Also natürlich haben soziale Medien genauso wie alle anderen Dinge auch negative Risiken, die sie bergen für bestimmte Jugendliche und Kinder, die sie nutzen. Aber natürlich gibt es auch positive Effekte. Ich kann dort Informationen finden, ich kann mich austauschen, ich kann Kontakt zu Freunden ganz weit weg halten. Das hat ja durchaus viele Vorteile und deswegen kommt das natürlich schon sehr genau darauf an Über was für digitale Angebote sprechen wir eigentlich? Was für Schutzmechanismen gibt es dort auch? Was für Inhalte finde ich dort? Das ist schon eine sehr komplexe Herausforderung. Und natürlich sind jetzt auch nicht zwölf, 14 und 16-jährige einfach immer pauschal miteinander vergleichbar.
Was braucht es denn jetzt genau, damit am Ende wirklich nur die Vorteile von Social Media überwiegen? Und wer muss da auch in die Verantwortung gezogen werden? Also ist es die Politik? Sind es die Eltern oder die Plattformen?
Da sind wir auf jeden Fall alle gefragt, allen voran natürlich die Plattformen selber, die die Dienste anbieten. Da ist es ganz wichtig, dass sie endlich in der Fläche wirklich hinschauen. Wie alt sind denn eigentlich die Personen, die Ihre Dienste nutzen wollen? Sie müssen mehr dafür tun, dass die Inhalte dort dann eben auch geeignet sind. Das heißt keine unzulässigen Inhalte oder Entwicklungsbeeinträchtigungen, Dinge wie Hassrede, Pornografie und sonstige Sachen. Und dann ist natürlich auch ganz wichtig, dass wir Eltern und Kindern eine angemessene Medienkompetenz mit an die Hand geben, dass sie diese Dienste auch einfach souverän und sicher in geeignetem Umfang nutzen können.
Frau Sommer, vielen lieben Dank!
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherchen