Richtige Versicherung reicht nicht ausStarkregen-Schäden immer größer: Was Immobilieneigentümer und Mieter jetzt wissen müssen
Müssen wir uns jetzt noch besser schützen?
Die Schäden durch Starkregen, Hagel oder Sturm haben in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Was Immobilieneigentümer bei der Versicherung beachten sollten und welche Rechte Mieter bei Schäden durch Starkregen haben.
Schäden durch Starkregen nehmen weiter zu
Starkregen hat in den vergangenen zwei Jahrzehnten bundesweit Schäden in Höhe von 12,6 Milliarden Euro verursacht, teilt der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mit.
Von 2002 bis 2021 wurde rechnerisch jedes zehnte Wohnhaus durch Starkregen beschädigt, mit Kosten von durchschnittlich 7.600 Euro. Versicherer und Meteorologen fürchten, dass sintflutartige Regenfälle in Zukunft häufiger auftreten und damit auch die Schäden weiter zunehmen werden.
Das kann auch Allianz-Versicherungsvertreterin Maria Kaiser bestätigen. „Gerade die Elementarrisiken sind drastisch gestiegen“, erklärt sie im Gespräch mit RTL. Also Schäden, die vor allem durch Regen, Hagel oder Sturm verursacht wurden.
Laut GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen kann es in Deutschland jeden treffen: „Gegenden, die in den letzten 20 Jahren nur wenige Schäden durch Starkregen erlebten, haben bislang einfach Glück gehabt.“
Lese-Tipp: Hitze, Dürre, Starkregen - Wetterextreme nehmen zu
Die meisten Hausbesitzer haben eine Wohngebäudversicherung. Diese tritt ein, wenn das Haus beschädigt oder ganz zerstört wird. Allerdings ist laut GDV nur gut die Hälfte der Hausbesitzer gegen Elementarschäden versichert. Und die wird immer wichtiger.
Aufgepasst bei Schäden durch Rückstau: Auf Versicherungsbedingungen achten
„Die Elementarschadensversicherung greift, wenn wir einen Rückstau haben aus den Rohren. Wenn das Wasser hochgedrück wird durch die Toilette oder Waschbecken“, erklärt Allianz-Versicherungsvertreterin Maria Kaiser. Oder wenn der Keller durch den hohen Starkregen-Druck mit Wasser vollläuft.
Lese-Tipp: Unwetterschäden – welche Versicherung zahlt was?
Doch auch wer bereits eine Elemenarschadensversicherung hat, muss aufpassen. Möglicherweise verlangt der Versicherer hier den Einbau von Rückstauklappen. Wird die Vorgabe nicht erfüllt, läuft man Gefahr, auch bei einer abgeschlossenen Versicherung leer auszugehen, wenn die Kanalisation nach Starkregen überlastet wird.
Auch die Hausratversicherung, die beispielsweise Möbel, Küchengeräte oder Musikinstrumente gegen Einbruch oder Raub absichert, kann um einen Elementarschadenschutz erweitert werden. Mieter und Hausbesitzer können sich diesen Zusatzschutz nach Ansicht der Experten aber sparen, wenn sich das Hab und Gut in sicheren, höheren Etagen befindet.
Lese-Tipp: Start-up bietet Versicherung gegen Regenwetter im Urlaub an
Schaden wird nicht ersetzt, wenn es durch offene Fenster hineinregnet
Wichtig zu beachten: Haus- und Wohngebäudeversicherung zahlen nicht für Schäden, wenn es nur hereinregnet. Das heißt: Fenster und Türen müssen bei Unwettern immer geschlossen sein. Die Versicherten müssen hier ihren Sorgfaltspflichten nachkommen. Wer zum Beispiel das Kellerfenster offen lässt, muss den Schaden unter Umständen selbst übernehmen.
Mieter haben bei Unwetterschäden Recht auf Mietminderung
Mieter sollten wissen: Wenn die Wohnung aufgrund der Unwetterschäden nur eingeschränkt oder gar nicht nutzbar ist, gibt es das Recht auf Mietminderung, erklärt der Mieterverein München. Der Mangel muss dem Vermieter aber vorher angezeigt werden. Tipp: Die Mieter sollten die Schäden dazu auch dokumentieren.
Je nach Ausmaß sind unterschiedliche Minderungen möglich. Ist die Wohnung unbewohnbar, kann die Miete um 100 Prozent gekürzt werden. Sind die Schäden weniger groß, fällt auch die Mietminderung geringer aus. (mit dpa/aze)
Mehr News-Videos aus den Bereichen Wirtschaft, Finanzen und Mobilität
01:19Warum ist Matcha so teuer?
02:02Stalker-Romantik: Wie problematisch sind die Bücher auf Booktok?
02:46Das steckt hinter In-Game-Käufen bei Gratis-Spielen
02:28Das müsst ihr über "Buy now, pay later" wissen
02:08So wird man zum reichsten Menschen Deutschlands!
01:20Hype um Pokemon! Diese Karten sind ein Vermögen wert
01:33Diese drei Versicherungen braucht wirklich jeder!
02:13So unterstützt der Staat Studierende und Azubis
02:40So gelingt der Verkauf mit Flohmarkt-Apps
01:37Was sind Vermögenswirksame Leistungen?
02:41Warum ist der Rasierer für Frauen teurer als für Männer?
01:39Darum wird der Stanley Cup auf Social Media gehypt
02:47So behaltet ihr den Überblick über eure Finanzen
01:52Wie KI diesem Frisör bei der Arbeit hilft!
01:36Wie Schwäbisch Gmünd für 1.000 Menschen ein Zuhause findet
01:50Was ist eigentlich ein ETF?
03:01Polizeigewerkschaft fordert Tempo 30 innerorts
02:42Wie das Ehe-Aus nicht zur Existenzbedrohung wird
02:22Unternehmer schlagen Alarm
01:13Wie teuer wird unser Kaffee?
02:25So teilt ihr euch die Arbeit im Haushalt fair auf
04:03Männer überschätzen ihren Anteil an der Hausarbeit
01:30Galeria hat große Pläne für Innenstädte
03:56Das kommt jetzt auf Mieter zu
03:49Darauf solltet ihr beim Einkauf mit Rabatt-Apps achten
02:13DIESE Modelle sind betroffen
01:08Wer dieses Jahr vom Führerschein-Umtausch betroffen ist
02:45Superreiche werden immer mächtiger
01:14Tech-Milliardäre liefern sich Wettlauf ums All
03:21Das kann das neue Vergleichsportal der Bafin
03:40Jeder Dritte schläft im Homeoffice!
02:44Ab jetzt gibt's ICE-Tickets für unter 11 Euro!
03:02Die Bonusprogramme der Supermärkte im Test
03:06Wir machen den Secondhand-Baumarkt-Check!
01:38"Für die Rente machen die eigentlich nichts"
04:45Deutsche verdienen so viel wie noch nie
01:43Hier verlieren Pendler jährlich 60 Stunden Zeit
02:25Bürgergeld-Empfänger sollen gemeinnützige Arbeit leisten
01:45Die Highlights der Technikmesse CES 2025
01:56Lebensmittelpreise werden auch 2025 steigen
01:33"Kein Lohn für den ersten Krankheitstag"
02:59So bringt ihr eure Finanzen zum Jahresbeginn auf Vordermann
02:41Lohnt sich der Wechsel? Unser Experte klärt auf!
01:36Das ist dran an Linnemanns Kritik
01:57Das sagen die Wahlprogramme zur Wirtschaft in Deutschland
01:43Morgens krank, nachmittags arbeiten – ist das sinnvoll?
01:17Ist das Weihnachtsgeschäft noch zu retten?
00:31Droht in Großbritannien die Guinness-Krise?
01:45Darum können sich betroffene Unternehmen nicht wehren
01:26So lebt es sich im ersten Haus aus dem 3D-Drucker
RTL+ Doku-Tipp: Armes reiches Deutschland - Wird das Leben unbezahlbar?
Energie, Lebensmittel, Mieten: die Kosten explodieren. In Deutschland wächst die Kluft zwischen Arm und Reich. Die Gefahr, in die Armut zu rutschen, wird für immer größere Teile der Bevölkerung zu einer ernsthaften Bedrohung. Vor allem in Ballungszentren spüren inzwischen auch Teile der Mittelschicht den steigenden Druck. Die Dokumentation „Armes reiches Deutschland - Wird das Leben unbezahlbar?“ auf RTL+ schaut sich in deutschen Städten um.































