Private Unfallversicherung: Diese Tarife überzeugen im Test
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Fast 25 Millionen Menschen in Deutschland haben eine private Unfallversicherung. Aber nicht jeder benötigt sie. Der persönliche Bedarf hängt stark von den eigenen Lebensumständen ab. Für wen sich eine Unfallversicherung lohnt und auf welche Details man im Vertrag achten sollte, weiß RTL-Verbraucherexperte Torsten Knippertz.
Fast 25 Millionen Menschen in Deutschland haben eine, aber ist sie wirklich sinnvoll? Stiftung Warentest hat die Tarife genau unter die Lupe genommen. Das Ergebnis zeigt, es gibt gute und günstige Policen, doch im Kleingedruckten lauern teure Fallen.
RTL-Verbraucherexperte Torsten Knippertz erklärt, dass eine private Unfallversicherung eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) niemals ersetzen sollte. Sie ist aber eine wichtige Ergänzung. „Aber manche Menschen werden ja in der BU gar nicht aufgenommen – für die kommt eine private Unfallversicherung natürlich ebenfalls in Betracht“, so der Experte. Sie soll nach einem Unfall mit bleibenden Schäden die finanzielle Grundlage für einen Neuanfang sichern.
Der Test von Stiftung Warentest bringt gute Nachrichten. Es gibt günstige Tarife, die trotzdem eine gute Bewertung erhalten. Knippertz nennt als Beispiele Angebote der "DGV", der "Bayerischen" und der "Ideal". Diese sind besonders für Erwachsene mit einem niedrigen Unfallrisiko geeignet.
Wer einen Vertrag abschließt, muss einige wichtige Punkte beachten. „Man sollte darauf achten, wie hoch ist die Versicherungssumme, ist die hoch genug – was steht im Vertrag?“, rät Knippertz. Es ist entscheidend, wann genau die Versicherung zahlt. Das sollte idealerweise schon geschehen, bevor der endgültige Invaliditätsgrad feststeht. Außerdem sollte die Auszahlung bereits ab einem Prozent Invalidität erfolgen und nicht erst ab 20 Prozent.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die sogenannte Gliedertaxe. „Man sollte auf die sogenannte Gliedertaxe gucken, wie sind da die Prozentsätze, werden die hoch genug angesetzt für wichtige Körperteile, da hilft auf jeden Fall vergleichen!“, betont der Verbraucherexperte. Diese Tabelle legt fest, wie viel Geld es für den Verlust oder die Funktionseinschränkung bestimmter Körperteile gibt. So gibt es für einen Arm beispielsweise 70 Prozent der Versicherungssumme, für einen Fuß 40 Prozent und für einen Zeigefinger 10 Prozent.
Besonders gut schneiden der BarmeniaGothaer Premium Tarif für mindestens 466 Euro pro Jahr und die Axa Unfallversicherung für 514 Euro jährlich ab. Auch der Ergo Best Tarif für 675 Euro aufwärts gehört zu den Gewinnern. Ein Tarif der WGV sticht besonders hervor. „Und es gab einen Tarif, der war trotz des guten Preisangebots relativ günstig, 188 Euro pro Jahr muss man für diesen sehr gut bewerteten Tarif dann zahlen!“, so Knippertz.
Passiert tatsächlich ein Unfall, ist eine Frist entscheidend. Ein dauerhafter Schaden muss dem Versicherer innerhalb von 15 Monaten gemeldet werden. Ansonsten kann die Versicherung die Zahlung kürzen oder sogar komplett verweigern.
