Ein vertrauter Moment, den wohl jeder Hundebesitzer kennt. Mandschiit Sangah aus Großbritannien spielt mit ihrem Hund Simba- lässt sich dabei liebevoll abschlecken.
Nur einen Tag später wird sie plötzlich schwer krank. Ihr Zustand verschlechtert sich immer weiter. Als ihr Mann sie schließlich findet, ist die 56-Jährige bewusstlos.
Die Diagnose- Sepsis.
"Hundespeichel kann dann gefährlich werden, wenn die Bakterien in einer Wunde gelangen. Im Hundemaul machen die nix. Und dieser Erreger kann, wenn dies in eine Wunde gelangt zur Sepsis führen."
Eine Sepsis, oder auch Blutvergiftung, ist keine Vergiftung im klassischen Sinn. Es handelt sich um die schwerste Verlaufsform einer Infektion. Sie entsteht, wenn die Abwehrkräfte nicht mehr in der Lage sind, die Ausbreitung einer lokalen Infektion zu verhindern. Erreger dringen in den Blutkreislauf.
"Der Kreislauf wird zentralisiert. Also nur noch die allerlebenswichtigsten Organe werden versorgt. Also ein extrem schnell sich entwickeltes Krankheitsbild, was wenn es nicht entsprechend behandelt wird zum Tod führen kann." "
Auch Mandschiits Ärzte vermuten, dass Hundespeichel über eine kleine Wunde in ihren Körper gelangte und die Infektion auslöste. Um ihr Leben zu retten, müssen beide Beine unterhalb des Knies und beide Hände amputiert werden. 32 Wochen verbringt die 56-Jährige im Krankenhaus, schwebt lange zwischen Leben und Tod.
"Es gibt so unfassbar viele Keime im Maul eines Tieres . Bei der Katze übrigens noch schlimmer als beim Hund , weswegen man auch sofort die Wunde säubern sollte und zum Arzt gehen sollte und im besten Falle sogar noch ein Antibiotikum verschreiben lassen sollte."
Heute ist die Britin wieder zu Hause und kämpferisch wie nie zuvor. Mit modernen Prothesen will sie wieder gehen und arbeiten. Gemeinsam mit ihrem Mann sammelt sie dafür Spenden. Ein Hundekuss veränderte zwar ihr Leben aber ihren Mut hat er ihr nicht genommen.