Im Weißen Haus lässt sich US-Präsident Trump feiern. Doch über der Feier zum „Black History Month“ hängt die Erinnerung an das von Trump gepostete rassistische Video, in dem die Obamas als Affen dargestellt waren. Trump ist immer noch im Verteidigungsmodus. Als Kronzeugen zitiert er diesmal Boxer Mike Tyson.
„Mike war loyal zu mir. Immer wenn sie kommen und sagen Trump ist ein Rassist, wie eine Feststellung, sagt Mike Tyson. Er ist kein Rassist, er ist mein Freund. Auch Rapperin Nicki Minaj, die erst Ende 2025 offiziell ins Macka-Lager gewechselt ist.“
Führt er als Referenz an. Von ihrem Besuch im Weißen Haus sind dem US-Präsidenten offenbar aber nur Äußerlichkeiten im Kopf geblieben.
„Nicki Minaj, Ich liebe Nicki Minaj. Sie war vor ein paar Wochen hier. Sie ist so wunderschön. Ihre Haut ist wunderschön. Ich sagte Nicki: du bist wunderschön. Ihre Nägel sind so lang. Ich fragte Nicki: Sind die echt? Und sie sagte nichts dazu. Aber sie war so wunderschön und so großartig.“
Zwischendurch geht es tatsächlich um den eigentlichen Anlass. Doch Trump verliert sich im Zahlensalat.
„Wir feiern den hundertsten Jahrestag des „Black History Month“. Das ist eine große Sache. 100. Wow, das ist besonders der Hundertste. Das ist wie 150. Ist gut. 200 ist besser. Richtig. 100 ist besser.“
Ganz korrekt ist der hundertste Jahrestag auch nicht. Zwar gab es seit 1926 eine „Black History Week“, offiziell ausgerufen wurde der „Black History Month“ aber erst 1976. Seitdem wird jedes Jahr im Februar die Geschichte und die Errungenschaften von schwarzen US-Amerikanern gewürdigt. Zum Ende wünscht Trump noch. Und erfindet damit gleich noch Jahr und Jahrhundert der „Black History" dazu. Wenn das kein Gegenbeweis für den Rassismusvorwurf ist, was dann?
Verwendete Quelle: APTN, APTN DI, APTN HZ, Truth Social: @DonaldTrump, Reuters