Nach Angriffen auf mehrere UmspannwerkeWie sicher ist eigentlich unsere Infrastruktur?

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Spionage, Sabotage und Anschlagsversuche nehmen nach Einschätzung der Sicherheitsbehörden in Deutschland zu. (Symbolfoto)
Markus Lenhardt/dpa
von Florent Gallet und Luisa Wiewgorra

Sabotage an Kraft- und Umspannwerken in Hamburg?
Die Beamten suchen am Mittwochnachmittag (2. September) nach Anzeichen für mögliche Gefährdungen an mehreren Kraftwerken im Raum Hamburg.

Es gab bereits Sabotageversuche

Erst am Morgen kommt es zu mutmaßlichen Sabotageversuchen in einem Umspannwerk bei Köln in Nordrhein-Westfalen und in der Nähe eines Kohlekraftwerks in Jänschwalde in Brandenburg. In beiden Fällen gehen die Ermittler von verfassungsfeindlicher Sabotage aus. Und das sind nicht die ersten Vorfälle! Im Oktober startet in Hamburg der Gerichtsprozess zu den Explosionen an den Nord-Stream-Pipelines.

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Mehrere Kraftwerke werden überprüft

Am Mittwoch (2. September) sichert die Polizei mehrere Standorte: Das Kraftwerk Tiefstack in Hamburg-Billbrook, das Kraftwerk Moorburg und das Kraftwerk Wedel im Kreis Pinneberg. Laut Sören Schumacher, innenpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion Hamburg, ein notwendiger Schritt: „Es gab auch Hinweise, dass hier in Hamburg etwas sein hätte können,” so Schumacher. „Es ist sehr gut, dass die Hamburger Polizei dann direkt vor Ort ist und guckt: Ist da etwas? Und sich einfach gut aufstellt, sodass wir hier keine Bedrohungslage haben.”

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Hamburg ohnehin gefährdet

Als Hafen-, Energie- und Industriestandort ist Hamburg besonders gefährdet für Sabotage. Seit dem vergangen Jahr arbeitet die Hansestadt mit anderen norddeutschen Bundesländern daran, eine effektive Drohnenabwehr aufzubauen. Doch das reicht nicht, findet Dennis Gladiator, innenpolitischer Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion: „Man kann nicht auf die Polizei warten. Die Polizei wird nicht jede kritische Einrichtung in dieser Stadt schützen können.” Es brauche mehr Videoüberwachung und die Fähigkeit, Drohnen abzuwehren. „Wir müssen also die Betreiber nicht nur verpflichten, sondern in die Lage versetzen, das tun zu können rechtlich und im Zweifel müssen wir dann auch als Stadt, als Staat hier finanziell helfen.”

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Laut Polizei gibt es nach den Einsätzen an den Kraftwerken im Raum Hamburg keine konkreten Hinweise auf eine Gefährdung. Die Maßnahmen seien rein zur Vorsorge und eine Vorsichtsmaßnahme zur grundlegenden Gefahrenabwehr gewesen. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestehe nicht.

Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche, dpa