Familie kämpft nach SchockdiagnoseSein Bruder starb an der gleichen Krankheit! Gigi (16) läuft die Zeit davon

„Ich werde ihn verlieren!”
Der 16-jährige Gigi leidet an Krampfanfällen, wird nicht mehr sprechen und laufen können. Sein Tod steht unmittelbar bevor, Mama Azeza kümmert sich rührend um ihn – obwohl sie den Horror bereits zum zweiten Mal durchleben muss. Auch ihr ältester Sohn verlor den Kampf mit der seltenen Krankheit.
Gigi leidet an tödlicher Krankheit – genau wie sein Bruder
Monatelang kümmert sich die Familie aus Michigan (USA) um ihren Sohn Hiatham, der unter der Lafora-Erkrankung leidet. Der Junge erlebt trotz der schmerzhaften Symptome schöne Tage mit seinen Liebsten, ehe er sein Leben verliert. „Hiatham wollte unbedingt sicherstellen, dass diese Krankheit mit ihm endet“, erklärt seine Mutter im Gespräch mit dem US-Sender Fox2. Nur wenige Tage nach seinem Tod folgt auch bei seinem jüngeren Bruder Gigi die Schockdiagnose.
Lese-Tipp: Hund leckt Frau (56) ab, dann verliert sie Arme und Beine
Nun kämpft der 16-Jährige ebenfalls mit der tödlichen Krankheit, ist auf die Unterstützung seiner Liebsten angewiesen. Doch auch die Familie ist gesundheitlich angeschlagen. Gigis Vater ist nach einem Schlaganfall und einer Krebserkrankung arbeitsunfähig, seine beiden Brüder Thayer (9) und Abdul (2) zu jung. Erneut fällt die Last auf die Schultern von Mama Azeza – die zuletzt auch für das finanzielle Überleben der Familie sorgen muss.
Die Mutter arbeitet in langen Schichten im Krankenhaus, dann wird ihr bewusst: „Ich werde ihn verlieren“, erzählt sie bei Fox2. „Ich möchte das Gefühl haben, dass ich alles für ihn getan habe, was ich konnte, und im Moment habe ich dieses Gefühl nicht.“ Also kündigt sie, will nun Gigis „verbleibende Zeit mit Trost, Würde und Liebe” füllen.
Video-Tipp: Nach Autounfall in Familienurlaub: Olli zeigt es allen!
Anzeige:Familie benötigt finanzielle Unterstützung
Mithilfe einer GoFundMe sammeln Bekannte Geld für die Familie, um bei den medizinischen Kosten und dem Umbau des noch nicht barrierefreien Zuhauses zu unterstützen. Denn der kranke Junge sitzt mittlerweile im Rollstuhl, das Badezimmer mit der Dusche sei aber beispielsweise im Obergeschoss. Also wäscht Azeza ihren Sohn mit warmem Wasser in der Garage, berichtet sie in der Spendenkampagne.
Lese-Tipp: Stavi Papalitsas will nicht sterben! „Ich bin noch nicht so weit“
Lafora ist eine äußerst seltene und tödliche genetisch bedingte Erkrankung. Die Symptome treten in der Regel im Jugendalter auf und beginnen meist mit Krampfanfällen. Spätere Symptome sind eine Verschlechterung der neurologischen Entwicklung, kognitive Beeinträchtigungen sowie Probleme beim Gehen und Sprechen. Die Krankheit tritt auf, wenn beide Elternteile unwissentlich ein defektes Gen in sich tragen, das sie an ihr Kind weitergeben. Es gibt noch kein Heilmittel.
Umso wichtig ist es für Azeza, die letzten Tage und Wochen mit ihrem geliebten Sohn zu verbringen – ehe sie zum zweiten Mal ein Kind verabschieden muss.



