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Rattengift Test 2021 • Die 7 besten Rattengifte im Vergleich

Wenn Ratten zu einem Problem werden, greifen viele zu Rattengift. Rattengift ist eine von vielen Möglichkeiten, um Ihren Garten und Ihr Haus effektiv vor den invasiven Nagern zu schützen. Lernen Sie in unserem Vergleich die verschiedenen Rattengifte kennen. Aus unseren Recherchen erfahren Sie sogleich auch, wie Sie am besten damit umgehen und Ihre Haustiere und Kinder davor schützen.

Rattengift Bestenliste 2021

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Was ist Rattengift und wie funktioniert es?

Rattengift gibt es in verschiedensten Formen und Farben.Rattengift wird auch Rodentizid genannt und wird als Mittel gegen Nagetiere oder andere ähnliche schädliche Tiere eingesetzt. Rodentizide bestehen aus einem Wirkstoff und einem Köder, der zumeist aus Getreide besteht. Wirkstoffe gibt es viele Verschiedene. Trotzdem funktionieren die meisten sehr ähnlich.

Rodentizide sind absichtlich so dosiert, dass die Ratten nicht sofort, nachdem sie den Köder gefressen haben, sterben. Denn die Ratten werden nicht mehr von den Ködern fressen, wenn eine tote Ratte daneben liegt. Zumeist führt die Einnahme des Wirkstoffs zu gehemmter Blutgerinnung. Die Wirkung zeigt sich in der Regel innerhalb wenigen Stunden nach Verzehr.

Rattengift wirkt aber nicht ausschließlich auf Ratten. Jedes Tier, das den Köder frisst, kann daran sterben. Aber auch Raubtiere, die eine vergiftete Ratte verzehren, können sich indirekt vergiften. Weshalb Rodentizide nicht leichtfertig eingesetzt werden sollten.

Rechtlich müssen die Köder immer so ausgelegt werden, dass nur Ratten Zugang haben. Dies kann beispielsweise durch eine Köderbox sichergestellt werden.

Diagramm zum Preis-Leistungs-Verhältnis der Rattengifte

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Welche Arten von Rattengift gibt es?

Die unterschiedlichen Rattengifte werden grob in zwei Arten unterschieden. Einerseits gibt es die Vitamin-K-Antagonisten, welche alle die Blutgerinnung beeinflussen. Andererseits werden sogenannte Phosphinbildner, welche eine chemische Reaktion nach verzehr auslösen, als Rattengift eingesetzt.

Die Vitamin-K-Antagonisten werden in zwei Generationen unterteilt. Die Rodentizide der zweiten Generation sind in der Regel giftiger als die Wirkstoffe der ersten Generation. Teilweise sind die Ratten dank ihrer Anpassungsfähigkeit sogar gegen die erste Generation resistent geworden.

Die Rattengifte der zweiten Generation dürfen in der Regel nur durch fachkundige Experten gekauft und eingesetzt werden. Privatpersonen dürfen seit der EU-Verordnung im Jahr 2013 nur noch Präparate aus Warfarin kaufen. Warfarin ist ein Wirkstoff der ersten Generation. Je nachdem kann ein Rattengift auch zugelassen werden, wenn es durch eine Gebrauchsanweisung eine fachliche Anwendung durch Laien sicherstellt. Außerdem können Laien wie zum Beispiel Landwirte sich eine Experten-Zulassung über ein Zulassungsverfahren erarbeiten.

In den folgenden Abschnitten möchten wir Ihnen drei verschiedene Rattengift-Wirkstoffe vorstellen. Jeweils eines aus jeder Generation der Vitamin-K-Antagonisten und einen Phosphinbildner.

Rattengift aus Coumatetralyl

Coumatetralyl ist wie Warfarin ein Wirkstoff der ersten Generation. Es ist wasserfest und deswegen sehr gut geeignet für einen Einsatz in Außenbereichen. Es verhindert die Blutgerinnung, sodass eine Ratte nach wenigen Tagen an inneren Blutungen stirbt.

Eine tödliche Dosis Coumatetralyl für den Menschen mit einem Körpergewicht von 70 kg ist etwa 350g. Trotzdem können schon kleine Mengen Vergiftungssymptome auslösen und Sie sollten bei Beschwerden sofort einen Arzt besuchen.

Rattengift aus Bromadiolon

Bromadiolon ist ein Wirkstoff der zweiten Generation. Es darf deswegen nur von Experten gekauft und eingesetzt werden. Er verhindert wie auch das Coumatetralyl die Blutgerinnung.

Eine Ratte muss den Wirkstoff noch nicht einmal fressen, da er auch über die Haut und Atmung aufgenommen werden kann. Bromadiolon kann in reinem Zustand für Wasserorganismen äußerst gefährlich sein, obwohl der Wirkstoff nur über eine geringe Wasserlöslichkeit verfügt. Weswegen der Wirkstoff hauptsächlich in Innenräumen oder trockenen Orten eingesetzt werden sollte.

Rattengift aus Zinkphosphid

Zinkphosphid ist ein Phosphinbildner. Im Gegensatz zu den Vitamin-K-Antagonisten erfolgt bei der Einnahme eine chemische Reaktion mit der Magensäure, sodass sich im Körper giftiger Phosphorwasserstoff bildet.

Zinkphosphid wird zumeist als Wirkstoff in Fraßködern aus Weizenkörnern eingesetzt. Die Körner dürfen nicht auf offenen Flächen ausgesetzt werden, da sonst Vögel davon fressen könnten.

Kaufkriterien im Rattengift Test 2021

Damit Sie wissen, worauf Sie vor dem Kauf von Rattengift achten müssen, haben wir im Folgenden die wichtigsten Kaufkriterien zusammengestellt.

Sicherheit für Haustiere und Kinder

Als Erstes sollten Sie sicherstellen, wie gezielt das Rodentizid eingesetzt werden kann. Niemand möchte, dass Sie sich selbst, Ihre Kinder oder Ihre Haustiere vergiften. Deswegen sollten Sie bestimmte Sicherheitsvorkehrungen treffen.

Zum Beispiel könnten Sie auf beigesetzte Bitterstoffe in den Rattengiftködern achten. Die Bitterstoffe sind in vielen frei erhältlichen Ködern beigemischt, da sie sowohl Kinder als auch Haustiere vor dem Verzehr abhalten.

Neben den Bitterstoffen sollen die meisten Rodentizide nur in dafür vorgesehenen Köderboxen aufgestellt werden. Die Köderboxen sind so gebaut, dass nur kleine Tiere hineinkommen. Damit sie die Rodentizide auch sicher aufbewahren können, werden, bieten manche Hersteller ihre Produkte mit kindersicheren Verschlüssen an.

Handhabung

Damit Sie sich selbst, Ihre Kinder und Haustiere schützen, sollte eine möglichst professionelle Anwendung durch Laien möglich sein. Eine klare Gebrauchsanleitung darf da natürlich nicht fehlen, damit Sie wissen, wo und wie sie die Köder effektiv auslegen.

Die einfachste und sicherste Handhabung gewähren vorportionierte Beutel und Köderboxen. So werden allfällige Variablen wie die eingesetzte Menge an Rodentizid oder der sicherste Einsatzort klar vorgegeben.

Einsatzgebiet

Als Drittes sollten Sie unbedingt darauf achten, wo Sie Ihr Rodentizid einsetzen dürfen. Viele im Handel erhältlichen Köder sind so zusammengestellt, dass sie sowohl drinnen als auch draußen eingesetzt werden dürfen.

Trotzdem sollten Sie darauf achten, dass Sie nicht Rattengifte für den Garten im Haus einsetzen. Denn einige Rodentizide können die Atemwege angreifen, wenn sie in Räumen eingesetzt werden. Achten Sie außerdem darauf, ob die Köder wasser- und wetterbeständig sind. Da sonst das enthaltene Gift aus den Ködern durch das Wasser in den Boden gelangen kann.

Alternativen zu Rattengift

Eine Maus gefangen in einer Lebendfalle.Wenn Sie sich nicht an Rattengifte heranwagen, weil sie zu viele Risiken mit sich bringen, sollten Sie sich unbedingt mit möglichen Alternativen auseinandersetzen.

Neben den klassischen Schnappfallen, die ein Tier mithilfe einer Sprungfeder und einem Bügel töten sollen, gibt es auch Lebendfallen. Die Lebendfallen sind in der Regel effektiver als die klassischen Schnappfallen, da die Schnappfalle ein Tier häufig nur verwundet und nicht tötet.

Es gibt auch die Möglichkeit die Ratten oder andere Schädlinge, zum Umziehen zu bewegen. Dafür gibt es zum Beispiel Mäuse- oder Rattenfernhaltemittel, die durch einen unangenehmen Geruch die Nager vertreiben. Außerdem können Sie sich überlegen, wie Sie den Nagern das Futter unzugänglich machen.

Nicht zu vergessen, ist auch die Möglichkeit, einen Experten für Schädlingsbekämpfung hinzuzuziehen. Ein Experte bringt den Vorteil mit, dass er professionelle Werkzeuge und Gifte einsetzen darf und damit die Erfolgswahrscheinlichkeit erheblich steigert.

Weiterführende Links und Quellen

FAQ

Wer braucht Rattengift?

Rattengifte werden zumeist von Landwirten oder Landschaftsgärtnern angewandt, wenn sie mit invasiven Ratten zu kämpfen haben. Rattengifte werden aber auch von Laien eingesetzt, wenn keine andere Methode Wirkung gezeigt hat.

Welche Rattengifte gibt es?

Rattengifte gib es in zwei Kategorien. Erstens Vitamin-K-Antagonisten, welche weiter in erste und zweite Generation unterteilt sind. Als Zweites gibt es Phosphinbildner. Es gibt aber noch weitere Wirkstoffe, die früher als Rodentizid eingesetzt wurden. Beispiele dafür sind alle Wirkstoffe aus Arsen. Diese sind heute aber nicht mehr erhältlich oder wegen ihrer Giftigkeit gegenüber Menschen sogar verboten.

Welches ist das effektivste Rattengift?

Flocoumafen ist der stärkste Wirkstoff, der als Rattengift eingesetzt wird. Es ist ein Wirkstoff der zweiten Generation und hemmt wie die anderen Vitamin-K-Antagonisten die Blutgerinnung. Flocoumafen Köder dürfen seit dem Jahr 2013 nur noch von Fachkräften mit einer Sachbescheinigung gekauft und eingesetzt werden. Diese Bescheinigungen werden in der Regel nur an Schädlingsbekämpfer und Landwirte ausgegeben.

Wie erkennen Sie Rattengift?

Rattengift gibt es in allen möglichen Formen und Farben. Wenn Sie oder Ihr Haustier mit einer giftigen Substanz in Kontakt gekommen ist, sollten Sie unverzüglich zum Arzt.

Wie und wo sollten Sie Rattengift auslegen?

Rattengift sollte in der Regel immer in Köderboxen ausgelegt werden. So stellen Sie sicher, dass nur die Ratten Zugang zum Gift haben. Am besten stellen Sie die Köderbox dorthin, wo Sie einen typischen Laufweg der Ratten vermuten. Falls Sie die Box im Freien platzieren, sollte es ein möglichst trockener und wettergeschützter Ort sein.

Wie schützen Sie sich und Ihre Haustiere vor Rattengift?

Da Rattengift nicht nur für die Schädlinge gefährlich ist, sondern auch für Ihre Haustiere, sollten Sie sich gründlich über die sicherste Anwendung informieren. Wir empfehlen Ihnen Rodentizid nur anzuwenden, wenn Sie keine andere Möglichkeit mehr sehen, die Nager loszuwerden. Wenn Sie sich trotz Haustiere für die Anwendung von Rattengift entscheiden, empfehlen wir Ihnen die Köder nur in den Köderboxen auszulegen. So können Ihre Haustiere ganz sicher nicht direkt darauf zugreifen. Außerdem sollten Sie tote Ratten sofort einsammeln, damit sich Ihr Haustier nicht indirekt vergiften kann. Zusätzlich können Sie beim Kauf darauf achten, ob die Rodentizid-Köder mit Bitterstoffen versehen sind. Die Bitterstoffe sollen dafür sorgen, dass Ihre Haustiere die Köder nicht attraktiv finden.

Wie schnell zeigt sich eine Vergiftung?

Eine Vergiftung zeigt sich unverzüglich nach Einnahme. Je nach Wirkstoff braucht es etwas mehr Zeit. Typische Symptome bei Menschen sind Zahnfleischbluten, starke Müdigkeit, Bewusstlosigkeit oder sogar blutiges Erbrechen. Falls Sie Verdacht schöpfen, dass Sie oder Ihr Haustier sich vergiftet haben, gehen Sie unverzüglich zum Arzt oder Tierarzt. Ihr Arzt wird Ihnen bei Vitamin-K-Antagonisten Vitamin K verabreichen. Bei Ratten zeigt sich die Vergiftung auch innerhalb weniger Stunden. Der Tod erfolgt mit einer Verzögerung, je nach Dosierung und gefressener Menge von bis zu 7 Tagen.

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