Der Krebs frisst ihr GesichtStavi Papalitsas will nicht sterben! „Ich bin noch nicht so weit“

Vor zehn Jahren sagen die Ärzte Stavi, dass sie in sechs Monaten sterben könnte – doch sie lebt noch immer!
Stavi Papalitsa (58) hat schon jetzt bewiesen, was sie für eine Kämpferin ist. Und sie möchte weiter kämpfen, den Krebs besiegen. Und das mit ihrem ganz eigenen Weg. Doch um das zu schaffen, braucht sie Geld. Denn die Krankenkasse zahlt die Behandlung, die sie sich wünscht, nicht.
Tumore wachsen aus ihrem Gesicht
Stavi Papalitsa hat ein seltenes adenoid-zystisches Karzinom. Gleich drei bösartige Tumore ragen mittlerweile aus ihrer Gesichtshälfte. Die Diagnose erhält die gebürtige Griechin 2016 nach einem Zahnarztbesuch. Ein Schock!
Sie sucht sich Hilfe in der Berliner Charité. Die Ärzte schlagen vor, den Tumor zu operieren. Doch das möchte Stavi nicht. „Dabei hätte ich mein halbes Gesicht neben Zahnknochen, Zähnen, Wange, Nase, Auge und einen Teil meines Gehirns hergeben müssen – wofür genau?”
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Sie wünscht sich ein, aus ihrer Sicht, lebenswertes Leben – trotz der schweren Erkrankung. Noch im selben Jahr reist Stavi nach Italien, lernt viele Menschen kennen, lebt. „Das hat mein Leben verändert.”
Spezielle Therapien gegen den Krebs

Sie fasst einen Entschluss: Sie möchte eine Krebs-Therapie finden, die zu ihr passt. Vorher stellt Stavi noch ihre Ernährung um, macht Therapien, um sich und ihren Körper zu stärken. Für den Kampf gegen den Krebs.
Sie findet drei verschiedene Krebs-Therapien in Portugal und Griechenland, die Hilfe versprechen. Es sind spezielle Ultraschall- und Frequenztherapien. Laut ihrer Aussage kosten die mindestens 250.000 Euro, vermutlich sogar weit mehr. Kosten, die die Krankenkasse nicht übernimmt.
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Spendenaufruf für Therapie-Kosten
Stavi hat das Geld nicht, ihre Freunde unterstützen sie. Raten ihr aber auch, um Hilfe zu fragen. „Das war mir lange peinlich”, so Stavi zu RTL. Doch ihre Freunde überzeugen sie, starten einen Spendenaufruf auf der Website Gofundme, damit sie die Therapie bekommt, die sie sich wünscht. Und, die sie so dringend braucht.

Denn: Stavis Zustand verschlechtert sich. Mittlerweile gilt sie als palliativ, also unheilbar krank. Seit einem Jahr sind die Tumore so groß, dass fast ihre komplette linke Gesichtshälfte einnehmen. „Innerhalb von nur ein paar Wochen sind sie immer größer geworden.” Die 58-Jährige ist auf dem linken Auge blind, ernährt sich nur noch durch einen Strohhalm. Und dann sind da auch noch die Schmerzen: „Es fühlt sich an, als würden Elektroschocks in mein Gesicht schießen, im gesamten Gesichtsfeld. Und das 24 Stunden am Tag.”
„Glaubt ans Leben und glaubt an das eigene Gefühl”
Das hält Stavi nur aus, indem sie Opiate nimmt. Trotzdem sagt sie: „Ich habe es richtig gemacht.” Und weiter: „Glaubt ans Leben und glaubt an das eigene Gefühl. Vertraut eurem eigenen Empfinden und Instinkt.“ Ihre Krankheit hat sie sich nicht ausgesucht, aber sie hat sich ausgesucht, wie sie damit umgeht. In Würde und mit Kampfgeist, damit sie den Krebs hoffentlich besiegt.
Verwendete Quellen: Gofundme, Eigene RTL-Recherche


