Bundeswehr-Manöver „Red Storm Charlie”Hamburgs Katastrophen-Szenario: Chemieunfall, Verletzte, Sabotage!
Sie üben für den NATO-Bündnisfall.
Bundeswehr, Behörden, Hilfsorganisationen und Unternehmen bereiten sich in Hamburg auf mögliche Krisensituationen vor. Ziel der Großübung „Red Storm Charlie” ist es, Abläufe frühzeitig zu trainieren, bevor nationale oder internationale Sicherheitslagen eintreten.
500 Soldaten sind im Einsatz
Vom 24. bis 26. September wird Hamburg bereits zum dritten Mal zum Übungsgebiet: Rund 500 Soldaten und Zivilisten trainieren mögliche Ausnahmesituationen. Neben der Bundeswehr sind auch die Feuerwehr, die Polizei Hamburg, das Technische Hilfswerk, Landesbehörden sowie Unternehmen wie Airbus, der Hamburger Hafen und die Hamburg Port Authority an den Übungen beteiligt. Dabei werden Szenarien wie ein Chemieunfall, verletzte Soldaten, Sabotage und der Verwundetentransport geübt.
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Kolonnenfahrten und Hubschrauber über Hamburg
„Wie auch im vergangenen Jahr bei Red Storm Bravo trainieren wir bei Red Storm Charlie die Verlegung von Truppen und Material an die Ostflanke des Bündnisgebietes“, so Kapitän zur See Kurt Leonards, Kommandeur des Landeskommandos Hamburg. Die Kolonnenfahrt bei Nacht kann für Beeinträchtigungen auf Hamburgs Straßen sorgen. Auch nachts werden Hubschrauber im Einsatz sein. Dadurch kann es in Teilen der Stadt zeitweise lauter werden.
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Bedrohungslagen werden immer realer
„Wir sehen ja, dass sich die Internationale Lage, die Konfliktsituationen nicht entspannen, sondern die Bedrohungslagen eigentlich immer realer werden”, sagt Hamburgs Innensenator Andy Grote im RTL-Interview. Deswegen ist es laut Grote wichtig, immer wieder zu üben, um die Widerstands- und Krisenfähigkeit zu stärken. Zudem seien Verteidigung und Resilienz „gesamtgesellschaftliche Aufgaben, die nicht allein von der Bundeswehr geleistet werden können”, so Kommandeur Leonards.
So empfehlen Grote und Leonards, dass man sich auch als Bürger auf eine mögliche Krise vorbereitet, etwa durch einen Notfallvorrat zu Hause und die Anschaffung eines Notfallrucksacks. Außerdem solle man sich vorab damit befassen, woher man im Ernstfall Informationen bekommt und wie man mit einem Stromausfall umgeht.
Demonstration erwartet
Kritik an der Übung kommt vom Bündnis „Kein NATO-Hafen“. Am 26. September um 14 Uhr ruft das Bündnis zu einer Demonstration am Jungfernstieg auf.

Es kritisiert, dass Kriegsszenarien - unter anderem am Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) und am Hamburger Hafen - geprobt werden. Stattdessen fordert es, das UKE als öffentliche Gesundheitseinrichtung und den Hafen als öffentliche Infrastruktur weiterzuentwickeln.
Verwendete Quellen: Bundeswehr, eigene RTL-Recherche





























































