Ein Virus hält die Welt in Atem

LIVE-TICKER Coronavirus - Bericht: alle Infos und Entwicklungen vom 21. April 2020

22. April 2020 - 0:28 Uhr

Im Video: Das sind die Änderungen der Corona-Maßnahmen

Seit Montag haben in Deutschland wieder die ersten Geschäfte geöffnet. Ab dem 4. Mai sollen weitere Lockerungen folgen. Doch Politiker und Experten warnen: Wir sind noch lange nicht über den Berg. Es droht immer eine zweite wohlmöglich schlimmere Infektionswelle. Deshalb geht der Kampf gegen das Virus weltweit weiter. Im Live-Ticker erfahren sie alle wichtigen Infos und Entwicklungen.

Hier finden Sie eine Übersicht der geänderten Maßnahmen der Bundesländer und hier alles von A bis Z, was Sie über das Coronavirus wissen müssen.​

TVNOW-Doku: Stunde Null - Wettlauf mit dem Virus

Wie besiegen wir Corona? Sehen Sie hierzu die TVNOW-Doku: "Stunde Null - Wettlauf mit dem Corona-Virus" (Teil 2)

+++ LIVE-TICKER +++


RTL NEWS empfiehlt

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23:50 Uhr - Bericht: Bei Geisterspielen 300 Menschen in den Stadien

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hält die Austragung von Geisterspielen in der Fußball-Bundesliga bald wieder für vertretbar - allerdings unter strikten Bedingungen. "Die Liga hat, für mich überraschend, ein sehr detailliertes Konzept vorgelegt. Sie haben sich sehr viel Mühe gegeben. Es lohnt, das zu überprüfen", sagte der 53-Jährige am Dienstag in der ARD-Nachrichtensendung Tagesthemen.

In dem 41-seitigen Dokument mit dem Titel "Task Force Sportmedizin/Sonderspielbetrieb im Profifußball" ist unter anderem vereinbart, dass maximal circa 300 Menschen auf dem Stadiongelände sein dürfen. Außerdem soll es strikte Einteilungen in Zonen und Fragebögen zur Risikominimierung geben. Der Spiegel veröffentlichte am Dienstagabend einen entsprechenden Entwurf mit Stand 15. April, die endgültige Fassung werde erst später erstellt, ergänzte das Nachrichtenmagazin. Das Robert Koch-Institut müsse dem noch zustimmen, so Söder.

23:00 Uhr - Aktuelle Zahlen aus Deutschland und der Welt

Land Infizierte Todesfälle
USA 814.587 43.921
Spanien 204.178 21.282
Italien 183.957 24.648
Frankreich 156.522 20.829
Deutschland 148.174 4.961
Großbritannien 130.172 17.378
Weltweit 2.546.527 175.812

Quelle: Johns Hopkins Universität

22:00 Uhr - Giffey: Über längeren Lohnersatz für Eltern bei Kinderbetreuung reden

In der Bundesregierung wird über längere Lohnausfallzahlungen für Eltern nachgedacht, die in der Corona-Krise wegen geschlossener Kitas Kinder zu Hause betreuen müssen. Die dazu getroffenen Regelungen gälten abzüglich der Osterferien noch bis Mitte Mai, sagte Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) am Dienstagabend in der Sendung "ARD Extra".  "Darüber hinaus muss darüber gesprochen werden, wie für Eltern, die eben ihre Kinder nicht in die Kinderbetreuung geben können, auch eine Lohnausfallzahlung weiter gewährt werden kann."

Sie fügte hinzu: "Das machen wir zusammen mit dem Bundesarbeits- und Sozialminister Hubertus Heil und dem Finanzminister." Hier gehe es darum, "auch Perspektiven darüber hinaus zu finden, wenn die Kitas eben nur schrittweise wiedereröffnen können und Eltern auch vor finanziellen Problemen stehen".

21.07 Uhr - Missouri verklagt China wegen Corona

Der US-Bundesstaat Missouri reicht wegen der wirtschaftlichen Folgen der Pandemie bei einem Bundesgericht Klage gegen China ein. Die Regierung in Peking habe die Welt unter anderem über die Gefahr durch das Virus angelogen und wenig getan, um der Seuche Einhalt zu gebieten, heißt es in einer Erklärung von Justizminister Eric Schmitt. "Sie müssen für ihr Handeln zur Verantwortung gezogen werden." Rechtsexperten sagten der Nachrichtenagentur Reuters, die Klage habe wenig Aussicht auf Erfolg.

21:00 Uhr - Spanien: Kinder dürfen wieder das Haus verlassen

Erleichterung für Kinder in Spanien: Erstmals seit mehr als sechs Wochen sollen alle bis zum Alter von 14 Jahren in der Corona-Krise ab Sonntag wieder das Haus verlassen dürfen. Dies gelte entgegen ersten Ankündigungen nicht erst ab Montag, sagte Gesundheitsminister Salvador Illa am Abend in einer Video-Pressekonferenz. Zudem dürften die Kinder das Haus nicht nur verlassen, um ihre Eltern auf bisher Erwachsenen schon erlaubten Einkaufsgängen zu begleiten, sondern ausdrücklich auch für Spaziergänge zusammen mit ihren Eltern.

20:57 Uhr - Schwesig über Krebs während Corona

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat wegen ihrer Brustkrebserkrankung nach eigenen Worten ein besonderes Bewusstsein für die Gefahren des Coronavirus für Risikogruppen. "Ich bin davon überzeugt, dass ich ohne die Erkrankung nicht anders gehandelt hätte. Aber ich kann mich jetzt vielleicht besser in die Lage derjenigen versetzen, die schon älter sind oder eine chronische Krankheit haben", sagte Schwesig der "Welt".

Viele der Maßnahmen, die wegen der Corona-Pandemie vorgeschrieben werden, praktiziere sie wegen ihrer Erkrankung schon lange. "Hände waschen, Abstand halten, keine Hände schütteln - all das kenne ich gut", sagte Schwesig. Über ihren Gesundheitszustand sagte sie: "Es geht mir den Umständen entsprechend gut. Ich habe den schwersten Teil der Therapie hinter mir, bin aber noch nicht ganz durch."

20:00 Uhr - Corona-Prämie für Pflegekräfte wackelt

Die geplante Corona-Sonderprämie von 1500 Euro für Altenpflegekräfte droht laut "Frankfurter Allgemeiner Zeitung" an einer ungeklärten Finanzierung zu scheitern. Gegen die bisher erwartete Finanzierung durch die beitragsfinanzierte Pflegeversicherung habe sich in den Krankenkassen massiver Widerstand formiert. "Es kann nicht sein, dass allein die Beitragszahler hierfür aufkommen müssen", zitiert das Blatt die Vorstandsvorsitzende des Ersatzkassen-Verbands VDEK, Ulrike Elsner. Der Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbands, Martin Litsch, sagt der Zeitung: "Die symbolische Anerkennung für systemrelevante Berufsgruppen, die jetzt in Corona-Krise verstärkt gefordert sind, muss deshalb vom Bund oder von den Ländern kommen, etwa über zweckgebundene Zuschüsse für die Soziale Pflegeversicherung."

19:30 Uhr - Keine Fiesta in Pamplona - Stiertreiben abgesagt

Der spanische Stierkämpfer Aitor Dario «El Gallo» versucht einem Stier am 07.05.2017 in Madrid, Spanien, den Todesstoß mit seinem Degen zu geben, trifft das Tier jedoch nicht tödlich. (ATTENTION EDITORS: GRAPHIC CONTENT) Foto: Francisco Seco/AP/dpa +
Da werden vor allem Tierschützer sich freuen, dass zumindest im Sommer 2020 keine Stiere in Kämpfen getötet werden.
© dpa, Francisco Seco, FS hjb

Keine sommerlichen Stiertreiben in Pamplona: Wegen der Corona-Krise ist am Dienstag das für Juli geplante "Sanfermines"-Fest in der nordspanischen Stadt abgesagt worden. Da fast alle anderen Großereignisse 2020 dem Virus zum Opfer gefallen seien, "kann natürlich auch unsere geliebte Fiesta keine Ausnahme bilden", teilte die amtierende Bürgermeisterin Ana Elizalde mit. Ein Teil der im Budget für das Spektakel vorgesehenen drei Millionen Euro soll nun für den Kampf gegen das Virus verwendet werden. Das Volksfest sollte vom 6. bis 14. Juli stattfinden. Elizalde wollte aber nicht ausschließen, dass die Stierhatz eventuell im September nachgeholt werden könnte. 

19:04 Uhr – Hessische Landesregierung beschließt Maskenpflicht ab Montag

Die hessische Landesregierung hat eine Maskenpflicht ab dem kommenden Montag beschlossen. Bürgerinnen und Bürger müssen dann einen Mund-Nasen-Schutz tragen, wenn sie die Fahrzeuge des öffentlichen Personennahverkehrs nutzen oder den Publikumsbereich von Geschäften, Bank- und Postfilialen betreten, wie die Staatskanzlei in Wiesbaden am Dienstag mitteilte. Die Pflicht gilt demnach nicht für Kinder unter sechs Jahren oder Menschen, die aufgrund einer gesundheitlichen Beeinträchtigung oder einer Behinderung keinen Mund-Nasen-Schutz tragen können. Ein wiederholter Verstoß kann mit einem Bußgeld von 50 Euro belegt werden.

In welchen Bundesländern die Maskenpflicht jetzt gilt, sehen Sie hier. 

18:45 Uhr – Berlin-Marathon abgesagt

ARCHIV - 29.09.2019, Berlin:
Berlin-Marathon im September kann nicht stattfinden
© dpa, Soeren Stache, soe fux

Die Coronakrise hat nun auch den Berlin-Marathon erreicht. Da das Land Berlin am Dienstag entschied, dass Großveranstaltungen mit mehr als 5000 Personen bis zum 24. Oktober untersagt sind, kann das Event nicht wie geplant am 27. September stattfinden. Über eine mögliche Verschiebung soll diskutiert werden.

"Der Berlin-Marathon ist eines der Highlights im Berliner Sportkalender. Eine Absage ist deshalb schmerzhaft für alle Sportlerinnen und Sportler", sagte Sportsenator Andreas Geisel: "Es wäre aber unfair, die Veranstalter in falscher Hoffnung zu wägen und eine Sicherheit zu suggerieren, die es so noch nicht gibt. Auch wenn es wehtut: Jetzt gibt es für alle Seiten Planungssicherheit." Im Vorjahr hatten 47.000 Läufer daran teilgenommen.

18:32 Uhr – Schweden: Profifußball startet am 14. Juni mit Zuschauern

In Schweden rollt ab Mitte Juni wieder der Ball - und das in Zeiten der Coronakrise nach derzeitigem Stand sogar vor Zuschauern: In den ersten beiden Fußball-Profiligen Allsvenskan und Superettan soll ab dem 14. Juni wieder gespielt werden. Auf diesen Termin einigten sich die Verantwortlichen am Dienstag nach einer Videokonferenz mit allen 32 Klubs. Ziel sei trotz der Corona-Pandemie immer noch, alle Spiele vor Zuschauern in den Stadien auszutragen, hieß es in einer Mitteilung. Die Klubs wollen dabei ständig die Entwicklungen rund um die Coronakrise und alle neuen Anweisungen der Behörden und der Regierung im Blick behalten.

Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern in Europa gibt es in Schweden keinen Lockdown. Knapp über 15.000 Menschen sind in dem skandinavischen Land positiv auf das Coronavirus getestet worden, über 1700 bereits daran verstorben.

17:48 Uhr – Erste französische Covid-19-Patientin geheilt in Kiel entlassen

Das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein hat seine erste Covid-19-Patientin aus Frankreich geheilt nach Hause entlassen. Sie wurde am Dienstagmittag vom Campus Kiel über den Flughafen Hohn auf ihre Heimreise nach Frankreich verabschiedet, wie das Klinikum mitteilte. "Wir freuen uns sehr, dass wir in diesen herausfordernden Zeiten unseren französischen Freunden helfen können und sind glücklich über diesen europäischen Behandlungserfolg", sagte UKSH-Chef Jens Scholz.

17:33 Uhr – Frankfurter Dezernat: Öffnung der Kirchen sinnvoll und notwendig

Frankfurts Kirchendezernent Uwe Becker hat sich für eine stufenweise Rückkehr zu Gottesdiensten ausgesprochen. "Ohne unsere bisherigen Erfolge bei der Verlangsamung der Corona-Ausbreitung zu gefährden, sollten wir schrittweise auch die Gottesdienste in unseren Kirchen wieder ermöglichen", sagte der CDU-Politiker am Dienstag. Die Menschen bräuchten gerade in Krisenzeiten Orte der Einkehr, der Hoffnung, des Glaubens und des Gebets. Um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen, verzichten Gemeinden in Hessen seit Mitte März auf ihre Gottesdienste.

"Ich halte eine Öffnung unserer Gotteshäuser unter Auflagen nicht nur für vertretbar, sondern auch für notwendig, um auch die seelische Situation von Menschen zu stärken", sagte Becker. Wenn Demonstrationen und das Einkaufen unter Auflagen möglich seien, dann ließen sich auch Gottesdienste verantwortlich organisieren.

17:16 Uhr – Land NRW will einheitliche Masken-Lösung finden

Ein Bundesland nach dem anderen kündigte am Dienstag eine Schutzmaskenpflicht für Läden und den Öffentlichen Nahverkehr an - NRW nicht. Die Landesregierung registriert, dass einzelne Städte vorpreschen. Nun sucht sie nach einer gemeinsamen Linie. Nach dem Vorstoß der Stadt Münster zu einer Maskenpflicht und weiteren Rufen von Kommunalpolitikern in diese Richtung sucht die NRW-Landesregierung nach einer gemeinsamen Linie für das Land. "Wir haben ein Interesse, dass wir einheitliche Regelungen bekommen", sagte Kommunalministerin Ina Scharrenbach (CDU) am Dienstag in Düsseldorf. Das sei für die Bürger besser als "ein kommunaler Flickenteppich von Regelungen".

16:56 Uhr – Gesichtsmasken gibt es in Polen aus dem Automaten

Einweghandschuhe, Gesichtsmasken und Desinfektionsmittel können sich Menschen in Polen am Automaten ziehen. Seit vergangene Woche die Maskenpflicht eingeführt wurde, will die polnische Regierung so dem Bedarf der Bürger nachkommen. In Krakau seien bereits sechs der Automaten aufgestellt worden, in der Hauptstadt Warschau bislang zwei, teilte die Betreiberfirma laut dpa auf ihrer Webseite mit. Bezahlen können Kunden aus Hygienegründen ausschließlich per Karte. "Auch die Automatenbranche ist durch die Corona-Epidemie in eine schwere Krise geraten. Da hatte ich diese Idee", sagte der Unternehmer Aleksander Wasik. Ziel sei es, mehr als 20 Automaten in verschiedenen polnischen Städten aufzustellen.

16:40 Uhr – Media Markt und Saturn öffnen wieder in elf Bundesländern

Die Elektronik-Warenhäuser MediaMarkt und Saturn öffnen im Laufe dieser Woche wieder in elf Bundesländern - vorerst mit verkürzten Öffnungszeiten. Um dies zu ermöglichen, werden die Verkaufsflächen vorübergehend auf je 800 Quadratmeter verkleinert, wie der Konzern MediaMarktSaturn am Dienstag in Ingolstadt mitteilte.

Bei MediaMarkt und Saturn wird das Personal einen Mundschutz tragen, außerdem würden "Spuckschutzvorrichtungen im Kassen-, Info- und Servicebereich sowie an den Smartbars und der Warenausgabe aufgestellt", hieß es. Geöffnet würden die Märkte in Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Schleswig-Holstein und Thüringen "größtenteils bereits ab Mittwoch".

16:22 Uhr - Frankfurter Buchmesse soll wie geplant stattfinden

Die Frankfurter Buchmesse soll nach jetzigem Stand wie geplant im Oktober stattfinden. "Wie die 72. Buchmesse dann genau aussehen wird, können wir zum heutigen Zeitpunkt noch nicht abschätzen. Es wird in jedem Fall eine sehr besondere Messe, das steht jetzt schon fest", erklärte Sprecherin Kathrin Grün laut dpa am Dienstag. Die Gesundheit der Aussteller und Besucher stehe an erster Stelle, deshalb würden die Überlegungen auf Bundes- und Landesebene in die Planungen mit einfließen. "Sobald wir konkrete Entwicklungen absehen können, werden wir diese kommunizieren - voraussichtlich Mitte Juni wird sich ein klareres Bild abzeichnen."

16:09 Uhr - Länder fordern Soforthilfe auch für Lebensunterhalt Selbstständiger

In einem gemeinsamen Brief fordern die Bundesländer mehr Unterstützung für Solo-Selbstständige aus Corona-Hilfsprogrammen. "Wir sind tagtäglich mit Hunderten von verzweifelten Zuschriften konfrontiert", schreiben die Wirtschaftsminister von Bremen, Kristina Vogt (Linke), und Nordrhein-Westfalen, Andreas Pinkwart (FDP), als Vorsitzende der Wirtschaftsministerkonferenz.

Hintergrund ist das Problem vieler Künstler, freier Journalisten, Dozenten, Trainer oder anderer Solo-Selbstständigen. Diese hätten in der Corona-Krise kein Einkommen mehr, könnten aber kaum betriebliche Sach- und Finanzaufwendungen geltend machen, heißt es in dem an Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) und Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) adressierten Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Zuvor hatte die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet.

Bislang gelte der Vorbehalt des Bundes, dass das Soforthilfeprogramm nicht zur Finanzierung des Lebensunterhalts, sondern nur für betrieblich veranlasste Kosten ausgezahlt werden dürfe.

Bei der Forderung nach pauschaler Hilfe bekommt Pinkwart nun Unterstützung bei seinem "Optionsmodell", das er in der vergangenen Woche vorgestellt hatte. Nach seiner Vorstellung sollten Solo-Selbstständige wählen können, ob sie zur Sicherung ihrer Lebenshaltungskosten das Soforthilfeprogramm oder die Grundsicherung nutzen.

15:12 Uhr – Quarantäne in Ischgl und Sölden endet am Donnerstag

Das österreichische Bundesland Tirol hebt in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag die Quarantäne für Sölden, St. Anton am Arlberg sowie das gesamte Paznauntal inklusive Ischgl auf. Das teilte Tirols Landeschef Günther Platter (ÖVP) am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Innsbruck mit. Damit steht ab Donnerstag kein Ort in dem österreichischen Bundesland mehr unter Quarantäne. Zeitweise galt die drastische Maßnahmen für alle 279 Gemeinden. Die Menschen durften dabei ihre Wohnorte nicht verlassen. In Ischgl und dem Paznauntal galt die Quarantäne seit dem 13. März.

Platter betonte, dass sich die Infektionszahlen in Tirol zuletzt sehr positiv entwickelt hätten. Gleichzeitig rief er weiterhin zur Vorsicht auf. Der beliebte Wintersportort Ischgl dürfte nach aktuellen Erkenntnissen eine Keimzelle zur Verbreitung des Coronavirus für Teile Europas gewesen sein.

14:53 Uhr – Bei Verstoß gegen Maskenpflicht drohen 25 Euro Strafe

Bei Verstößen gegen die Maskenpflicht ab kommenden Montag im Nahverkehr und in Taxis in Mecklenburg-Vorpommern sollen Passagiere von der Mitfahrt ausgeschlossen werden. Auch ein Bußgeld in Höhe von 25 Euro sei möglich, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Dienstag in Schwerin. Fahrer von Schulbussen sollen mit einem Vorrat an Masken ausgestattet werden, um Schülern ohne entsprechenden Schutz ein Exemplar verkaufen zu können. "Wir wollen keinen Schüler am Schulbus stehen lassen", sagte Schwesig.

Auch wer gegen die Maskenpflicht in Bayern verstößt, dem droht nach Aussage von Staatskanzleichef Florian Herrmann ein Bußgeld. "Die Höhe muss man sehen", sagte der CSU-Politiker am Dienstag in München. Sie werde vom Innenministerium in den kommenden Tagen in den Corona-Bußgeldkatalog eingearbeitet. Herrmann betonte, dass die Polizei aber auch das Personal in Bussen und Bahnen angehalten werde, die Einhaltung der Maskenpflicht zu kontrollieren. Dies werde ähnlich erfolgen, wie auch die Kontrollen der bisherigen Maßnahmen gegen die Ausbreitung der Corona-Pandemie.

14:48 Uhr - Kein Sitzenbleiben in Thüringen – außer in Klasse neun und zehn

Wegen der Corona-Krise sollen Schüler in Thüringen automatisch in die nächst höhere Klassenstufe versetzt werden - mit Ausnahme der Klassen neun und zehn. In diesen beiden Klassen sei die Versetzung auch ein Verwaltungsakt, weil die Schüler Abschlusszeugnisse bekommen können, erklärte Bildungsminister Helmut Holter (Linke) am Dienstag. Er betonte, dass die Schüler aber freiwillig eine Klassenstufe wiederholen könnten. Diese Wiederholung werde nicht auf die Wiederholungshäufigkeit oder die Höchstverweildauer in der Oberstufe angerechnet.

14:37 Uhr - Schulen müssen jetzt häufiger gereinigt werden

Schulen in Deutschland müssen nach Auffassung des Gebäudereiniger-Handwerks in der Corona-Krise häufiger geputzt werden. Vor der stufenweisen Wiederöffnung sollten die Gebäude gründlich gereinigt werden, verlangte der Bundesinnungsverband am Dienstag in einem Schreiben an die Kultusministerkonferenz der Länder. Nach der Öffnung sollten dann die Reinigungsintervalle deutlich erhöht werden, so ein Bericht der dpa. "Die Corona-Krise verträgt sich nicht mit dem Reinigungs-Sparkurs an den meisten Schulen", erklärte Verbandsgeschäftsführer Johannes Bungart.

In besonderen Handlungsempfehlungen weist das Handwerk auf höhere hygienische Anforderungen in der Pandemie hin. Bei Desinfektionen genüge keineswegs eine Sprühbehandlung, es müsse vielmehr gewischt werden. Handkontaktflächen seien gerade bei Einrichtungen für jüngere Schüler mehrmals täglich zu reinigen.

14:20 Uhr - Zweifel am Schulstart in NRW

 DEU , DEUTSCHLAND : Eine aufgrund der Corona-Krise / Corona-Pandemie geschlossene Schule in Bonn / Corona , 24.03.2020 DEU , GERMANY : A closed school due to the Corona crisis / Pandemic in Bonn , 24.03.2020 *** DEU , GERMANY A closed school due to
Geschlossen Schule
© imago images/Rainer Unkel, RAINER UNKEL via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Die nordrhein-westfälischen Schulen sind aus Sicht der SPD-Opposition und der Gewerkschaft GEW für die Rückkehr der ersten Schüler an diesem Donnerstag nicht gerüstet. Klare Vorgaben der Landesregierung fehlten nach wie vor an vielen wesentlichen Stellen, kritisierte SPD-Fraktionsvize Jochen Ott am Dienstag in Düsseldorf. Auch die Grünen fordern Nachbesserungen.

Wegen zu später und teils widersprüchlicher Kommunikation des Schulministeriums hätten die Schüler immer noch keine Klarheit, wer nun am Donnerstag in die Schulen komme müsse und wer - wegen der eingeschränkten Kapazitäten in der Corona-Krise - überhaupt kommen könne, bemängelte Ott. Die Schulen wiederum wüssten nicht, wie viele Lehrer erscheinen werden oder wegen Vorerkrankungen nicht für den Unterricht infrage kämen. "Man hatte ein PR-Ziel: Das war der Exit", sagte Ott. "Seitdem versucht man ständig, nachzubessern."

Unterdessen sicherte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) den Schulen Unterstützung bei der Versorgung mit Hygiene-Material und Schutzausrüstung zu. "Die Schulträger können über eine Vermittlung der Bezirksregierung Münster bei Lieferanten eine Million Schutzmasken und mindestens 20 000 Liter Desinfektionsmittel kostenpflichtig bestellen", teilte das Ministerium mit. Das Angebot gelte für Schulen mit Engpässen. Sie könnten so auch mobile Hygienestationen mit Handwaschmöglichkeiten beziehen.

14:15 Uhr - Österreich öffnet ab Mitte Mai Restaurants und Lokale

24.03.2020, Österreich, Wien: Sebastian Kurz, Bundeskanzler von Österreich, spricht im Rahmen der Pressekonferenz «Aktuelles zum Coronavirus». Die österreichische Bundesregierung will die Wirkungen ihrer strikten Maßnahmen gegen die Coronavirus-Pande
Coronavirus - Österreich
© dpa, Hans Punz, pz fgj

In Österreich sollen ab Mitte Mai die Lokale und Restaurants wieder öffnen. Mitarbeiter der Gaststätten müssten dann einen Mund-Nasen-Schutz tragen, für die Zahl der Gäste gelte eine Obergrenze, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Dienstag in Wien. Zudem müssten die Lokale spätestens um 23 Uhr schließen.

Außerdem seien - bei Einhaltung der Abstandsregeln - ab Mitte Mai voraussichtlich auch wieder Gottesdienste möglich. Angesichts der guten Entwicklung bei den Fallzahlen in der Corona-Krise könne die Regierung an ihrem Fahrplan festhalten, so der Regierungschef weiter. Für die wirtschaftliche Entwicklung bedeute das «Licht am Ende des Tunnels». Dienstleister wie Friseure und Kosmetiker dürfen bereits ab Anfang Mai wieder öffnen.

Ziel sei es zudem, dass ab 15. Mai die Schulen schrittweise wieder den Unterricht aufnehmen könnten. Für Abiturienten und Lehrlinge solle die Vorbereitung auf die Abschlussprüfungen bereits ab dem 4. Mai beginnen.

Die Regierung werde künftig verstärkt auf die Eigenverantwortung der Bürger setzen, sagte Vizekanzler Werner Kogler (Grüne). In welcher Weise die bis Ende April geltenden Ausgangsbeschränkungen modifiziert würden, werde demnächst entschieden, hieß es. Das Tragen des Mundschutzes habe sich binnen kürzester Zeit etabliert, sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne): «Das hat so schnell gegriffen, dass man wirklich begeistert sein muss.»

In Österreich sind zuletzt weniger als 100 Menschen pro Tag mit dem Coronavirus infiziert worden. Im internationalen Vergleich sei die Entwicklung sehr günstig, sagte Anschober.

13:56 Uhr - Kretschmann: Gottesdienste ab Anfang Mai in Baden-Württemberg

05.04.2020, Thüringen, Heiligenstadt: Der Erfurter Weihbischof Reinhard Hauke steht bei einer Internetübertragung vom Gottesdienst am Palmsonntag in der St.-Aegidien-Kirche hinter dem Altar. Um eine Ausbreitung des Coronavirus entgegen zu wirken, ist
Coronavirus - Palmsonntag im Eichsfeld
© dpa, Swen Pförtner, spf hjb

Kirchen sollen in Baden-Württemberg nach Angaben von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) bereits Anfang Mai unter Auflagen Gottesdienste feiern können. "Wir können sicher zusagen, dass wir in 14 Tagen eine Öffnung machen werden", sagte Kretschmann am Dienstag in Stuttgart. Die Landesregierung spreche derzeit mit den Kirchen über die Einschränkungen.

Gottesdienste seien "ein besonders problematischer Bereich", sagte der Regierungschef. Sehr viele ältere Menschen gingen in die Kirchen, es werde viel gesungen, und die Gläubigen seien lange zusammen. "Das Singen hat eine sehr starke Exposition von Tröpfchen zur Folge."

13:51 Uhr - Norddeutsche Metall- und Elektroindustrie steht vor Pleitewelle

Rund ein Viertel der Betriebe in der norddeutschen Metall- und Elektroindustrie steht in einem halben Jahr vor der Insolvenz, wenn sich ihre Situation nicht durchgreifend bessert. Das ist ein Ergebnis der Frühjahrs-Konjunkturumfrage der Arbeitgeberverbände Nordmetall und AGV, die am Dienstag in Hamburg vorgestellt wurde. Zudem erwartet etwa die Hälfte der befragten Betriebe Umsatzeinbußen von mehr als zehn Prozent.

Aus der Konjunkturdelle, die sich bereits im vergangenen Jahr angekündigt habe, werde ein Strukturbruch mit weitreichenden Folgen, sagte Nordmetall-Präsident Thomas Lambusch. Aus der Corona-Krise ergäben sich Gefahren für den Bestand ganzer Industriezweige im Norden, speziell für den Schiff- und Flugzeugbau. Die Branche beschäftigt in den Ländern Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern sowie im nordwestlichen Niedersachsen rund 160 000 Arbeitnehmer.

13:47 Uhr - Maskenpflicht soll in Hessen kommen

Im Kampf gegen das Coronavirus will Hessen eine Maskenpflicht einführen. Diese solle für Geschäfte und den öffentlichen Nahverkehr gelten, sagte ein Regierungssprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag in Wiesbaden. Zuvor hatte der Rundfunksender Hit Radio FFH über die Pläne berichtet.

13:39 Uhr - Absage Oktoberfest: Wer trägt die Kosten?

Nun ist es offiziell: Das Münchner Oktoberfest fällt in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie aus. Doch was bedeutet das für alle, die schon Tischplätze in den Festzelten reserviert und die Anreise und Unterkunft organisiert und gebucht haben? Unser Artikel beantwortet alle Fragen

13:24 Uhr - Galeria Karstadt Kaufhof öffnet bundesweit 49 Filialen

Die Essener Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof hat inzwischen bundesweit knapp 50 ihrer insgesamt 170 Filialen wieder geöffnet. Unter anderem in Hessen, Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern stehen Standorte den Kunden wieder zur Verfügung, wie aus einer Übersicht des zur österreichischen Holding Signa gehörenden Unternehmens hervorgeht. Auf einer reduzierten Verkaufsfläche werde das gesamte Sortiment angeboten.

Bund und Länder hatten sich in der vergangenen Woche darauf geeinigt, dass in der Corona-Krise kleinere und mittlere Geschäfte auch jenseits des Lebensmittelhandels öffnen dürfen. Voraussetzung ist, dass ihre Verkaufsfläche 800 Quadratmeter nicht überschreitet. Viele Bundesländer hatten anschließend auch größeren Händlern die Möglichkeit zur Öffnung eingeräumt, wenn sie ihre Flächen entsprechend reduzieren. Als eines der letzten Bundesländer will auch Berlin am Dienstag über die weiteren Maßnahmen für den Handel beraten.

Galeria Karstadt Kaufhof hatte sich vergangene Woche in einem Eilverfahren an das Oberverwaltungsgericht des Landes Nordrhein-Westfalen gewendet, um die Schließung von Warenhäusern gerichtlich klären zu lassen. Eine Entscheidung steht noch aus. Oberverwaltungsgerichte in Berlin und in Greifswald haben entsprechende Eilanträge anderer Warenhausbetreiber zurückgewiesen.

13:20 Uhr – Maskenpflicht in Hamburg ab dem 27.04.

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hat von Montag an eine Maskenpflicht im Einzelhandel, auf Wochenmärkten und im öffentlichen Nahverkehr angekündigt. Die bisherigen Empfehlungen zum Tragen von Masken gegen die weitere Ausbreitung der Corona-Pandemie hätten nicht ausreichend gefruchtet, sagte Tschentscher am Dienstag in Hamburg.

13:10 Uhr – Video: Tennis spielen von Hausdach zu Hausdach

Ob Fußballplätze, Sporthallen, Fitness-Studios – alles ist geschlossen. Auch Tennisplätze. Doch Not macht offenbar erfinderisch und so spielen diese beiden Italienerinnen tatsächlich Tennis von einem Hausdach auf das andere. Das Video wird gerade wie verrückt geteilt. Da machen wir gerne mit.

13:00 Uhr - Maskenpflicht auch in Schleswig-Holstein

Im Kampf gegen das Coronavirus führt auch Schleswig-Holstein eine Maskenpflicht ein. Dies kündigte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) am Dienstag an. Das Kabinett werde am Mittwoch beschließen, das Tragen einer Mund-Nasen-Abdeckung beim Einkaufen und in öffentlichen Verkehrsmitteln vom 29. April an zur Pflicht zu machen.

12:58 Uhr - Alle Schüler im Nordosten werden dieses Jahr versetzt

Angesichts der Corona-Krise werden in diesem Schuljahr alle Schüler in Mecklenburg-Vorpommern ungeachtet ihrer Noten in die nächste Klasse versetzt. Möglich sei aber, das Schuljahr freiwillig zu wiederholen, teilte Bildungsministerin Bettina Martin (SPD) am Dienstag mit.

Gerade Schüler, die versetzungsgefährdet sind, hätten angesichts der Umstände keine gute Möglichkeit, ihre Leistungen in diesem Schuljahr noch auszugleichen, erklärte sie. Alle Schulleiter seien in einem Schreiben über die Regelung informiert worden.

Schüler, bei denen aufgrund von Wissenslücken eine erfolgreiche Mitarbeit in der nächsthöheren Klasse fraglich erscheint, könnten das Schuljahr freiwillig wiederholen. In einem solchen Fall sollten die Eltern Kontakt mit der Schule aufnehmen, empfahl die Ministerin.

Die Schulen in Mecklenburg-Vorpommern sind wegen des neuartigen Coronavirus seit Mitte März geschlossen. Am 27. April sollen zunächst die Abschlussklassen zurückkehren, am 4. Mai dann weitere einzelne Klassenstufen.

12:49 Uhr - Auch bei Kitagebühren schafft Deutschland keine einheitliche Regelung

In der Corona-Krise schaffen es die Bundesländern nicht, wichtige Dinge einheitlich zu regeln und schaffen damit Ungerechtigkeiten. So war das bei den Ausgangsbeschränkungen, dann bei den Lockerungen, bei der Maskenpflicht und leider auch bei den Kitagebühren. In Bayern müssen Eltern die nächsten drei Monate keine Kita-Gebühren zahlen. Hessen hat jetzt entschieden, dass es keine einheitliche Regelung gibt. Heißt, Eltern werden eventuell teilweise zahlen müssen, obwohl die Kitas geschlossen bleiben.

Brandenburg hat bis Ende April die Beiträge für die Eltern ausgesetzt, die keine Notbetreuung in Kita, Krippe und Hort in Anspruch nehmen. Auch in Nordrhein-Westfalen hatten sich Landesregierung und kommunalen Spitzenverbände bereits darauf geeinigt, Elternbeiträge in Kitas, Tagespflege und offenem Ganztag für April auszusetzen.

12:41 Uhr - Krankenhaus für Corona-Patienten in Moskau in Eiltempo gebaut

HANDOUT - 17.04.2020, Russland, Moskau: Ein Foto, das von der Pressestelle des Moskauer Bürgermeisters zur Verfügung gestellt wurde, zeigt Einrichtungen für die Behandlung von Patienten mit dem Coronavirus am Stadtrand von Moskau (Aufnahme mit Drohne
Krankenhaus für Corona-Patienten in Moskau in Eiltempo gebaut
© dpa, Mikhail Kolobov, wst

Die russische Hauptstadt Moskau hat im Eiltempo von nur einem Monat ein Krankenhaus für die Behandlung von Patienten mit dem Coronavirus gebaut. Die ersten 20 Patienten seien bereits eingeliefert worden, teilte die Stadtverwaltung am Dienstag mit. Bis zu 800 Menschen können demnach in der Klinik am Stadtrand von Moskau behandelt werden. Notfalls könnten auch 900 Betten bereitgestellt werden. «Bis heute haben mehr als 500 Mitarbeiter ihre Arbeit aufgenommen, und wir stellen weiter Spezialisten ein», sagte Chefarzt Sergei Perechodow. Mehr als 1000 Fachärzte sollen dort arbeiten.

Für Mitarbeiter wurden auf dem riesigen Gelände auch Unterkünfte gebaut, sodass sie auch vor Ort übernachten könnten, hieß es. Die Klinik solle auch nach Abklingen der Corona-Pandemie Menschen mit Infektionskrankheiten in den nächsten Jahren behandeln.

In Russland ist die Zahl der Infektionen innerhalb von 24 Stunden erneut sprunghaft angestiegen: um 5600 auf 52 700 Fälle. Nach offiziellen Angaben vom Dienstag starben bisher 456 mit dem Virus infizierte Menschen. Genesen seien mehr als 3800 Menschen.

12:35 Uhr - Handball: Bundesliga bricht Saison ab - Kiel Meister

Jubel nach dem 28:24-Sieg für den THW Kiel. Foto Lühn, Handball-Bundesliga, Liqui-Moly-HBL, Männer, 5. Spieltag, THW Kiel vs SG Flensburg-Handewitt, 12.09.19 Kiel Sparkassen Arena Schleswig-Holstein Germany *** Cheers after the 28 24 victory for THW
Jubel nach dem 28 24 Sieg für den THW Kiel Foto Lühn Handball Bundesliga Liqui Moly HBL Männer
© imago images / Holsteinoffice, via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Die Handball Bundesliga (HBL) hat ihre Saison aufgrund der Corona-Pandemie vorzeitig abgebrochen. Deutscher Meister ist der THW Kiel. Dies legte die Liga nach einer virtuellen Mitgliederversammlung fest. Zuvor hatten die 36 Erst- und Zweitligisten auf schriftlichem Wege über eine Fortsetzung der Spielzeit abgestimmt. Die erforderliche Dreiviertelmehrheit ist laut HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann "deutlich überschritten" worden.

"Aus sportlicher Sicht wäre es natürlich das Beste gewesen, die Saison fortzusetzen. Der Rahmen hat gesundheitlich, organisatorisch und wirtschaftlich aber nicht gepasst. Von den ungerechten Lösungen haben wir diese für die Beste gehalten", sagte Bohmann.

Bei der Wertung der Spielzeit entschied sich das Präsidium der Liqui Moly Bundesliga gegen eine Annullierung und für die Anwendung der Quotientenregel, die Tabellenführer Kiel als bestes Team der Saison 2019/20 ausweist. Absteiger wird es nicht geben, Aufsteiger sind HSC 200 Coburg und TuSEM Essen. Die HBL startet mit 20 Klubs in die neue Saison, in der es vier Absteiger geben wird.

Für Rekordmeister Kiel ist es nach vier erfolglosen Anläufen der erste Meistertitel seit 2015 und der 21. insgesamt. Zum Vizemeister wurde die SG Flensburg-Handewitt erklärt. Der Meister der beiden Vorjahre, der in der seit Anfang März eingefroreren Tabelle den zweiten Platz belegte, ist damit wie der THW für die Champions League der kommenden Saison qualifiziert. Der SC Magdeburg, die TSV Hannover-Burgdorf und die Rhein-Neckar Löwen spielen in der Euro League (ehemals EHF-Cup).

Bereits im März hatte die Deutsche Eishockey Liga (DEL) ihre Spielzeit vorzeitig beendet. Wie im Volleyball kürte die DEL im Gegensatz zur Handball-Liga aber keinen Meister.

12:20 Uhr - Jetzt auch Maskenpflicht in Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt

Baden-Württemberg führt eine Maskenpflicht in Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr ein. Vom 27. April an gelte die Pflicht, Mund und Nase beim Einkaufen und im Nahverkehr zu bedecken, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Dienstag in Stuttgart.

Und auch Sachsen-Anhalts Landesregierung hat eine Mundschutzpflicht für Einkäufe und den öffentlichen Nahverkehr beschlossen. Hier gilt sie ab Donnerstag.

12:11 Uhr - Video: So leer ist der Himmel zu Corona-Zeiten

Zur Zeit fallen die meisten Flüge aus. Das kann man an diesen Bildern sehr gut erkennen. Der Luftraum ist im Vergleich zum April 2019 fast leer. Aber vielleicht nicht mehr lagen – wie wir in China sehen.

12:01 Uhr - IKEA öffnet am Mittwoch wieder: Aber nur in NRW

Die Ikea-Möbelmärkte in Nordrhein-Westfalen öffnen ihre Pforten am Mittwoch. "Wir freuen uns über die Möglichkeit, in Nordrhein-Westfalen wieder für unsere Kunden zu öffnen", sagt Deutschland-Chef Dennis Balslev. Dank einer Sonderregelung der Landesregierung in Düsseldorf durften Möbelhäuser in dem bevölkerungsreichsten Bundesland bereits seit Montag wieder Kunden einlassen, auch wenn ihre Verkaufsflächen deutlich größer sind als die sonst zulässigen maximal 800 Quadratmeter. Ikea bereite die Öffnung intensiv und sorgfältig vor, höchste Sicherheits- und Hygieneauflagen würden eingehalten.

11:43 Uhr - RKI: Durchseuchung für Herdenimmunität ist keine gute Idee

Die Idee, dass sich mindestens 60 Prozent der Bevölkerung mit dem Coronavirus infiziert, damit es zu einer Herdenimmunität kommt, wird immer wieder diskutiert. Im Video erklärt das RKI, warum das keine gute Idee ist.

11:36 Uhr - Corona-Krise bringt Freizeitparks in Existenznot

Mit den Osterferien startet die Saison für die deutschen Freizeitparks. Doch aufgrund der Sicherheitsmaßnahmen rund um die Corona-Pandemie stehen Achterbahnen und Fahrgeschäfte still. Wenn das auch im Sommer so bleibt, bedeutet das für viele Parks das Aus, so die dpa. Manch ein Freizeitpark droht deswegen für immer schließen zu müssen, machte Jürgen Gevers, Geschäftsführer des Verbands Deutscher Freizeitparks und Freizeitunternehmen (VDFU), deutlich: Wenn auf den ausgefallenen Saisonstart in den Osterferien auch ein Besuchsverbot in den Sommerferien folgen sollte, könnte das für rund 40 Prozent der Parks das Aus bedeuten. "Mit rund sieben Monaten, in denen Geld verdient wird, ist die Saison kurz."

11:20 Uhr - Heiko Maas: „Normale Urlaubssaison wird es nicht geben“

Wie die Lage um Sommerurlaube aktuell aussehe, sei nur sehr schwer zu prognostizieren. Das erklärt Bundesaußenminister Heiko Maas in einer Pressekonferenz. Die Hauptverantwortung bestünde in allen Ländern darin, die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. "Das wird die Bewegungsfreiheit weiterhin einschränken, da muss man sich keine Illusionen machen", so Heiko Maas. "Eine normale Urlaubssaison mit vollen Strandbars und Berghütten wird es diesen Sommer nicht geben."

11:11 Uhr - Außenminister Heiko Maas äußert sich zu Grenzöffnung für Berufspendlern

Außenminister Heiko Maas berichtet in einer Pressekonferenz, dass eine Videoschalte mit deutschsprachigen Außenministern vor allem die Situation der Berufspendler mit Grenzübergängen im Fokus hatte. Die Bekämpfung des Virus sei aber auch hier das wichtigste Argument. Ziel sei es, die Grenzöffnung schnellstmöglich zu erreichen. Die Kooperation bei den Rückholflügen hätte gut funktioniert, da Bürger aus verschiedenen Ländern in den selben Urlaubszielen festsaßen. Wann genau Grenzen wieder geöffnet werden könnten, sei noch nicht klar.

10:56 Uhr - Dieses Jahr doch Sommerurlaub auf Mallorca?

ARCHIV - 12.08.2018, Spanien, Palma: Urlauber tummeln sich dicht an dicht in der Hochsaison am Strand von El Arenal.   (zu dpa "Umfrage: Ein Drittel storniert oder verschiebt Sommerurlaub") Foto: Clara Margais/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Urlauber auf Mallorca
© dpa, Clara Margais, pla

Die Ferienplanung für diesen Sommer angesichts der Corona-Pandemie erhitzt weiterhin die Gemüter. Entwicklungsminister Gerd Müller hält Sommerurlaub auch außerhalb Deutschlands für möglich. "Urlaub in Deutschland kann in diesem Sommer wieder möglich sein", sagte der CSU-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Dienstag). "Ich glaube auch, dass es in der Mittelmeer-Region eine Chance dazu gibt - einschließlich in Nordafrika." Der Reiseverband DRV warnte davor, Reisen im Sommer abzuschreiben oder ausschließlich innerhalb Deutschlands für möglich zu halten.

Bisher hatte die Bundesregierung immer noch vor Auslandsreisen gewarnt.

10:48 Uhr - Mordprozess wegen Corona-Abstandsregelung unterbrochen

Kein ausreichender Abstand zwischen den Prozessbeteiligten - deshalb ist ein Mordprozess vor dem Landgericht Darmstadt nach Verlesung der Anklage unterbrochen worden. Der 43 Jahre alte Angeklagte soll vor knapp einem Jahr eine Frau in der Offenbacher Innenstadt erschossen haben. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Mord vor.

Nach der Anklage konnte die Hauptverhandlung am Dienstag aber nicht weitergehen: "Das Abstandsgebot kann hier nicht gewährleistet werden", sagte der Vorsitzende Richter beim Auftakt des Prozesses. Zwar wurde im Zuschauersaal auf Abstand geachtet, allerdings mussten einige Sachverständige fortgeschickt werden, da sonst die Prozessbeteiligten zu nahe gesessen hätten. In dem schlecht belüfteten Gerichtssaal werde nicht der nötige Schutz der Beteiligten gegen das Corona-Virus gewährleistet, so das Gericht. Der Prozess werde deshalb unterbrochen. Nächster Termin sei voraussichtlich der 5. Mai.

10:35 Uhr - RKI: Deutschland schöpft Test-Kapazitäten nicht aus.

Laut dem RKI werden in Deutschland nicht genügend Corona-Tests durchgeführt. Das ist auch deshalb so merkwürdig, da die Testmöglichkeiten gar nicht ausgeschöpft werden, heißt: Wir könnten in Deutschland eigentlich mehr testen, als es zur Zeit gemacht wird.

Das RKI verlangt, dass mehr getestet werden soll.

10:14 Uhr - RKI: Coronavirus kann viel mehr Organe angreifen als bisher bekannt

Laut dem RKI gibt es Hinweise darauf, dass das Virus Sars-CoV2 nicht nur die Lunge angreift, sondern auch andere Organe, wie das Herz oder die Nieren. Auch die Blutgerinnung ist betroffen. Diese Erkenntnisse sollen nun auch durch Obduktionen der Verstorbenen untersucht werden.

10:02 Uhr - RKI: Ende der Epidemie ist nicht in Sicht

RKI warnt: Situation ist weiter ernst. Ende der Epidemie ist nicht in Sicht. Es ist wichtig, dass sich alle an die Empfehlungen halten. Alle sollten im Öffentlichen Nahverkehr oder in Geschäften Mund- und Nasenschutz tragen.

09:57 Uhr - Umfrage: 31 Prozent der Deutschen befürchten Einfluss von Corona-Krise auf Altersvorsorge

ufgrund der Corona-Pandemie befinden sich die Börsen auf Achterbahnfahrt und Experten prognostizieren eine Wirtschaftskrise. Für einige Arbeitnehmer bedeutet dies bereits Lohnkürzungen in Form von Kurzarbeit oder gar Jobverlust. Der Online-Versicherungsmanager CLARK hat zusammen mit dem Befragungsinstitut YouGov in einer repräsentativen Befragung untersucht, wie sich die aktuelle Lage auf die Altersvorsorge der Deutschen auswirkt. Knapp ein Drittel der Deutschen (31 Prozent) halten es für wahrscheinlich, dass ihre Altersvorsorge durch die Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen beeinflusst werden könnte. Weitere 22 Prozent sind unentschieden, ob sich die momentane Situation auf ihre Planung für das Alter auswirkt.

09:51 Uhr - Trump macht wegen Corona-Krise Grenzen für Einwanderer dicht

US-Präsident Donald Trump schließt wegen der Coronavirus-Pandemie die Grenzen seines Landes für Einwanderer. "Angesichts des Angriffs des unsichtbaren Feindes sowie der Notwendigkeit, die Arbeitsplätze unserer großartigen amerikanischen Bürger zu schützen, werde ich ein Dekret unterzeichnen, um die Einwanderung in die Vereinigten Staaten vorläufig auszusetzen", kündigte Trump per Twitter am Montag an. Ein gutes halbes Jahr vor der Präsidentenwahl Anfang November verschärft er damit abermals seine Einwanderungspolitik. 2016 hatte ihm unter anderem das bis heute nicht eingelöste Versprechen, eine Mauer an der Grenze zu Mexiko zu bauen, den Wahlsieg beschert.

09:36 Uhr - Absage Oktoberfest im Video

Wir haben es schon vermeldet: Das Oktoberfest 2020 ist abgesagt. Im Video erklärt Ministerpräsident die erste Absage des weltgrößten Volksfestes seit dem 2. Weltkrieg

Hier geht es zum Artikel.

09:30 Uhr - Dänemark will wieder Versammlungen von bis 500 Menschen erlauben

Dänemark lockert einem Medienbericht zufolge die Schutzmaßnahmen weiter. Ab dem 10. Mai sollen wieder öffentliche Versammlungen von bis zu 500 Menschen zugelassen werden, wie der Sender TV2 unter Berufung auf das Gesundheitsministerium meldet. Derzeit sind nur Zusammenkünfte von maximal zehn Personen erlaubt. Die neue Grenze solle bis zum 1. September gelten. Dänemark hatte in der vergangenen Woche mit der schrittweisen Lockerung der Sperrmaßnahmen begonnen und Kindertagesstätten und Schulen geöffnet. Seit dieser Woche können einige Kleinunternehmen wie Friseur- und Kosmetikstudios sowie Fahrschulen wieder öffnen.

09:23 Uhr - Verbände fordern: Corona-Warn-App nicht durch Debatten hinauszögern

Gesundheitsminister Spahn hatte die Corona-Warn-App für die Woche nach Ostern versprochen. Das Versprechen konnte er nicht halten. Wann eine App, die anderen Länger längst haben, in Deutschland endlich kommt, ist weiter völlig offen. Dabei soll sie eine Voraussetzung für weitere Lockerungsmaßnahmen sein.

Der Expertenstreit um das beste Datenschutzkonzept für die geplante Corona-Warn-App ist bei den Digitalverbänden Bitkom und BVDW auf scharfe Kritik gestoßen. Es sei wichtig, die Entwicklung der Anwendung "nicht durch langwierige akademische Debatten noch weiter hinauszuzögern", sagte der Präsident des IT-Verbands Bitkom, Achim Berg, dem "Handelsblatt" (Dienstag).

Das von der Bundesregierung favorisierte Entwicklungsprojekt PEPP-PT war die vergangenen Tage in die Kritik geraten. Rund 300 Experten unterzeichneten einen am Montag veröffentlichten offenen Brief, in dem sie vor der Gefahr von Überwachung und Missbrauch bei einer zentralisierten Speicherung von Daten warnen.

Berg sagte, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft seien gefordert, "Vertrauen und Transparenz zu schaffen, damit sie so viele Menschen wie möglich nutzen werden". "Wir brauchen diese App jetzt und dürfen keine weitere Zeit verlieren." Der Geschäftsführer des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW), Marco Junk, warnte vor einem Scheitern des App-Projekts. "Angesichts dessen, dass wir uns derzeit der größten Krise seit 1945 stellen müssen, ist es vollkommen unverhältnismäßig, den Erfolg eines der wenigen zur Verfügung stehenden Lösungsweges so zu gefährden", sagte Junk dem "Handelsblatt".

Hier können sie nochmal lesen, wieso sich die App verzögert

09:10 Uhr - "Risiko zu hoch": Oktoberfest 2020 abgesagt

ARCHIV - 24.09.2016, Bayern, München: Zahlreiche Menschen gehen bei Sonnenschein über das Oktoberfest-Gelände. Foto: picture alliance / dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Oktoberfest 2020 wegen Corona-Pandemie abgesagt
© dpa, Andreas Gebert, nic sja

Seit Tagen wurde es schon vermutet, jetzt ist es offiziell: Das Oktoberfest wird in diesem Jahr wegen der Corona-Krise  nicht stattfinden. Zwar gilt das Verbot von Großveranstaltungen nur bis zum 31.08., doch laut Bayerns Ministerpräsident ist ein Oktoberfest mit mehr als sechs Millionen Besuchern ein zu hohes Risiko. Lesen sie hier alle Hintergründe.

08:56 Uhr - Zahl der zusätzlichen Todesfälle durch Corona unklar

Wie viele Menschen mehr als sonst wegen der Corona-Pandemie sterben, lässt sich für Deutschland bislang nur schwer beziffern. Das zeigen Anfragen der Deutschen Presse-Agentur in den Bundesländern. Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen, die besonders hohe Infiziertenzahlen melden, liegen nach eigenen Angaben bislang keine aktuellen Daten dazu vor.

Zwar sind in Deutschland bislang mehr als 4500 Corona-Infizierte gestorben. Allerdings ist insbesondere bei sehr alten und stark vorerkrankten Menschen oft unklar, ob sie nicht auch ohne das Virus innerhalb eines bestimmten Zeitraumes gestorben wären.

08:34 Uhr - Italien will ab 4. Mai mit Lockerungsschritten beginnen

Italien will ab dem 4. Mai mit einer schrittweisen Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen beginnen. Dazu wolle die Regierung noch in dieser Woche ihren Plan vorlegen, kündigt Ministerpräsident Giuseppe Conte auf Facebook an. Es müsse landesweites Vorgehen geben, dass allerdings die regionalen Besonderheiten berücksichtige. In Italien ist vor allem der Norden von der Epidemie betroffen.

08:11 Uhr - Aktuelle Zahlen: Schon mehr als 95.000 Geheilte in Deutschland.

LAND INFIZIERTE TODESFÄLLE GEHEILT
USA     787.901      42.364     72.858
Spanien     200.210      20.852     80.587
Italien     181.228      24.114     48.877
Frankreich     156.493      20.292     38.037
Deutschland     147.065        4.862     95.200
Großbritannien     125.856      16.550          446
Weltweit  2.478.153    170.368    651.736

07:55 Uhr - Fast die Hälfte alle Sportevents fällt aus

Die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Sportwelt sind bereits immens. Eine US-amerikanische Sportmarketing-Agentur präsentiert nun für das gesamte Jahr 2020 düstere Zahlen. Laut der Studie des Unternehmens Two Circles, das unter anderem das Tennis-Rasenturnier von Wimbledon zu seinen Kunden zählt, finden bestenfalls noch 53 Prozent der in diesem Jahr geplanten wichtigen Sportveranstaltungen auch tatsächlich 2020 statt. Fast die Hälfte aller Events hingegen soll auf das kommende Jahr verlegt werden oder gänzlich einer Absage zum Opfer fallen. In der Studie ist dabei von insgesamt 49.803 Sportveranstaltungen die Rede, von denen gerade einmal 26.424 bis zum Ende des Jahres stattfinden sollen. Der Höhepunkt wird im September mit weltweit fast 5500 Sportveranstaltungen erwartet.

07:44 Uhr - NRW-Abgeordnete wollen auf Diätenerhöhung verzichten

Die großen Fraktionen im nordrhein-westfälischen Landtag wollen ein Zeichen in der Corona-Krise setzen und dieses Jahr auf ihre turnusmäßige Diätenerhöhung verzichten. Man wolle sich so solidarisch mit den Menschen im Land zeigen, die um ihre Existenzen bangen, heißt es nach dpa-Informationen in einem gemeinsamen Gesetzentwurf von CDU, SPD, FDP und Grünen. Dem Vernehmen nach würde das Land damit rund 500 000 Euro sparen. Mit dem gemeinsamen Gesetzentwurf, der am Dienstag in den Fraktionen beraten werden soll, kommen CDU, SPD, FDP und Grüne der AfD zuvor - sie will einen eigenen Entwurf in den Landtag einbringen. Die «Rheinische Post» hatte zuvor über die geplante Aussetzung der Diätenanpassung berichtet.

Der Bundestag wird voraussichtlich in dieser Woche einen von allen Fraktionen befürworteten Verzicht auf die diesjährige Erhöhung der Abgeordnetendiäten auf den Weg bringen. Dafür hatten sich vergangene Woche führende Vertreter von Union, FDP und Grünen ausgesprochen. Auch die anderen Fraktionen erklärten, dass die automatische Erhöhung angesichts der Corona-Krise in diesem Jahr ausfallen solle. Der Bundestag tritt am Mittwoch und Donnerstag zusammen. Am Dienstag schalten sich die Fraktionen zusammen.

07:41 Uhr - Weltgesundheitsorganisation warnt vor verfrühten Lockerungen

Die Weltgesundheitsorganisation WHO warnt vor verfrühten Lockerungen der Kontakteinschränkungen und anderen Pandemie-bedingten Verboten. Andernfalls drohe eine Wiederbelebung der Infektionswelle. "Bis ein Impfstoff oder eine sehr effektive Behandlungsmethode gefunden wird, wird dies unsere neue Normalität sein", erklärt Takeshi Kasai von der WHO mit Blick auf die Einschränkungen.

07:34 Uhr - Auch Alleinerziehende können nun Kita-Notbetreuung in Hamburg nutzen

In Hamburg können von Mittwoch an auch Alleinerziehende ihre Kleinkinder in die Kita-Notbetreuung geben. Ein Antrag sei dafür nicht nötig, sagte ein Sprecher der Sozialbehörde der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg. An den übrigen bisherigen Regeln zur Notbetreuung ändere sich nichts. So können das Angebot weiterhin Eltern nutzen, deren Arbeit als systemrelevant eingestuft worden ist. Dazu gehören Polizisten, Klinikmitarbeiter, Pflegepersonal und Mitarbeiter von Versorgungsunternehmen. Auch Kinder mit einem dringlichen sozialpädagogischen Förderbedarf werden betreut.

07:27 Uhr - Corona-Krise bringt Freizeitparks in Existenznot

07.04.2020, Baden-Württemberg, Cleebronn: Planen decken im Freizeitpark Tripsdrill die Gondeln der Attraktion "Maibaum" ab. Im Hintergrund sind Teile von zwei neuen Achterbahnen zu sehen, die sich noch im Bau befinden. In den Osterferien ist der Park
Coronavirus - Freizeipark Tripsdrill
© dpa, Sebastian Gollnow, scg fdt

Achterbahnen stehen still, keine langen Schlangen vor den Fahrgeschäften - stattdessen Malerarbeiten und Kurzarbeit: Wegen der Corona-Krise droht manch ein Freizeitpark pleitezugehen und für immer schließen zu müssen. Wenn auf den ausgefallenen Saisonstart in den Osterferien auch ein Besuchsverbot in den Sommerferien folgen sollte, könnte das für rund 40 Prozent der Parks das Aus bedeuten, sagte der Geschäftsführer des Verbands Deutscher Freizeitparks und Freizeitunternehmen (VDFU), Jürgen Gevers. "Mit rund sieben Monaten, in denen Geld verdient wird, ist die Saison kurz."

Für die Beschäftigten bedeutet der Stillstand erst einmal Kurzarbeit, wie die Geschäftsführerin des Legolands in Günzburg, Manuela Stone, berichtete: "Derzeit sind über 700 saisonale wie festangestellte Mitarbeiter in Kurzarbeit Null mit Aufstockung des gesetzlichen Betrags um den freiwilligen, arbeitgeberseitigen Zuschuss." Am Standort seien inklusive der Auszubildenden noch 80 Mitarbeiter. Sie erledigten Verwaltungsaufgaben und beantworteten Anfragen von Kunden. Zudem würden Wartungsarbeiten durchgeführt.

07:22 Uhr - Life Hacks gegen Corona: So reinigt man Smartphone und Computer richtig

Welcher Alltagsgegenstand ist der schmutzigste? Das Rennen um Platz eins macht nicht etwa die Klobrille oder die Fußmatte, sondern die Computertastatur. Laut einer Studie der University of Arizona beherbergt eine Tastatur 400-mal mehr Bakterien als eine Toilette. Und auch auf dem Touchscreen eines Smartphones sieht es nicht viel besser aus. Die Bakterien können vielerlei Infektionen verursachen. Gerade in Zeiten der Coronavirus-Pandemie ist es daher empfehlenswert, alle Geräte gründlich zu reinigen.

06:25 Uhr - Fehlendes Schutzkonzept verzögert Vergabe von Friseurterminen

Nach den angekündigten Lockerungen der Corona-Maßnahmen warten viele Friseursalons erst einmal mit der Terminvergabe. «Viele Betriebe vergeben erst ab nächster Woche Termine», sagte Jörg Müller, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Friseurhandwerks, der Deutschen Presse-Agentur. Noch gebe es kein Hygienekonzept für die Branche. Vorgaben etwa dazu, wie viele Kunden sich in einem Geschäft aufhalten dürfen, beeinflussten aber auch die Terminvergabe. Erst wenn das geklärt sei, könnten Salons ab dem Start am 4. Mai vernünftig planen. Müller rechnete für Mitte dieser Woche mit einem entsprechenden Konzept.

23:15 Uhr- aktuelle Zahlen aus Deutschland und der Welt

Land Infizierte Tote
Weltweit 2.463.357 169.502
USA 776.513 41.575
Spanien 200.210 20.852
Italien 181.228 24.114
 Frankreich 154.098 20.292
Deutschland 146.398  4.706
Großbritannien 125.851 16.550

22:00 Uhr - USA: Zahl der Vergiftungen durch Desinfektionsmittel steigt

Die Zahl der Anrufe bei Vergiftungshotlines in den USA ist seit der Zuspitzung der Coronavirus-Pandemie deutlich angestiegen. Besonders bei Kindern kam es vermehrt zu Vergiftungen mit Reinigungs- oder Desinfektionsmitteln, wie aus einer am Montag veröffentlichten Studie der US-Gesundheitsbehörde CDC hervorging. Bei Desinfektionsmitteln kam es demnach von Januar bis März zu insgesamt 17.392 gemeldeten Notfällen, einer Zunahme von rund 35 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Zudem wurden 28.158 Zwischenfälle mit Reinigungsmitteln gemeldet, einer Zunahme von gut 12 Prozent.

Ein direkter kausaler Zusammenhang mit der Corona-Epidemie lasse sich anhand der Daten nicht belegen, aber es scheine "eine klare zeitliche Verbindung" zu geben, erklärte die Gesundheitsbehörde. Die Zahl der gemeldeten Fälle zog vor allem im März stark an, als sich die Epidemie in den USA ausbreitete. 

21:30 Uhr - Altmaier: Länder-Unterschiede bei Lockerungen nicht optimal

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat sich kritisch über die unterschiedlichen Regeln verschiedener Bundesländer bei der Lockerung von Corona-Beschränkungen geäußert. Der gemeinsame Beschluss von Bund und Ländern werde von allen umgesetzt, "aber es gibt einzelne Bundesländer, die das in der einen oder anderen Richtung modifizieren", sagte Altmaier am Montagabend in der Sendung "ARD Extra". «Ich halte das nicht für optimal. Aber wir sind nun mal ein föderales Land, in dem die Bundesländer letzten Endes entscheiden." Für ihn sei wichtig, "dass wir erkennen, dass mit diesen ersten Lockerungen verantwortlich umgegangen werden muss".

21:00 Uhr - KfW bewilligt fast alle Kreditanträge für Unternehmen

Der Bedarf an Krediten und Hilfen für Unternehmen und Selbstständige in der Corona-Krise steigt weiter rasant. Bisher hat die staatliche KfW-Bank Anträge für knapp 8,5 Milliarden Euro bewilligt, wie ein der Agentur Reuters am Montag vorliegendes Papier vom Wirtschaft- und Finanzministerium zeigt. Rund 98 Prozent aller mehr als 13.000 Anträge wurden danach bewilligt. Einige mit sehr großem Volumen allerdings noch nicht, wie es im Papier heißt. Denn gefragt haben die Firmen nach insgesamt etwa 26 Milliarden Euro an Krediten.

20:40 Uhr - Robert-Koch-Institut meldet leicht gestiegene Ansteckungsrate

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet eine im Vergleich zum Samstag leicht gestiegene Ansteckungsrate. Diese liege jetzt bei 0,9, heißt es im täglichen Lagebericht des RKI. Das bedeutet, dass statistisch ein Infizierter weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Am Samstag hatte der Wert bei 0,8 gelegen. Das RKI und auch Kanzlerin Angela Merkel haben wiederholt betont, der Wert müsse dauerhaft unter eins liegen, damit die Epidemie eingedämmt wird.

20:30 Uhr - Thüringen will Mundschutzpflicht einführen

In Thüringen soll ab Freitag in allen Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr eine Maskenpflicht 20 gelten. Das sagte Regierungssprecher Günter Kolodziej am Montagabend der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte die "Thüringer Allgemeine" (Dienstag) berichtet. 

Alle Meldungen vom 20. April

Die Entwicklungen vom Montag, 20. April, lesen Sie hier.