Ein strahlendes Lachen zu einem Jubiläum sieht anders aus. Aber die Bilder, die jetzt seit zehn Jahren auf Tabakwaren in Deutschland kleben, sollten ja auch abschrecken. Vor dem Hintergrund der EU-Tabakrichtlinie beschließt der Bundestag, die Schockbilder auf den Schachteln
„Ich will , dass vor allem die Einsteiger oder die potenziellen Einsteiger, die Jugendlichen , die jungen Leute , dass die abgehalten werden , davon zu rauchen. Sozusagen eine Vergeltungsstrategie.
Inzwischen belegen Studien der Weltgesundheitsorganisation: BILDER wirken tatsächlich stärker als nur Text, sie lösen mehr Ekel und Angst aus. Hinzu kommt, dass die Zahl der Raucher in Deutschland seit Jahren tendenziell zurückgeht. Heute raucht nur noch etwa ein Viertel der Erwachsenen. Doch liegt das wirklich an den Schock-Fotos? 2016 ist man noch der Meiung: viel Rauch um nichts.
„das ist kein schöner Anblick, aber es wird Raucher trotzdem nicht davon abhalten zu rauchen“
„Ich glaube nicht, dass es viele abschreckt , aber gruselig.“
„Fällt mir nichts zu ein . Ich kaufe eine andere Schachtel , wo ein anderes Bild drauf ist“
Sicher halfen auch andere Maßnahmen: Rauchverbote, höhere Steuern, Werbestopp. Trotzdem reiche das nicht, warnt die Deutsche Krebshilfe. Sie fordert Einheitsverpackungen ohne Logos. In Ländern wie Frankreich oder Dänemark zeigt sich: Auf solchen Schachteln fallen die Warnbilder noch stärker auf, Rauchen wirkt dann wohl weniger „cool“.