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Autounfall

Der Autounfall ist in Deutschland der verbreitetste Verkehrsunfall. Die Schuldfrage entscheidet im Anschluss an Autounfälle über die Schadensregulierung.

Autounfall picture alliance/dpa/zema-medien.de | Florian Kronawitter

Autounfälle sind Verkehrsunfälle. Als solche entsprechen sie Schadensereignissen im Straßenverkehr. Das Statistische Bundesamt dokumentiert auf deutschen Straßen durchschnittlich alle 13 Sekunden einen Verkehrsunfall. 2,5 Millionen Unfälle ereigneten sich allein im Jahr 2015 im deutschen Straßenverkehr. Der Großteil davon betrifft Autofahrer. 380000 Pkw-Führer kamen 2015 bei einem Autounfall zu Schaden. Eigenverschulden war in mehr als der Hälfte aller Fälle die Unfallursache. Wer bei einem Autounfall zahlt, hängt von der Schuldfrage ab. Deren Klärung ist im Zweifelsfall die Aufgabe der Polizei oder sogar der Gerichte, wenn der Fall verhandelt wird.

Autounfall: Wie verhalten sich Unfallbeteiligte idealerweise?

Unverletzte Unfallfahrer kümmern sich nach einem Autounfall um die Erstversorgung aller verletzten Beteiligten. Anrufe bei der europaweit gültigen Notrufnummer 112 sind der nächste Schritt. Die Fahrzeuge bleiben nach einem Autounfall bis zur Ankunft der Polizei idealerweise in der Unfallposition stehen. Dieses Vorgehen erleichtert die Klärung der Schuldfrage. Ähnliches gilt für Detail- und Übersichtsfotos des Autounfalls und aller Unfallschäden. Unfallbeteiligte Autofahrer tauschen Kontaktdaten aus. Sie notieren verwickelte Autokennzeichen und die Namen möglicher Zeugen. Jeder Autounfall ist meldepflichtig. Fahrer müssen das Schadensereignis zur Kostenübernahme durch die Versicherung innerhalb derselben Woche an ihren Versicherer weitergeben.

Wie hoch steigt die Versicherung nach einem Autounfall?

Die meisten Unfallverursacher nehmen nach einem Autounfall Leistungen ihrer Kasko- oder Haftpflichtversicherung in Anspruch. Haftpflichtversicherungen kommen nur für entstandene Schäden und Schmerzensgelder der Gegenseite auf. Unfallverursacher ohne Vollkaskoversicherung müssen Schäden am eigenen Fahrzeug aus eigener Tasche regulieren. Die Inanspruchnahme etwaiger Versicherungsleistungen führt zu einer Rückstufung der Schadensfreiheitsklasse. Solche Rückstufungen erhöhen zukünftig die Versicherungsbeiträge. Wie hoch die Beiträge in Zukunft ausfallen, hängt nach einem selbstverschuldeten Autounfall vom Versicherer ab. Informationen dazu finden sich im jeweiligen Vertrag, der vor Abschluss daher genau geprüft werden sollte. Die Höhe der in Anspruch genommenen Leistungen spielt für die Rückstufung der meisten Versicherer keine Rolle.