf der Christus-Statue in Rio de Janeiro wurden die Flaggen aller 166 vom Coronavirus betroffenen Staaten projiziert.
SI kay, dpa, Silvia Izquierdo

23:59 Uhr – Christus-Statue strahlt in Farben aller Coronavirus-Länder

In vielen Ländern der Erde ist das öffentliche Leben wegen des Coronavirus in atemberaubender Geschwindigkeit heruntergefahren worden. In Krankenhäusern kämpfen Ärzte, Pfleger und Notfallhelfer rund um die Uhr gegen die Corona-Pandemie, tausende Tote werden betrauert. Auch die Deutschen müssen sich an den Ausnahmezustand gewöhnen. Doch etwas Positives bringt die Krise hervor: Viele Menschen zeigen sich solidarisch und helfen einander. Das gibt vielen Hoffnung. Aus diesem Grund wurden die Flaggen aller 166 vom Coronavirus betroffenen Staaten auf die 30 Meter hohe Christus-Staute im brasilianischen Rio de Janeiro projiziert. "Es ist eine Zeit des Gebets und der Geschlossenheit der Völker der Erde", sagte der Erzbischof der Stadt, Orani Joao Tempesta, "gemeinsam wollen wir diese schwierige Zeit so schnell wie möglich überwinden."

23:29 Uhr - Heil will ergänzende Grundsicherung vereinfachen

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil will existenzgefährdete Solo-Selbstständige und Kleinstbetriebe auch mit einem erleichterten Zugang zu Hartz-IV-Zahlungen unterstützen. Wenn jemand wirklich existenzgefährdet sei, solle eine ergänzende Grundsicherung möglich sein, sagt der SPD-Politiker am Abend im ZDF. "Und wir werden dafür soren, dass das ohne Bürokratie und Vermögensprüfung läuft, damit die Existenz gesichert ist." Die Bundesregierung werde das in der kommenden Woche auf den Weg bringen.

23:22 Uhr - Zweiter Coronavirus-Todesfall in Hessen gemeldet

Der Kreis Offenbach hat den zweiten Todesfall nach einer Coronavirus-Infektion in Hessen gemeldet. Bei der Toten handelt es sich um eine 89 Jahre alte Frau aus Mainhausen, wie aus einer Mitteilung vom Donnerstagabend hervorgeht. "Sowohl die Infektionskette als auch die Kontaktpersonen der Verstorbenen konnten nachvollzogen werden", heißt es dort weiter. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet.

Am Dienstag war der erste Todesfall in Folge einer Infektion mit Sars-CoV-2 in Hessen gemeldet worden. Es handelte sich dabei um einen Patienten, der stationär in einer Wiesbadener Klinik behandelt worden sei.

23:19 Uhr - Laschet: Ohne Rettungspaket droht Absturz für zehn bis 15 Jahre

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet hat den milliardenschweren Rettungsschirm für Unternehmen in dem Land mit der Gefahr begründet, dass die Wirtschaft ansonsten um "10 bis 15 Jahre" zurückgeworfen würde. Die Hilfspakete von Bund und Länder für die Unternehmen würden sich ergänzen, sagt er in der ARD. Der nordrhein-westfälische Landtag werde den Rettungsschirm bereits am Dienstag beschließen.

Außerdem warnte er davor, dass Bund und Länder eine Ausgangssperre verhängen werden, wenn sich die Bürger nicht an die Aufforderung halten, Abstand zu wahren. "Wenn es nicht mit der Selbstverpflichtung geht, dann werden wir solche Entscheidungen fällen können", sagte der CDU-Politiker. Dies sei Ergebnis der Absprach von Kanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten gewesen.

23:01 Uhr - Zahl der Toten in der Türkei steigt auf vier

In der Türkei ist die Zahl der am Coronavirus gestorbenen Patienten auf vier gestiegen. Insgesamt seien nun 359 Personen mit dem Virus infiziert, teilt das Gesundheitsministerium mit. Am Vortag waren es 191.

22:47 Uhr - Tesla stoppt Produktion wegen Coronavirus-Krise

Nach einer Machtprobe mit den Behörden hat der US-Elektroautobauer Tesla einem Produktionsstopp in seinem Hauptwerk im kalifornischen Fremont aufgrund der Coronavirus-Krise zugestimmt. "Wir halten uns an die gesetzlichen Vorschriften", teilte das Unternehmen von Tech-Milliardär Elon Musk am Donnerstag mit. Vorangegangen waren tagelange Diskussionen mit Gesetzesvertretern.

Eigentlich hatte das Büro des örtlichen Sheriffs bereits am Dienstagabend klargestellt, dass Teslas Betrieb kein unbedingt notwendiges Geschäft darstelle, das von einer wegen des Virus verhängten Ausgangssperre in der Region ausgenommen wäre. Tesla ließ die Bänder in der Fabrik mit rund 10.000 Mitarbeitern trotzdem zunächst weiterlaufen. Dann schaltete sich die Polizeichefin ein. Firmenchef Musk teilt die Bedenken wegen des Coronavirus offenbar nicht. "Meine Vermutung ist, dass die Panik mehr Schaden anrichtet als das Virus, wenn das nicht schon geschehen ist", twitterte er am Donnerstag. Zwar bot Musk - wie zuvor schon die US-Autobauer General Motors und Ford - der Regierung in der Krise Hilfe durch Fertigung von Atemschutzgeräten an, aber nur falls "eine Knappheit" bestehe. Angesichts des offensichtlichen Mangels gab es dafür Kritik im Netz.

22:33 Uhr - Fielmann schließt Läden in Deutschland und Schweiz

Die Optiker-Kette Fielmann schließt ab Freitag vorübergehend ihre Läden in Deutschland und der Schweiz, um bei der Eindämmung der Epidemie zu helfen. Dies werde etwa fünf Millionen Euro Umsatz weniger pro Tag bedeuten, teilt der Konzern mit.

22:20 Uhr – Papst Franziskus betet online gegen das Coronavirus

11.03.2020, Vatikan, Vatikanstadt: Die Übertragung der Generalaudienz von Papst Franziskus wird auf einem Handy abgespielt. Der Vatikan hat zum Schutz vor der Coronavirus-Welle am 10.03.2020 den Petersplatz für die Öffentlichkeit gesperrt. Foto: Evan
Papst Franziskus hat sich am Donnerstagabend per Video an einem landesweiten Gebet gegen das Coronavirus beteiligt.
zeus esz, dpa, Evandro Inetti

Papst Franziskus hat sich am Donnerstagabend per Video an einem landesweiten Gebet gegen das Coronavirus beteiligt. In seiner vom Vatikan verbreiteten Videobotschaft zum Josefstag rief der 83-Jährige alle Gläubigen zur gegenseitigen Unterstützung auf. Der Papst betete für die Wissenschaftler sowie für alle freiwilligen Helfer, Pflegekräfte und Ärzte. Er betete auch für den Schutz "der älteren Menschen vor der Einsamkeit und dafür, dass "Gott die Menschen von jeder Art von Pandemie" befreit. Die italienischen Bischöfe baten unterdessen ihre Landsleute, weiße Laken aus ihren Fenstern zu hängen.

22:14 Uhr - DGB: Arbeitgeber sollen Kurzarbeitergeld auf 80 Prozent aufstocken

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) fordert eine Aufstockung des Kurzarbeitergeldes für die erwarteten über zwei Millionen von der Virus-Krise Betroffenen auf 80 Prozent des letzten Lohns. Den Arbeitgebern würden die Sozialbeiträge zu hundert Prozent erstattet, während Beschäftigte in Kurzarbeit nur 60 Prozent (mit Kindern 67 Prozent) ihres letzten Einkommens von der Bundesagentur für Arbeit (BA) erhielten, heißt es in einer der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstagabend vorliegenden Stellungnahme des DGB zum Verordnungsentwurf des Arbeitsministeriums: "Diese soziale Schieflage ist für die Gewerkschaften nicht akzeptabel."

22:01 Uhr - Aktuelle Zahlen: Mehr als 15.000 Infizierte in Deutschland

Die Stadt Freiburg hat am Donnerstagabend eine eingeschränkte Ausgangssperre erlassen. Das heißt: Vom 27. März bis zum 3. April dürfen öffentliche Orte nicht mehr betreten werden. Mit der einschneidenden Maßnahme will die Stadt die Ausbreitung des Coronavirus eindämmen – und das ist dringend notwendig. Inzwischen sind in Deutschland mehr als 15.000 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Toten liegt bei 44. Die meisten Fälle gibt es nach wie vor in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Bayern.

Hier ein Überblick:

  • Italien: 41.035 Infizierte 3.405 Tote
  • Spanien: 17.963 Infizierte 1.107 Tote
  • Deutschland: 15.320 Infizierte 44 Tote
  • Frankreich: 10.995 Infizierte 372 Tote
  • Weltweit: 240.119 Infizierte 9.819 Tote

(Quellen: Johns Hopkins Universität/ Länderangaben)

21:29 Uhr - Freiburg erlässt eingeschränkte Ausgangssperre

Freiburg erlässt wegen der Corona-Pandemie eine eingeschränkte Ausgangssperre. Die Stadt selbst sprach von einem Betretungsverbot für öffentliche Orte, das vom 21. März bis 3. April gelten soll. Mit dieser einschneidenden Maßnahme solle die Ausbreitung des Coronavirus eingedämmt werden, teilte die Stadt am Donnerstagabend mit. Anlass sei die dramatische Lage der angrenzenden französischen Region Grand-Est, zu der auch das Elsass gehört.

21:19 Uhr - Filmfestival von Cannes wird verschoben

Das für Mai geplante Filmfestival von Cannes wird verschoben. Als Ersatztermin seien mehrere Daten im Gespräch, unter anderem Ende Juni, sagen die Organisatoren.

21:04 Uhr - Regierung und Parlament bringen Corona-Notpaket auf den Weg

Bundesregierung, Bundestag und Bundesrat wollen im Eiltempo ein Paket mit Notmaßnahmen in der Corona-Krise auf den Weg bringen. An diesem Montag soll zunächst das Bundeskabinett entscheiden. Dabei geht es unter anderem um eine Verordnung zum Kurzarbeitergeld, den geplanten Nothilfefonds für Selbstständige und eine Lockerung des Insolvenzrechts. Angesichts von Existenznöten bei Solo-Selbstständigen und Kleinstfirmen plant die Bundesregierung ein Hilfspaket von über 40 Milliarden Euro.

20:52 Uhr - Filmfestival von Cannes findet nicht wie geplant statt

Das weltberühmte Filmfestival von Cannes wird wegen der Corona-Krise nicht wie geplant im Mai stattfinden. Das teilte der Veranstalter am Donnerstagabend via Twitter mit. Eigentlich sollte die 73. Festival von Cannes vom 12. bis zum 23. Mai an der französischen Riviera laufen; der US-Regisseur Spike Lee ist laut einer früheren Mitteilung Präsident der Jury. Es würden nun verschiedene Optionen geprüft - eine sei eine Verlegung auf Ende Juni oder Anfang Juli. Bei dem Festival winkt als Auszeichnung traditionell die Goldene Palme.

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20:36 Uhr - Netanjahu verkündet einwöchige Ausgangssperre in Israel

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat am Donnerstag eine einwöchige Ausgangssperre im Kampf gegen das Coronavirus verkündet. Die Maßnahme solle von der Regierung gebilligt und noch in der Nacht in Kraft treten. "Es handelt sich um eine verpflichtende Vorschrift", erklärte der 70-Jährige. Ziel sei es, viele Leben zu retten. "Wenn jemand meint, dass ich übertreibe, sollte er sich die Bilder aus Spanien und Italien anschauen. Dort kümmert man sich nicht mehr um die Kranken, sondern transportiert die Leichen in Militärfahrzeugen."

20:18 Uhr: Mann hustet Verkäufer an - Festnahme!

Ein Mann in England ist festgenommen worden, nachdem er in einem Supermarkt absichtlich Mitarbeiter angehustet hat. Der 57-Jährige habe behauptet, er sei mit dem neuartigen Coronavirus infiziert und habe Mitarbeiter angehustet, die ihn des Ladendiebstahls bezichtigt hätten, heißt es in einer Mitteilung der West Midland Police vom Donnerstag. Er sei wegen des Verdachts auf Diebstahl und eines tätlichen Angriffs festgenommen worden. Der Mann habe vermutlich psychische Probleme. Der Vorfall ereignete sich bereits am Mittwoch in der mittelenglischen Stadt Dudley nahe Birmingham.

Unterdessen hat die britische Königin Elizabeth II. ihre Landsleute zu Zusammenhalt im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie aufgerufen. "In Zeiten wie diesen erinnere ich mich daran, dass die Geschichte unseres Landes von Menschen und Gemeinschaften geprägt wurde, die zu einer Einheit geworden sind (...)", sagte die 93 Jahre alte Queen einer Mitteilung zufolge. Die vereinten Bemühungen müssten nun auf das gemeinsame Ziel gelenkt werden. "Mehr denn je in unserer jüngeren Vergangenheit" habe nun jeder in den kommenden Tagen, Wochen und Monaten eine bedeutende Rolle zu spielen. "Ich versichere Ihnen, dass meine Familie und ich bereit sind, unseren Teil beizutragen", so die Monarchin.

19:53 Uhr - Netflix drosselt Datenübermittlung in Europa in Corona-Krise

FILE - This June 24, 2015, file photo, shows the Netflix Apple TV app icon, in South Orange, N.J. Netflix reports financial results on Monday, April 18, 2016. Sports are on hold, movie theaters are closed and so are amusement parks. But Americans hel
Netflix wird die Datenmengen in seinem Video-Streamingdienst in Europa zunächst für 30 Tage drosseln.
DG**NY**, AP, Dan Goodman

Netflix wird die Datenmengen in seinem Video-Streamingdienst in Europa zunächst für 30 Tage drosseln, um die Netze in der Coronavirus-Krise zu entlasten. Der Marktführer reagierte damit am Donnerstag auf einen Aufruf von EU-Kommissar Thierry Breton. Die Netflix-Nutzer sollten trotzdem einen Dienst mit "guter Qualität" bekommen, versicherte die US-Firma. Nach Einschätzung des Unternehmens wird Netflix durch den Schritt aber 25 Prozent weniger Datenverkehr verursachen. Breton begrüßte das Entgegenkommen.

Der EU-Kommissar hatte am Donnerstag den zweiten Tag in Folge mit Netflix-Chef Reed Hastings gesprochen. Am Vortag hatte Breton ihm unter anderem vorgeschlagen, die Bildqualität bei starker Auslastung automatisch von HD- auf Standard-Auflösung runterzuschrauben.

19:43 Uhr - Prozess trotz Corona: Anwälte scheitern beim Bundesverfassungsgericht

Der Versuch, trotz der Corona-Krise fortgesetzte Gerichtsprozesse mit einem Eilantrag in Karlsruhe zu stoppen, ist gescheitert. Das Bundesverfassungsgericht wies den Eilantrag zweier Strafrechtler aus München am Donnerstagabend ab, wie der Gerichtssprecher der Deutschen Presse-Agentur in Karlsruhe sagte. Die Kläger hätten sich zunächst auf niedrigerer Ebene rechtlich zur Wehr setzen müssen. Außerdem lasse der Antrag eine argumentative Auseinandersetzung mit der Ursprungsentscheidung vermissen.

Das Bundesjustizministerium arbeitet bereits an einer Regelung, die es Gerichten gestattet, laufende Strafprozesse länger als bisher erlaubt zu unterbrechen. Die Pause soll maximal drei Monate und zehn Tage dauern dürfen. Die Entscheidung, ob die Aussetzung einer Verhandlung angebracht ist, soll jedes Gericht unabhängig treffen.

19:26 Uhr - Ausgangssperren: Merkel berät sich wohl am Sonntag mit den Ministerpräsidenten

Trotz des eindringlichen Appells von Kanzlerin Angela Merkel zu mehr Disziplin drohen in der Coronakrise größere Ausgangssperren in mehreren Bundesländern. Am kommenden Sonntag will Merkel dem Vernehmen nach mit den Ministerpräsidenten in einer Telefonschalte darüber beraten. Seit Donnerstag dürfen die Menschen im bayerischen Mitterteich und zwei weiteren Orten bereits nur noch in Ausnahmefällen auf die Straßen. Auch die Wirtschaft wird für harte Zeiten gerüstet - mit Milliardenprogrammen für Unternehmen. Selbst große Konzerne kämpfen bereits um ihre Existenz.

19:07 Nach Kollaps: Niederländischer Minister für medizinische Versorgung tritt zurück

Der niederländische Minister für medizinische Versorgung, Bruno Bruins, ist nach einem Schwächeanfall zurückgetreten. Der für die Koordinierung des Kampfes gegen die Coronavirus-Pandemie zuständige Politiker sei auf seinen Wunsch hin von König Willem-Alexander "in Ehren" aus dem Dienst entlassen worden, berichtete die niederländische Nachrichtenagentur ANP am Donnerstag. Der 56-Jährige "Corona-Minister" war am Mittwoch während einer Parlamentsdebatte zur Bekämpfung der Pandemie zusammengebrochen.

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18:36 Uhr - Bundesregierung legt offene Grenzübergänge fest

Die Bundesregierung hat Orte festgelegt, an denen ein Grenzübertritt aus Österreich, Frankreich, Luxemburg, Dänemark und der Schweiz noch möglich sein soll. Alle weiteren Grenzübergänge sollen dagegen von diesem Freitag an wegen der Corona-Krise geschlossen bleiben. Die Liste ist auf der Internetseite des Bundesinnenministeriums zu finden.

Das Ministerium rief am Donnerstag alle Reisenden mit dringendem Grund auf, sich vorab zu informieren, um Unannehmlichkeiten zu vermeiden. In wichtigen Ausnahmefällen - etwa bei langen Staus - soll die Bundespolizei die Überquerung der Grenze auch an anderen grenzüberschreitenden Verkehrsverbindungen ermöglichen.

18:19 Uhr - Italien meldet mehr Tote als China

Die Zahl der Toten in Italien ist in den vergangenen 24 Stunden um 427 auf insgesamt 3.405 gestiegen, wie der Zivilschutz am Donnerstag in Rom mitteilte. Das Land verzeichnet damit mehr Corona-Tote als China, wo die Epidemie ausgebrochen war. Inwieweit die offizielle Statistik in China die wahre Lage widerspiegelt und wie hoch die Dunkelziffer dort ist, ist allerdings unklar. So hatte China mehrfach mit Änderungen bei der Zählweise der Infektionen für Verwirrung bei internationalen Beobachtern gesorgt. Auch in Italien wird mit einer hohen Dunkelziffer gerechnet.

China beklagt täglich noch immer neue Todesfälle. Am Donnerstag kamen nach offiziellen Daten acht Tote hinzu, womit die Gesamtzahl der Opfer auf 3.245 Fälle stieg. Insgesamt wurden auf dem chinesischen Festland 80.928 Infizierte registriert, von denen sich mehr als 66.000 wieder erholt haben. In Italien liegt die Zahl der gemeldeten Infizierten mittlerweile bei über 41.000. Am Vortag waren es noch rund 35.700.

18:16 Uhr - EZB-Chefin: Lage zu ernst, um zu kleckern

Noch vergangene Woche hatte die EZB-Chefin Christine Lagarde einen Fehler gemacht, als sie sagte, zunächst seien zur Bewältigung der Krise die Mitgliedsstaaten in der Pflicht. Das war eine gewaltige Fehleinschätzung. Immerhin hat Lagarde das jetzt mit der Ankündigung des gewaltigen Hilfsprogramms korrigiert. Es könnte der entscheidende Beschluss gewesen sein, um Europa vor einer noch schlimmeren virusbedingten Wirtschafts- und Finanzkrise zu bewahren. Die Lage ist ernst. Sie ist zu ernst, um zu kleckern.

"Außergewöhnliche Zeiten erfordern außergewöhnliches Handeln. Es gibt für unseren Einsatz für den Euro keine Grenzen", sagt Lagarde. Richtig. Der Beschluss der EZB dürfte zunächst einmal Erleichterung für Italien bringen. Rom braucht dringend die Solidarität Europas. Wenn Italien auch noch von den europäischen Institutionen verlassen würde, dann wäre Europa selbst in Gefahr.

18:13 Uhr - London zieht teilweise Truppen aus Irak ab

Großbritannien holt im Zuge der Coronavirus-Krise einen Teil seiner im Irak stationierten Soldaten zurück. Das teilte das britische Verteidigungsministerium am Donnerstag in London mit. Die Trainingseinsätze der US-geführten globalen Allianz im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat pausiert demnach wegen der Pandemie für rund zwei Monate. Eine weitere von der Nato geführte Mission ist ebenfalls ausgesetzt worden. Daher habe die Regierung beschlossen, einen Teil der Soldaten abzuziehen, hieß es in der Mitteilung.

"Großbritannien belässt militärisches Schlüsselpersonal in dem Land um sicherzustellen, dass die irakische Regierung, die globale Koalition und die britischen Interessen angemessen unterstützt werden", sagte Verteidigungsminister Ben Wallace der Mitteilung zufolge. Wie viele Soldaten nach Hause geholt werden, wollte das Verteidigungsministerium unter Verweis auf Sicherheitsgründe aber nicht mitteilen.

18:01 Uhr - Nachschub kommt: Bund liefert 10 Millionen Schutzmasken aus

Im Kampf gegen das Coronavirus stehen Ärzte und Pflegekräfte an vorderster Front - und müssen sich auf viel mehr schwerkranke Patienten vorbereiten. Um das Gesundheitssystem dafür zu wappnen, kommt jetzt staatlich organisierter Nachschub in Gang. Zehn Millionen dringend benötigte Atemschutzmasken sollen an Praxen und Krankenhäuser verteilt werden, wie das Bundesgesundheitsministerium am Donnerstag mitteilte. In Heimen sollen Sonderregelungen die ohnehin am Limit arbeitenden Pflegekräfte entlasten. Die Praxisärzte wollen sich als eine Art Bollwerk vor die Kliniken stellen.

Quer durch die Republik kamen zuletzt Notrufe medizinischer Einrichtungen wegen knapp werdender Schutzausrüstung. Masken, Brillen und Spezialanzüge werden unbedingt gebraucht, damit sich nicht auch noch das Personal ansteckt und länger ausfällt. Die vom Bund beschafften zehn Millionen Masken sollen jetzt dahin verteilt werden, wo großer Bedarf besteht: in Praxen und Kliniken, Stellen für Testabstriche, aber auch Pflegeeinrichtungen.

17:58 Uhr - Epidemiologen sehen Notwendigkeit weiterer Maßnahmen

Die Deutsche Gesellschaft für Epidemiologie hält weitere Maßnahmen innerhalb der nächsten zwei Wochen für nötig, damit die Zahl der Coronavirus-Infizierten die vorhandenen Kapazitäten der Intensivstationen nicht überschreitet. In einer Stellungnahme wird zwar betont, dass die bisher getroffenen Maßnahmen bereits die rasche Ausbreitung des Virus gebremst hätten. Aber nach den angenommenen Szenarien müsse geprüft werden, welche weitere Schritte folgen könnten. Es sei zudem damit zu rechnen, "dass diese Einschnitte über die nächsten Monate aufrechterhalten werden müssen, um zu einer völligen Eindämmung der Infektionsausbreitung zu führen", heißt es weiter. Die Studie geht von den existierenden 30.000 Intensivbetten aus. Bund und Länder hatten beschlossen, die Zahl möglichst rasch zu verdoppeln.

17:55 Uhr - Trump denkt über Kreuzfahrtschiffe als Hospitäler nach

US-Präsident Donald Trump erwägt den Einsatz von Kreuzfahrtschiffen als schwimmende Hospitäler. Dies sei eine Möglichkeit, wenn über die Krankenhaus-Schiffe des Militärs hinaus weitere Betten benötigt würden, sagt er.

17:47 Uhr - Deutsche Flughäfen sehen Fieberkontrollen skeptisch

An den deutschen Flughäfen sind vorerst keine Fieberkontrollen geplant, um die Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen. Betreiber und Behörden sähen den Nutzen skeptisch, hieß am Donnerstag in einer Stellungnahme der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen. Durch die Umsteigeströme könnten Infizierte von überall herkommen. Wegen langer Inkubationszeiten seien solche Checks bei der Einreise zudem vielfach wirkungslos.

Ferner habe ohnehin etwa jeder 20. Reisende eine erhöhte Temperatur, etwa wegen Erkältungen, Erschöpfung oder Flugangst. "Mehrere 10.000 Reisende wären somit jeden Tag verdächtig und müssten isoliert und getestet werden", hieß es. Das sei nicht leistbar und würde den Flugverkehr faktisch lahmlegen.

17:33 Uhr - Mega-Rettungsschirm für NRW-Unternehmen

Die NRW-Landesregierung spannt einen riesigen Rettungsschirm von 25 Milliarden Euro auf, um die Wirtschaft gegen die Folgen der Corona-Krise zu schützen. Damit sollten bleibende Schäden durch das Virus verhindert werden, sagte NRW-Regierungschef Armin Laschet (CDU) am Donnerstag. Denn noch zeigen die rigurosen Maßnahmen im Kampf gegen das Virus keine Wirkung. Es breitet sich unvermindert aus.

"Abgesagte Veranstaltungen, wegfallende Umsätze unterbrochene Lieferketten, verzögerte Zahlungen und eingestellte Produktionen drohen zu existenzbedrohenden Ereignissen zu werden", sagte Laschet nach einer Videokonferenz mit Vertretern von Wirtschaft, Gewerkschaften und Kommunen. Das größe Hilfsprogramm seit Bestehen des Landes Nordrhein-Westfalens entspreche rund einem Drittel des bisherigen Landeshaushalts.

17:19 Uhr - Alle Umsiedlungs-Programme der EU für Flüchtlinge pausiert

Infolge der Coronavirus-Pandemie ist die staatlich organisierte Aufnahme von Flüchtlingen aus Krisenregionen und anderen Ländern durch EU-Staaten derzeit komplett ausgesetzt. Die Umsiedlung unter den EU-Programmen finde derzeit nicht statt, hieß es am Donnerstag aus der EU-Kommission.

Zuvor hatte Deutschland bereits mitgeteilt, die humanitäre Aufnahme von Flüchtlingen aus dem Ausland angesichts von Covid-19 bis auf weiteres auszusetzen. Die Internationale Organisation für Migration und das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen hätten ebenfalls schon die Aufnahmeprogramme für Geflüchtete pausiert.

17:15 Uhr - Streit ums Klopapier endet mit Faustschlägen

Ein Streit um Toilettenpapier hat im einem Bremer Supermarkt zu einer handfesten Auseinandersetzung geführt. Eine 41 Jahre alte Frau wollte die wegen der Corona-Krise geltende Kaufbeschränkung auf nur eine Einzelpackung nicht akzeptieren, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Die Kundin legte sich mit der Verkäuferin an und schubste sie. Ihr 45-jähriger Begleiter versetzte einem Kollegen der Angestellten sogar mehrere Faustschläge. Die Frau bekam Hausverbot, gegen den Mann wird wegen Körperverletzung ermittelt. Einen Zusammenhang mit der Coronavirus-Krise vermutet die Polizei auch bei einem Delikt in einer Kinderklinik in Bremen: Dort wurden 60 Flaschen mit Desinfektionsmittel von Unbekannten gestohlen.

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17:10 Uhr - USA wollen weltweite Reisewarnung für Bürger ausrufen

Die USA werden einem Medienbericht zufolge ihre Bürger zum Verzicht auf Auslandsreisen auffordern. Das Außenministerium bereite eine entsprechende Warnung vor, berichtet das Magazin "Politico". Bürger im Ausland sollten entweder umgehend zurückkehren oder sich an einen sicheren Platz in ihrem Gastland zurückziehen.

17:01 Uhr - Berlin gestattet Sonntags-Öffnung von Supermärkten

In Berlin dürfen zahlreiche Läden bis zum 19. April auch an Sonn- und Feiertagen zwischen 12.00 und 18.00 Uhr öffnen. Betroffen sind Super- und Getränkemärkte, Drogerien, Geschäfte für Sanitätsbedarf, Optiker, Hörgeräteakustiker, Zeitungskioske und Baumärkte, heißt es in einer Allgemeinverfügung des Senats. Auch Wochenmärkte und Läden für Tierfutter dürfen öffnen. Die Genehmigung gilt nicht für Karfreitag und Ostersonntag.

16:56 Uhr - Bayern verschiebt auch Abschlussprüfungen anderer Schularten

Nach dem Abitur werden in Bayern wegen des Coronavirus auch Abschlussprüfungen anderer Schularten verschoben. Es gehe dabei um Mittelschulen, Realschulen und Wirtschaftsschulen, teilte das Kultusministerium am Donnerstag in München mit.

16:42 Uhr - Weniger Neueinfektionen in Japan durch Verhaltensänderung

In Japan gehen die Neuinfektionen leicht zurück. Zurückzuführen sei das auf das veränderte Verhalten der Japaner, sagen Epidemiologen bei einem Coronavirus-Forum der Regierung. Sie raten dazu, auch weiterhin Räume wie Fitnessstudios und Konzerthallen zu meiden. Man müsse sich auf einen langen Kampf gegen das "clevere Virus" einstellen.

16:39 Uhr - Erster Todesfall in Rheinland-Pfalz

In Rheinland-Pfalz ist erstmals ein Mensch an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Es handele sich um eine 84-jährige Frau aus dem Westerwaldkreis, teilte das rheinland-pfälzische Gesundheitsministerium am Donnerstag in Mainz mit. Die Frau sei am Dienstag auf die Intensivstation einer Klinik in Bad Ems gebracht worden und dort kurze Zeit später gestorben. Das Ergebnis der Diagnostik liege erst seit kurzem vor.

Zuletzt war die Zahl der Infektionen im Land sprunghaft gestiegen, von 603 am Mittwoch auf mindestens 749 (Stand Donnerstag, 11.00 Uhr). Auch die Hochschule Koblenz vermeldete zwei bestätigte Fälle. Ein Großteil der Erkrankungen verläuft bislang eher milde, aber immer wieder müssen Patienten mit schwereren Verläufen behandelt werden.

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16:34 Uhr - Über zwei Millionen Kurzarbeiter erwartet

Die Bundesregierung rechnet mit einer Rekordzahl von etwa 2,35 Millionen Beschäftigten, die in diesem Jahr auf Kurzarbeitergeld angewiesen sein werden und damit Lohneinbußen hinnehmen müssen. In einem der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag vorliegenden Verordnungsentwurf geht das Arbeitsministerium zudem von Mehrkosten in Höhe von 10,05 Milliarden Euro für die Bundesagentur für Arbeit (BA) aus. Diesen Betrag kann die Behörde aus ihren Rücklagen schultern.

16:30 Uhr - Tui Deutschland verlängert Absage von Reisen weltweit bis 23. April

Tui Deutschland verlängert die Absage sämtlicher Reisen wegen der Corona-Pandemie von Ende März bis zum 23. April. Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, werde das weltweite Programm bis dahin "pausieren". Kunden, deren gebuchte Reisen in die Osterferien gefallen wären, sollen entsprechend informiert werden. Es könne dabei aber noch zu zeitlichen Verzögerungen kommen, "da die Vielzahl der Reisebuchungen nach Abreisedatum bearbeitet werden".

16:22 Uhr - WHO-Rückzieher: Keine Warnung vor Ibuprofen bei Covid-19-Verdacht

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat ihre Warnung vor der Einnahme des Schmerzmittels Ibuprofen bei Verdacht auf eine Infektion mit dem neuen Coronavirus zurückgenommen. Das Virus Sars-CoV-2 kann die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen. Die WHO-Experten hatten Studien und Ärzte konsultiert und seien zu dem Schluss gekommen, dass es über die bekannten Nebenwirkungen bei bestimmten Bevölkerungsgruppen hinaus keine Hinweise auf negative Ibuprofen-Konsequenzen bei Covid-19-Patienten gebe. "Auf der Basis der heute vorhandenen Informationen rät die WHO nicht von der Einnahme von Ibuprofen ab", teilte die WHO mit. Das hatte sie am Dienstag noch getan, und statt Ibuprofen Paracetamol empfohlen.

16:15 Uhr - Köln: Grill- und Shisha-Verbot in der Öffentlichkeit

Die Stadt Köln will mit weiteren Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus Menschenansammlungen verhindern. Geplant seien ein Grill- und Shisha-Verbot auf allen öffentlichen Flächen, sagte der Sprecher des Ordnungsamtes, Heribert Büth, am Donnerstag. Die Mitarbeiter des Amtes träfen bei ihren Streifengängen noch viel zu oft auf Gruppen, die gemütlich eng zusammensäßen. Gegen die Mitarbeiter habe es bereits mehrfach Widerstände und Pöbeleien gegeben.

16:11 Uhr - Prinz Albert von Monaco positiv auf Coronavirus getestet

FILE - In this Nov.19, 2019 file photo Prince Albert II of Monaco with his wife Princess Charlene wave from the balcony during the ceremony marking the National Day in Monaco. The palace of Monaco says Prince Albert II has tested positive for the new
Prinz Albert II. von Monaco (r.) mit seiner Ehefrau Prinzessin Charlene (l.).
BC, AP, Daniel Cole

Prinz Albert von Monaco ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilt das Fürstentum in einer Erklärung mit.

16:08 Uhr - Verbraucher können DPD-Paketshops nicht mehr nutzen

In den 7.000 Shops des Paketdienstes DPD in der Bundesrepublik können Verbraucher keine Pakete mehr abholen oder versenden. DPD arbeite an einer kurzfristigen Klärung der Situation, sagt ein Sprecher. DPD habe alle Pakete aus den Shops geholt und stelle diese nun direkt zu. Hintergrund sind die von Bund und Ländern beschlossenen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Krise, die Unklarheiten mit Blick auf die Läden enthalten. Der Paket-Verband BIEK fordert, dass Paketshops unbedingt geöffnet sein müssen. Die Direktzustellung zum Verbraucher funktioniere aber weiter, sagt ein DPD-Sprecher.

16:05 Uhr - Wegen "Corona-Partys": Mehrere Länder drohen mit Ausgangssperren

Ministerpräsidenten in mehreren Bundesländern drohen mit Ausgangssperren, falls die Bürger keine stärkeren Vorkehrungen gegen die Ausbreitung des Coronavirus treffen. "Jeder Einzelne hat es in der Hand zu verhindern, dass es Ausgangssperren gibt", sagte der nordrhein-westfälisch Regierungschef Armin Laschet (CDU) am Donnerstag in Düsseldorf. "Wenn sich viele Menschen nicht freiwillig beschränken, dann bleibt am Ende nur die bayernweite Ausgangssperre als einziges Instrumentarium, um darauf zu reagieren. Das muss jedem klar sein", sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) im Landtag in München.

Baden-Württembergs Regierungschef Winfried Kretschmann (Grüne) betonte bei einer Sondersitzung des Landtags in Stuttgart, ob es ein Ausgangsverbot gebe, hänge von den Bürgern ab. "Es kann nicht sein, dass jetzt junge Leute zu Corona-Partys rennen", sagte er. "Wenn nicht alle ihr Verhalten grundlegend umstellen, dann kommen wir um härtere Maßnahmen und Sanktionen nicht herum." Ähnlich äußerte sich der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU). "Jeder muss sein Leben einschränken", sagte er der Funke Mediengruppe. "Sollten sich weiterhin viele nicht an unsere Auflagen halten, bleibt nur eine schnelle und harte Ausgangssperre als Instrument."

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) kündigte ein hartes Durchgreifen von Polizei und kommunalen Ordnungskräften an. Die Polizeipräsenz auf den Straßen werde deutlich erhöht und die Durchsetzung der Regelungen bekomme Priorität, kündigte Pistorius an.

15:50 Uhr - Von der Leyen lässt sich auf Coronavirus testen

Nach der Coronavirus-Infektion von EU-Unterhändler Michel Barnier lässt sich auch Kommissionschefin Ursula von der Leyen auf das neuartige Virus testen. Dies teilte ihr Sprecher Eric Mamer am Donnerstag mit. Der letzte direkte Kontakt der beiden Politiker liege aber schon zwei Wochen zurück.

EU-Ratspräsident Charles Michel zieht sich zur Vorsicht für zwei Tage ins Heimbüro zurück, da er Barnier vor zwölf Tagen letztmals getroffen hat. Damit befolge Michel ärztlichen Rat, sagte dessen Sprecher Barend Leyts. Michel gehe es aber gut und er habe keine Symptome.

15:42 Uhr - Kontakt zu Patienten besser online halten

Ärztinnen und Ärzte in Niedersachsen sollen den Kontakt zu ihren Patienten verstärkt online halten. Das Landesgesundheitsministerium und die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN) riefen dazu auf, Videosprechstunden anzubieten. Dazu sei das Verfahren für Praxen vereinfacht worden, sagte KVN-Vorstandschef Mark Barjenbruch am Donnerstag. "Wir müssen alles dafür tun, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen", betonte Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD). "Da spielt auch die Reduzierung von Besuchen in Arztpraxen eine wichtige Rolle, um Ansteckungen im Wartezimmer zu verhindern."

15:30 Uhr - Athens Regierung schließt fast alle Hotels in Städten

Im Kampf gegen das Coronavirus hat die Regierung in Athen beschlossen, die meisten Hotels in Griechenland zeitweise zu schließen. Nur ein Hotel pro Regionalhauptstadt und jeweils drei in Athen und Thessaloniki sollen offenbleiben, wie das Tourismusministerium am Donnerstag mitteilte. Die Schließung beginnt demnach am 22. März und dauert bis Ende April. Ein genaues Datum für die Wiederöffnung wurde nicht genannt. Für die meisten Hotels außerhalb der Städte beginnt die Saison erst Ende April.

15:15 Uhr - Veranstalter Alltours sagt alle Reisen bis 30. April ab

Der Reiseveranstalter Alltours sagt wegen der Coronakrise alle Flugpauschalreisen und Reisen mit individueller Anreise bis einschließlich 30. April 2020 ab. "Die Reisen werden von Alltours kostenlos storniert." Bisher galt die Absage nur bis zum 27. März.

14:52 Uhr - Lage im Schweizer Kanton Tessin spitzt sich zu

Die Lage im stark von der Coronavirus-Pandemie betroffenen Schweizer Kanton Tessin ist nach Angaben des nationalen Gesundheitsamtes "dramatisch". Es fehle insbesondere an Betten in Intensivstationen zur Behandlung der Schwerkranken. Der Kanton Tessin grenzt an Norditalien.

14:26 Uhr - 600 Rollen Klopapier aus Grundschule gestohlen

Aus einer Nürnberger Grundschule sind große Mengen Klopapier und Flüssigseife gestohlen worden. Das Schulpersonal habe den Diebstahl von mehr als 600 Rollen Toilettenpapier, neun Jumbo-Rollen Toilettenpapier und 20 Litern Flüssigseife bemerkt, teilte die Polizei am Donnerstag mit.

Die Hygieneartikel im Wert von 250 Euro wurden den Angaben zufolge in der Zeit von Freitagabend bis Dienstagmorgen aus einem Lagerraum der Schule entwendet. Ob der oder die Diebe aus Panik wegen des Coronavirus zuschlugen, vermochte der Sprecher nicht sagen. Die Polizei bittet um Zeugenhinweise.

14:14 Uhr - Sonderregeln für Pflegeheime sollen Pflegekräfte entlasten

Angesichts der Coronakrise sollen Sonderregeln für Pflegeheime kommen. Pflegebedürftige und auch die Pflegekräfte selbst bräuchten nun besonderen Schutz und besondere Unterstützung, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Donnerstag in Berlin. Mit Pflegekassen und Pflegeverbänden sei dafür ein Maßnahmenpaket vereinbart worden, das unter anderem eine befristete Aussetzung bürokratischer Anforderungen vorsieht. Dies gilt etwa für den Pflege-Tüv, bei dem die Qualität von Einrichtungen geprüft wird. Hinweisen auf Missstände solle aber weiter nachgegangen werden.

Befristet ausgesetzt werden sollen auch Personalschlüssel und andere Vorgaben etwa zum Anteil von Fachkräften - ohne dass Vergütungen für die Heime gekürzt werden. Verdachtsfälle auf Infektionen in Heimen sollen den Pflegekassen gemeldet werden müssen. Dann solle auch dafür gesorgt werden, dass anderes Personal als Ersatz zu organisieren ist.

14:07 Uhr - Queen und Prinz Philip ziehen sich nach Windsor zurück

HANDOUT - Das anlässlich des 70. Hochzeitstags von Königin Elizabeth II. und Prinz Philip von der Agentur Camera Press veröffentlichte Foto zeigt das Ehepaar Anfang November 2017 im White Drawing Room in Windsor Castle in Windsor (Großbritannien). Di
Königin Elizabeth II. und Prinz Philip ziehen sich früher als gewöhnlich auf Schloss Windsor zurück.
kde, dpa, Camerapress

Die britische Königin Elizabeth II. (93) und ihr Mann, Prinz Philip (98), ziehen sich inmitten der Coronavirus-Pandemie auf Schloss Windsor zurück. Philip traf dort am Donnerstag ein, wie eine Sprecherin des Palasts auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Er wurde Berichten zufolge per Hubschrauber von dem ostenglischen Landsitz Sandringham eingeflogen. Die Queen verließ den Buckingham-Palast ebenfalls am Donnerstag, wie britische Medien meldeten. Mit im Auto saßen laut den Berichten ihre beiden Hunde, die Dorgis Candy und Vulcan.

Die Queen und ihr Mann treten ihren Osteraufenthalt in Windsor, westlich von London, damit verfrüht an. Die beiden gelten aufgrund ihres hohen Alters als besonders von der Lungenkrankheit Covid-19 gefährdet, die durch das neuartige Coronavirus hervorgerufen wird. In der Londoner Innenstadt gibt es bislang deutlich mehr bestätigte Infektionen als in anderen Teilen des Landes.

13:50 Uhr - NRW möchte Grenzen zu Niederlanden und Belgien offen halten

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) möchte die Grenzen zu den Nachbarländern möglichst nicht schließen. "Solange es der Pandemie-Bekämpfung dient, wollen wir, dass die Grenzen Belgien-Niederlande-Nordrhein-Westfalen offen bleiben", sagte Laschet am Donnerstag in Düsseldorf. "Wenn die Dinge aus dem Ruder laufen, muss man neu nachdenken." Er sei mit den Nachbarländern in enger Abstimmung. "Heute ist ein guter Zustand und kein schlechter Zustand."

Bei einem Gipfel-Treffen mit Spitzenvertretern der NRW-Wirtschaft sei er ausdrücklich gebeten worden, dafür zu sorgen, dass die Lieferketten nicht unterbrochen würden, sagte Laschet. 60 Kilometer Rückstau wegen Grenzkontrollen, vergammelnde Lebensmittel in Lkw und Lieferengpässe bei Medikamenten müssten künftig verhindert werden.

13:36 Uhr - Bundeswehr stellt sich auf Marathon-Kampf gegen Corona ein

Die Bundeswehr stellt sich aktuell darauf ein, über lange Zeit handlungsfähig zu bleiben und Ressourcen bereitzustellen, wenn zivile Stellen ausfallen sollten. Der Kampf gegen das Coronavirus sei "ein Marathon", erklärte Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer in der Bundespressekonferenz. "Gerade in diesen schwierigen Zeiten, können sich die Bürgerinnen und Bürger auf die Bundeswehr verlassen", erklärte sie. "Wir sind handlungsfähig", so Kramp-Karrenbauer. Man werde so lange Unterstützung leisten, wie es nötig sei.

Die Bundeswehr habe Lagezentren eingerichtet, erklärte auch Generalinspekteur Eberhard Zorn. Alle Soldaten, die nicht dringend gebraucht würden, seien nach Hause geschickt worden, sodass alle jetzt in einer Art Schichtsystem arbeiten, um Ressourcen zu schonen.

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13:27 Uhr – 25 Milliarden für Unternehmen in NRW: Größte Hilfsprogramm seit 1946

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hat einen Rettungsschirm für die Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen angekündigt. Dafür werden 25 Milliarden Euro bereitgestellt. "Das ist das größte Hilfsprogramm seit der Gründung des Landes NRW im Jahr 1946. Wir stellen alle erforderlichen Gelder in der Krise und in der Zeit nach der Krise zur Verfügung. Kein gesundes Unternehmen soll wegen des wirtschaftlichen Einbruchs an mangelnder Liquidität scheitert." NRW will dafür einen Nachtrag-Haushalt ausschließlich für die Coronakrise beschließen.

12:45 Uhr – Improvisierter Corona-Schutz an Supermarktkassen

Uns erreichen Fotos von Lesern, die zeigen, wie in Supermärkten Kassiererinnen und Kunden vor Ansteckung geschützt werden sollen. Mit zwei Holzstangen und offensichtlich viel Plastikfolie sollen die Menschen vor gegenseitiger Ansteckung geschützt werden.
Wir hoffen, dass die Plastikwand regelmäßig desinfiziert werden, denn wie wir hier schon geschrieben haben, überlebt das Virus besonders lang auf Plastikoberflächen.

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12:38 Uhr - In Spanien steigt Totenzahl sprunghaft auf 767

In Spanien ist die Zahl der Virus-Toten binnen eines Tages von 558 auf 767 sprunghaft angestiegen. 17.147 Infektionsfälle seien registriert worden, teilt das Gesundheitsministerium mit. Am Mittwoch waren es noch 13.716.

12:34 Uhr - In Großbritannien sollen Polizisten im Supermarkt für Ordnung sorgen

In Großbritannien soll die Polizei einem Insider zufolge in Supermärkten für Ordnung sorgen, wenn es wegen der Coronavirus-Epidemie zu Abriegelungen im öffentlichen Leben kommt. Die Polizisten sollten undiszipliniertes Verhalten der Kunden unterbinden, verlautete aus Branchenkreisen. In einigen Supermärkten kam es bereits zu Rangeleien, als Menschen sich vor der erwarteten Verschärfung der Schutzmaßnahmen massenweise mit Wasserflaschen und Konservendosen eindecken wollten.

12:25 Uhr – Amerikaner kaufen mehr Waffen

15.03.2020, USA, Culver City: Menschen warten in einer langen Schlange vor einem Waffenladen in Zeiten der raschen Ausbreitung des neuartigen Coronavirus im Land. Einige Wartende wollen sich mit Munition eindecken, während andere sagten, sie würden W
Coronavirus - USA
RC lop, dpa, Ringo H.W. Chiu

Dort wo sich in Amerika das Coronavirus besonders stark verbreitet, steigen auch die Waffenkäufe. In Kalifornien, Washington oder New York stehen die Menschen teilweise sogar vor den Waffengeschäften Schlange. Unsere Reporterin hat die Menschen gefragt, was dahintersteckt. Hören sie die Antworten im Video oder lesen sie hier den Artikel.

12:10 Uhr – Wirtschaftsexperte im RTL / n-tv Interview: „Situation ist schwieriger als in der Finanzkrise“

Clemens Fuest ist Chef des Leipniz Instituts für Wirtschaftsforschung und zur Zeit ein gefragter Gesprächspartner. Heute morgen hat er bei n-tv eingeschätzt, wie schlimm die Coronavirus Pandemie die Wirtschaft belasten wird. Richtig positiv stimmt uns das nicht. Er rechnet fest mit einer Rezession. Wieso es sogar schlimmer ist, als in der Finanzkrise, was aber auch Hoffnung macht, können sie hier im Video sehen oder nachlesen.

12:02 Uhr – So reinigen sie ihr Obst und Gemüse vom Coronavirus

Ist es gefährlich zur Zeit Obst zu essen? Wie kann ich es richtig reinigen? Sie haben dazu viele Fragen. Wir haben sie mit unseren Experten geklärt. Die Antworten finden sie in diesem Artikel.

11:59 Uhr - Spirituosen-Hersteller spendet Alkohol für Desinfektionsmittel

Der französische Spirituosen-Hersteller Pernod Ricard spendet in der Coronakrise reinen Alkohol für die Produktion von Desinfektionsmitteln. Das Unternehmen habe beschlossen, Laboratoire Cooper 70 000 Liter reinen Alkohol zur Verfügung zu stellen, hieß es in einer Mitteilung. Demnach ist Laboratoire Cooper einer der führenden französischen Hersteller von Desinfektionsgels für Apotheken. Der Hersteller könne mit dem gespendeten Alkohol etwa 1,8 Millionen 50-Milliliter-Fläschchen produzieren.

Das Unternehmen, zu dem Marken wie Absolut Vodka, Havana Club oder Jameson Whiskey gehören, startete entsprechende Projekte auch in anderen Ländern. In den USA stelle die Produktionsstätte von Pernod Ricard auf Anfrage der Regierung Desinfektionsmittel her. In Spanien und Irland kündigten die Firmensitze an, ihre technischen und personellen Ressourcen und Produktionsanlagen zur Verfügung zu stellen. Auch in Schweden spende die Absolut-Vodka-Destillerie Alkohol in großen Mengen.

11:37 Uhr - Steuerzahler können wegen Corona-Krise Entlastungen beantragen

Bei finanziellen Einbußen wegen der Coronakrise können Steuerzahler eine Senkung von Vorauszahlungen und eine Stundung beantragen. Seit Donnerstag ist ein entsprechendes Hilfspaket wirksam, das die Finanzministerien des Bundes und der Länder beschlossen haben.

Stundungen, also der Aufschub für die Fälligkeit einer anstehenden Steuerzahlung, könnten auch zinsfrei ausgesprochen werden, erklärte das Finanzministerium in Mainz. Auch soll es weder Vollstreckungsmaßnahmen noch Säumniszuschläge geben. Diese steuerlichen Hilfsmaßnahmen gelten bis zum Ende des Jahres. Allen von Einbußen Betroffenen wird empfohlen, sich mit ihrem Finanzamt in Verbindung zu setzen und entsprechende Anträge einzureichen.

11:18 Uhr - Hessen will Abschiebungen auch während Corona-Krise nicht aussetzen

Abschiebungen aus Hessen werden wegen der Coronakrise nicht pauschal ausgesetzt. «Ob die Rückführung eines Untergebrachten aktuell durchgeführt wird oder nicht, hängt vom jeweiligen Einzelfall ab», teilte ein Sprecher des Innenministeriums am Donnerstag mit. Eine medizinische Betreuung der für Abschiebungen untergebrachten Personen sei sichergestellt.

Rückführungen seien wegen der Ausbreitung des Erregers Sars-CoV-2 zwar mittlerweile für bestimmte Länder, wie zum Beispiel Italien, nicht mehr möglich. Die Rechtsgrundlagen für eine Unterbringungen in der Hessischen Abschiebungshafteinrichtung in Darmstadt seien aber nicht außer Kraft gesetzt, sagte der Sprecher. Sei eine Abschiebung in absehbarer Zeit nicht möglich, würden Menschen aus der Abschiebehaft entlassen.

11:12 Uhr - Polen lockert Auflagen für Grenzkontrollen

Als Reaktion auf die langen Staus an der deutsch-polnischen Grenze hat Polen die Vorschriften für die Kontrollen von Lastwagenfahrern und Berufspendlern gelockert. Seit der Nacht zu Donnerstag müssten diese beiden Gruppen bei einem Grenzübertritt kein Formular mehr mit Daten ihrer Erreichbarkeit ausfüllen, sagte eine Sprecherin des polnischen Grenzschutzes der Deutschen Presse-Agentur in Warschau. Damit lasse sich viel Zeit bei der Abfertigung sparen.

10:35 Uhr - Regierung plant Hilfspaket für Solo-Selbstständige und Kleinstfirmen

Die Bundesregierung plant in der Coronavirus-Krise ein Hilfspaket von insgesamt bis zu 50 Milliarden Euro für Solo-Selbstständige und andere Kleinstfirmen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstag aus Regierungskreisen. Zuvor hatte der "Spiegel" darüber berichtet.

10:24 Uhr - Cem Özdemir wurde positiv getestet

Auch Grünenpolitiker Cem Özdemir hat sich mit dem Coronavirus angesteckt, wie er auf seinem Twitter-Account bestätigte. "Mit geht es gut & um mich muss sich niemand sorgen", schrieb Özdemir zu der Videobotschaft, die er postete.

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10:10 Uhr - Niederlande schließt die Grenzen

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie haben nun auch die Niederlande ein faktisches Einreiseverbot für Nicht-EU-Bürger angeordnet. Es gelte ab Donnerstag 18.00 Uhr für zunächst 30 Tage, teilte das Presseamt der Regierung mit. Zuvor hatten sich die Regierungen der 27 EU-Staaten auf zusätzliche Einreisebeschränkungen für den Schengenraum verständigt; Deutschland setzte dies bereits am Dienstag um.

10:06 Uhr - Rund 100 Lokale und Geschäfte trotz Verbots geöffnet

Die Berliner Polizei hat am Mittwochabend Geschäfte, Kneipen und Restaurants kontrolliert und knapp 100 Verstöße gegen die Schließungen wegen des Coronavirus festgestellt. In 59 Fällen musste eine Schließung verfügt werden, wie ein Sprecher sagte. In zwölf Fällen sei ein Ermittlungsverfahren wegen des Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz eingeleitet worden.

09:27 Uhr - Söder droht mit Ausgangssperre, sollten bisherige Maßnahmen nicht reichen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat in einer Regierungserklärung ganz konkret mit einer Ausgangssperre für den ganzen Freistaat gedroht. "Wenn sich viele Menschen nicht freiwillig beschränken, dann bleibt am Ende nur die bayernweite Ausgangssperre als einziges Instrumentarium, um darauf zu reagieren. Das muss jedem klar sein", sagte Söder. "Die Maßnahmen sind einschneidend, besonders für eine freie Gesellschaft", erklärte er. Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus müsse getan werden, was nötig sei. "Wir sind im maximalen Krisenmodus."

Söder appelierte noch einmal an alle Bürger, sich nicht zu Hamsterkäufen hinreißen zu lassen. "Die Versorung mit Lebensmitteln ist wirklich gesichert", sagte er. Probleme würden entstehen, weil zu schnell zu viel gekauft werde, und die Logistik nicht nachkomme.

09:18 Uhr - Italien und Frankreich überlegen, Ausgangssperren zu verlängern

Die Ausgangssperren in Italien wegen der Corona-Krise könnten länger dauern, als bisher gedacht. Regierungschef Giuseppe Conte hält es für unvermeidbar, dass die Maßnahmen auch über den 3. April hinaus verlängert werden. Das sagte er der der Zeitung "Il Corriere della Sera". Seit Anfang März herrschen in dem Land strenge Vorschriften für alle Bürger, Schulen, Geschäfte und Firmen sind geschlossen, ohne dringenden Grund darf niemand mehr das Haus verlassen. Eigentlich hätten diese

Auch Frankreich überlegt, die Ausgangssperre zu verlängern. "Der Zeitraum von 15 Tagen könnte ausgeweitet werden", sagt Innenminister Christophe Castaner dem Radiosender Europe 1. Die Polizei habe seit Mittwochmorgen 70.000 Mal kontrolliert, ob die Anordnung befolgt werde. Es seien über 4.000 Strafzettel wegen Missachtung ausgestellt worden.

09:08 Uhr – So läuft die Ausgangssperre in Mitterteich (Bayern)

Es ist die erste Stadt in Deutschland, die eine Ausgangssperre verhängt hat. 25 Menschen sind dort mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert. 15 liegen im Krankenhaus. Hier berichtet unser Reporter Thomas Präkelt, wie er die Stadt heute morgen erlebt.

Ausgangssperre in Mitterteich Coronavirus-Hotspot im Kampf gegen Ausbreitung
02:08 min
Coronavirus-Hotspot im Kampf gegen Ausbreitung
Ausgangssperre in Mitterteich

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08:37 Uhr - Nur noch fünf Prozent aller geplanten Lufthansa-Flüge finden statt

ARCHIV - 14.03.2018, Hessen, Frankfurt/Main: Lufthansa-Maschinen mit dem Kranich-Logo stehen am Frankfurter Flughafen. (Zu dpa «Lufthansa berichtet über Bilanz 2019 und Überlebenskampf 2020» Foto: Arne Dedert/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Bis zum 19. April sollen nur noch fünf Prozent der ursprünglich geplanten Lufthansa-Flüge statt.
ade tba wst rho, dpa, Arne Dedert

Der Lufthansa-Konzern streicht sein Flugprogramm wegen der Coronakrise noch stärker zusammen. Bis 19. April finden nur noch rund fünf Prozent der ursprünglich geplanten Flüge statt, teilte der Konzern mit. Von 763 Flugzeugen blieben vorläufig rund 700 am Boden. Fernflüge bietet die Lufthansa nur noch ab Frankfurt und dreimal pro Woche mit der Tochter Swiss ab Zürich an. In München sollen nur noch Maschinen des Ablegers Lufthansa Cityline abheben. Aktuell geht es vor allem darum, Menschen aus dem Ausland in ihre Heimat zurückzuholen.

08:19 Uhr - Flixtrain-Züge fahren voraussichtlich bis Ende April nicht mehr

Voraussichtlich bis Ende April fahren wegen der Coronakrise keine Züge des Anbieters Flixtrain mehr. Betroffene Kunden könnten ihre Tickets «in dieser Ausnahmesituation» in der 2. Klasse der ICE- und IC-Züge der Deutschen Bahn nutzen, teilten die beiden Unternehmen am Donnerstag in München und Berlin mit. «Wir informieren, sobald wir den Betrieb von Flixtrain wieder aufnehmen können», erklärte ein Sprecher der Flixbus Dach GmbH. Seit Mittwoch fahren auch keine Flixbusse mehr.

08:08 Uhr - Trump will Gesetz aus Kriegszeiten aktivieren

In this March 9, 2020, photo, President Donald Trump speaks in the briefing room of the White House in Washington about the coronavirus outbreak as Dr. Robert Redfield, director of the Centers for Disease Control and Prevention, Surgeon General Jerom
US-Präsident Donald Trump will wegen der Corona-Krise ein Gesetz aus Kriegszeiten aktivieren.
CK, AP, Carolyn Kaster

US-Präsident Donald Trump will in der Coronakrise im Notfall auf ein ursprünglich für Kriegszeiten vorgesehenes Gesetz zurückgreifen. Der Defense Production Act (Verteidigungs-Produktions-Gesetz) stattet den Präsidenten bei Bedarf mit weitreichenden Befugnissen aus, im Interesse der nationalen Sicherheit in die Privatwirtschaft eingreifen zu können.

Angeordnet werden kann zum Beispiel die Produktion essenzieller Materialien und Waren, um angemessen auf die Krise zu reagieren. "Nur für den Fall, dass wir es brauchen", sagte Trump am Mittwoch bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus.

07:23 Uhr – Aktuellen Zahlen: 12.327 Infizierte in Deutschland

Wie sie schon bei uns lesen konnten, meldet China erstmals keine neuen Infektionen. Davon sind wir in Europa leider offenbar noch weit entfernt. In Deutschland ist die Anzahl der mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infizierten Menschen auf 12.327 gestiegen. Im Vergleich zum gleichen Zeitpunkt gestern sind das fast 3.000 mehr Infizierte.

Hier ein Überblick:

  • Italien: 35.713 Infizierte 2.978 Tote
  • Spanien: 14.769 Infizierte 638 Tote
  • Deutschland: 12.327 Infizierte 28 Tote
  • Frankreich: 9.134 Infizierte 264 Tote
  • Weltweit: 218.815 Infizierte 8.810 Tote

(Quellen: Johns Hopkins Institut / Länderangaben)

07:16 Uhr - Corona-Krise rechtfertigt laut Gynäkologischer Gesellschaft keinen Kaiserschnitt

Die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) warnt vor Kaiserschnitten, die mit der Coronakrise begründet werden. "Das wäre nicht gerechtfertigt", sagte Vizepräsident Frank Louwen der Deutschen Presse-Agentur.

Laut Louwen profitieren Mutter und Kind nicht von einem solchen Schritt. Vielmehr werde damit ein unnötiges Risiko eingegangen: "Organisatorische Gründe rechtfertigen keine höheren Behandlungsrisiken. Frauen mit Kaiserschnitten sind anfälliger für Komplikationen als Mütter, die ihre Kinder natürlich zur Welt bringen", so Louwen. Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, die Art der Geburt mit betroffenen Schwangeren abzustimmen und Kaiserschnitte nur in medizinisch begründeten Fällen durchzuführen.

06:37 Uhr - Wegen Coronavirus: Australien und Neuseeland machen Grenzen dicht

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus schließen Australien und Neuseeland ihre Grenzen. Das kündigten am Donnerstag der australische Premierminister Scott Morrison und die neuseeländische Premierministerin Jacinda Ardern an. Ausgenommen von dem Einreiseverbot seien in beiden Ländern lediglich die eigenen Bürger, Menschen mit dauerhaftem Wohnsitz in ihren Ländern sowie deren enge Familienmitglieder.

06:20 Uhr - China meldet erstmals keine neuen inländischen Corona-Infektionen

Zum ersten Mal seit dem Ausbruch des neuartigen Coronavirus Anfang Januar hat China landesweit keine lokalen Neuinfektionen mehr gemeldet. Allerdings stieg die Zahl der Infizierten, die aus dem Ausland zurück in die Volksrepublik kamen. Das schürt nun Ängste vor einer möglichen zweiten Ausbreitungswelle.

Wie die Pekinger Gesundheitskommission am Donnerstag mitteilte, wurden 34 neue "importiere Fälle" registriert, also Erkrankungen, die bei Menschen auf der Einreise nach China nachgewiesen wurden. Insgesamt seien bislang 189 importierte Fälle festgestellt worden, teilte die Kommission mit. Um eine Ausbreitung der eingeschleppten Fälle möglichst zu verhindern, gelten strenge Quarantänemaßnahmen für Menschen, die aus dem Ausland ankommen.

Bei diesen Rückkehrern handelt es sich zu einem großen Teil nicht um Ausländer, sondern um Chinesen, die unter anderem wieder in ihre Heimat kommen, weil sie annehmen, dass dort das Schlimmste nun überstanden sei.

05:33 Uhr - 750 Milliarden Euro: EZB legt Notkaufprogramm für Anleihen auf

ARCHIV - 31.01.2020, Hessen, Frankfurt/Main: Die Zentrale der Europäischen Zentralbank (l, EZB) ragt aus dem Häusermeer im Frankfurter Osten heraus. Im Kampf gegen wirtschaftliche Folgen der Coronavirus-Pandemie hat die Europäische Zentralbank ein No
Zentrale der Europäischen Zentralbank in Frankfurt am Main.
ade bsc fgj kay, dpa, Arne Dedert

Im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie hat die Europäische Zentralbank ein Notkaufprogramm für Anleihen in Höhe von 750 Milliarden Euro angekündigt. Es soll dabei um Wertpapiere der öffentlichen Hand und der Privatwirtschaft gehen, wie die EZB überraschend in der Nacht zum Donnerstag mitteilte. "Außergewöhnliche Zeiten erfordern außergewöhnliches Handeln", schrieb EZB-Chefin Christine Lagarde auf Twitter. "Wir sind im Rahmen unseres Mandats entschlossen, das volle Potenzial unserer Werkzeuge auszuschöpfen, betonte sie.

Mit dem Ankaufprogramm will die EZB unter anderem dazu beitragen, dass es auf den Finanzmärkten infolge der Coronavirus-Krise nicht zu weiteren Verwerfungen kommt, die die Wirtschaft zusätzlich belasten würden. Experten erwarten infolge der Pandemie einen Wirtschaftseinbruch; das Ausmaß der Folgen ist wegen der sich weiterhin rapide verändernden Situation aber noch nicht absehbar.

Das waren die Meldungen vom Mittwoch, 18. März:

23:51 Uhr - EZB-Ratsmitglied: Werden Auseinanderdriften der Eurozone verhindern

Die Europäische Zentralbank (EZB) ist nach Worten von Ratsmitglied Francois Villeroy de Galhau fest entschlossen, ein Auseinanderdriften der Eurozone zu verhindern. Außerdem könne die EZB mehr Anleihen in dieser außergewöhnichen Zeit kaufen, sagte der französische Notenbankchef in einem Interview mit der Zeitung "Les Echos". In den vergangenen Tagen waren die Renditeabstände der Staatsanleihen zwischen den einzelenn Euroländern größer geworden. Die EZB könne sich vorübergehend auf die Verschuldung von bestimmten Ländern konzentrieren, wenn dies notwendig werde. Der Markt für Geldmarktpapiere sei nicht liquide genug. Deshalb müsse die EZB hier ihre Maßnahmen ausweiten.

22:45 Uhr - Tirol stellt alle 279 Gemeinden unter Quarantäne

Tirol wird ab Mitternacht unter Quarantäne gestellt. "Wir erlassen Quarantäneverordnungen für alle 279 Tiroler Gemeinden. Das bedeutet: Die Gemeinde darf nur dann verlassen werden, wenn es um die Deckung der Grundversorgung geht, um die Daseinsvorsorge oder um zur Arbeit zu kommen - und dann nur zum nächstgelegenen Ort", teilte Tirols Landeschef Günther Platter am Mittwochabend via Facebook mit. "Sofern es einen Arzt, eine Apotheke, einen Lebensmittelhandel und eine Bank im Ort gibt, darf die Gemeinde für diese Zwecke nicht verlassen werden."

Tirol wird sich zudem als einzelnes Bundesland noch stärker von seinen Nachbarn isolieren. "Das heißt, dass nur jene nach Tirol einreisen können, die dort zu Hause sind oder in der kritischen Infrastruktur oder Versorgung arbeiten", schrieb Platter bei Facebook. Der Warenverkehr sei unter bestimmten Voraussetzungen gestattet. "Dass sich Tirol selbst isoliert, ist absolut notwendig. Weil wir verhindern wollen, dass einerseits das Virus von Tirol aus weiterverbreitet wird und wir uns andererseits auch zusätzlich schützen können."

In Tirol wurden laut dem Landeschef bisher 474 bestätigte Fälle von Sars-CoV-2-Infektionen gezählt - mehr als in jedem anderen österreichischen Bundesland.

22:39 Uhr - Aktuelle Coronavirus-Ausbreitung in Deutschland

Das Coronavirus hält Deutschland und die Welt fest im Griff. Derzeit sind mehr als 210.000 Menschen auf der Welt infiziert. Für weltweit knapp 8.800 Menschen endete die Infektion mit dem Virus bereits tödlich. Die gute Nachricht: Mehr als 83.000 Menschen wurden geheilt. In diesen Ländern in die Lage wie hierzulande kritisch:

  • China (Hubei) 67.800 Infizierte 3.122 Tote 56.927 Geheilte
  • Italien 35.713 Infizierte 2.978 Tote 4.025 Geheilte
  • Iran 17.361 Infizierte 1.135 Tote 5.389 Geheilte
  • Spanien 13.910 Infizierte 623 Tote 1.081 Geheilte
  • Frankreich 9.052 Infizierte 148 Tote 12 Geheilte

(Quelle: Johns-Hopkins-University - Stand: 20:33 Uhr)

22:20 Uhr - Österreich verbietet Wetten auf Kurseinbrüche an Wiener Börse

Nach dem massiven Kursverfall an der Wiener Börse aufgrund der Coronavirus-Sorgen hat die österreichische Finanzmarktaufsicht Wetten auf gedeckte Aktien-Kursverluste ab sofort für einen Monat verboten. Frankreich, Spanien, Italien und Belgien hatten zuvor bereits Leerverkäufe ganz oder teilweise untersagt. Der Wiener Aktienleitindex ATX hat seit Anfang März mehr als 40 Prozent an Wert verloren.

"Spekulative Leerverkäufe können im aktuell außergewöhnlich volatilen globalen und österreichischen Marktumfeld zu erheblichen Risiken führen", so die beiden FMA-Vorstände Helmut Ettl und Eduard Müller am Mittwochabend in einer Stellungnahme. "In der schwierigen Situation durch die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie des Covid-19-Virus muss die Stabilität der Finanzmärkte und der Erhalt des Vertrauens der Anleger in deren ordnungsgemäßes Funktionieren absoluten Vorrang haben", sagten die obersten Finanzmarktaufseher.

22:02 Uhr - Abitur findet in Hamburg wie geplant statt

Trotz der Corona-Pandemie werden die Abiturprüfungen in Hamburg nicht verschoben. Das sagte der Sprecher der Schulbehörde, Peter Albrecht, am Mittwochabend. "Die Terminplanung ab dem 16. April wird beibehalten." Ergänzt werde aber eine "dritte Terminschiene" für den Fall, dass Schüler in Quarantäne oder erkrankt sind und weder an den regulären Terminen noch an den Nachschreibterminen teilnehmen können.

Nach Mecklenburg-Vorpommern am Dienstag hatte am Mittwoch auch Bayern angekündigt, wegen der derzeitigen Schulschließungen in der Coronakrise die Abiturprüfungen zu verschieben.

21:45 Uhr - US-Börsen wieder auf Talfahrt

Die Furcht vor den wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie hat die Wall Street trotz eines geplanten billionenschweren US-Konjunkturprogramms weiter fest im Griff. "Es herrscht Panikstimmung", sagte Peter Cardillo, Chef-Volkswirt des Vermögensberaters Spartan. Offenbar erwarteten Investoren eine Deflation, eine Spirale fallender Preise und rückläufiger Investitionen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 6,3 Prozent tiefer auf 19.898 Punkten. Der technologielastige Nasdaq gab 4,7 Prozent auf 6.989 Punkte nach. Der breit gefasste S&P 500 büßte 5,2 Prozent auf 2.398 Punkte ein. Am Dienstag hatten die drei Marktbarometer noch zwischen fünf und sechs Prozent zugelegt.​

21:39 Uhr - Portugiesisches Parlament billigt Ausnahmezustand

Im Kampf gegen die Coronavirus-Krise hat das Parlament in Portugal die Ausrufung des Ausnahmezustandes gebilligt. Bei der Abstimmung über die umstrittene Maßnahme, die am Mittwochabend per Videokonferenz stattfand, enthielten sich zwar viele Abgeordnete, aber es gab keine Gegenstimme. Damit wurde der Antrag der Regierung mit deutlicher Mehrheit angenommen.

Die Regierung in Lissabon wird somit die Rechte der Bürger, der Medien, der Unternehmen und der Organisationen deutlich einschränken können. Der sozialistische Ministerpräsident António Costa versicherte, die Demokratie werde "nicht außer Kraft gesetzt". Man werde nun aber die Krise viel leichter bekämpfen können. Konkrete Maßnahmen nannte die Regierung zunächst nicht.

Portugal hatte am vorigen Freitag, einen Tag vor dem Nachbarn Spanien, wegen des Virus den Alarmzustand ausgerufen. Der Ausnahmezustand war in Portugal in demokratischen Zeiten bisher nie verhängt worden. Das Land hatte bis Mittwoch 642 Infektionsfälle und zwei Tote.

21:32 Uhr - Bayerische Polizei kontrolliert Ausgangssperre

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat am Mittwochabend die vom Coronavirus stark getroffene Stadt Mitterteich in der Oberpfalz besucht. In der 6.500-Einwohner-Stadt im Landkreis Tirschenreuth gilt bis zum 2. April eine Ausgangssperre. "Nachdem das Coronavirus auffällig oft im Stadtgebiet von Mitterteich festgestellt wurde, müssen wir von einem Hotspot ausgehen", teilte Herrmann schon vor seinem Besuch in der Stadt mit. Mit einer Ausgangssperre die Ausbreitung des Virus einzudämmen und die Infektionskette zu unterbrechen, sei eine nahe liegende Maßnahme.

Nach Angaben des Landratsamtes gibt es im Landkreis Tirschenreuth 47 bestätigte Corona-Fälle, 25 davon in Mitterteich. 15 der 47 Menschen lägen im Krankenhaus, fünf von ihnen müssten beatmet werden.

Die Feuerwehr informierte die Bürger am Nachmittag mittels Lautsprecherdurchsagen über die Maßnahme und verteilte Flugblätter. In der vom Landratsamt ausgegebenen Allgemeinverfügung heißt es: "Das Verlassen der häuslichen Unterkunft ohne triftigen Grund ist untersagt." Die Polizei kontrollierte das Einhalten der Anordnung.

21:08 Uhr - Polizeipräsident: "Virus kennt keinen Spaß"

Der Dortmunder Polizeipräsident Gregor Lange hat junge Leute vor sogenannten Coronapartys gewarnt. "Das Virus kennt keinen Spaß", sagte Lange in einem am Mittwoch auf Facebook veröffentlichten Video. "Ich bitte Sie und euch eindringlich darum, solche Privatveranstaltungen nicht zu organisieren und nicht zu besuchen." Sich an sowas zu beteiligen, sei "verantwortungslos". Sollte es trotzdem zu Partys kommen, würden die Beamten eingreifen: "Die Polizei wird solche Menschenansammlung umgehend auflösen."

In verschiedenen deutschen Städten seien bereits "Coronapartys" gefeiert worden, so Lange. Es sei "absolut nachvollziehbar, dass Freundeskreise ihre Kontakte auch vorübergehend nicht aufgeben möchten". Doch: "Wir können nicht so tun, als sei um uns herum nichts geschehen. Mit Coronapartys - oder wie auch immer wir solche Treffen nennen - sind unkontrollierbare Risiken verbunden."

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20:55 Uhr - Fast 14.000 Infektionen in Spanien - 600 Tote

Die Zahl der Coronavirus-Infektionen ist in Spanien am Mittwoch um etwa 2.000 auf fast 14.000 (13.716) gestiegen. Innerhalb von 24 Stunden sei die Zahl der Toten von 525 auf 598 gestiegen, teilte das Gesundheitsministerium in Madrid mit. Nach Italien ist Spanien das Land in Europa, das derzeit am stärksten von der Corona-Krise in Mitleidenschaft gezogen wird.

Am stärksten betroffen ist in Spanien die Region Madrid. Dort hatten die Behörden bis Mittwochabend mehr als 5.600 Menschen gezählt, die sich mit dem Covid-19-Erreger Sars-CoV-2 infiziert haben. Die Zahl der Toten lag bei 390.

20:43 Uhr - Italien: 475 Tote an nur einem Tag

Traurige Zahlen aus Italien: Dort sind binnen 24 Stunden 475 Patienten an den Folgen ihrer Coronavirus-Infektion gestorben, teilen das italienische Institut für Gesundheit (ISS) in Rom mit. Damit steigt die Zahl der Todesfälle auf 2.978. Seit Beginn der Viruskrise im vergangenen Dezember ist dies die höchste Zahl an Todesfällen in einem Land an nur einem Tag.

Das Durchschnittsalter der Verstorbenen liegt bei 79,5 Jahren, so die Behörde. Die Wissenschaftler stützen sich auf Daten von 2003 der in Italien verstorbenen Corona-Patienten. Demnach waren 707 Menschen zwischen 70 und 79 Jahre alt, 852 zwischen 80 und 89 Jahre. 198 waren älter als 90. Bei 70 Prozent der Toten handele es sich um Männer, heißt es. Die Zahl der Infektionsfälle erhöht sich auf mehr als 35.700.

20:31 Uhr - EU: Home-Office gefährdet? Netflix belastet Netz

Nach Sorgen, die verstärkte Nutzung von Video-Streamingdiensten könnten in der Coronavirus-Krise das Internet verstopfen, hat sich die EU-Kommission an Netflix gewandt. EU-Kommissar Thierry Breton sprach mit Netflix-Chef Reed Hastings über Wege, die Belastung zu senken, wie die Brüsseler Behörde am Mittwoch mitteilte. Dabei sei es unter anderem um die Idee gegangen, die Bildqualität bei starker Auslastung automatisch von HD- auf Standard-Auflösung runterzuschrauben.

Bei einer höheren Bildauflösung gibt es ein schärferes Bild, weil mehr Pixel dargestellt werden. Dafür werden aber auch mehr Daten übertragen. Netflix empfiehlt für HD (High Definition) eine Internet-Geschwindigkeit von fünf Megabit pro Sekunde, während es bei Standard-Auflösung drei Megabit pro Sekunde sind. Einen richtig großen Sprung gibt es dann aber bei dem noch besseren Utra-HD-Format: Hier empfiehlt Netflix 25 Megabit pro Sekunde. Die Ultra-HD-Qualität gibt es dabei nur in den teureren Tarifmodellen von Netflix.

Die Kommission rief die Streaming-Plattformen insgesamt auf, mit Internet-Anbietern zusammenzuarbeiten und ihren Datendurchsatz anzupassen, um das Arbeiten von zu Hause aus nicht zu bremsen. Der in Frankfurt basierte weltgrößte Internet-Knoten DE-CIX hatte zuvor mitgeteilt, der durchschnittliche Datenverkehr habe zuletzt um zehn Prozent zugelegt. Man sei aber für den Anstieg gerüstet. Der Datenverkehr durch Videokonferenzen sei binnen sieben Tagen um 50 Prozent gestiegen.

20:12 Uhr - Treffen der EU-Finanzminister wird verschoben

Das für Freitag geplante Treffen der EU-Finanzminister wird verschoben. Es gebe noch keinen neuen Termin, da mehr Vorbereitung im Vorfeld nötig sei, sagt ein EU-Vertreter. Auf dem Treffen sollten Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus beraten werden.

19:50 Uhr - Zahl der Fälle in Frankreich steigt rapide

In Frankreich ist die Zahl der Coronavirus-Infektionen erneut massiv gestiegen. Die Zahl der positiv auf Sars-CoV-2 getesteten Menschen liege bei 9.134, sagte Gesundheitsdirektor Jérôme Salomon am Mittwochabend. Innerhalb von 24 Stunden ist das ein Anstieg um mehr als 1.400. Die Zahl der Toten ist um 89 auf 264 gestiegen. Der Zustand von 931 Patientinnen und Patienten sei ernst. Die Hälfte der Patienten auf Intensivstationen sei jünger als 60 Jahre alt, so Salomon. Unter den Todesopfern seien sieben Prozent jünger als 65.

19:39 Uhr - Berlins Regierender Bürgermeister in Quarantäne

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat sich nach der Coronavirus-Diagnose des israelischen Botschafters vorsorglich in Quarantäne begeben. Das berichteten am Mittwochabend übereinstimmend "rbb" und "Tagesspiegel" nach Informationen aus der Senatskanzlei. Zudem sollen demnach er sowie Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne), Kultursenator Klaus Lederer (Linke) und der Präsident des Abgeordnetenhauses Klaus Wieland auf das Virus getestet werden. Die Senatskanzlei war am Mittwochabend nicht mehr für eine Stellungnahme zu erreichen.

19:32 Uhr - Ausgangsbeschränkungen in Luxemburg: Geldstrafen drohen

In Luxemburg sind am Mittwoch eine Reihe von Not-Verordnungen in Kraft getreten. Bei Verstößen gegen strenge Ausgangsbeschränkungen drohten Geldstrafen, kündigte der luxemburgische Regierungschef Xavier Bettel am Mittwochabend an. Cafés oder Restaurants, die in Zukunft noch geöffnet seien, müssten eine Geldstrafe von 4.000 Euro zahlen. Im Wiederholungsfall werde sie verdoppelt. Wer auf den Straßen unterwegs sei, ohne dafür einen guten Grund zu haben, werde mit einer Geldbuße von 145 Euro verwarnt.

19:23 Uhr - Arbeitslosigkeit in Österreich durch Corona-Krise deutlich gestiegen

Die Corona-Krise und die damit verbundenen Einschränkungen des alltäglichen Lebens in Österreich machen sich bereits auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar. In der Alpenrepublik stieg die Zahl der Arbeitslosen von Sonntagabend bis Dienstagabend um rund 49 000. Das sagte der Chef des Arbeitsmarktservice AMS, Johannes Kopf, am Mittwoch der österreichischen Nachrichtenagentur APA. Das AMS ist vergleichbar mit der Bundesagentur für Arbeit in Deutschland. Zum Vergleich: Ende Februar gab es etwas mehr als 399.000 Arbeitslose und Schulungsteilnehmer in Österreich. Rund 20.000 der neuen Arbeitslosen waren vorher in Beherbergungen und der Gastronomie beschäftigt.

19:11 Uhr - Deutschland weitet Einreisebeschränkungen für EU-Bürger aus

Deutschland weitet die bereits an fünf Landesgrenzen geltenden Einreisebeschränkungen wegen der Ausbreitung des Coronavirus nun auch auf Flüge und den Schiffsverkehr aus. Wie das Bundesinnenministerium am Mittwochabend mitteilte, dürfen auch EU-Bürger künftig nicht mehr per Flugzeug oder Schiff aus Österreich, Spanien, Italien, der Schweiz, Luxemburg und Dänemark nach Deutschland reisen. Wer aus einem EU-Staat kommt, darf aber noch auf einem deutschen Flughafen landen, wenn er von dort aus weiter in sein Heimatland reist.

18:45 Uhr - Schulen in Großbritannien bis auf Weiteres geschlossen

Der Schulbetrieb in ganz Großbritannien soll wegen der Coronakrise am Freitag eingestellt werden. Das teilte der britische Premierminister Boris Johnson in London mit. Zuvor hatten auch die Regionalregierungen in Schottland, Wales und Nordirland Schulschließungen angekündigt. "Wir haben beschlossen, dass dies der richtige Moment ist, um das zu tun", sagte Johnson bei einer Pressekonferenz im Regierungssitz Downing Street. Prüfungen im Mai und Juni würden nicht wie geplant stattfinden, so Johnson.

Die britische Regierung hatte sich mit drastischen Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus bislang zurückgehalten und war dafür heftig kritisiert worden.

18:30 Uhr - Angela Merkel appelliert: "Halten Sie sich an die Regeln"

ACHTUNG: SPERRFRIST 18. MÄRZ 18:30 UHR.  - HANDOUT - 18.03.2020, Berlin: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) aufgenommen bei der Aufzeichnung einer Fernsehansprache im Bundeskanzleramt zum Verlauf der Corona-Pandemie. Foto: Steffen Kugler/Bundesregie
Coronavirus - Merkel hält Fernsehansprache
Steffen Kugler nic, dpa, Steffen Kugler

In einem bislang einzigartigen Appell hat sich Kanzlerin Angela Merkel an die Bürger gewandt: "Es ist ernst. Nehmen Sie es auch ernst. Seit der Deutschen Einheit, nein, seit dem Zweiten Weltkrieg gab es keine Herausforderung an unser Land mehr, bei der es so sehr auf unser gemeinsames solidarisches Handeln ankommt." Das Corona-Virus verändere das Leben derzeit dramatisch und stelle das Miteinander und das öffentliche Leben wie nie zuvor auf die Probe.

18:22 Uhr - Bald 36 000 Infizierte in Italien erfasst

In Italien gibt es inzwischen mehr als 35.700 nachweislich mit dem Coronavirus infizierte Menschen. Die Zahl der Toten im Zuge der Pandemie stieg um mehr als 470 auf rund 3.000. Diese Zahlen gab der Zivilschutz in Rom am Mittwoch bekannt. Damit kamen innerhalb eines Tages mehr als 4.000 Nachweise hinzu. Die Dunkelziffer nicht erfasster Infektionen dürfte Experten zufolge allerdings sehr hoch sein. Italien ist in Europa derzeit am härtesten von der Ausbreitung der neuen Lungenkrankheit Covid-19 getroffen.

18:19 Uhr - WHO koordiniert Coronavirus-Studie mit fünf Medikamenten

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) leitet eine großangelegte Studie zur Wirksamkeit von fünf Medikamenten bei der Behandlung von Coronavirus-Infizierten. Krankenhäuser in neun Ländern beteiligten sich bereits daran, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Mittwoch in Genf. Darunter sind Frankreich, der Iran, Norwegen und Spanien. Deutschland erwähnte Tedros nicht. Die Zahl der nachgewiesenen Fälle weltweit überschritt am Mittwoch die Marke von 200.000 weltweit. Mehr als 8.000 Infizierte starben. Unter den getesteten Wirkstoffen sind antivirale Medikamente, die etwa gegen das HI-Virus entwickelt wurden, das die Immunschwächekrankheit Aids auslösen kann.

Außerdem appelliert die WHO an die Weltgemeinschaft, verstärkt auf das Coronavirus zu testen, Erkrankte zu identifizieren und zu isolieren.

18:12 Uhr - Österreich kontrolliert ab Mitternacht Grenze zu Deutschland

Österreich kontrolliert ab Donnerstag, 00.00 Uhr, aufgrund der Ausbreitung des neuen Coronavirus die Grenze zu Deutschland. Das bestätigte das österreichische Innenministerium am Mittwoch in Wien.

18:01 Uhr - EU-Ratspräsident ruft Bürger zur Anpassung an die Krise auf

EU-Ratspräsident Charles Michel hat die Europäer zur Anpassung an die Coronakrise aufgefordert. Um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, müssten die Menschen mehr soziale Distanz halten und ihre Mobilität einschränken. "Das ist nicht natürlich, das ist nicht einfach, aber die Krise erfordert die richtigen Antworten. Wir müssen unser Verhalten dementsprechend anpassen", sagte Michel am Mittwoch. Der Ratspräsident forderte die Bürger auf, persönliche Verantwortung im Kampf gegen eine weitere Ausbreitung der Lungenkrankheit Covid-19 zu übernehmen.

17:51 Uhr – Trump schickt Krankenhausschiff nach New York

20.01.2010, Haiti, Port-Au-Prince: Das Spitalschiff der Mercy-Klasse USNS Comfort mit rund 1000 Kabinen ankert vor der Küste von Haiti ihm Rahmen der Hilfsoperation «Operation Unified Response», mit dem das US-Militärs auf das Erdbeben in dem Land re
Das schwimmende Krankenhaus verfügt über 1.000 Räume und mehrere Operationssäle.
OS JLW, dpa, Mc2 Chelsea Kennedy

Im Kampf gegen das Coronavirus soll die US-Marine das Krankenhausschiff "USNS Comfort" nach New York schicken. US-Präsident Donald Trump bereite die Entsendung des Lazarettschiffes vor, sagte der Gouverneur des Bundesstaates New York, Andrew Cuomo. Das schwimmende Krankenhaus verfügt über 1.000 Räume und mehrere Operationssäle. Cuomo sprach von einem "außerordentlichen Schritt".

Stand Mittwochmorgen wurden der New York Times zufolge 1.339 Personen in der Stadt positiv auf das Coronavirus getestet, 814 mehr als am Dienstag. Trump kündigte zudem eine weitgehende Schließung der Grenze zu Kanada an.

Außerdem will die US-Regierung Medienberichten zufolge rund 500 Milliarden Dollar (450 Milliarden Euro) direkt an Steuerzahler verteilen, um die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Epidemie abzufedern.

17:44 Uhr - Zahl der Toten steigt in England auf fast 100

In England ist die Zahl der Todesfälle in Folge des Coronavirus binnen eines Tages um fast 50 Prozent auf 99 gestiegen. Das teilen die englischen Gesundheitsbehörden mit.

17:38 Uhr - Verbraucher sollen Gas-Zählerstände selbst ablesen

Verbraucher in Berlin sollen ihre Gaszähler fortan selbst ablesen. "Um die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen", schicke die Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg (NBB) zunächst keine Mitarbeiter mehr in die Wohnungen, um den Zählerstand zu notieren, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Die NBB liest jeden Monat bei jeweils mehreren zehntausend Kunden die Stände ab. Die Verbraucher werden gebeten, diese nun online, telefonisch oder per Rücksendekarte selbst zu übermitteln.

"Damit will die Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg gewährleisten, dass die Gasrechnung des Lieferanten trotz der derzeitigen Einschränkungen pünktlich beim Kunden ankommt." Ausnahme seien Häuser, in denen die Zähler im Keller angebracht seien und ein Kontakt zu den Bewohnern ausgeschlossen werden könne. Hier kämen die Mitarbeiter nach wie vor selbst.

17:33 Uhr - Saarland bittet Bundeswehr wegen Coronavirus um Hilfe

Das Saarland hat in der Coronakrise die Unterstützung der Bundeswehr angefordert. Es laufen derzeit zwei Anträge auf Amtshilfe, wie eine Sprecherin des saarländischen Innenministeriums am Mittwoch mitteilte. Zuvor hatte die "Saarbrücker Zeitung" darüber berichtet.

Es gehe vor allem um die Bereitstellung von medizinischem Personal und Material, sagte die Sprecherin weiter. Der Andrang an den Testzentren im Land sei groß. Zudem solle die Bundeswehr bei der Suche nach Örtlichkeiten für sogenannte Abstrich-Zentren helfen. So könnten Kasernen als Testzentren dienen.

17:23 Uhr - Wer sagt, dass Deutsche nur Mehl und Klopapier horten

Kondome in einer Reihe, uebereinander liegend | condoms in a row, one upon the other
Laut Ritex GmbH hamstern die Deutschen nicht nur Mehl und Klopapier, sondern auch Kondome.
picture alliance / blickwinkel/M, McPHOTOs

Über die Social Media Kanäle verbreitet sich gerade die Meldung, dass die Franzosen sich in der aktuellen Corona-Krise mit Rotwein und Kondomen eindecken, wohingegen die Deutschen Mehl und Klopapier horten. "Das können wir so nicht bestätigen", sagt Robert Richter, Geschäftsführer der Ritex GmbH. Die Nachfrage nach Ritex Kondomen habe sich im aktuellen Monat gegenüber dem Vorjahreszeitraum fast verdoppelt. "Wir sehen hier sicherlich Vorratskäufe, um auch bei denkbaren Versorgungsengpässen nicht auf intime Zweisamkeit verzichten zu müssen", so Richter weiter.

Die Belieferungen mit Ritex Kondomen sei aber auf absehbare Zeit sicher. "Wir produzieren unsere Ware ausschließlich hier in Deutschland und sind daher nur in begrenztem Rahmen von den internationalen Lieferketten abhängig", kann Richter beruhigen. Bei allen notwendigen Produktionsstufe, wie beispielsweise Naturkautschuklatex, seien gute Bestände bei Ritex auf Lager. In der Produktion müssten grundsätzlich hohe Hygienestandards eingehalten werden, sodass die aktuelle Situation keine Einschränkung der Produktionsabläufe mit sich brächte.

Aber auch Sextoys erfreuen sich zurzeit immer größerer Beliebtheit. Seit Jahresbeginn liegen die Verkäufe von Vibratoren und Co. deutlich über den Prognosen.

17:20 Uhr - Ausgangssperren: Italien nutzt Daten von Mobiltelefonen

Italien nutzt auch die Daten von Mobiltelefonen, um sich während der Coronakrise ein Bild über die Befolgung der verhängten Ausgangssperren zu machen. In der Lombardei bewegten sich "40 Prozent der Menschen immer noch frei", sagte der Gesundheitsbeauftragte der besonders betroffenen Region, Giulio Gallera, am Mittwoch im Sender Rai. Die Daten kämen von Mobilfunkbetreibern, jedoch ohne die privaten Angaben der Nutzer. "Niemand kontrolliert das im Stil von Big Brother", versicherte Gallera.

Die italienische Regierung erwägt weitere Maßnahmen, damit die Menschen wirklich nur noch in dringendsten Fällen nach draußen gehen. Bisher machen einige immer noch Spaziergänge oder joggen - was eigentlich vermieden werden soll. Seit die Ausgangssperre in Kraft ist - seit dem 10. März -, wurden nach Angaben des Innenministeriums mehr als eine Millionen Menschen kontrolliert. Rund 45.000 seien wegen Nichtbeachtung der Regeln angezeigt worden.

16:48 Uhr - Charité-App bietet Entscheidungshilfe für Coronavirus-Test

Die Berliner Charité bietet ab sofort eine App als Entscheidungshilfe für einen Test auf das neue Coronavirus an. Wenn Nutzer online einen Fragebogen beantworten, erhalten sie Handlungsempfehlungen, teilte die Berliner Uni-Klinik am Mittwoch mit. Die " CovApp" erbringe keine diagnostischen Leistungen. Sie könne aber dabei helfen, die Notwendigkeit eines Arztbesuches oder Tests auf das Virus besser einzuschätzen.

Bei den Fragen gehe es zum Beispiel um aktuelle Symptome, Reisen und mögliche Kontakte. Nutzer erhielten nach Beantwortung des Fragenkatalogs auch die medizinisch relevanten Informationen für ein etwaiges Arztgespräch. Darüber hinaus gebe es Infos, wie sich das eigene Infektionsrisiko reduzieren lasse.

16:46 Uhr - Schweiz verschärft Einreisebeschränkungen weiter

Zum Schutz der Bevölkerung vor dem Coronavirus dehnt die Schweiz die Einreisebeschränkungen auf Spanien aus. Die Einreise aus Spanien, Deutschland, Österreich, Frankreich und Italien sei nur noch Schweizer Bürgern, Personen mit einer Aufenthaltsgenehmigung erlaubt sowie Personen, die aus beruflichen Gründen in die Schweiz reisen müssten. Zudem setze die Regierung die Erteilung von Schengenvisa wie auch von nationalen Visa für Angehörige von Drittstaaten für vorerst drei Monate aus.

16:40 Uhr - Lombardei-Präsident warnt: Können Kranke bald nicht mehr versorgen

Der Präsident der Lombardei, Attilio Fontana, hat wegen der extrem vielen Coronakranken vor dem endgültigen Kollaps des Gesundheitssystems in seiner Region gewarnt. "Leider gehen die Zahlen der Infektionen nicht zurück, sie bleiben hoch. In Kürze sind wir nicht mehr in der Lage, den Kranken eine Behandlung zu bieten", sagte er nach Angaben von Medien am Mittwoch. Fontana (67) richtete den Appell an die Bürger, sich an die Ausgangssperren zu halten: "Jedes Verlassen der Wohnung ist ein Risiko für Sie und andere, wir fordern dieses Opfer, um Menschenleben zu retten."

Die Lombardei, in der die Metropole Mailand und die heftig von der Krankheit Covid-19 betroffenen Zone um Bergamo liegen, verzeichnet rund die Hälfte der über 30.000 offiziell erfassten Coronavirus-Fälle in Italien. Der Politiker der rechten Lega sagte, ein neu konzipiertes Lungenkrankenhaus auf der Messe in Mailand könne zum Modell für andere Teile Italiens werden.

16:36 Uhr - Erste Ausgangssperre in Bayern verhängt

Das Landratsamt Tirschenreuth hat wegen der Verbreitung des Coronavirus für die Stadt Mitterteich eine Ausgangssperre verhängt. Es ist die erste Stadt in Bayern mit einer solchen Maßnahme. Sie soll bis zum 2. April dauern, wie die Behörde mitteilte.

16:30 Uhr - Menschen warten bis zu sieben Tage auf Ergebnis von Corona-Test

Bürger, die sich auf das Coronavirus Sars-CoV-2 testen lassen, müssen in Deutschland mancherorts Geduld mitbringen. An einigen Orten sind die Labore überlastet, was zu langen Wartezeiten bis zum Vorliegen des Testergebnisses führt, wie es aus verschiedenen Bundesländern hieß. So müssen etwa getestete Menschen in Hannover der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) zufolge bis zu zwei Tage auf ein Ergebnis warten. In Bayern sind es laut der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) fünf bis sieben Tage.

Gleichzeitig berichten Menschen unter anderem bei Twitter von teilweise langen Schlangen vor Testzentren in verschiedenen Städten. Eine Frau erzählt von chaotischen Zuständen und langen Wartezeiten in der Teststation eines Berliner Krankenhauses.

Bundesweit liegen die Testkapazitäten laut dem Chef des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, bei etwa 160.000 pro Woche. Sie seien noch weiter zu steigern, zum Beispiel unbürokratisch mit Hilfe des Bereichs Tiermedizin. Das sei möglich, da solche Labore etwa durch die Blauzungenkrankheit auf die Testmethode eingestellt seien.

Getestet werden sollen nach Kriterien des RKI nur Patienten, die Symptome haben und in einem der Risikogebiete waren oder in den vergangenen zwei Wochen Kontakt zu nachweislich Infizierten hatten. Bei diesen Menschen sei die Wahrscheinlichkeit höher, dass sie tatsächlich mit Sars-CoV-2 infiziert sind.

16:21 Uhr - Anbieter stoppen E-Scooter-Verleih

Große Anbieter von E-Scootern und Elektrofahrrädern haben den Betrieb wegen der hohen Ansteckungsgefahr durch SARS-CoV-2 eingestellt. In Deutschland stoppten bis auf weiteres der zu Uber gehörende Anbieter Jump und die E-Scooter-Anbieter Lime und Bird, wie sie am Mittwoch mitteilten. Es handle sich dabei um eine reine Vorsichtsmaßnahme, hieß es von Jump. Die Fahrdienstleister-Angebote von Uber in Deutschland sind nicht betroffen.

Der Anbieter Voi kündigt auf seiner internationalen Website an, den Betrieb aufrechtzuerhalten, die Flotten aber anzupassen. Voi empfahl seinen Kunden vor zehn Tagen bereits, die Fahrzeuge mit Handschuhen zu nutzen. Auch das Leihfahrrad-Angebot der Bahn, Call a Bike, mit seinen rund 16.000 Fahrrädern steht nach Angaben eines Sprechers weiter zur Verfügung.

16:16 Uhr - Hotline für einsame Senioren bundesweit erreichbar

Vom Besuch bei Oma und Opa wird derzeit abgeraten - dafür ist jetzt wegen der Coronavirus-Krise eine Berliner Hotline für einsame Senioren bundesweit erreichbar. "Das Silbertelefon kann jetzt aus ganz Deutschland angerufen werden", teilte Initiatorin Elke Schilling vom Verein Silbernetz am Mittwoch mit. Förderer hätten angesichts der besonderen Situation grünes Licht für die Ausweitung des Angebots gegeben. "Wir rechnen damit, dass die Corona-Isolation viel Gesprächsbedarf bedeutet."

Damit sich das neue Coronavirus nicht so schnell verbreitet, sind die Menschen in Deutschland momentan aufgerufen, ihre sozialen Kontakte einzuschränken. Auch bei mobilen Älteren entstünden dadurch Isolation, die Angst vor Einsamkeit und auch neue Ängste, erklärte Schilling. Man wolle für die Senioren auch Brücken zu Angeboten von Nachbarschaftshilfe schlagen, hieß es.

Wer einfach mal reden wolle, könne die kostenfreie Telefonnummer 0800 4708090 wählen. Die Hotline ist den Angaben zufolge zwischen 8.00 und 22.00 Uhr erreichbar. Anrufer können anonym bleiben.

16:10 Uhr - Sechster Corona-Todesfall in Bayern

In Bayern ist ein sechster Mensch nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. "Bei diesem Todesfall handelt es sich nach Angaben des Landratsamtes Landsberg am Lech um einen 71-jährigen Patienten mit Vorerkrankungen", teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in München am Mittwoch mit.

Insgesamt gibt es im Freistaat mindestens 1.798 Menschen, die positiv auf Sars-CoV-2 getestet wurden. Darin eingerechnet sind unter anderem die ersten 14 Infizierten, die mit dem Autozulieferer Webasto aus Gauting-Stockdorf in der Nähe Münchens in Zusammenhang standen.

16:01 Uhr - RKI nutzt Handydaten für Coronavirus-Forschung

Um die aktuelle Lage beurteilen zu können, greift das Robert-Koch-Institut (RKI) auf millionenfache Handydaten zurück. Der Marktführer Deutsche Telekom stellt den Wissenschaftlern erstmals anonymisierte Kundeninformationen zur Verfügung. Es gehe darum, zu ermitteln, ob die von der Bundesregierung beschlossenen Instrumente wirksam seien, sagte RKI-Chef Lothar Wieler am Mittwoch in Berlin. "Denn wenn die Menschen sich weiterhin so mobil verhalten, wie sie es bis vor einer Woche gemacht haben, dann wird es schwer, das Virus einzudämmen."

RKI-Wissenschaftler könnten mit den Informationen der 46 Millionen Mobilfunkkunden Bewegungsströme abbilden, um Prognosen über die Ausbreitung von Covid-19 in Deutschland zu treffen, sagte eine Telekom-Sprecherin. Die Daten ließen sich auf Bundesländer- wie auch Kreisebene herunterbrechen. Wieler gab sich zuversichtlich, damit Prognosen für die Entwicklung der Infektionszahlen erstellen zu können. Laut der Telekom-Sprecherin wurden am Dienstagabend einmalig Daten im Umfang von fünf Gigabyte an das RKI übermittelt. "Das ist eine Sondersituation. Wir helfen gern und unentgeltlich", sagte die Sprecherin. Ob es weitere Datenlieferungen geben werde, müsse sich noch zeigen.

15:58 Uhr - Erste Maschine mit Urlaubsrückkehrern in München gelandet

Die erste Maschine der Rückholaktion für Deutsche aus dem Ausland ist am Mittwochnachmittag in München angekommen. Der Lufthansa-Flug LH 1749 aus Tunis landete um 14.20 Uhr, zehn Minuten früher als geplant, auf dem Airport Franz Josef Strauß.

Im Rahmen der größten Rückholaktion in der Geschichte der Bundesrepublik sollten nach Angaben des Auswärtigen Amts am frühen Abend noch zwei Maschinen aus Ägypten in München landen. Drei aus Marokko hatten das Ziel Frankfurt am Main.

15:40 Uhr - China schickt Franzosen eine Million Schutzmasken und Handschuhe

China versorgt Frankreich nach Angaben des Außenministeriums in Paris mit einer Million Mundschutzmasken und Handschuhen, um bei der Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie zu helfen. Eine erste Ladung sei bereits in Frankreich angekommen. Ein weiteres Flugzeug werde für Donnerstag erwartet. In Frankreich sind Masken und Handschuhe für Ärzte und Pflegepersonal knapp. Als das Virus in Chinas Epizentrum Wuhan ausgebrochen war, hatte die Regierung in Paris etwa 17 Tonnen Ausrüstung in die Volksrepublik geschickt.

15:02 Uhr - Polizei geht gegen Partys vor

Die Brandenburger Polizei hat im Zuge der Corona-Krise seit Dienstag an mehreren Orten Menschenansammlungen sowie Partys aufgelöst. In Teltow (Potsdam-Mittelmark) sprachen Polizisten am Dienstagnachmittag wegen Ruhestörung einen Platzverweis gegen zahlreiche Jugendliche aus, die sich an einer Schule aufhielten, Alkohol tranken und laut waren. In Werder (Havel) wurden Beamte am Dienstagabend zur Regattastrecke gerufen, an der sich etwa 40 Personen in kleineren Gruppen aufhielten. Sie seien belehrt worden, teilte die Polizei am Mittwoch mit.

Etwa 50 Menschen feierten am späteren Dienstagabend im Park Babelsberg eine Party. Als die Polizei eintraf, hatte die Gruppe den Ort bereits wieder verlassen. In Kleinmachnow gaben sich mehrere Jugendliche ebenfalls am Dienstagabend auf einem Spielplatz ein Stelldichein und zündeten ein Feuer an. Noch bevor die Polizei einschreiten konnte, hatte die Feuerwehr das Lagerfeuer gelöscht und die Gruppe wurde nicht mehr angetroffen. Am Peter-Weiss-Platz in Potsdam lösten Beamte am Dienstagabend eine Gruppe von etwa 50 Personen auf und sprachen einen Platzverweis aus.

14:30 Uhr - ESC abgesagt

Der für Mai geplante Eurovision Song Contest in Rotterdam wurde abgesagt.

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14:23 Uhr - Rewe-Süd will Kassierer mit Plexiglaswänden schützen

Zum Schutz vor dem Coronavirus sitzen die Kassierer in bayerischen Rewe-Filialen künftig hinter Plexiglasscheiben. Die Schutzwände seien 1,5 Meter hoch und von Donnerstag an werde landesweit mit dem Aufbau in den Geschäften begonnen, sagte Volker Hornsteiner, Vorsitzender der Geschäftsleitung Region Süd REWE Group.

Die Schutzwände haben laut Hornsteiner keine Möglichkeiten zum Durchgriff. So sollen die Mitarbeiter vor einer Ansteckung mit dem sich rasant in Deutschland ausbreitenden Coronavirus geschützt werden. Um die Kunden untereinander zu schützen, könne er sich Abstandsmarkierungen an den Kassen, wie in anderen Ländern bereits üblich, vorstellen.

14:02 Uhr - Neuste Zahlen: Mehr als 10.000 Infizierte in Deutschland

Die neusten Zahlen zeigen: Weltweit haben sich mehr als 200.000 Menschen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 angesteckt. Mehr als 8.000 sind daran gestorben. In Deutschland ist die Zahl seit heute Morgen um 709 Fälle gestiegen. Es sind jetzt mehr als 10.000 Menschen mit dem Virus infiziert. Hier die Übersicht:

  • Italien: 31.506 Infizierte 2.503 Tote
  • Spanien: 13.784 Infizierte 602 Tote
  • Deutschland: 10.069 Infizierte 26 Tote
  • Frankreich: 7.696 Infizierte 148 Tote
  • Weltweit: 203.529 Infizierte 8.205 Tote

13:57 Uhr - Wegen Corona-Krise: Deutschland setzt humanitäre Flüchtlingsaufnahme aus

Deutschland setzt in der Coronavirus-Krise die humanitäre Aufnahme von Flüchtlingen aus dem Ausland aus. Das berichtet die Funke Mediengruppe unter Berufung auf das Bundesinnenministerium.

13:35 Uhr - RTL überträgt TV-Ansprache von Angela Merkel um 19:15 Uhr

Auch RTL überträgt die TV-Ansprache von Angela Merkel, in der die Bundeskanzlerin die Bürger zur aktuellen Corona-Lage informieren will. Die Ansprache wird um 19:15 Uhr gesendet - direkt nach dem halbstündigen "RTL Aktuell Spezial" um ab 18:45 Uhr. Auch ntv überträgt die komplette Rede der Kanzlerin. in den 18-Uhr-Nachrichte sollen bereits die wichtigsten Auszüge daraus gezeigt werden.

13:26 Uhr - Impfstoff gegen Coronavirus im Frühjahr 2021 realistisch

Das Robert Koch-Institut hat Hoffnungen auf einen baldigen Impfstoff gegen das Coronavirus gedämpft. "Ich persönlich schätze es als realistisch ein, dass es im Frühjahr 2021 sein wird", sagte Präsident Lothar Wieler. Alles, was bürokratisch machbar sei, müsse getan werden. Klinische Testphasen aber könne man nicht verkürzen. "Wir müssen ein Sicherheitsprofil haben. Impfstoffe können ja Nebenwirkungen haben."

Zuvor hatte Dietmar Hopp, Miteigentümer des Tübinger Pharmaunternehmens CureVac, davon gesprochen, möglicherweise bereits im Herbst einen Impfstoff liefern zu können. "Jeder wird genauso glücklich sein wie ich, wenn es den Impfstoff früher gibt", sagte Wieler. Die Epidemie werde noch viele Wochen und Monate im Land unterwegs sein.

13:12 Uhr - Österreich will Wirtschaft mit 38 Milliarden Euro unter die Arme greifen

Die österreichische Bundesregierung hat ein Hilfspaket in Höhe von 38 Milliarden Euro angekündigt, um der Wirtschaft durch die Coronakrise zu helfen. Teile des Pakets seien Steuerschuldungen, Haftungen für Kredite und Notfallhilfen, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz.

13:09 Uhr - Niederländische Inseln wollen im Moment keine Touristen.

Deutsche Inseln sind wegen der Ausbreitung des Coronavirus schon für Touristen gesperrt. Das wünschen sich jetzt auch die Niederländer. Gäste seien normalerweise immer herzlich willkommen, hieß es in einem gemeinsamen Aufruf der Bürgermeister der fünf Inseln im Wattenmeer. "Dennoch rufen wir Touristen auf, in den kommenden Wochen möglichst zu Hause zu bleiben, um das Risiko für die Inselbewohner und die Gäste zu begrenzen." Das Gesundheitssystem auf den Inseln müsse nicht auf eine unnötige Belastungsprobe gestellt werden.

Die niederländischen Inseln Texel, Vlieland, Terschelling, Ameland und Schiermonnikoog sind beliebte Ausflugsziele auch deutscher Touristen, insbesondere aus dem benachbarten Niedersachsen und aus Nordrhein-Westfalen. Eine behördliche Einreisesperre für Touristen gibt es für die niederländischen Inseln, anders als in Deutschland, bisher nicht.

12:58 Uhr - Tschechien führt Mundschutz-Zwang in der Öffentlichkeit ein

Alle Menschen in Tschechien müssen im Kampf gegen das neuartige Coronavirus in der Öffentlichkeit eine Mund- und Nasenbedeckung tragen. Das beschloss das Kabinett des populistischen Regierungschefs Andrej Babis.

Zur Bedeckung von Mund und Nase könnten medizinische Mund- und Atemschutzmasken, aber auch ein Schal, ein Tuch oder eine Sturmhaube dienen, sagte eine Sprecherin des Innenministeriums in Prag der Deutschen Presse-Agentur. Die Maßnahme trete in der Nacht zu Donnerstag in Kraft. Tschechien hatte den Notstand ausgerufen und die Bürgerinnen und Bürger aufgefordert, sich so weit wie möglich zu Hause zu isolieren.

12:26 Uhr - NRW-Minister droht Einwohnern mit Zwangsmaßnahmen

NRW-Familienminister Joachim Stamp droht Einwohnern damit, dass es Zwangsmaßnahmen geben sollte, wenn Menschen sich nicht an Hinweise halten.

"Wir haben jetzt keine Möglichkeit zu akzeptieren, dass es jetzt so was wie Corona-Partys gibt. Das ist unverantwortlich. Wir müssen jetzt sehen, dass die sozialen Kontakte wirklich unterbunden werden. An die frische Luft bitte nur alleine oder nur mit den direkten Kindern. Aber bitte nicht in Menschengruppen, sonst werden wir die Infektionsketten nicht beenden können. Und ich sage das auch in aller Deutlichkeit: Wenn es nicht ein anderes Verhalten gibt, dann wird es automatisch auch zu drastischeren Maßnahmen kommen."

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12:16 Uhr - Post verzichtet bei Paketen auf Unterschrift

Um die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen, verzichtet die Deutsche Post DHL ab sofort bei der Übergabe von Paketen und Einschreiben auf die Unterschrift des Empfängers. Ein Unternehmenssprecher sagte am Mittwoch, stattdessen dokumentierten die Zusteller die erfolgreiche Auslieferung mit ihrer eigenen Unterschrift. «So reduzieren wir den persönlichen Kontakt zwischen den Empfängern und unseren Zustellern und vermeiden eine mögliche Übertragung von Viren über Handscanner und Stift», betonte das Unternehmen.

Wem selbst das noch zuviel Kontakt ist, dem rät das Unternehmen, sich seine Pakete an eine Packstation senden zu lassen oder einen Ablageort für die Lieferung zu vereinbaren.

12:06 Uhr - Schulen in Großbritannien bleiben offen

Die britische Regierung gerät zunehmend unter Druck, wie in anderen Ländern auch Schulen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie zu schließen. Immer mehr Schuldirektoren klagten am Mittwoch darüber, dass sie angesichts zahlreicher erkrankter Lehrer den Betrieb ohnehin kaum noch aufrecht halten könnten. Auch viele Schüler würden wegen der Ausbreitung der Krankheit inzwischen nicht mehr zum Unterricht kommen. Eltern sind wütend und fragen sich, warum die Regierung einerseits dazu rät, soziale Kontakte einzuschränken, andererseits aber gegen die Schließung von Schulen ist. Mehr als 670.000 Menschen haben inzwischen eine Petition auf der Internetseite des Parlaments unterzeichnet, mit der die Regierung aufgefordert wird, endlich die Lehranstalten vorläufig dichtzumachen.

Doch erst am Dienstag verteidigte der wissenschaftliche Chefberater der Regierung, Patrick Vallance, diese Haltung vor einem Parlamentsausschuss. Schulschließungen seien zwar als Option "auf dem Tisch", sollten aber derzeit nicht vorgenommen werden, sagte er. Doch womöglich fällt der Unterricht demnächst schon allein wegen Personalmangels auf breiter Front aus. Der Generalsekretär der Schul- und Universitätsleiter-Gewerkschaft, Geoff Barton, sagte der BBC, er habe von einigen "sehr erfahrenen Schuldirektoren" erklärt bekommen, dass sie ihre Einrichtungen wohl kaum über Freitag hinaus offen halten könnten. In einem Fall etwa hätten sich 17 Mitglieder des Kollegiums krankgemeldet. "Und ich denke, das wird sich quer durchs Land wiederholen." Einige Schulen schließen entsprechend bereits, bieten aber noch eine Notbetreuung für Kinder von Eltern an, die etwa im Gesundheitswesen arbeiten.

11:45 Uhr - Tübinger Ärzte wollen Medikament gegen Covid-19 testen

Das Tübinger Institut für Tropenmedizin will das Medikament Chloroquin im Kampf gegen Corona-Erkrankungen testen. Wie Institutsdirektor Peter Kremsner mitteilte, soll in der kommenden Woche eine Studie an Menschen beginnen. Laut Kremsner ist Chloroquin schon sehr lange als Mittel gegen Malaria auf dem Markt. Es wirke aber auch gegen viele Viren - auch gegen Sars-CoV-2, wie zumindest Versuche im Reagenzglas zeigten. Die Forscher wollen nun testen, ob das Mittel wirklich hilft. Auch in China und Italien seien schon Menschen damit behandelt worden. ​

11:24 Uhr - Spahn sagt seine Geburtstagsparty ab

Eigentlich wollte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (39) im Mai seinen 40. Geburtstags groß feiern. Wegen der Corona-Krise wird daraus jedoch nichts. "Die Party habe ich abgesagt", sagte der CDU-Politiker der Zeitschrift "Bunte". Es müssten alle mithelfen, dass das Gesundheitswesen die Herausforderungen des neuartigen Virus meistert. "Niemandem fällt es leicht, seinen Alltag umzustellen und auf Dinge zu verzichten."

11:18 Uhr - Pinguine dürfen besucherfreies Aquarium erkunden

Nicht für alle sind die Einschränkungen durch die Corona-Krise ein Nachteil. Im Shedd Aquarium in Chicago durften die Pinguine die menschenleeren Ausstellungsräume erkunden. Für Besucher hat das Aquarium geschlossen. Nur noch Tierpfleger und Tierärzte sind vor Ort und kümmern sich um die Tiere. Wie die Pinguine ihr "sturmfreies" Zuhause erkunden - in unserem Video.

Chicago: Pinguine bekommen wegen Corona Freigang Erkundungstour durchs Aquarium
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