„Man glaubt wieder an das Gute“Gestohlene Fischbude wieder da! Marcus findet seinen Imbisswagen in Polen

Was für ein Happy End für Marcus Sperlich!
Anfang der Woche steht der Schausteller plötzlich ohne seine „Fisch-Insel“ da: Dreiste Diebe haben den kompletten Imbisswagen nach einem Fest in Burg im Spreewald gestohlen. Hinweise führen schnell Richtung Polen. Jetzt die überraschende Wendung: Der Wagen ist wieder da – und steht nahezu unbeschädigt auf Sperlichs Lagerplatz. Im Gespräch mit RTL erzählt der Schausteller, wie eine Freundin und die enorme Aufmerksamkeit im Netz entscheidend bei der Suche geholfen haben.
Polnischer Aufruf bringt nach fünf Minuten den Durchbruch
Nachdem die „Fisch-Insel“ verschwunden war, hatte Sperlich die Suche über soziale Medien öffentlich gemacht. Zahlreiche Menschen teilten seinen Aufruf und meldeten mögliche Sichtungen des auffälligen Wagens. Der entscheidende Hinweis kommt schließlich aus Polen. Eine polnische Freundin der Familie übersetzt den Suchaufruf und verbreitet ihn dort in sozialen Netzwerken. Dann geht plötzlich alles ganz schnell.
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„Wir haben eine polnische Freundin. Die hat das alles mal auf Polnisch übersetzt, hat das in den Kanälen in Polen geteilt und fünf Minuten später hatten wir ein Bild, wo er ist“, erzählt Sperlich RTL.
Und der Wagen war gar nicht weit entfernt: Nach Angaben des Schaustellers steht die „Fisch-Insel“ nur rund 22,5 Kilometer hinter der deutsch-polnischen Grenze.
Vater und Sohn fahren selbst zum Fundort
Mit dem Foto bekommt die Familie auch den Standort des gestohlenen Wagens. Sperlichs Vater und sein Sohn machen sich daraufhin selbst auf den Weg nach Polen. „Mein Papa hat sich ins Auto gesetzt mit meinem Sohn, also Seniorchef und Juniorchef, sind da hingefahren“, erzählt Sperlich.
Vor Ort bleiben die beiden zunächst auf Abstand. Aus rund 100 Metern hätten sie den Wagen mit dem Fernlicht angeleuchtet und auf die polnische Polizei gewartet.
Schließlich rückten nach Sperlichs Schilderung Spezialkräfte und Spurensicherung an. Der Imbisswagen wurde untersucht und anschließend wieder freigegeben .Noch am selben Abend war die „Fisch-Insel“ wieder zu Hause. „Um halb zwölf stand er bei uns wieder auf dem Lagerplatz“, erzählt Sperlich erleichtert.
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Die „Fisch-Insel“ ist fast unbeschädigt
Die nächste gute Nachricht folgt bei der ersten Bestandsaufnahme: Der Imbisswagen hat den Diebstahl offenbar erstaunlich gut überstanden.
„Es ist nichts kaputt“, sagt Sperlich. Lediglich zwei Geräte sowie Stromkabel fehlten. Auch Lebensmittel seien aus dem Wagen entfernt worden. Angesichts dessen, was hätte passieren können, ist der Schausteller erleichtert.
Wer den Wagen gestohlen und nach Polen gebracht hat, ist nach Sperlichs Angaben allerdings weiterhin unklar.
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Hunderte helfen bei der Suche nach der „Fisch-Insel“
Dass seine „Fisch-Insel“ so schnell wieder auftaucht, führt Sperlich vor allem auf die enorme Aufmerksamkeit zurück, die der Fall in den vergangenen Tagen bekommen hat. Hunderte Menschen teilten seine Beiträge, Medien berichteten über den Diebstahl und immer wieder erreichten ihn Hinweise aus der Bevölkerung.
„Es liegt ganz doll an dieser vielen Werbung, an diesem Medienhype“, sagt Sperlich. Die vielen Nachrichten nach dem Fund bewegen ihn besonders. Menschen hätten ihm geschrieben, wie sehr sie sich freuten und dass sie bei der nächsten Veranstaltung wieder Fischbrötchen bei ihm essen wollten .„Das ist schon eine geile Sache“, sagt der Schausteller. „Da fühlt man sich in seinem Berufsstand oder im Leben mal wieder bestätigt oder man glaubt wieder an das Gute.“
Auch eine von Sperlich ausgesetzte Belohnung könnte nach seiner Einschätzung bei der Suche eine Rolle gespielt haben. Wer welchen Anteil daran erhält, müsse nun noch geklärt werden. Ausgezahlt werde die versprochene Belohnung aber auf jeden Fall, versichert er RTL.
Nach Tagen voller Ärger, Sorge und Ungewissheit kann Sperlich damit endlich aufatmen. Seine „Fisch-Insel“ ist zurück – und mit ihr auch ein Stück Normalität.
Verwendete Quelle: eigene RTL-Recherche


