Eine Lawine donnert ins Tal. Aufnahmen aus Courmayeur im italienischen Aostatal. Die Menschen auf der Skipiste scheinen die Schneewalze zunächst nicht zu bemerken. Ihnen passiert zum Glück nichts. Die drei französischen Skifahrer, die die Lawine oben, abseits der Pisten womöglich ausgelöst hatten, sterben in den Schneemassen. Nur eine von dutzenden Lawinen der vergangenen Tage. Der Grund: Sogenannter „Schwimmschnee" aus dem Herbst.
Kurt Hüttl, Bergrettung St. Anton am Arlberg: „Wenn dann Niederschläge kommen, so wie jetzt, Schneefall mit viel Wind, dann bildet sich auf dem Schwimmschnee ein Brett und dieses kann halt dann ausgelöst werden."
Die Folgen: Skifahrer stecken im Schnee fest, wie hier nach einem Lawinenabgang im Hochzillertal in Österreich.
Und während die Alpen - auch die französischen - unter dem Neu-Schnee ächzen, versinkt der Südwesten Frankreichs im Wasser. Die Loire, sonst für ihre Schlösser am Ufer bekannt, hat ihr Flussbett längst verlassen und ganze Orte unter Wasser gesetzt. Anwohner fühlen sich schon an Venedig erinnert.
Sébastien Grassiot, Anwohner an der Loire: „Die Gemeinde hat einen kleinen provisorischen Steg gebaut, und es fühlt sich momentan ein bisschen wie in Venedig an, nur dass wir keine Gondeln haben."
In den Departements entlang der Atlantikküste im Westen Frankreichs wird weiter vor Hochwasser gewarnt. Rettungskräfte sind im Dauereinsatz, um Menschen und Tiere aus den überfluteten Orten in Sicherheit zu bringen.