Ollis Mutter Laura liegt selbst verletzt im Bett, sein Vater kniet bei ihr, als der Arzt die Worte sagt, die keine Mutter und kein Vater jemals hören will. Liebe? „No tiene salida.” Und am Montag. Kurz nach Ollis Unfall in Mexiko hat der behandelnde Arzt keine Hoffnung mehr: Der Zweijährige hat sich das Genick gebrochen, wurde reanimiert, liegt im Koma. „Du bist wegggerannt. Du möchtest eigentlich auf den Boden und schreien. Ich musste da sitzen bleiben. Aber innerlich, innerlich stirbt man”, sagt seine Mutter. Heute, zehn Monate nach diesem Gespräch, postet die Familie dieses Video auf Instagram, um zu zeigen: Schaut, was Olli seitdem geschafft hat. Er lebt, ist geistig fit und macht weiter Fortschritte – auch bei der Entwöhnung vom Beatmungsgerät. „Ich stecke ihn jeden Tag zweimal ab. Gestern hat er es einmal gar nicht gemerkt und 45 Sekunden einfach normal weitergeatmet”, erzählt sein Vater. Noch klappt das aber nicht immer. Ollis Eltern haben ihr Haus in Deutschland verkauft, leben jetzt in Mexiko und tun alles für ein möglichst normales Familienleben. Olli kann seine fünfjährigen Zwillingsbrüder inzwischen vom Spielfeldrand aus anfeuern, kuschelt im Bett beim Disney-Film und strahlt – Momente, die der Familie Kraft geben. Im Frühsommer soll es für Olli und seine Familie nach Chicago zur Stammzellentherapie gehen, die seine Heilung weiter fördern soll. Der kleine Olli und seine Familie kämpfen weiter – und machen mit ihrer Geschichte ganz viel Mut.