Bundesamt gibt Tipps für KatastrophenDiese Vorräte und Lebensmittel solltet ihr im Notfall zu Hause haben
Hamburg bereitet sich auf den Ernstfall vor!
Vom 24. bis 26. September will die Bundeswehr in Hamburg für Ausnahme- und Krisensituationen trainieren. Ziel ist es, bestimmte Abläufe und Abstimmungen frühzeitig zu üben, bevor ein Ernstfall wirklich eintritt. Doch wie können wir uns eigentlich zu Hause auf potentielle Krisen vorbereiten und was sollte man immer griffbereit haben? Wir erklären euch, worauf ihr achten solltet.
Wie rüste ich mich für einen Notfall?
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BKK) rät für mögliche Notsituationen, Vorräte für etwa zehn Tage zu Hause zu haben, um für eventuelle Krisensituationen gewappnet zu sein. Denn: „Bei großflächigen Schadenslagen können die Rettungskräfte nicht überall gleichzeitig sein. Wer vorbereitet ist, kann sich selbst, Angehörigen und Nachbarn helfen, bis die staatliche Hilfe eintrifft und Schäden mit Schutzmaßnahmen reduzieren“, heißt es auf der Webseite des Amts.
Dazu gehören Dinge wie Lebensmittel, Hygieneartikel und Wasser; „hamstern” ist jedoch nicht nötig.
Drogerieprodukte, Medikamente und Co.: Das solltet ihr im Katastrophenfall zu Hause haben
Drogerieprodukte:
Desinfektionsmittel
Seife/Waschmittel in doppelter Ausführung
ausreichend Toilettenpapier
Zahnbürste & Zahnpasta in doppelter Ausführung
Lese-Tipp: Hamstern gar nicht nötig: So lange hält euer Klopapier!
Medizinische Versorgung:
Verbandskasten
Wichtige, vom Arzt verschriebene Medikamente
Fieberthermometer
Schmerz- und fiebersenkende Medikamente
Mittel gegen Durchfall, Übelkeit und Erbrechen
Sonstiges:
Kerzen, Teelichter
Campingkocher
Taschenlampe
Reservebatterien
Müllbeutel
Powerbank
Liste mit den wichtigsten Nummern und Kontakten
Liste: Diese Lebensmittel solltet ihr im Notfall vorrätig haben
In dieser Übersicht findet ihr ein Beispiel für einen zehntägigen Grundvorrat an Getränken und Lebensmitteln für eine Person. Dieser entspricht etwa 2.200 Kilokalorien pro Tag und deckt somit im Regelfall den Gesamtenergiebedarf ab:
20 Liter Wasser
3,5 Kilogramm Getreide, Getreideprodukte, Brot, Kartoffeln, Nudeln und Reis (insgesamt)
2,5 Kilogramm Obst (in Dosen oder Gläsern) und Nüsse
4 Kilogramm Hülsenfrüchte und Gemüse (in Dosen oder Gläsern)
2,6 Kilogramm Milch und Milchprodukte
1,5 Kilogramm Fisch, Fleisch und Eier beziehungsweise Volleipulver (Eier sind begrenzt, Volleipulver mehrere Jahre haltbar)
0,4 Kilogramm Fette und Öle
Lebensmittel, die nicht erhitzt oder gekocht werden müssen (Zucker, Honig, Schokolade, Mehl, Instantbrühe, Hartkekse, Salzstangen) – Menge nach Belieben
Informiert bleiben per Radio
In Ausnahmesituationen und Krisen, in denen vor allem die Infrastruktur nicht mehr wie gewohnt intakt ist, ist es besonders wichtig, verlässliche und aktuelle Informationen erhalten zu können. Denn bei Sabotage, Cyberangriffen oder einem großen Sturm kann nicht nur der Strom, sondern auch der Zugang zum Internet oder Mobilfunk ausfallen. Das Bundesamt für Katasrophenschutz rät daher, immer ein kleines Radio zu Hause zu haben. „Wenn Mobilfunknetz und Internet nicht mehr funktionieren, fallen auch WarnApps oder Handy-Warnungen aus. Radiosender funktionieren aber auch dann noch.”, heißt es. Empfohlen werden Kurbelradios oder Radios mit Akku oder Batterie.
Luftangriffe, Evakuierung und mehr – BBK-Checkliste bereitet euch auch auf andere Notfälle vor
Ein Blick auf die vollständige Checkliste des BBK lohnt sich. Denn dort wird nicht nur aufgezählt, was ihr im Notfall unbedingt zu Hause haben solltet, sondern auch, was ihr einpacken solltet, wenn ihr eure Wohnung aufgrund eines Notfalls plötzlich verlassen müsst.
Stellt beispielsweise sicher, dass ihr alle wichtigen Dokumente mit Kopien beisammen habt – das spart Ihnen Zeit. Wie ihr eure wichtigsten Habseligkeiten schon vorab in Sicherheit bringt, erklären wir hier. (lra/dhe/dpa)
Verwendete Quellen: Bundeswehr, Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BKK)
































