Gefährliches Virus breitet sich aus

Coronavirus-Chronik mit Entwicklungen vom 24. März

25. März 2020 - 7:14 Uhr

Kampf gegen das Coronavirus

Deutschland kämpft gegen die Verbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 – hier lesen Sie die Entwicklungen vom Dienstag, 24. März. Mit dem RTL.de-Liveticker bleiben Sie immer auf dem aktuellen Stand.

Alles, was wir bisher über das Coronavirus wissen, haben wir hier für Sie zusammengefasst.

TVNOW-Doku: Stunde Null - Wettlauf mit dem Virus

Das Corona-Virus hält Deutschland und den Rest der Welt in Atem. Wie konnte es zur rasanten Verbreitung kommen und was bedeutet der Ausbruch für unseren Alltag? Warum Wissenschaftler schon lange vor dem Ausbruch vor dem Virus gewarnt haben, erfahren Sie in der TVNOW-Doku "Stunde Null - Wettlauf mit dem Virus".

23:50 Uhr - Trump: Licht am Ende des Tunnels bei Kampf gegen Coronavirus

Wir – und offenbar auch die Experten der WHO – wissen nicht, wie der US-Präsident auf diese Einschätzung kommt, aber er hat es tatsächlich so gesagt:

"Wir fangen an, das Licht am Ende des Tunnels zu sehen", sagte Trump am Dienstagabend im Weißen Haus. Unklar war, worauf der Präsident diese Aussage basierte.

Wie wir eben erst gemeldet haben, steigen die Zahlen in den USA dramatisch an und Experten zufolge steht den USA das Schlimmste noch bevor. Die Weltgesundheitsorganisation schließt nicht aus, dass die USA das neue Epizentrum der Pandemie werden könnten.

23:40 Uhr - Aktuelle Zahlen: Mehr als 32.000 Infizierte in Deutschland / starker Anstieg in den USA

Ein letzter Blick für heute auf die aktuellen Zahlen in Europa und weltweit. Besonders die USA machen der WHO große Sorgen. Hier steigt die Anzahl der Infizierten und Toten sehr stark.

Hier der Überblick:

  • Italien               69.176 Infizierte       6.820 Tote
  • USA                 53.268 Infizierte          696 Tote
  • Spanien           39.885 Infizierte        2.808 Tote
  • Deutschland:    32.986 Infizierte          157 Tote
  • Frankreich:       22.622 Infizierte       1.102 Tote
  • Weltweit:      417.698 Infizierte        18.614 Tote

23:15 Uhr - Patienten klauen Desinfektionsmittel aus Praxis

Dieser Vorfall aus Köln macht einfach nur fassungslos: Patienten haben aus einer Hausarztpraxis drei Flaschen Desinfektionsmittel geklaut. Für Mediziner Klaus Rawe ist das existenzgefährdet, wie er im Video erklärt. Hier der ganze Artikel.

23:05 Uhr - Priester überlässt Beatmungsgerät einem Jüngeren und stirbt

Oratorio Casnigo
Oratorio Casnigo
© Oratorio Casnigo

Auch das ist ein Bild der Corona-Krise: Im so stark betroffenen Italien war der 72-jähriger Priester Giuseppe Berardelli so schwer durch das Coronavirus erkrankt, dass er ein Beatmungsgerät brauchte. Doch er verzichtete zu Gunsten eines jüngeren Patienten und starb. Lesen sie hier die ganze Heldengeschichte.

22:59 Uhr - New York lässt in Corona-Krise 300 Gefangene frei

In der Corona-Krise lässt die Stadt New York etwa 300 Gefangene frei. Dabei handele es sich um Insassen, die für kleinere und nicht-gewalttätige Vergehen einsitzen und deren Haftstrafe in weniger als einem Jahr ablaufen würde, sagte Bürgermeister Bill de Blasio am Dienstag. Dies sei eine Maßnahme, um die weitere Ausbreitung des Coronavirus auch in den Gefängnissen zu hemmen. De Blasio zufolge hat die US-Ostküstenmetropole mit nun etwa 15.000 Infizierten ein Drittel aller Corona-Fälle in den USA.

New York ist mit Abstand am schwersten von der Krise betroffen. Mehr als 100 Menschen sind dort bereits gestorben. Alle nicht-überlebenswichtigen Unternehmen dürfen ihre Mitarbeiter nur noch von zu Hause aus arbeiten lassen - und die Bewohner des Bundesstaates sollen soweit wie möglich zu Hause bleiben. Restaurants, Bars, Schulen, Museen und Broadwayshows sind geschlossen.

22:51 Uhr - Merkel und Netanjahu beraten über Corona-Krise

Kanzlerin Angela Merkel und Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu haben am Dienstag über die Corona-Krise gesprochen. Das bestätigt ein Regierungssprecher in Berlin. Die "Jerusalem Post" berichtet, dabei sei es unter anderem darum gegangen sei, dass Deutschland bei seiner Rückholaktion auch israelischen Staatsbürger hilft, nach Hause zurückzukehren. Israel gilt wie Deutschland als Land, das an Medikamenten gegen das Coronavirus forscht.

22:44 Uhr - Coronavirus zwingt G20 zu Video-Konferenz

Saudi-Arabiens König Salman bittet die Staats- und Regierungschefs der G20 am Donnerstag zu einer außerordentlichen Video-Konferenz, um eine Antwort auf die weltweite Verbreitung des Coronavirus abzustimmen. Saudi-Arabien hat derzeit den Vorsitz der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer. Es gibt Kritik, dass die G20 spät auf die Pandemie reagieren.

22:38 Uhr - Werbeumsatz von Facebook rückläufig

Das soziale Netzwerk bekommt inmitten der Coronavirus-Pandemie sinkende Werbeumsätze zu spüren. Dies sei vor allem in Ländern der Fall, die aggressive Maßnahmen gegen die Ausbreitung der Lungenkrankheit ergriffen hätten, teilt das US-Unternehmen mit. Details zu den Einbußen oder den betroffenen Staaten nannte Facebook nicht.

22:27 Uhr - Euro-Finanzminister sind für vorsorgliche Kreditlinie

Die Euro-Finanzminister sprechen sich für die Einrichtung einer vorsorglichen Kreditlinie beim Europäischen Stabilitätsmechanismus ESM aus. Sie soll Euro-Staaten dienen, die die Bewältigung der Corona-Krise finanziell nicht mehr stemmen können. Für die "Enhanced Conditions Credit Line (ECCL)" sei ein Mandat der EU-Staats- und Regierungschefs nötig, das diese bei ihrer Konferenz am Donnerstag erteilen könnten, teilt Euro-Gruppen-Chef Mario Centeno nach der Beratung der Finanzminister mit.

EU-Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni rechnet wegen der Coronavirus-Epidemie in diesem Jahr mit einer Rezession in der Euro-Zone und in der Europäischen Union. Wie tief sie ausfalle, hänge mit der Dauer der Epidemie zusammen.

22:21 Uhr - Guardiola und Messi spenden großzügig für Kampf gegen Corona

Trainer Pep Guardiola und Superstar Lionel Messi beteiligen sich mit großzügigen Spenden am Kampf gegen das Coronavirus. Der spanische Teammanager des englischen Fußballmeisters Manchester City, Ex-Coach von Bayern München, spendete laut Mitteilung vom Dienstag eine Million Euro an die in Barcelona ansässige Fundacio Angel Soler Daniel.

Die Stiftung wird davon medizinisches Material wie Schutzmasken und Beatmungsgeräte kaufen und den Krankenhäusern bereitstellen. Offensivstar Messi vom FC Barcelona spendete eine halbe Million Euro an die in der katalanischen Hauptstadt ansässige Hospital Clinic. Die gleiche Summe stellt er zudem in seiner argentinischen Heimat für den Kampf gegen das Virus zur Verfügung. In Spanien sind rund 40.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, es gab mehr als 2800 Tote. Aus Argentinien sind bislang gut 300 Infizierte und sechs Todesfälle gemeldet.

22:10 Uhr - Nike steigert Umsatz trotz Corona-Krise deutlich

Der weltgrößte Sportartikelhersteller Nike hat im vergangenen Geschäftsquartal trotz erster Belastungen durch die Coronavirus-Krise deutlich mehr Umsatz gemacht. Die Erlöse kletterten in den drei Monaten bis Ende Februar im Jahresvergleich um fünf Prozent auf 10,1 Milliarden US-Dollar (9,4 Mrd Euro), wie der Adidas-Rivale am Dienstag nach US-Börsenschluss am Konzernsitz in Beaverton mitteilte. Die Markterwartungen wurden damit bei Weitem übertroffen, die Aktie reagierte nachbörslich zunächst mit einem starken Kursanstieg.

Der Geschäftsbericht bezieht sich zwar auf einen Zeitraum, der die weltweite Ausbreitung des neuartigen Coronavirus noch nicht richtig erfasst. Allerdings bekam Nike die Folgen in seinem wichtigsten Auslandsmarkt China, wo zeitweise mehr als die Hälfte der Filialen geschlossen werden mussten, bereits erheblich zu spüren. In der Region gab es einen Umsatzrückgang um vier Prozent, es ist das erste Minus nach 22 Quartalen infolge mit zweistelligem Wachstum.

22:03 Uhr - Trump will Boeing unter die Arme greifen

US-Präsident Donald Trump will dem auch wegen der Corona-Krise unter Druck stehenden Flugzeugbauer Boeing unter die Arme greifen. "Wir werden nicht zulassen, dass sie das Geschäft aufgeben müssen", sagt Trump dem Sender Fox News. Man müsse dem Unternehmen vorübergehend helfen. Das werde keine lange Zeit dauern. Boeing werde Zinsen zahlen und möglicherweise Aktien an die Steuerzahler ausgeben.

21:35 Uhr - Corona-Kranke fliehen in Spanien aus Krankenhäusern

Zahlreiche Corona-Patienten fliehen in Spanien aus den Krankenhäusern. Es habe bereits mehrere Fälle in verschiedenen Krankenhäusern gegeben, sagte der Direktor der Nationalpolizei, Jose Ángel González, am Dienstag. Das bereite den Sicherheitsbehörden unnötigerweise eine "Riesenarbeit", um diese Patienten ausfindig zu machen und wieder in die Krankenhäuser zu bringen.

Allein in den vergangenen Stunden habe es in Leganés bei Madrid sowie im Küstenort Benidorm im Osten Spaniens zwei solcher Fälle gegeben. González klagte, neben solchen Patienten gebe es auch sonst "ziemlich viele verantwortungslose" Bürger, die etwa die vor eineinhalb Wochen verhängte Ausgangssperre verletzten. Allein in den vergangenen 24 Stunden habe man im Rahmen des sogenannten Alarmzustandes 80 "verantwortungslose und unsolidarische" Personen festnehmen müssen.

Die knapp 47 Millionen Einwohner Spaniens dürfen seit dem 15. März nur noch in wenigen Ausnahmefällen das Haus verlassen, etwa zum Einkaufen. Am Mittwoch soll das Parlament auf Antrag der linken Regierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez über eine Verlängerung des Alarmzustands, der dritthöchsten Notstandsstufe, um weitere zwei Wochen bis zum 11. April abstimmen.

21:28 Uhr - Dow Jones verzeichnet größten Tagesgewinn seit 1933

Der US-Leitindex Dow Jones Industrial hat die heftigen Verluste einer ganzen Handelswoche an einem Tag wieder wett gemacht und den kräftigsten Tagesgewinn seit 1933 gemacht. Das weltweit bekannteste Börsenbarometer eroberte am Dienstag mehr als 2000 Punkte zurück und stieg um 11,37 Prozent auf 20 704,91 Punkte. Auftrieb gaben zuversichtliche Aussagen von US-Senatoren, dass ein gewaltiges Konjunkturpaket gegen die Folgen der Coronavirus-Krise kurz vor der Verabschiedung stehe. Medienberichten zufolge sollen mindestens 1,5 Billionen Dollar (1,4 Bio Euro) in die Wirtschaft gepumpt werden. Am Montag hatte bereits die US-Notenbank (Fed) weitere Stützungsmaßnahmen für die Wirtschaft angekündigt.

21:17 Uhr - Mittlerweile 44 Menschen in der Türkei am Coronavirus gestorben

In der Türkei sind mittlerweile 44 Menschen infolge einer Ansteckung mit dem Coronavirus gestorben. In den vergangenen 24 Stunden seien sieben Menschen ihrer Erkrankung erlegen, teilt Gesundheitsminister Fahrettin Koca per Twitter mit. Bei 1872 Menschen sei eine Infektion mit dem Virus bestätigt worden. Das seien 343 mehr als am Vortag.

21:08 Uhr - US-Nationalgarde unterstützt im Kampf gegen das Coronavirus

In den USA sind bereits rund 10.000 Soldaten der Nationalgarde im Einsatz, um örtliche Behörden im Kampf gegen das neuartige Coronavirus zu unterstützen. Deren Zahl steige nun jeden Tag weiter an, erklärte der Leiter der Nationalgarde, General Joseph Lengyel, am Dienstag. Die Militärangehörigen helfen unter anderem bei der Organisation von Tests auf das Coronavirus, unterstützen Sicherheitskräfte oder beantworten Anrufe in Call Centers.

20:42 Uhr - Erstmals über 1000 Opfer in Frankreich

Die Covid-19-Pandemie hat in Frankreich bereits über 1000 Opfer gefordert. Es starben 1100 Menschen in Krankenhäusern, das waren 240 mehr als noch am Vortag, wie Gesundheitsdirektor Jérôme Salomon am Dienstagabend in Paris mitteilte. In Frankreich steckten sich bisher rund 22 300 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 an, das waren über 2400 mehr als noch am Vortag.

20:34 Uhr - Finnland will alle Restaurants bis Ende Mai schließen

Die finnische Regierung will im Kampf gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus alle Restaurants, Kneipen, Nachtclubs und Cafés für Kunden schließen. Ein entsprechender Regierungsvorschlag werde nun vom finnischen Parlament geprüft, sagte Ministerpräsidentin Sanna Marin am Dienstagabend in Helsinki. Im besten Fall könne die Maßnahme noch in dieser Woche in Kraft treten, sie solle dann bis zum 31. Mai gelten. Außer-Haus-Verkauf sei jedoch weiter erlaubt. Mittagskantinen etwa an Arbeitsplätzen dürfen geöffnet bleiben. Finnland war nach Frankreich und Deutschland das dritte EU-Land, in dem das Virus Sars-CoV-2 Ende Januar nachgewiesen worden war. Mittlerweile sind 792 Infektionsfälle in dem skandinavischen Land registriert. Ein Mensch starb dort bisher an der Covid-19-Erkrankung.

19:59 Uhr - Gefangene in São Paulo produzieren wegen Coronavirus Atemmasken

Häftlinge in São Paulo werden wegen der Corona-Pandemie von Mittwoch an 320 000 Atemmasken herstellen. Dies sagte der Gouverneur des brasilianischen Bundesstaates, João Doria, in einer Pressekonferenz am Dienstagnachmittag (Ortszeit). Die Masken werden demnach in den Eigenbetrieben der Gefängnisse produziert, die Kosten für die Regierung von São Paulo liegen bei 0,80 Reais (0,15 Euro) pro Stück.

19:45 Uhr - So leer sieht NRW von oben aus

Unser RTL-Reporter Uli Klose ist mit einem Hubschrauber über NRW geflogen und zeigt wie leer das Land von oben zu Zeiten der Corona-Krise wirkt.

19:20 Uhr Wikileaks-Gründer Assange hofft wegen Coronavirus auf Freilassung

ARCHIV - 11.04.2019, Großbritannien, London: Julian Assange, Mitbegründer der Enthüllungsplattform WikiLeaks, kommt am Westminster-Amtsgericht in London an. Mehr als 60 Ärzte haben britischen Medienberichten zufolge eine dringende medizinische Behand
Julian Assange
© dpa, Victoria Jones, hpl axs lil bsc pil kno

Der Gründer der Enthüllungsplattform Wikileaks, Julian Assange, hofft auf eine Freilassung unter Kautionsauflagen wegen der Coronavirus-Pandemie. Ein entsprechender Antrag solle noch in dieser Woche von seinen Anwälten bei einem Gericht in London gestellt werden, teilte Wikileaks mit. Assange sei wegen seiner angeschlagenen Gesundheit im Gefängnis besonders anfällig für die Lungenkrankheit Covid-19, die von dem neuartigen Coronavirus hervorgerufen wird, so die Begründung.

Der 48 Jahre alte gebürtige Australier sitzt derzeit im Hochsicherheitsgefängnis HMP Belmarsh im Südosten Londons. Ein Prozess über einen Auslieferungsantrag der USA soll am 18. Mai fortgesetzt werden. Assange soll aber an diesem Mittwoch zu einer Routineanhörung per Videoschalte vor Gericht erscheinen.

18:48 Uhr - Kommt die bundesweite Absage für Abitur-Prüfungen?

Nordrhein-Westfalens Landesregierung will möglichst im Einvernehmen mit vielen Bundesländern bis Freitag über die Abiturprüfungen 2020 entscheiden. «Nordrhein-Westfalen ist auf verschiedene Szenarien vorbereitet und wird in dieser Woche noch einen Vorstoß unternehmen, mit möglichst vielen Ländern einen gemeinsamen Weg einzuschlagen», sagte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) der «Aachener Zeitung» (Mittwoch). «Sollte dies nicht möglich sein, wird Nordrhein-Westfalen unabhängig davon seine Entscheidungen treffen und diese am Freitag vorstellen», heißt es in einer Erklärung Gebauers vom Dienstag, die auch der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Die bundesweite Einstellung des Unterrichts in allen Schulen infolge der Coronavirus-Ausbreitung sei unvermeidlich gewesen und stelle eine absolute Ausnahmesituation dar, erklärte Gebauer. Dies erfordere ein besonnenes und abgestimmtes Vorgehen aller Beteiligten. Die angehenden Abiturientinnen und Abiturienten hätten mit Blick auf ihren Schulabschluss ein Recht auf faire Bedingungen und transparente Entscheidungen. Sie betonte: «Ich kann den Wunsch nach einer raschen Entscheidung sehr gut nachvollziehen. Aber: Es braucht jetzt nicht die schnellstmögliche, sondern die bestmögliche Entscheidung.»

18:40 Uhr - Mehr als 400.000 Infizierte weltweit

407.485 Menschen sollen sich mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert haben. 17.454 sind bereits an der dadurch ausgelösten Krankheit Covid-19 gestorben. Bisher zählt man 104.234 Menschen, die geheilt sind.

18:35 Uhr - Mann stirbt zu Hause an Coronavirus

Erstmals ist in Hamburg ein 52-jähriger Mann eindeutig an den Folgen einer Infektion mit dem neuartigen Corona-Virus gestorben. Der Mann habe sich nach der Rückkehr aus einem Urlaub mit Symptomen in häuslicher Quarantäne befunden, sagte ein Sprecher der Gesundheitsbehörde am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Er sei am Sonntagabend gestorben. Eine Untersuchung des Toten durch die Rechtsmedizin ergab nach dpa-Informationen einen direkten Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung.

18:30 Uhr - So bekommen sie als Selbständiger oder Freiberufler finanzielle Unterstützung

Die Auswirkungen des Coronavirus treffen Unternehmen und Selbstständige hart, die wirtschaftliche Existenz vieler Menschen und Firmen ist bedroht. Bund und Länder haben ein milliardenschweres Hilfspaket geschnürt, um die Folgen der Corona-Krise abzufedern. Doch für viele Unternehmer ist weiter unklar, wie sie an die Gelder kommen. Wir haben einen Überblick zusammengestellt.

18:21 Uhr - Corona-Krise in Italien: Erneut mehr als 700 Tote an einem Tag

06.03.2020, Italien, Rom: Mitarbeiter des Roten Kreuzes bereiten sich bei einer Übung auf den Transport eines Coronavirus-Patienten vor. Die Zahl der Coronavirus-Infizierten und der Toten in Italien steigt trotz umfangreicher Gegenmaßnahmen stetig an
Coronavirus - Italien
© dpa, Andrew Medichini, hen nwi

In Italien sind wieder mehr als 700 Menschen innerhalb eines Tages in Folge der Corona-Pandemie gestorben. Damit wurden am Dienstag vorsichtige Hoffnungen auf eine rasche und deutliche Abflachung der Virus-Kurve zunächst gedämpft. Insgesamt zählte der italienische Zivilschutz bisher 6820 Todesopfer - das waren am Dienstag 743 mehr als am Vortag. In den beiden Tagen davor hatte es jeweils etwas weniger neue Tote gegeben als zuvor. Die Zahl der Menschen, die in Italien positiv auf den Erreger Sars-CoV-2 getestet wurden, stieg auf mehr als 69 000. Das teilte Zivilschutzchef Angelo Borrelli in Rom mit.

Nach den seit dem 10. März bestehenden Ausgehverboten im Kampf gegen das Coronavirus war in Italien erste Hoffnung auf eine Trendumkehr aufgekommen. Am Samstag hatte der Zivilschutz die Rekordzahl von rund 790 Todesopfern für einen Tag verzeichnet. Am schlimmsten von der Covid-19-Pandemie betroffen ist weiter der Norden, besonders die Lombardei.

17:55 Uhr - Das ist der Corona-Strafen-Katalog für NRW

ARCHIV - 23.03.2020, Nordrhein-Westfalen, Dortmund: Ein Mann mit einem Mundschutz unterhält sich in der Fußgängerzone mit den Polizisten in einem Streifenwagen. Nordrhein-Westfalen hat einen Bußgeldkatalog für Verstöße gegen die landesweiten Corona-R
Coronavirus - Polizeikontrolle
© dpa, Bernd Thissen, bt gfh

Wer jetzt nicht genau aufpasst, der kann nicht nur andere und sich selbst gefährden, sondern auch viel Geld zahlen, wenn er sich nicht an die Corona-Regeln hält. Hier der Strafenkatalog für NRW.

17:50 Uhr - Irland verschärft Beschränkungen des öffentlichen Lebens

Irland verschärft die Einschränkungen für seine Bürger. So würden alle nicht notwendigen Reisen im Land verboten, sagt Ministerpräsident Leo Varadkar. Geschäfte, die keine dringend erforderlichen Güter verkaufen, müssten schließen. Die Schließung der Schulen werde bis zum 19. April verlängert. Wer sich im Freien versammle, solle dies in Gruppen von maximal vier Personen tun, es sei denn, es handele sich um Mitglieder desselben Haushaltes. In Irland wurden bislang 1125 Infektionsfälle bestätigt, sechs Menschen starben infolge einer Ansteckung mit dem Coronavirus.

17:45 Uhr - Greta Thunberg geht von Coronavirus-Erkrankung aus

28.02.2020, Großbritannien, Bristol: Greta Thunberg, Klimaschutzaktivistin aus Schweden, nimmt an einem Klima-Streik teil und unterstützt damit die Aktivisten der Gruppe Youth Strike for Climate (BYS4C) am College Green in Bristol. (zu dpa "Greta Thu
Greta Thunberg zur Corona-Krise
© dpa, Aaron Chown, mka pil

Nach ihrer jüngsten Reise nach Deutschland und in andere europäische Länder geht Klimaaktivistin Greta Thunberg davon aus, dass sie sich mit dem Coronavirus angesteckt hat. Seit ihrer Rückkehr nach Stockholm vor zwei Wochen habe sie sich in einer gemieteten Wohnung fernab von ihrer Mutter und Schwester selbst isoliert, vor etwa zehn Tagen habe sie dann erstmals und zeitgleich mit ihrem Vater, der mit ihr nach Brüssel gereist sei, Symptome gespürt, schrieb die 17-jährige Schwedin am Dienstag auf Instagram.

«Ich habe mich müde gefühlt, hatte Kälteschauer, Halsschmerzen und habe gehustet», schrieb sie. «Mein Vater hatte dieselben Symptome, aber viel intensiver und mit Fieber.» In Schweden könne man sich selbst nicht auf Covid-19 testen lassen, sofern man nicht dringende medizinische Hilfe benötige. «Ich bin deshalb nicht auf Covid-19 getestet worden, aber es ist angesichts der Symptome und Umstände extrem wahrscheinlich, dass ich es gehabt habe.»

Mittlerweile habe sie sich erholt, ergänzte Thunberg. Krank gefühlt habe sie sich kaum - ein Umstand, der das Coronavirus nur noch gefährlicher mache, meinte die Aktivistin. «Viele (besonders junge Leute) spüren vielleicht gar keine oder sehr milde Symptome. Dann wissen sie nicht, dass sie das Virus haben, und können es an Leute in Risikogruppen weitergeben.» Das komme mit einer Verantwortung einher: «Wir, die nicht zu einer Risikogruppe zählen, haben eine enorme Verantwortung. Unser Handeln kann für viele andere den Unterschied zwischen Leben und Tod machen.»

17:34 Uhr - Milliardenschwerer Rettungsschirm für Hessen

Der hessische Landtag gibt grünes Licht für den milliardenschweren Rettungsschirm des Landes im Kampf gegen die Corona-Krise. Das Haus verabschiedete einstimmig den dafür nötigen Nachtragshaushalt und beschloss, die Schuldenbremse zu lockern. Hessen will mit Soforthilfen von zwei Milliarden Euro die akuten Folgen der Pandemie bekämpfen.

Mit dem Geld kümmere sich das Land unter anderem um die notwendige medizinische Ausrüstung und die finanzielle Unterstützung der Kliniken, erläuterte Finanzminister Thomas Schäfer (CDU). Daneben erhöht das Land zur Unterstützung der Wirtschaft seinen Bürgschaftsrahmen auf fünf Milliarden Euro. Zudem soll es kurzfristige Entlastungen bei der Umsatzsteuer in Höhe von 1,5 Milliarden Euro geben. Der Schutzschirm für Hessen umfasst Hilfen von insgesamt mindestens 8,5 Milliarden Euro.

17:24 Uhr - Bundestag plant neues Notfall-Gesetz

Der Bundestag will an diesem Mittwoch eine Notlage in Deutschland durch die Coronavirus-Epidemie feststellen. Der Bund soll verstärkte Befugnisse beim Infektionsschutz erhalten. Eltern sollen Geld bekommen, wenn sie durch Verdienstausfall wegen Kita- oder Schulschließungen zu Hause bleiben müssen.  Durch das Gesetz von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) soll die Bundesregierung mehr Eingriffsmöglichkeiten im ganzen Land erhalten. Das Gesetz soll direkt angewendet werden können.

"Aufgrund der durch das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2 verursachten Epidemie stellt der Bundestag eine epidemische Lage von nationaler Tragweite fest", heißt es in einem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Entwurf. Ein Entschädigungsanspruch für Eltern, die ihre Kinder wegen Kita- oder Schulausfall betreuen müssen, soll laut dem Entwurf zunächst sechs Wochen bestehen - 67 Prozent des Verdienstausfalls soll gezahlt werden. Gelten soll dies bis zu einem Höchstbetrag von 2016 Euro monatlich. "Endet die Schließung oder das Betretungsverbot vor dem Ablauf des Zeitraumes, endet damit auch der Entschädigungsanspruch", so der Entwurf.

17:14 Uhr - Hunderte Wohnmobilfahrer sitzen in Marokko fest

Wegen der Grenzschließungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus sitzen Hunderte Wohnmobilfahrer in Marokko fest, darunter viele Deutsche sowie Österreicher und Schweizer. Sie hatten die inzwischen geschlossene Grenze in die spanische Enklave Ceuta im Norden Marokkos nicht mehr rechtzeitig erreicht. Deutsche Urlauber berichteten am Dienstag von mehr als 300 Wohnmobilen vor der Grenze und etwa 70 weiteren im Hafen von Ceuta. Die Fährverbindungen zum europäischen Festland sind inzwischen eingestellt.

Die deutsche Botschaft in Rabat hatte Reisende dazu gedrängt, sich rasch zur Grenze aufzumachen. Gestrandete Wohnmobilisten sollten sich einen Park- oder Campingplatz mit Strom- und Wasserversorgung nahe der Grenze suchen und die weitere Entwicklung beobachten.

17:09 Uhr - Von der Leyen warnt vor Internet-Betrug

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen warnt vor Internet-Betrügern und angeblichen Wundermitteln gegen das Coronavirus. Kriminelle nutzten die Sorge vor der Pandemie, erklärte von der Leyen am Dienstag. "Unsere Angst wird ihre Geschäftsidee."

Die Zahl von Internet-Delikten habe zugenommen, ebenso die Zahl von falschen Arzneien, Sprays und Ähnlichem. Von der Leyen unterstrich jedoch Fahndungserfolge, die die europäische Polizeibehörde Europol jüngst vermeldet hatte. Mehr als 4,4 Millionen Packungen nicht zugelassener Medikamente seien beschlagnahmt, 37 Verbrecherbanden zerschlagen und 121 Menschen festgenommen worden. 2500 Links zu Webseiten oder Social-Media-Kanälen seien aus dem Netz entfernt worden. Bürger sollten sich immer vergewissern, ob Betreiber einer Webseite wirklich seriös seien, riet von der Leyen.

17:01 Uhr - Trauernde müssen bei Bestattungen mit Einschränkungen rechnen

Trauernde müssen wegen der zunehmenden Verbreitung des Coronavirus bei Beisetzungen mit Einschränkungen rechnen. In einigen Städten sind beispielsweise die Trauerhallen vorerst gesperrt wie in Kaiserslautern. Dort dürften außerdem Trauergemeinden nur aus dem engsten Familienkreis bestehen, erklärte eine Stadtsprecherin am Dienstag. Die Grenze liege aktuell bei zehn Personen.

Ähnlich hält es die Stadt Mainz: "Eine Beisetzung im klassischen Sinnen ist auf den Mainzer Friedhöfen nicht möglich", sagte ein Sprecher des städtischen Wirtschaftsbetriebs. Die Trauerhallen seien vorerst geschlossen und eine Trauergesellschaft dürfe nicht größer als fünf Personen sein - inklusive einem Geistlichen. Ob die Gruppengröße wegen des Coronavirus noch weiter begrenzt werde, sei noch nicht absehbar, betonte der Sprecher.

16:56 Uhr - Schleswig-Holstein plant Absage der Abiturprüfungen

Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien (CDU) plant wegen der Corona-Pandemie eine Absage aller Schulabschluss-Prüfungen einschließlich jener für das Abitur. "In der derzeitigen Situation und der besonderen Herausforderung nicht nur für unser Schulsystem, sondern auch jeden Einzelnen von uns, halte ich diese Entscheidung für geboten", sagte Prien am Dienstag. Sie werde dem Kabinett für die Beratungen am Mittwoch einen entsprechenden Beschlussvorschlag vorlegen. Mitte März wurde der Unterricht an den Schulen im Land eingestellt. Wann und wie der Unterricht wieder aufgenommen werden könne, sei noch nicht absehbar. "Seit zwei Wochen beraten wir uns, wie wir in diesem Jahr faire und gerechte Abschlussprüfungen unter den gegebenen Umständen ermöglichen können." Die Abiturprüfungen müssten direkt nach den Osterferien beginnen. "Dies erscheint derzeit unrealistisch."

16:47 Uhr - DFL-Präsidium empfiehlt Bundesliga-Pause bis zum 30. April

Der Spielbetrieb in der 1. und 2. Fußball-Bundesliga soll wegen der Coronavirus-Pandemie vorerst bis zum 30. April ausgesetzt bleiben. Diese Empfehlung hat das Präsidium der Deutschen Fußball Liga den 36 Profivereinen zur Beschlussfassung auf der Mitgliederversammlung in der kommenden Woche gegeben.

16:41 Uhr - Trigema näht jetzt Atemschutzmasken

Der Sportartikel- und Freizeitmodenhersteller Trigema stellt wegen der starken Nachfrage infolge der Coronavirus-Pandemie einen Großteil seiner Produktion auf Atemschutzmasken um. "Unsere 700 Näherinnen konzentrieren sich jetzt darauf, mehrheitlich Atemschutzmasken zu nähen", sagte Firmenchef Wolfgang Grupp. "Nächste Woche werden wir versuchen, auf eine Menge von 100.000 Stück wöchentlich zu kommen." Ziel sei es, bis Ostern 300.000 Mehrwegmasken zu produzieren, die bereits von Kliniken, Zahnarztpraxen, Firmen oder Rettungsdiensten bestellt wurden. Dem Unternehmen aus dem schwäbischen Burladingen retten die Atemschutzmasken nun die Bilanz.

16:36 Uhr - Kurzarbeit für 80.000 VW-Beschäftigte

Bei Volkswagen sollen wegen der Lieferprobleme und Absatzeinbrüche in der Corona-Krise rund 80.000 Beschäftigte in Deutschland in Kurzarbeit gehen. Dies verlautete am Dienstag aus Konzernkreisen. Das Unternehmen hat die deutschen und europäischen Werke sowie weitere Standorte in Amerika und Russland derzeit vorübergehend geschlossen oder plant dies in Kürze. Als Grund für die beantragte Kurzarbeit hatten die Wolfsburger bereits in der vergangenen Woche die beträchtlichen Arbeitsausfälle in der Produktion sowie in den angrenzenden Bereichen genannt. 

16:27 Uhr - 11.000 Menschen wollen dem Robert Koch-Institut helfen

Eine Stellenanzeige als Unterstützungskraft beim Robert Koch-Institut (RKI) ist auf gewaltiges Interesse gestoßen. 11.000 Menschen haben sich als Helfer im Kampf gegen das Coronavirus beworben, wie das Bundesverwaltungsamt (BVA) in Köln mitteilte. «Einen solchen Andrang auf ausgeschriebene Stellen haben wir noch nicht erlebt», sagte BVA-Präsident Christoph Verenkotte.
 Aufgabe der Unterstützer wird es sein, im kommenden halben Jahr als «Containment Scouts» bei der telefonischen Befragung von Covid-19-Infizierten und deren Kontaktpersonen zu helfen. Dadurch spare das Robert Koch-Institut Ressourcen, die es im Kampf gegen das Virus dringend benötige.

16:23 Uhr - 292 Neu-Infizierte in Niedersachsen

Die Zahl der Corona-Infizierten in Niedersachsen ist am Dienstag auf 2071 gestiegen, das sind 292 mehr als am Vortag. Der prozentuale Anstieg sei inzwischen deutlich geringer als in der vergangenen Woche, sagte der Leiter des Krisenstabs der Landesregierung, Heiger Scholz, am Dienstag in Hannover.

306 Betroffene befinden sich demnach im Krankenhaus, 60 davon müssen auf der Intensivstation beatmet werden. Acht Menschen sind inzwischen an einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Neue Todesfälle waren ein 57 Jahre alter Mann mit Vorerkrankungen, den der Kreis Emsland meldete, sowie eine Über-80-jährige Wolfsburgerin, die in der täglichen Erfassung des Gesundheitsministeriums aufgeführt wurde.

16:13 Uhr - Unternehmen können Sozialbeiträge später zahlen

Die Arbeitgeber in Deutschland müssen im Fall einer finanziellen Notlage wegen der Corona-Krise zunächst keine Sozialversicherungsbeiträge abführen. Auf Antrag des Arbeitgebers können die Beiträge stattdessen bis Mai gestundet werden, wie die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag in Berlin aus Kreisen der Sozialversicherungsträger erfuhr.

15:55 Uhr - Hamsterkäufe lassen nach: Nudeln kehren in die Regale zurück

Toilettenpapier und Desinfektionsmittel sind noch immer Mangelware in vielen Supermärkten - doch bei vielen anderen Produkten werden die Lücken in den Regalen inzwischen wieder kleiner. «Wir stellen fest, dass sich die Regale wieder mehr und mehr füllen», sagte der Sprecher des Bundesverbandes des Deutschen Lebensmittelhandels (BVLH), Christian Böttcher, am Dienstag. Das gelte auch bei in den vergangenen Wochen stark nachgefragten Produkten wie Nudeln oder Reis. Große Einzelhandelsketten bestätigten bei einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur den Trend.

13:55 Uhr - Ischgl: Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Coronavirus-Ausbreitung

Die Staatsanwaltschaft Innsbruck hat Ermittlungen zur Ausbreitung des Coronavirus im beliebten Wintersportort Ischgl aufgenommen. Wie die Behörde am Dienstag mitteilte, geht sie dem Verdacht nach, dass ein Gastronomiebetrieb Ende Februar einen positiven Test einer Mitarbeiterin nicht den Gesundheitsbehörden gemeldet habe. Das Land Tirol hatte der Staatsanwaltschaft eine Anfrage des ZDF mit dem entsprechenden Verdacht weitergeleitet. "Es ist unbekannt, um welchen Betrieb es sich dabei handeln soll und ob tatsächlich Meldepflichten verletzt wurden", teilte die Staatsanwaltschaft mit. Daher werde nun ermittelt.

Das Land Tirol und die Tourismusbranche vor Ort waren in den vergangenen Tagen scharf kritisiert worden, weil der Skitourismus mit seinen Après-Ski-Partys die internationale Ausbreitung des Coronavirus verstärkt haben könnte. Darüber berichtete hier auch RTL-Reporter Christof Lang, der sich selbst im Ischgl-Urlaub mit dem Coronavirus infiziert hatte.

Im Video: RTL-Reporter Christof Lang berichtete aus seiner Quarantäne

13:14 Uhr - IOC verschiebt Olympische Spiele in Tokio wegen Coronavirus um ein Jahr

Die Olympischen Spiele in Tokio werden verschoben. Das gab Japans Ministerpräsident Shinzo Abe am Dienstag nach einer Telekonferenz bekannt, an der auch der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), der Deutsche Thomas Bach, teilnahm. Bach habe seinem Vorschlag, die Sommerspiele um ein Jahr zu verschieben, "100-prozentig" zugestimmt. Das IOC berief umgehend eine Sondersitzung ein.

Der späteste Termin soll Abe zufolge der Sommer 2021 sein. Die endgültige Entscheidung müssen das Internationale Olympische Komitee, die Gastgeberstadt sowie das Japanische Olympische Komitee treffen.

13:10 Uhr - Auch Hessen und Baden-Württemberg legen Hilfsprogramme auf

Hessen kündigt ein eigenes Hilfsprogramm für Kleingewerbetreibende und Selbstständige an. Das Land wolle die Leistungen des Bundes so aufzustocken, dass für die Gruppe mit bis zu fünf Arbeitnehmern 10.000 Euro und für die Gruppe mit bis zu zehn Arbeitnehmern 20.000 Euro Einmalzahlungen als Soforthilfe gewährt werden, sagt Ministerpräsident Volker Bouffier im hessischen Landtag. Die Bundesregierung plant für Kleingewerbetreibende und Selbstständige mit bis zu fünf Arbeitnehmern eine Soforthilfe von 9.000 Euro zahlen und bei denjenigen mit sechs bis zehn Arbeitnehmern eine Soforthilfe von 15.000 Euro.

Das Land Baden-Württemberg legt ein Programm zur "Soforthilfe Corona" für Selbstständige und kleine Unternehmen mit maximal 50 Beschäftigten auf. "Die Corona-Pandemie trifft unsere heimische Wirtschaft mit voller Wucht", erklärt Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne). Ab Mittwoch könnten Betroffene Anträge stellen und schnell einen Zuschuss von bis zu 30.000 Euro erhalten. Insgesamt stünden rund fünf Milliarden für Wirtschaftshilfen bereit, davon vier Milliarden für die Soforthilfen. Geplant sei auch ein Fonds zur Beteiligung an Unternehmen.

13:02 Uhr - Reisewirtschaft bittet Kunden um Verschieben statt Stornieren

Die stark von der Corona-Krise beeinträchtigte Tourismuswirtschaft appelliert an die Kunden, Reisen nur zu verschieben statt abzusagen. Wenn Reisen nicht storniert würden, bleibe die dringend benötigte Liquidität in den Unternehmen, erklärten der Deutsche Reiseverband (DRV) und der Deutsche Tourismusverband (DTV) am Dienstag. Die Corona-Pandemie mit weltweiten Reisewarnungen, Grenzschließungen und Ausgangsbeschränkungen führe in der Branche zur größten Krise ihrer Geschichte, erklärten die Verbände. "Unser gemeinsames Ziel muss es sein, Insolvenzen und Kündigungen von Beschäftigten zu vermeiden." Die Unternehmen planten deshalb eine Kampagne in den sozialen Medien unter dem Hashtag #verschiebdeinereise.

Die Billigfluggesellschaft Ryanair musste wegen des Coronavirus nahezu den gesamten Betrieb einstellen. Die Flugzeuge der eigenen Flotte habe man Regierungen für Rettungs- oder Versorgungsflügen angeboten, schreibt das Unternehmen auf Twitter.

12:56 Uhr - Bayern stockt Hilfspaket massiv auf

Bayern stockt sein Hilfspaket für die bayerische Wirtschaft wegen der Corona-Krise noch einmal massiv auf. Im Haushalt sollen nun 20 Milliarden Euro bereitgestellt werden. Das kündigte Ministerpräsident Markus Söder nach einer Kabinettssitzung in München an. Damit werden die Corona-Hilfen verdoppelt, profitieren sollen Wirtschaft und Gesundheitswesen.

Am vierten Tag nach der landesweiten Ausgangsbeschränkung in Bayern bleibe die Lage sehr ernst, sagt Söder nach einer Kabinettssitzung in München. "Es gibt weiter keinen Anlass zur Entwarnung." Die Bürger machten bei der Bewältigung der Krise aber "großartig" mit.

12:40 Uhr - Grüne: Bundestag wird Mittwoch Epidemiefall ausrufen

Der Bundestag wird am Mittwoch nach Angaben von Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt den Epidemiefall ausrufen. "Das wird er morgen sicher auch mit großer Mehrheit tun", sagt sie mit Hinweis auf eine fraktionsübergreifende Einigung auf eine Reform des Infektionsschutzgesetz. Am Freitag muss der Bundesrat zustimmen. "Diese Regelung ist begrenzt auf ein Jahr", sagt die Grünen-Politikerin, die eine Zustimmung der Länder andeutet, in denen die Grünen an der Regierung beteiligt sind. Die Gesetzesänderung sieht vor, dass der Bund vorübergehend mehr Rechte bei der Bekämpfung des Coronavirus erhält.

12:32 Uhr - Österreich will Corona-Maßnahmen nach Ostern schrittweise lockern

Österreich will die weitreichenden Maßnahmen zur zur Beschränkung des öffentlichen Lebens ab dem 14. April nur schrittweise zurücknehmen. "Es wird nicht das Leben von heute auf morgen wieder so sein wie es war. Wahrscheinlich werden wir nach Ostern in einer Phase sein, die dem heutigen Zustand mehr ähnelt als dem Normalzustand", sagt Kanzler Sebastian Kurz. Um auf valides Zahlenmaterial zugreifen zu können, sollen die Testungen auf 15.000 pro Tag erhöht werden. Insgesamt wurden in Österreich laut Gesundheitsministerium bislang 4486 Menschen positiv getestet. Todesfälle gab es bisher 25.

Australien geht einen anderen Weg und weitet angesichts der Corona-Pandemie die Einschränkungen des öffentlichen Lebens aus. Premierminister Scott Morrison kündigt an, dass die Zahl der Teilnehmer an Hochzeiten, Beerdigungen und Zusammenkünften im Freien begrenzt wird, um die Ansteckungsgefahr einzudämmen. In Einkaufszentren darf nicht mehr gegessen werden. Außerdem werden öffentliche Veranstaltungen wie Aktionen untersagt. Beautysalons und Tätowierläden müssen schließen. Auch Psychotherapeuten und bestimmte Gesundheitsdienste sind von den Einschränkungen betroffen.

12:26 Uhr - Über 30.000 Infizierte in Deutschland, Spanien: Über 500 Tote an einem Tag

In Spanien wächst die Zahl der Virustoten innerhalb eines Tages um über 500. Es seien 2.696 Tote gezählt worden, teilen die Behörden mit. Am Montag wurden 2.182 Todesfälle angegeben. Die Zahl der Infizierten stieg demnach von 33.089 auf 39.673. Diese offiziellen Angaben übersteigen die Recherchen und Berechnungen der Johns Hopkins Universität. Nach Behördenangaben sind inzwischen 5400 Mitarbeiter im Gesundheitswesen des Landes positiv auf  das Coronavirus getestet worden. Das seien fast 14 Prozent aller Fälle in dem Land.

Weltweit sind nach Angaben der US-Virusforscher vom Dienstagmittag 387.382 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Lesen Sie zum Vergleich die letzten Zahlen aus der Ticker-Meldung um 23:59 Uhr.

  • Deutschland: 30.081 Infizierte, 130 Tote
  • Italien: 63.927 Infizierte, 6.077 Tote
  • USA: 46.450 Infizierte, 593 Tote
  • Spanien: 35.212 Infizierte, 2.318 Tote
  • Frankreich: 20.149 Infizierte, 862 Tote

Quelle: Johns Hopkins Universität, Baltimore (USA)

Die Kollegen von ntv.de führen bundeslandgenaue Zahlen für die Infektionen in Deutschland. Die interaktive Karte finden Sie hier.

11:31 Uhr - WHO: 85 Prozent der Neuinfektionen in Europa und USA

Europa und die USA sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO aktuell das Zentrum der Coronavirus-Pandemie. 85 Prozent der neuen Infektionsfälle in den vergangenen 24 Stunden seien in Europa oder den USA gemeldet worden, sagt eine Sprecherin.

10:45 Uhr - Armin Laschet: Unternehmen Klosterfrau spendet 500.000 Flaschen Desinfektionsmittel

Das Kölner Unternehmen Klosterfrau Healthcare (früher Klosterfrau Melissengeist) will in der Corona-Krise 100.000 Liter Desinfektionsmittel spenden. Das sagte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) in einer Sondersitzung des Landtags. Schon kommende Woche wolle das Unternehmen 150.000 Flaschen Handdesinfektionsmittel bereitstellen. Insgesamt spende Klosterfrau 500.000 Flaschen.

Nordrhein-Westfalen nimmt nach Angaben des Ministerpräsidenten zehn Coronavirus-Erkrankte aus dem dramatisch betroffenen Italien auf. "Das ist ein kleiner Tropfen", sagte Laschet. "Aber wir wollen signalisieren: Ihr seid nicht allein." Jedes Leben, das man retten können, sei es wert. Zuvor hatten bereits andere Bundesländer Corona-Patienten aus dem Ausland aufgenommen.

Die Landesregierung habe zudem 5 Millionen medizinische Schutzmasken gekauft. Am vergangenen Freitag seien die ersten 130.000 eingetroffen. "Auf den Weltmärkten ist ein ungeheuerlicher Wettbewerb ausgebrochen." Auch der am stärksten von Corona-Infektionen betroffene Kreis Heinsberg werde mit Schutzmaterial versorgt, sagte Laschet. Der Ministerpräsident lobte die große Solidarität aller im Land, der mit langanhaltendem Applaus aus dem Plenum honoriert wurde.

10:20 Uhr - Bericht: Sechs Millionen Corona-Schutzmasken spurlos verschwunden

Bei der Beschaffung Schutzmasken hat es wohl eine Panne gegeben. Nach Informationen des Nachrichtenmagazins SPIEGEL sind wohl sechs Millionen bestellte Masken auf einem Flughafen in Kenia verschwunden. Die Bestellung hatte das Beschaffungsamt der Bundeswehr übernommen. Die Behörde in Koblenz ist eigentlich dafür da, die Bundeswehr mit Wehrmaterial zu versorgen. Der Krisenstab der Bundesregierung hatte allerdings entschieden, dass sie das Bundesgesundheitsministerium bei der Beschaffung von Schutzausrüstung unterstützen solle. Eine offizielle Stellungnahme gibt es laut SPIEGEL weder vom Wehr- noch vom Gesundheitsressort . Insider sprachen aber von einem gravierenden Vorfall.

09:40 Uhr - Frankreich will Unternehmen notfalls verstaatlichen

Frankreich hat nach Angaben von Finanzminister Bruno Le Maire eine Liste von Firmen erstellt, die womöglich staatliche Hilfe brauchen - von Kapitalspritzen bis hin zu Verstaatlichungen. Die Unternehmen könnten sich auf die Regierung verlassen. Namen der Firmen nennt Le Maire in dem Radio-Interview nicht.

09:36 Uhr - Dienstleister tragen Hauptlast der Krise

Die Corona-Krise hat die Geschäfte der deutschen Dienstleister so stark einbrechen lassen wie noch nie. Der Einkaufsmanagerindex für den dominierenden Sektor fiel im März auf 34,5 Punkte und damit auf den tiefsten Wert seit Beginn der Datenerhebung im Juni 1997. Das teilte das Institut IHS Markit am Dienstag zu seiner monatlichen Umfrage unter Hunderten Unternehmen mit. Das Barometer zeigt erst ab 50 Zählern ein Wachstum an. Im Februar hatte es mit 52,5 noch über dieser Marke gelegen. Der Einbruch kommt in dieser Stärke überraschend.

09:20 Uhr - NRW erlässt Bußgeld-Katalog für Verstöße gegen Corona-Regeln

Nordrhein-Westfalen hat einen Bußgeldkatalog für Verstöße gegen die landesweiten Corona-Regeln mit Strafen bis zu 5.000 Euro erlassen. Im Wiederholungsfall werden sogar bis zu 25.000 Euro fällig. Der Erlass, der nach dpa-Informationen am Montagabend an die zuständigen Behörden geschickt wurde, liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.

Bei Zusammenkünften von mehr als zwei Personen in der Öffentlichkeit, die nicht direkt verwandt sind, werden danach 200 Euro von jedem Beteiligten fällig. Verbotenes Picknicken kostet 250 Euro pro Teilnehmer. Wer trotz Verbots Sportveranstaltungen organisiert, zahlt 1.000 Euro. Der Verzehr von Außer-Haus-Speisen näher als 50 Meter am Restaurant oder Imbiss kostet 200 Euro.

Zusätzliche Bußgelder seien möglich gegen Unternehmen, die von Verstößen profitieren. Teuer werden auch Hygieneverstöße oder Verstöße gegen das Besuchsverbot in Einrichtungen wie etwa Altenheimen.

08:53 Uhr - Mehr als 1.500 Coronavirus-Fälle in der Türkei - 37 Todesopfer

Die Zahl der Todesopfer durch das neue Coronavirus ist in der Türkei auf 37 gestiegen. An einem Tag seien sieben Menschen verstorben, teilte Gesundheitsminister Fahrettin Koca mit. Insgesammt sind nun nach offiziellen Angaben 1.529 mit dem Virus infiziert. Außerdem seien in 24 Stunden seien rund 3.700 Tests durchgeführt worden, schrieb Koca.

Ankara hat bereits zahlreiche Maßnahmen gegen die Verbreitung des Virus erlassen. Unter anderem sind Cafés und Bars geschlossen und Sport- und Kulturveranstaltungen abgesagt. Seit Sonntag ist eine Ausgangssperre für Menschen ab 65 Jahren und chronisch Kranke in Kraft.

08:23 Uhr - Wirtschaftsminister Altmaier verspricht schnelle Auszahlung von Finanzhilfe

Die Auszahlung der Bundesmittel für notleidende Unternehmen und Selbstständige soll nach Angaben von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier spätestens Mitte nächster Woche möglich sein. Dann sollte in allen Bundesländern klar sein, welche Behörden und Institutionen das Geld auszahlen, sagt der Minister im ZDF-Mogenmagazn. "Und es soll so unbürokratisch wie möglich gehen, wo immer möglich auch elektronisch."

08:00 Uhr - Tesla-Chef bietet Beatmungsgeräte an

Tesla and SpaceX Chief Executive Officer Elon Musk speaks at the SATELLITE Conference and Exhibition in Washington, Monday, March 9, 2020. (AP Photo/Susan Walsh)
Elon Musk biete Hilfe im Kampf gegen das neue Coronavirus an
© AP, Susan Walsh, SAW

Tech-Milliardär Elon Musk hat für den Kampf gegen das neue Coronavirus seine Hilfe angeboten. Er habe in China 1.255 Beatmungsgeräte gekauft und nach Los Angeles gebracht, schrieb der 48-jährige Tesla-Chef auf Twitter. «Wenn Sie ein kostenloses Beatmungsgerät installiert bekommen möchten, lassen Sie es mich wissen», sagte Musk.

Tesla hatte in der vergangenen Woche einem Produktionsstopp in seinem Hauptwerk im kalifornischen Fremont aufgrund der Coronavirus-Krise zugestimmt. «Wir halten uns an die gesetzlichen Vorschriften», teilte der US-Elektroautobauer mit. Vorangegangen waren tagelange Diskussionen mit Gesetzesvertretern.

07:35 Uhr - Arbeitsminister Hubertus Heil: "Wir haben die Mittel das lange durchzuhalten"

Kurzarbeitergeld, Notkredite und möglicher Steueraufschub für Selbstständige - Hubertus Heil betont im ntv-Interview die schnelle wirtschaftliche Hilfe, die das Bundesarbeitsministerium in der Coronavirus-Krise den Menschen zukommen lassen will. Wie der SPD-Politiker sicherstellen will, dass niemand unter das Existenzminimum rutscht, erklärt er im Video.

"Wir haben die Mittel das lange durchzuhalten", erklärt der Bundesarbeitsminister. Wer jetzt in Kurzarbeit müsse, für den habe die Bundesregierung die Zuverdienstmöglichkeiten aufgestockt, so Heil bei ntv. "Wir brauchen jetzt Leute in der Logistik, in der Landwirtschaft und in den Krankenhäusern, um die Versorgung sicherzustellen."

07:20 Uhr - NRW-Kinderärzte warnen vor Lockerung der Notbetreuungsregeln

Schulen und Kindergärten geschlossen - zum Schutz vor der Ausbreitung des Coronavirus. Ausnahmen zur Notbetreuung gelten dabei nur für Kinder, deren Eltern in einem medizinischen, pflegerischen oder anderen systemrelevanten Beruf tätig sind. In NRW hat die Landesregierung diese Regelung am Freitag aufgeweicht - es reicht demnach, wenn ein Elternteil betroffen ist. Kinderärzte in NRW kritisieren das.

"Wenn wir die Kinder wieder vermehrt in Kitas und Schulen betreuen lassen, riskieren wir neue Infektionsketten", sagte Christiane Thiele, Landesvorsitzende des Berufsverbandes Kinder und Jugendärzte, der "Rheinischen Post". Einerseits würden die Regeln für die Allgemeinheit gerade durch ein Kontaktverbot deutlich verschärft. Auf der anderen Seite aber kämen durch die am Freitag erlassenen neuen Regeln zur Kinderbetreuung jetzt wieder mehr Kinder in Gruppen zusammen. "Wenn wir das so aufweichen, bekommen wir ein großes Problem", erklärte die Ärzte-Vertreterin der Zeitung.

07:04 Uhr - Weltärztepräsident: Coronavirus-Krise "mit Sicherheit" bis Jahresende

Der Präsident des Weltärztebundes rechnet nicht mit einem schnellen Ende der Corona-Krise. "Diese Problematik wird uns mit Sicherheit bis zum Ende des Jahres begleiten", sagte Frank Ulrich Montgomery. Bis ein Impfstoff verfügbar sei, "werden wir unser gesamtes soziales Leben und unser Arbeitsleben umstellen müssen".

Montgomery begrüßte die Einigung von Bund und Ländern auf eine Kontaktbegrenzung. Es sei ein großer Unterschied, ob Menschen durch staatliche Repression eingeschlossen würden - wie bei einer Ausgangssperre - "oder ob sie es selber in der Hand haben". Der Weltärztepräsident hatte sich zuvor gegen ein Ausgangsverbot ausgesprochen.

06:39 Uhr - Wuhan nimmt öffentliches Leben wieder auf - Shutdown in Hubei beendet

 200323 -- WUHAN, March 23, 2020 -- Medics from Guangdong Province take a bus to the airport in Wuhan, central China s Hubei Province, March 23, 2020. A total of 322 members of a medical assistance team from Guangdong Province left Wuhan of Hubei Pro
Medizinisches Personal aus anderen Regionen Chinas hat wochenlang in Wuhan gearbeitet - jetzt geht es zurück nach Hause
© imago images/Xinhua, Chen Yehua via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Wuhan ist das Zentrum des Coronavirus-Ausbruchs. Mit strikter Ausgangssperre, inklusive weitgehend eingestelltem Arbeitsalltag, hat die Regierung in der Region Hubei darauf reagiert - und konnte das Virus eindämmen. Nur noch ein neuer Ansteckungsfall in den vergangenen 5 Tagen geht aus der offiziellen Statistik hervor.

Das Alltagsleben der Einwohner nimmt jetzt langsam wieder Fahrt auf: Der öffentliche Personennahverkehr bereitet sich auf die Wieder-Aufnahme des Betriebs vor. Wer in Bus oder Bahn steigt, muss einen QR-Code mit dem Handy scannen, damit nachverfolgbar ist, wer wann in welchem Verkehrsmittel unterwegs war - und sich möglicherweise doch noch angesteckt haben könnte. Auch viele Firmen und Betriebe öffnen wieder - und testen ihre Mitarbeiter vor Dienstbeginn in einem Gesundheitscheck.

05:32 Uhr - Abitur zur Not auch ohne Abschlussprüfungen möglich?

Die Vorsitzende des Philologenverbandes hat wegen der möglichen Folgen der Corona-Krise ein Abitur ohne Abschlussprüfungen nicht ausgeschlossen. Grundsätzlich sehe sie das Abitur nicht in Gefahr, sagte Susanne Lin-Klitzing dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Je nachdem, wie sich die Corona-Situation entwickelt, können die Prüfungen ja auch einfach etwas später durchgeführt werden", sagte die Vorsitzende der Interessenvertretung der Gymnasiallehrer. Sollte das nicht möglich sein, gebe es Alternativen.

Zwei Drittel der Abiturnote seien bereits durch die Leistungen in den Kursen erbracht. Das letzte Drittel der Note solle eine Prüfungssituation abbilden. "Dafür brauchen wir die Abiturprüfungen aber nicht zwingend. Wir könnten diese Note nämlich auch aus vorherigen Klausurleistungen in den Prüfungsfächern berechnen", sagte Lin-Klitzing und betonte: "Wir können, wenn es notwendig sein sollte, auch ein Abitur ohne eigene Abiturprüfungen hinbekommen."

05:24 Uhr - Corona-Patienten aus Italien zu Behandlung nach Sachsen geflogen

Eine Gruppe von in Sachsen zu behandelnden Corona-Patienten aus Italien ist in der Nacht zu Dienstag am Flughafen Leipzig-Halle gelandet. Zwei Rettungsfahrzeuge standen auf dem Flugplatz für den Transport der Patienten ins Krankenhaus bereit.

Am Montag hatte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) angekündigt, dass Sachsen Corona-Patienten aus Italien in seinen Krankenhäusern aufnehmen will. Man komme damit einer Bitte der italienischen Regierung nach. Die Krankenhäuser im Freistaat hätten signalisiert, dafür die Kapazitäten zu haben. Zudem könne man durch die Behandlung der italienischen Patienten lernen, mit dem Virus umzugehen.

Ab hier lesen Sie die Meldungen vom 23. März

+++Alle Entwicklungen vom 23. März können Sie hier nachlesen.+++

23:59 Uhr - Über 29.000 Coronafälle in Deutschland

Nach Berechnungen der Johns Hopkins Universität sind in Deutschland inzwischen 29.056 Menschen an dem Coronavirus erkrankt. Bis zum Abend gab es 123 Tote.

Italien: 63.927 Infizierte, 6.077 Tote
USA: 43.214 Infizierte, 533 Tote
Spanien: 33.089 Infizierte, 2.207 Tote
Frankreich: 20.123 Infizierte, 862 Tote

Weltweit stieg die Zahl der bestätigten Fälle auf 375.458.

(Quelle: Johns Hopkins Universität, Stand 23:50 Uhr)