Hätten Sie das gedacht?

Hilft nicht nur bei Hitze: Zimmer mit Ventilator aufwärmen

Ventilator vor einem Menschen.
Ein Ventilator hilft nicht nur im Sommer: Im Winter kann er helfen, die Heizkosten zu senken.
deutsche presse agentur

Wie bitte, ein Ventilator soll auch im Winter zum Einsatz kommen? Aber wir wollen doch nicht noch mehr frieren, sondern die Wohnräume angenehm warm bekommen! Doch genau dabei können Ventilatoren helfen, wie die Energieberater Udo Sieverding und Reinhard Loch von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen erklären.

Ganz schön praktisch: Denn warme Luft geht nach oben

Im RTL-Interview klärt Energieberater Udo Siverding wichtige Fragen rund um Gas, Strom und Nebenkosten. Dabei hat er auch verraten, dass ein Deckenventilator nicht nur im Sommer nützlich sein kann, um die Temperatur in den Wohnräumen zu senken. Auch im Winter können sie zum Einsatz kommen, um die Wohnung schön warm zu bekommen. Wer hätte das gedacht? Der Experte erklärt: „Die warme Luft geht nach oben, und es hilft mir nichts, wenn ich kalte Füße habe.“ Und um genau das zu verhindern, kann der Deckenventilator eingesetzt werden. Denn: Dieser hilft dabei, warme Luft, die aus physikalischen Gründen immer nach oben zieht, wieder nach unten zu bringen. Allerdings müsse dabei der „Wintermodus“ eingeschaltet werden. Während sich der Ventilator im Sommer nämlich gegen den Uhrzeigersinn dreht, läuft er im Winter mit dem Uhrzeigersinn.

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Udo Sieverding sieht aber auch die praktische Komponente und ist von der Idee, Ventilatoren in jedem Zimmer anzubringen nicht allzu begeistert, denn: „Das muss auch lebenspraktisch sein.“ Doch wer ohnehin über den ein oder anderen Ventilator verfügt, für den kann dieser Tipp hilfreich sein, und den ein oder anderen Euro kann man so auch sparen.

Funktioniert das auch mit Stand- und Tischventilatoren?

Doch natürlich verfügt nicht jede Wohnung oder jedes Haus über einen Deckenventilator. Deshalb wollten wir wissen, ob auch Stand- oder Tischventilatoren für die Umsetzung dieses Tipps herangezogen werden können. Experte Reinhard Loch, ebenfalls Energieberater von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, hat dazu eine klare Meinung: Zwar könne man auch mit einem Stand- oder Tischventilator versuchen, den gewünschten Effekt zu erzielen, doch die optimale Luftverteilung erreiche man mit einem Deckenventilator. Das liege daran, dass sich die warme Luft, die man im Raum verwirbeln will, nun mal unter der Decke hängt. Aber er sagt auch: „Klar, ein wenig schafft ein Tischventilator das auch, die Warmluft im Raum zu verteilen.“

Ein weiterer, wichtiger Aspekt sei der, dass sich der Ventilator langsam dreht, so der Energieexperte. Aus diesem Grund gebe es auch keinen großen Unterschied, was die Stromkosten der beiden Varianten angeht. „Da man den Ventilator ja eh auf geringer Stufe laufen lassen soll, liegt der Verbrauch bei beiden im Bereich von fünf bis zehn Watt.“

Wie viel Geld man letztlich mit dieser Methode einsparen kann, sei schwer zu beziffern. “Ich würde eine einstellige Prozentzahl ansetzen.“ Diese Prognose beziehe sich aber allein auf den Deckenventilator. Denn Studien oder Erfahrungswerte, wie das bei Stand- oder Tischventilatoren aussieht, gebe es bislang nicht. (vho)

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