Die meisten von uns bekommen ihren Vornamen mit der Geburt. Normalerweise gilt ja auch folgendes Prinzip: Die Elternteile müssten sich darüber einig werden. Doch DAS ist nicht immer so. Ein Paar aus Griechenland konnte sich NEUN Jahre nicht einigen. Beide wollten, dass das Baby so heißt wie die jeweiligen Großeltern. Kompromiss ausgeschlossen. Und Doppelnamen lehnte das Gericht ab.
Aber wie läuft das in Deutschland, wenn Eltern partout keinen Namen finden? Wie viel Zeit bleibt ihnen? Knud Bielefeld, Namensforscher: „Eltern sind verpflichtet, innerhalb eines Monats den Namen des Kindes anzuzeigen. Wenn das nicht geschieht, dann wird normalerweise vom Familiengericht entschieden, welcher der Elternteile das entscheiden darf.“
Beruhigend. Dass Kindernamen bei werdenden Eltern schon mal heiß diskutiert werden, ist klar. Kleines Kind, große Entscheidung. Manchmal gibt’s auch Irritationen: „Manchmal nach der Geburt schaut man sich das Kind an und denkt sich ‚Huch nee das schaut aber ganz anders aus‘.“
Es ist ein hochemotionales Thema. Namensforscher Knud Bielefeld weiß, welche kuriosen Namen im Januar 2026 bei uns gewählt wurden: Arika, Florent, Caro Leander, Emiliana, Keenza, Daleyn Jonathan.
Übrigens: Die Experimentierfreude hat in Deutschland Grenzen – etwa bei der Länge. Knud Bielefeld, Namensforscher: „Es eine Empfehlung, fünf Namen zu geben. Und wenn man tatsächlich Doppelnamen vergibt, also zwei Namen, die mit nem Bindestrich versehen sind, dann zählt jeder diese Doppelnamen einzeln und so kann man dann bis zu zehn Namen vergeben.“
Und wie endet die Geschichte in Griechenland? Das Oberste Gericht entschied, dass das Kind den Namen des Heiligen bekommen soll, den die griechisch-orthodoxe Kirche an dessen Geburtstag verehrt. Also etwa: Cornelius oder Lucia.
Ach ja, die beiden Eltern sind inzwischen geschieden. Komisch. Wir verstehen überhaupt nicht, warum.