Städtetag-Chef warnt vor großflächigen Stromausfällen

Vorratsliste: Was Sie für den Notfall immer zu Hause haben sollten

Das bedeutet ein Stromausfall für den Milchbauern "Es nervt einfach"
03:02 min
"Es nervt einfach"
Das bedeutet ein Stromausfall für den Milchbauern

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von Aristotelis Zervos

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe rät für mögliche Notsituationen, Vorräte für etwa zehn Tage zu Hause zu haben, um für eventuelle Krisensituationen gewappnet zu sein. Das gilt auch für flächendeckende Stromausfälle, die wegen der Energiekrise auch in Deutschland auftreten können. In unserer Notfall-Übersicht finden Sie alle wichtigen Informationen kompakt zusammengefasst.

Bei Stromausfall kein Wasser und kein Sprit mehr

Was ein Blackout bedeutet, schilderte Städtetag-Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg eindringlich. Bei einem großflächigen Stromausfall „läuft kein Wasser, man kann nicht tanken, nach zwei Tagen kann man sein Handy nicht mehr laden“, beschrieb er. Er forderte die Bürger auf, die Empfehlungen des Bundes zum Katastrophenschutz ernst zu nehmen und Wasser sowie Lebensmittel im Haus zu haben.

Auch der Präsident der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, warnte vor massenhaftem Gebrauch von Heizlüftern an kalten Tagen. Sie zu nutzen sei selbst bei den hohen Gaspreisen teurer als Heizen mit Gas, sagte er dem „Tagesspiegel“. Außerdem könne es Stromnetze lokal an ihre Grenzen bringen, wenn viele Menschen gleichzeitig Heizlüfter betrieben.

Und bei einem Blackout ist man im ersten Moment vor allem auf sich selbst gestellt: „Bei großflächigen Schadenslagen können die Rettungskräfte nicht überall gleichzeitig sein. Wer vorbereitet ist, kann sich selbst, Angehörigen und Nachbarn helfen, bis die staatliche Hilfe eintrifft und Schäden mit Schutzmaßnahmen reduzieren,“ heißt es auf der Webseite des Amts. Um so wichtiger ist es, die richtigen Vorräte und Gegenstände im Haus zu haben.

Lebensmittel, Hygieneartikel & Co.: So legt man richtig einen Notvorrat hat

Im Video erfahren Sie, welche Lebensmittel sich dafür besonders eignen. Wir geben Ihnen zudem eine praktische Liste an die Hand, was Sie in Sachen Lebensmittel, Hygieneartikel und Co. für jedwede Notsituation brauchen. „Hamstern“ ist jedoch nicht nötig.

Wie Sie richtig einen Notvorrat anlegen Katastrophenhilfe-Chef erklärt
01:28 min
Katastrophenhilfe-Chef erklärt
Wie Sie richtig einen Notvorrat anlegen

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Für den Notfall: Diese Lebensmittel sollten Sie vorrätig haben

In dieser Übersicht finden Sie ein Beispiel für einen zehntägigen Grundvorrat an Getränken und Lebensmitteln für eine Person. Dieser entspricht etwa 2.200 Kilokalorien pro Tag und deckt somit im Regelfall den Gesamtenergiebedarf ab:

  • 20 Liter Trinkwasser
  • 3,5 Kilogramm Getreide, Getreideprodukte, Brot, Kartoffeln, Nudeln und Reis (insgesamt)
  • 2,5 Kilogramm Obst (in Dosen oder Gläsern) und Nüsse
  • 4 Kilogramm Hülsenfrüchte und Gemüse (in Dosen oder Gläsern)
  • 2,6 Kilogramm Milch und Milchprodukte
  • 1,5 Kilogramm Fisch, Fleisch und Eier beziehungsweise Volleipulver* (Eier sind begrenzt, Volleipulver mehrere Jahre haltbar)
  • 0,4 Kilogramm Fette und Öle
  • Lebensmittel, die nicht erhitzt oder gekocht werden müssen (Zucker, Honig, Schokolade, Mehl, Instantbrühe, Hartkekse, Salzstangen) - Menge nach Belieben
  • Einen (Camping-)Gaskocher*, um Lebensmittel erhitzen zu können.

Drogerieprodukte, Medikamente & Co.

Drogerieprodukte:​

  • Desinfektionsmittel
  • Seife/Waschmittel in doppelter Ausführung
  • ausreichend Toilettenpapier (Wie lange welche Menge an Klopapier bei der Anzahl der Personen in Ihrem Haushalt reicht, können Sie hier nachrechnen.)
  • Zahnbürste & Zahnpasta in doppelter Ausführung

Medizinische Versorgung:

  • Verbandskasten
  • Wichtige, vom Arzt verschriebene Medikamente
  • Fieberthermometer
  • Schmerz- und fiebersenkende Medikamente
  • Mittel gegen Durchfall, Übelkeit und Erbrechen

Sonstiges:

  • Kerzen, Teelichter
  • Campingkocher
  • Taschenlampe*
  • Reservebatterien
  • Müllbeutel

Dies Dokumente gehören in die Dokumentenmappe

Als Original:

  • Familienurkunden (Geburts-, Heirats-, Sterbeurkunden) bzw. Stammbuch als Original

Im Original oder als beglaubigte Kopie:

  • Sparbücher, Kontoverträge, Aktien, Wertpapiere, Verischerungspolicen
  • Renten-, Pensions- und Einkommensbescheinigungen, Einkommenssteuerbescheide
  • Qualifizierungsnachweise: Zeugnisse (Schulzeugnisse, Hochschulzeugnisse, Nachweise über Zusatzqualifikationen)
  • Verträge und Änderungsverträge, z. B. auch Mietverträge oder Leasingverträge
  • Testament, Patientenverfügung und Vollmacht

Als einfache Kopie:

  • Personalausweis, Reisepass, Führerschein und Fahrzeugpapiere
  • Grundbuchauszüge
  • sämtliche Änderungsbescheide für empfangene Leistungen
  • Zahlungsbelege für Versicherungsprämien, insbesondere Rentenversicherung
  • Meldenachweise der Arbeitsämter, Bescheide der Agentur für Arbeit
  • Rechnungen, die offene Zahlungsansprüche belegen
  • Mitglieds- oder Beitragsbücher von Verbänden, Vereinen oder sonstigen Organisationen
  • Impfpass

Wer nicht über ausreichend Platz verfügt, ausreichend Wasser oder Lebensmittel für 10 Tage zu lagern, kann auch abspecken: Ein Notvorrat für drei Tage sei besser als gar kein Vorrat, erklärt das Bundesamt für Katastrophenhilfe. Wer noch keinen angelegt hat, könnte das also jetzt tun, um sicher durch den Herbst und Winter zu kommen. (mit dpa)

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Zu groß, zu klein, gefällt nicht - jede sechste Online-Bestellung wird zurückgeschickt, bei Kleidung sogar jede zweite. Für den Kunden einfach, für den Handel eine logistische Herausforderung. Denn die Pakete müssen nicht nur abgeholt werden, die Ware muss auch noch geprüft werden. RTL+ zeigt in der Doku "Retouren-Wahnsinn - Die dunkle Seite des Onlinehandels" alles – von der Rücksendung bis zur Verwertung der Ware.

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