Amazon – der unangefochtene Online-Gigant. Kaum jemand kommt an ihm vorbei. Rein statistisch bestellt jeder von uns rund 30 Artikel pro Jahr. Bei Amazon gibt es scheinbar alles. Von Wellnesssets für Frauen bis hin zu Gewürzstreuern mit Neigungswinkel.
Doch ist Amazon wirklich so sicher und zuverlässig, wie wir glauben?
Heute treffe ich ein Opfer von Amazon. Für den Mann ist das Unternehmen kein harmloser Online-Shop mehr. Es geht um Lars Staigl und um Geld – um rund 800 Euro.
Entdeckt hat Lars Staigl den Betrug nur durch Zufall, da er seinen Amazon-Account regelmäßig kontrolliert - was ich jedem nur empfehlen kann.
Lars Staigl reagiert sofort.
Er greift zum Telefon und ruft beim Amazon-Kundendienst an. Während er mit der Hotline telefoniert, werden scheinbar weitere Bestellungen über seinen Account gemacht. Von insgesamt sechs Bestellungen können immerhin zwei noch gestoppt werden.
Im 10er Pack werden die Artikel in ganz Deutschland versendet.
Fremde Namen. Fremde Orte. Lars Staigl kennt sie alle nicht.
Ehrlich gesagt, kann ich nicht verstehen, warum man den Betrug intern offenbar nicht stoppen konnte. Kurze Zeit später flattert Lars Staigl eine Rechnung ins Haus.
Dabei soll ein Mitarbeiter doch zuvor versichert haben, dass er für den Schaden nicht haften müsse.
Der Druck wächst – von Mahnung zu Mahnung. Am Ende hält Lars Staigl dem nicht mehr stand – und zahlt rund 800 Euro.
Dann zeigt mir Lars Staigl noch etwas, das mehr als seltsam ist.
Der 47-Jährige öffnet seinen Amazon-Bestellverlauf der letzten zwölf Monate.
Alles wirkt normal – bis zum Oktober.
Genau dort, wo die Bestellungen auftauchen müssten, herrscht: Leere.
Kann RTL-Reporter Robert Keckeis helfen?