Vier Jahre nach den SprengungenNord-Stream-Anschläge vor Gericht! Ukrainischer Ex-Offizier muss auf Anklagebank

Schwere Vorwürfe!
Vier Jahre nach den Explosionen an den Nord-Stream-Pipelines beginnt in Deutschland der erste Prozess. Ein früherer ukrainischer Offizier soll die Gruppe angeführt haben, die Sprengsätze an den Gasleitungen anbrachte. Jetzt muss sich Serhii K. vor dem Oberlandesgericht Hamburg verantworten.
Erster Nord-Stream-Prozess beginnt im Oktober in Hamburg
Der Generalbundesanwalt wirft Serhii K. eine mutmaßliche Beteiligung an den Nord-Stream-Anschlägen vom September 2022 vor. Wie AFP berichtet, hat das Oberlandesgericht Hamburg die Anklage gegen den früheren ukrainischen Offizier zugelassen. Der Prozess soll am 14. Oktober beginnen, Verhandlungstermine sind zunächst bis Februar 2027 angesetzt.
Bei den Explosionen vor vier Jahren wurden die Erdgasleitungen Nord Stream 1 und Nord Stream 2 in der Ostsee schwer beschädigt. Zum Zeitpunkt der Anschläge waren die Pipelines nicht in Betrieb. Nord Stream 1 lieferte bereits kein russisches Gas mehr nach Deutschland, Nord Stream 2 war nie in Betrieb gegangen.
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Serhii K. soll Gruppe für Nord-Stream-Anschläge angeführt haben
Die deutschen Ermittler vermuten hinter den Nord-Stream-Anschlägen einen ukrainischen Plan. Kiew weist eine Beteiligung zurück. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte erst vor wenigen Tagen, die Ukraine habe sich niemals offiziell an einer Operation zur Sprengung von Nord Stream beteiligt.
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Nach Darstellung der Bundesanwaltschaft soll die Sabotage verhindern, dass Russland über die Pipelines Einnahmen zur Finanzierung des Ukraine-Kriegs erzielen kann. Serhii K. soll gemeinsam mit anderen Militärangehörigen und im Auftrag staatlicher Stellen an dem Plan zur Zerstörung der Leitungen beteiligt gewesen sein.
Der frühere Offizier soll zudem eine Gruppe aus Berufstauchern, einem Skipper und einem Sprengstoffexperten angeführt haben. Diese habe schließlich die Sprengsätze an den Pipelines angebracht. Das Gericht sieht nach vorläufiger Bewertung einen hinreichenden Tatverdacht und eröffnete deshalb das Hauptverfahren.
Ex-Offizier wurde im Italien-Urlaub festgenommen
Serhii K. war im August 2025 während eines Urlaubs in Italien festgenommen worden. Später wurde er nach Deutschland ausgeliefert und kam in Untersuchungshaft.
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Die Vorwürfe wiegen schwer: Der Generalbundesanwalt legt ihm die Mittäterschaft an mehreren Straftaten zur Last. Dazu gehört auch der Vorwurf eines Kriegsverbrechens durch einen Angriff auf zivile Objekte. Der frühere Offizier ist nicht der einzige Verdächtige. Mitte August wurde in Kroatien ein weiterer mutmaßlicher Beteiligter festgenommen. Bei dem Mann handelt es sich laut AFP um einen ukrainischen Taucher, der inzwischen ebenfalls in Untersuchungshaft sitzt. (anr)
Verwendete Quelle: AFP

































