„Da ist einfach vor deinen Augen jemand gestorben.”
Leif kommt gerade vom einkaufen, als zwei Männer plötzlich seine Aufmerksamkeit erregen.
„Ich hab grad geparkt, da hab ich mitbekommen, wie ein Herr aus 'nem Fahrzeug 'nen Passanten auf dem Fußgängerüberweg angesprochen hat. Oder, in 'nem aggressiveren Ton haben die miteinander gesprochen. Das Ganze ist dann dahin gemündet, dass der Herr mit seinem Fahrzeug auf den Fußgängerüberweg gefahren ist. Da ist er dann ausgestiegen, auf den Passanten zugelaufen und ist dann ohne jegliche Vorwarnung, mit 'ner Schlagkombination: eins, zwei, dem ins Gesicht. Der Passant ist umgefallen, direkt auf den Hinterkopf und lag dann da, regungslos. Er hat gemerkt, was er angerichtet hat, traumatisierter Blick und dann ist er abgehauen.”
Am Samstagnachmittag kommt es im Bremer Stadtteil Neustadt zu einer tödlichen Auseinandersetzung – direkt vor der Haustür des 21-Jährigen.
„Das war ne Sache von 15 Sekunden. Hin, zwei Schläge, realisiert, Scheiße, was ist passiert, abgehakt, losgefahren, abgehaun.”
Leif kann in dem Moment gar nicht glauben was er da sieht.
„Ich hab das Fahrzeug abgestellt, bin hin und hab dann geholfen mit der Stabilen Seitenlage. Aber ich muss sagen, dass ich da das Gefühl hatte, bei der Stabilen Seitenlage, dass der Herr nicht mehr unter uns ist.”
Erst sechs Stunden später fängt er an zu realisieren:
„Fünf Sekunden Wut haben wieder für ein Schicksal gesorgt.”
Die Polizei ermittelt weiterhin mit Hochdurck. Vom Täter fehlt immernoch jede Spur.
Eine Tat von nur wenigen Sekunden – die ein Leben für immer beendet hat.
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche