„Hallo, Johanna Flemming hier. Mein Freund ist bewusstlos. Er hat sehr hohes Fieber. Und er hat eine Wunde am Bein."
Und genau diese Wunde wird für Jonas aus „Gute Zeiten, schlechte Zeiten" lebensbedrohlich. Grippeähnliche Symptome, Fieber und Schlappheit. Bis dann im Krankenhaus die eigentliche Diagnose festgestellt wird.
„Du hast eine Sepsis. Hinten am Bein hat sich eine Wunde entzündet. Wahrscheinlich von letzter Woche. Dein Sturz, als Adrian dich aus dem Rollstuhl gekippt hat. Wahrscheinlich hast du dir die Haut aufgeschürft."
Eine Sepsis, oder auch Blutvergiftung, ist keine Vergiftung im klassischen Sinn. Es handelt sich um die schwerste Verlaufsform einer Infektion. Sie entsteht, wenn die Abwehrkräfte nicht mehr in der Lage sind, die Ausbreitung einer lokalen Infektion zu verhindern. Erreger dringen in den Blutkreislauf. Unbehandelt kommt es zum septischen Schock und Multiorganversagen – schließlich führt eine Sepsis zum Tod.
Das Problem: Oft wird eine Sepsis nicht rechtzeitig erkannt. Symptome sind uneindeutig, so wie im Fall von Jonas.
„Es tut mir total leid. Ich hätte natürlich sehen müssen, dass es keine Grippe war."
„Ach Quatsch. Ich wusste ja selbst nicht, dass ich da eine Wunde habe. Und Johanna hat auch nichts gemerkt."
Jonas hat bei GZSZ nochmal Glück gehabt. In Deutschland stirbt alle sechs Minuten jemand an einer Sepsis. Dabei wären viele Todesfälle vermeidbar.