Musiker schwurbelt offenbar wiederXavier Naidoo irritiert auf Demo gegen Kindesmissbrauch mit Kannibalen-Aussagen

Xavier Naidoo gibt im Dezember zwei Konzerte in Köln (Archivbild).
Xavier Naidoo ist bei einer Demo gegen Kindesmissbrauch in Berlin mit merkwürdigen Aussagen aufgefallen.
Alexandra Wey/Keystone/dpa

Es sollte eigentlich um Kindesmissbrauch und die Epstein-Akten gehen!
Am Dienstag (17. Februar) versammeln sich vor dem Kanzleramt in Berlin Demonstranten. Unter ihnen ist auch Xavier Naidoo, der die Veranstaltung offenbar nutzt, um über eine angebliche Kannibalen-Verschwörung zu sprechen. Meint er das ernst?

Naidoo will bei der Demo offenbar über Kannibalismus sprechen

In mehreren Videos, die bei der Veranstaltung entstanden sind, ist zu sehen, wie Naidoo mit Sonnenbrille zwischen den Demonstranten steht und bereitwillig in die Mikrofone spricht, die ihm hingehalten werden. „Epstein interessiert mich nicht so, ich habe andere Themen“, sagt der Mannheimer Musiker. Und über diese Themen will er offenbar sprechen.

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Für ihn seien die Prominenten, die in den Akten vorkommen alles „Kinderfresser“. „Die haben alle schon Menschen gefressen“, behauptet er. „Denen ist das Aller-, Allerwichtigste, dass wir alle Kannibalen werden.“ Worauf er diesen Verschwörungsmythos stützt, ist unklar. In den Epstein-Akten geht es um den jahrelangen, systematischen Missbrauch von Minderjährigen, nicht um Kannibalismus.

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Xavier Naidoo soll zu der Demo eingeladen worden sein

„Ich weiß nicht, wie viele Männer in Deutschland mit der Kinderfresser-Thematik OK sind, ich bin es nicht“, erklärt Naidoo bei der Demo. „In einer normalen Gesellschaft müssen Männer sowas verhindern“, meint er. „Ich würde lieber selber sterben, als weiter mit Kinderfressern zu leben.“

Zu der Demonstration hatten laut Focus Frauen aufgerufen, die selbst von Missbrauch betroffen sind. Laut dem Bericht geht aus Aufnahmen von der Veranstaltung hervor, dass Xavier Naidoo persönlich eingeladen worden sein soll.

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Der Musiker ist in der Vergangenheit schon mehrfach mit umstrittenen Äußerungen, Antisemitismus und Verschwörungsmythen aufgefallen. 2022 hatte sich Naidoo in einem Video auf seinem Youtube-Kanal dafür entschuldigt. Dass er geläutert und ganz von seinem Schwurbel-Weltbild abgekommen ist, wird ihm nach dem Auftritt bei der Demo vor dem Kanzleramt wohl niemand mehr abnehmen.

Verwendete Quellen: X, Focus