Nations LeaguePro-Palästina-Proteste mit Tennisbällen bei Irland-Spiel

Bei dem Spiel zwischen Irland und Österreich flogen Tennisbälle mit Aufklebern der palästinensischen Fahne und dem Schriftzug „#StopTheGame“ auf den Platz.
Bei dem Spiel zwischen Irland und Österreich flogen Tennisbälle mit Aufklebern der palästinensischen Fahne und dem Schriftzug „#StopTheGame“ auf den Platz.
Brian Lawless/PA Wire/dpa

Tennisbälle mit politischer Botschaft sorgen beim Nations-League-Spiel zwischen Irland und Österreich für eine Unterbrechung. Was hinter der Aktion steckt.

Das Nations-League-Spiel von Irland gegen Österreich ist wegen Pro-Palästina-Protesten unterbrochen worden. In der 20. Minute flogen Tennisbälle auf den Rasen. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Press Association bekannte sich die Kampagnengruppe „Stop the Game“ zu der Tennisball-Aktion. Die Bälle wurden mit Aufklebern in den Farben der palästinensischen Flagge und der Aufschrift „#StopTheGame“ auf den Platz geworfen.

Nach einer vierminütigen Unterbrechung wurde die Begegnung fortgesetzt. Einige Minuten später stürmte zudem ein Flitzer das Feld, ehe er von Sicherheitskräften gestoppt wurde. Die Partie zwischen Irland und Österreich endete 2:2.

Vor dem Spiel in Dublin versammelten sich Demonstranten, um gegen Israels Rolle im Gazastreifen zu protestieren. Eine kleine Gruppe von Aktivisten der Initiative „Stop the Game“ protestierte in der Nähe des Stadions. Sie zeigte eine palästinensische Flagge und Transparente zur Unterstützung des irischen Torwarts Gavin Bazunu, der beschlossen hatte, beide Nations-League-Spiele gegen Israel zu boykottieren.

Irlands Heimspiel gegen Israel findet in Serbien statt

Auch die „Ireland-Palestine Solidarity Campaign“ organisierte einen Protest vor dem Stadion sowie weitere Kundgebungen im ganzen Land. Die Aktivisten fordern Irland auf, das noch ausstehende Nations-League-Spiel am Sonntag gegen Israel zu boykottieren. Das Heimspiel Irlands soll ohne Zuschauer in Serbien ausgetragen werden.

Beim 3:0-Sieg gegen Israel im ungarischen Debrecen am vergangenen Sonntag waren die Iren mit schwarzen Armbinden aufgelaufen, „um all derer zu gedenken, die in diesem Konflikt ihr Leben verloren haben“, wie es vor dem Anpfiff mit Blick auf den Gaza-Krieg hieß.

Am 7. Oktober 2023 hatten Kämpfer der Hamas und anderer extremistischer Organisationen rund 1.200 Menschen in Israel getötet und mehr als 250 weitere als Geiseln nach Gaza verschleppt. Der beispiellose Überfall löste den Gaza-Krieg aus. Seitdem wurden nach Angaben der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde im Gazastreifen mehr als 74.000 Palästinenser getötet. Seit Oktober 2025 herrscht im Gaza-Krieg eigentlich eine Waffenruhe; es gibt aber immer wieder tödliche Angriffe.