Es sind solche friedlichen Proteste, zu denen die ehemaligen Präsidenten Obama und Clinton die Amerikaner jetzt auffordern. In einem Statement von Barack Obama und seiner Frau Michelle heißt es:
„Es liegt letztendlich an jedem Einzelnen von uns Bürgern, gegen Ungerechtigkeit aufzustehen, unsere Grundfreiheiten zu schützen und die Regierung zur Rechenschaft zu ziehen."
Und Bill Clinton schreibt:
„Erschwerend kommt hinzu, dass die Ver-antwortlichen uns immer wieder belogen, uns aufgefordert haben, unseren eigenen Beobachtungen keinen Glauben zu schenken."
So hatte die Regierung die Schüsse auf den Krankenpfleger Alex Pretti in Minneapolis am Samstag doch als Notwehr bezeichnet. Angeblich habe er sich mit einer Waffe den ICE-Beamten genähert. Die Videos des Vorfalls zeigen jedoch: In der rechten Hand hält Pretti ein Handy, die linke ist leer. ICE-Agenten sprühen ihm Pfefferspray ins Gesicht, ringen ihn zu Boden. Ein Beamter nimmt ihm seine Waffe ab, geht weg und erst dann fallen bis zu zehn Schüsse. Die Waffe, die Pretti bei sich hatte, besaß er ganz legal. Benutzt hat er sie nicht.