Ein Virus hält die Welt in Atem

LIVE-TICKER Coronavirus - Entwicklungen vom Montag, 20. April

20. April 2020 - 23:43 Uhr

Im Video: Das sind die Änderungen der Corona-Maßnahmen

Seit Wochen befindet sich Deutschland im sogenannten "Lockdown". Während es erste vorsichtige Schritte "zurück" gibt, geht der Kampf gegen das Virus auf der ganzen Welt weiter. Mehr zu den Lockerungen der Einschränkungen sehen Sie im Video. Im Live-Ticker erfahren sie alle wichtigen Infos und Entwicklungen.

Hier finden Sie eine Übersicht der geänderten Maßnahmen der Bundesländer und hier alles von A bis Z, was Sie über das Coronavirus wissen müssen.​

TVNOW-Doku: Stunde Null - Wettlauf mit dem Virus

Wie besiegen wir Corona? Sehen Sie hierzu die TVNOW-Doku: "Stunde Null - Wettlauf mit dem Corona-Virus" (Teil 2)

+++ LIVE-TICKER +++

RTL NEWS empfiehlt

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23:15 Uhr- aktuelle Zahlen aus Deutschland und der Welt

Land Infizierte Tote
Weltweit 2.463.357 169.502
USA 776.513 41.575
Spanien 200.210 20.852
Italien 181.228 24.114
 Frankreich 154.098 20.292
Deutschland 146.398  4.706
Großbritannien 125.851 16.550

22:00 Uhr - USA: Zahl der Vergiftungen durch Desinfektionsmittel steigt

Die Zahl der Anrufe bei Vergiftungshotlines in den USA ist seit der Zuspitzung der Coronavirus-Pandemie deutlich angestiegen. Besonders bei Kindern kam es vermehrt zu Vergiftungen mit Reinigungs- oder Desinfektionsmitteln, wie aus einer am Montag veröffentlichten Studie der US-Gesundheitsbehörde CDC hervorging. Bei Desinfektionsmitteln kam es demnach von Januar bis März zu insgesamt 17.392 gemeldeten Notfällen, einer Zunahme von rund 35 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Zudem wurden 28.158 Zwischenfälle mit Reinigungsmitteln gemeldet, einer Zunahme von gut 12 Prozent.

Ein direkter kausaler Zusammenhang mit der Corona-Epidemie lasse sich anhand der Daten nicht belegen, aber es scheine "eine klare zeitliche Verbindung" zu geben, erklärte die Gesundheitsbehörde. Die Zahl der gemeldeten Fälle zog vor allem im März stark an, als sich die Epidemie in den USA ausbreitete. 

21:30 Uhr - Altmaier: Länder-Unterschiede bei Lockerungen nicht optimal

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat sich kritisch über die unterschiedlichen Regeln verschiedener Bundesländer bei der Lockerung von Corona-Beschränkungen geäußert. Der gemeinsame Beschluss von Bund und Ländern werde von allen umgesetzt, "aber es gibt einzelne Bundesländer, die das in der einen oder anderen Richtung modifizieren", sagte Altmaier am Montagabend in der Sendung "ARD Extra". «Ich halte das nicht für optimal. Aber wir sind nun mal ein föderales Land, in dem die Bundesländer letzten Endes entscheiden." Für ihn sei wichtig, "dass wir erkennen, dass mit diesen ersten Lockerungen verantwortlich umgegangen werden muss".

21:00 Uhr - KfW bewilligt fast alle Kreditanträge für Unternehmen

Der Bedarf an Krediten und Hilfen für Unternehmen und Selbstständige in der Corona-Krise steigt weiter rasant. Bisher hat die staatliche KfW-Bank Anträge für knapp 8,5 Milliarden Euro bewilligt, wie ein der Agentur Reuters am Montag vorliegendes Papier vom Wirtschaft- und Finanzministerium zeigt. Rund 98 Prozent aller mehr als 13.000 Anträge wurden danach bewilligt. Einige mit sehr großem Volumen allerdings noch nicht, wie es im Papier heißt. Denn gefragt haben die Firmen nach insgesamt etwa 26 Milliarden Euro an Krediten.

20:40 Uhr - Robert-Koch-Institut meldet leicht gestiegene Ansteckungsrate

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet eine im Vergleich zum Samstag leicht gestiegene Ansteckungsrate. Diese liege jetzt bei 0,9, heißt es im täglichen Lagebericht des RKI. Das bedeutet, dass statistisch ein Infizierter weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Am Samstag hatte der Wert bei 0,8 gelegen. Das RKI und auch Kanzlerin Angela Merkel haben wiederholt betont, der Wert müsse dauerhaft unter eins liegen, damit die Epidemie eingedämmt wird.

20:30 Uhr - Thüringen will Mundschutzpflicht einführen

In Thüringen soll ab Freitag in allen Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr eine Maskenpflicht 20 gelten. Das sagte Regierungssprecher Günter Kolodziej am Montagabend der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte die "Thüringer Allgemeine" (Dienstag) berichtet. 

20:00 Uhr - Run auf Friseure in Dänemark

Dänische Friseure melden nach dem Ende einer einmonatigen Zwangsschließung einen Riesenandrang. Ein Salon in Kopenhagen spricht von zwei Wochen, die sehr stark gebucht seien.

19:15 Uhr - Feierlichkeiten zum 94. Queen-Geburtstag abgesagt

ARCHIV - 25.02.2020, Großbritannien, London: Königin Elisabeth II. von Großbritannien. Die Queen feiert am 21.04.2020 ihren 94. Geburtstag.      (zu dpa "Nichts als Ärger: Megxit, Andrew und Corona - die Queen wird 94") Foto: Victoria Jones/PA Wire/d
Königin Elizabeth II. wird 94. Jahre alt.
© dpa, Victoria Jones, lix alf kde

Die britische Königin Elizabeth II. wird am Dienstag 94 Jahre alt - und für viele Briten wäre das ein Grund zum Feiern. Die Queen erfreut sich offenkundig noch immer bester Gesundheit. Doch ihr Geburtstag wird in diesem Jahr überschattet von der Coronavirus-Pandemie. Anders als üblich, wird es keinen Kanonensalut in London geben. Auch die Militärparade "Trooping the Colour", die immer im Juni zur Feier ihres Geburtstags stattfindet, wurde abgesagt. Sie werde sich wohl mit Familienmitgliedern per Videokonferenz unterhalten, sagte eine Palastsprecherin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Mit einer Ansprache beschwor die Queen Anfang April das Durchhaltevermögen ihrer Untertanen und machte ihnen Mut. "Es werden wieder bessere Tage kommen", versprach sie und fügte hinzu: "Wir werden mit unseren Freunden vereint sein, wir werden mit unseren Familien vereint sein. Wir werden uns wiedersehen."

Elizabeth II. und ihr Mann, Prinz Philip (98), hatten sich bereits Mitte März nach Schloss Windsor zurückgezogen. Das Paar gilt wegen seines hohen Alters als besonders gefährdet durch die Lungenkrankheit Covid-19.

17:45 Uhr - Laschet und Söder stellen Geisterspiele ab 9. Mai in Aussicht

Die Fußball-Bundesliga ist der Wiederaufnahme des Spielbetriebs am 9. Mai einen großen Schritt nähergekommen. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und NRW-Regierungschef Armin Laschet (CDU) haben in einem Video-Interview mit der Bild signalisiert, zu diesem Schritt bereit zu sein, sofern sich die Klubs an gewisse Vorschriften halten.

"Voraussetzung ist, dass es ein durchdachtes Konzept gibt. Das, was die DFL in diesen Tagen vorgelegt hat, lässt erkennen, dass es Schutzvorkehrungen gibt. Ich könnte mir vorstellen, dass wir zum Zustand der Geisterspiele zurückkehren können", sagte Laschet. Söder gab zu, dass es sich um eine "Gratwanderung" handele. "Wir müssen jetzt aufpassen, dass wir nicht überdrehen oder leichtfertig sind. Auch Geisterspiele sind eine Gratwanderung", sagte Söder.

Jedoch sei es "denkbar, dass wir vielleicht ab dem 9. Mai frühestens eine solche Geisterrunde spielen können", ergänzte er.

17:14 Uhr: Krankschreibungen auch weiterhin per Telefon möglich

Arbeitnehmer mit Erkältungsbeschwerden können sich in der Corona-Krise auch weiterhin per Telefon vom Arzt krankschreiben lassen. Die entsprechende Sonderregelung sollte an diesem Montag eigentlich auslaufen, wird nun aber doch noch einmal bis vorerst 4. Mai verlängert, wie der Vorsitzende des dafür zuständigen Gemeinsamen Bundesausschusses im Gesundheitswesen (G-BA), Josef Hecken, am Montag mitteilte.

Politiker verschiedener Parteien und Verbraucherschützer begrüßten die Entscheidung. Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) sagte, sie freue sich, dass der Beschluss geändert werde. Die SPD-Gesundheitspolitikerin Hilde Mattheis schrieb bei Twitter: "Besser spät als nie". Alles andere "wäre ein Risiko sondergleichen für Ärzte und Patienten". Der Chef des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen, Klaus Müller, twitterte: "Gute und vernünftige Entscheidung. Bitte keine Schnellschüsse dieser Art mehr!"

17:00 Uhr - Zoos bekommen Geld vom Land für Futter- und Tierarztkosten

31.03.2020, Rheinland-Pfalz, Neuwied: Eine Gruppe Pinguine steht dicht beisammen in ihrem Gehege im Zoo Neuwied. (zu dpa «Zoos bekommen vom Land Geld für Futter- und Tierarztkosten») Foto: Thomas Frey/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Pinguine im Zoo Neuwied
© dpa, Thomas Frey, tfr rho

Das Land Rheinland-Pfalz greift den unter der Corona-Krise leidenden Zoos und Tierparks unter die Arme. Konkret werden 80 Prozent der Futter- und Tierarztkosten übernommen, die in dem vierwöchigen Zeitraum angefallen sind, in dem die Anlagen wegen der Pandemie schließen mussten. Das kündigte Umweltministerin Ulrike Höfken von den Grünen am Montag in Mainz an. Seit Montag dürfen Zoos und Tierparks zwischen Westerwald und Pfalz unter Auflagen wieder aufmachen. Neben den 30 Zoos und "zooähnlichen Einrichtungen" sollen auch die rund 80 Tierheime und -pflegestationen diesen Anteil der Kosten bekommen. Das Land rechnet mit Kosten von insgesamt etwa einer Million Euro. Die werde aus den Barmitteln des Nachtragshaushaltes genommen, sagte Finanzministerin Doris Ahnen (SPD).

16:56 Uhr - Großveranstaltungen in Hessen wohl mit maximal 100 Teilnehmern

Ministerpräsident Volker Bouffier hat am Montag auf einer Pressekonferenz in Wiesbaden gesagt, dass man sich in Hessen demnächst wohl auf hundert Personen festlegen wolle, um die Größe von Großveranstaltungen zu bestimmen. Noch könne er dazu keine offizielle Stellungnahme geben. "Sie können aber davon ausgehen, dass Veranstaltungen mit mehr als 100 Leuten sehr unrealistisch sind."

15:39 Uhr - Merkel gibt eindringlichen Appell

Merkel zeigt in ihrer jüngsten Ansprache Verständnis für die Opfer, die gerade gebracht werden müssen. Sie sei sicher, dass "wir gerade am Anfang dieser Pandemie die Kraft zu harten und strengen Maßnahmen aufbringen", so Merkel. Sie erinnert eindringlich daran, dass die Regeln weiter gelten.

"Ansonsten könnten wir Gefahr laufen, dass wir die Lockerung nicht genau übersehen", so Merkel. Was die heutigen Maßnahmen bedeuten würden, sehen wir erst in 14 Tagen an den Infektionszahlen. Bei einem erneuten exponentiellen Wachstum könnte es doch zu einem Shut-down kommen.

Die Verhinderung eines Rückschritts sei im Interesse aller, der Wirtschaft und auch im Interesse des öffentlichen Lebens. Je weiter die Reproduktionszahl sinke, desto näher bringe uns das an die weitere Öffnung.

Besonders wichtig sei die Nachverfolgung der Infektionsketten. Merkel unterstützt Spahns Ankündigung, den öffentlichen Gesundheitsdienst weiter zu stärken. Ab dem 22. April werde es eine Meldepflicht von Neuinfektionen geben, damit die Länder die Daten weitergeben können. "Es ist von entscheidender Bedeutung, dass wir die Ausbreitung möglichst genau erfassen", so Merkel.

15:20 Uhr – Familienminsterin Giffey: Kitas sollen vor Ende des Kita-Jahres im August wieder öffnen

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey will die Kitas so schnell es geht schrittweise wieder öffnen. Die Kitas bis zum Sommer geschlossen zu halten sei keine Lösung, so Giffey am Montag. An einem entsprechenden Konzept, dass Hygienemaßnahmen und pädagogische Ansätze beinhalte, arbeite das Familienministerium gemeinsam mit den Ländern. Auch eine teilweise Öffnung der Spielplätze sieht Giffey in den nächsten Wochen als mögliche Option, um Kindern wieder mehr Bewegung zu ermöglichen und Familien zu entlasten. Giffey wies darauf hin, dass die Lage in den Familien während der Corona-Krise angespannt sei. Seit einer Woche steige häusliche Gewalt merkbar an.

15:16 Uhr - Datenanalyse: Covid-19 für Schwangere möglicherweise gefährlich

Für Schwangere könnte eine Infektion mit dem Coronavirus ersten Datenanalysen zufolge zu Komplikationen führen. Bei Covid-19 Patientinnen steige wohl das Risiko für vorzeitige Wehen. Trotzdem hätten die Babys von Frauen mit einer Infektion während der Schwangerschaft den ersten Daten zufolge häufiger Probleme, manche kämen kleiner zur Welt, andere hätten Atemnot oder Fieber. Basis dieser Erkenntnisse sind die Ergebnisse von 18 untersuchten Patientinnen aus der chinesischen Region Wuhan. Es sei aber unwahrscheinlich, dass die Viren während der Schwangerschaft oder durch die Muttermilch auf das Kind übertragen werden.

14:58 Uhr - Virologe Drosten bekommt Sonderpreis

Der Virologe und Charité-Professor Christian Drosten (48) erhält in diesem Jahr den einmaligen «Sonderpreis für herausragende Kommunikation der Wissenschaft in der Covid-19-Pandemie». Der Preis sei mit 50.000 Euro dotiert, teilten die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Stifterverband am Montag mit. Drosten erkläre den Menschen auf anschauliche, transparente und faktenbasierte Weise, was die Wissenschaft weiß, wie sie arbeitet und welche Unsicherheiten bestehen.

Als Spezialist für neu auftretende Infektionskrankheiten ist er zu einem der präsentesten Köpfe in der Corona-Krise geworden. Drosten ist Direktor des Instituts für Virologie am Campus Charité Mitte, Wissenschaftler im Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) sowie Professor am Berlin Institute of Health (BIH).

14:45 Uhr - Weltweit 159 Covid-Mittel und 79 Impfstoffe in Arbeit

Der Kampf gegen Covid-19 läuft auf Hochtouren: Weltweit wird derzeit an insgesamt 155 Medikamenten und 79 Impfstoffen zur Bekämpfung von Covid-19 gearbeitet. Die Übersicht erstellte das Austrian Institute for Health Technology Assessment unter anderem auf Bitte des österreichischen Gesundheitsministeriums, um bei zukünftigen Entscheidungen helfen zu können. Die meisten der in der Entwicklung befindlichen Medikamente hätten bereits eine Zulassung für andere virale Infektionen und erforderten daher eine besondere Evidenz für die Zulassung gegen Covid-19. Von den Impfstoffkandidaten sei bisher keiner über das Entwicklungsstadium gelangt.

14:20 Uhr – Tourismuspakt mit Österreich für den Sommer?

Wandern in den Alpen
Österreich würde im Sommer gerne Touristen aus Deutschland begrüßen
© Getty Images, AleksandarNakic

In Österreich haben Regierungsmitglieder Gespräche mit Deutschland angeregt, um über eine Öffnung der Grenzen im Sommer auch für Touristen zu reden. Die Bundesregierung reagiert jedoch zurückhaltend auf die Überlegungen aus Österreich. Es sei der Regierung bewusst, dass die Tourismusbranche derzeit sehr leide, sagt eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums. Im Moment sei es aber das Wichtigste, die Ausbreitung des Virus zu stoppen. 

Weil sich durch ahnungslose Gäste in Skiorten wie Ischgl oder St. Anton am Arlberg das Coronavirus über ganz Europa verteilt hat, stand die österreichische Tourismusbranche in den vergangenen Wochen scharf in der Kritik. 

14:00 Uhr - Kanzlerin Merkel will telefonische Krankschreibungen weiter ermöglichen

Angela Merkel (CDU) pocht darauf, dass Ärzte ihre Patienten wieder am Telefon krankschreiben dürfen. Damit stellt Merkel sich gegen Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Spahn besteht nach Handelsblatt-Informationen auf ein Ende der Ausnahmeregelungen, um Missbräuche auszuschließen. Wer hat hier das Sagen? Corona-Streit in der CDU.

13:45 Uhr - Tennisstar Novak Djokovic gegen Corona-Impfung

FILE - In this Feb. 29, 2020, file photo, Serbia's Novak Djokovic returns the ball to Stefanos Tsitsipas of Greece during the final match of the Dubai Duty Free Tennis Championship in Dubai, United Arab Emirates. The heads of the ATP and WTA professi
Tennis-Ass Djokovic würde eine Impfung gegen Corona ablehnen.
© AP, Kamran Jebreili, KJ

Der Weltranglisten-Erste Novak Djokovic wäre gegen eine grundsätzliche Impfpflicht bei Tennisspielern. "Persönlich bin ich gegen Impfungen und möchte nicht von jemandem gezwungen werden, einen Impfstoff zu nehmen, um reisen zu können", sagte Djokovic in einem Facebook-Live-Chat am Sonntag. Weitere Ticker-Meldungen aus der Sportwelt finden Sie hier.

13:27 Uhr - Mehr als 200.000 Infizierte in Spanien - aber die Zahlen sinken

Im stark von der Corona-Pandemie betroffenen Spanien ist die Zahl der seit Beginn des Ausbruchs erfassten Corona-Infektionen am Montag auf mehr als 200.000 gestiegen. Die Zahl der Neuinfektionen sinkt seit Tagen - sie lag zu Wochenbeginn bei rund 4200, wobei in den nächsten Tagen noch Nachmeldungen vom Wochenende dazukommen könnten, wie der Chef der Behörde für Gesundheitliche Notfälle (CCAES), Fernando Simón laut dpa, erklärte. Auch die Zahl der Todesfälle nimmt ab: In den vergangenen 24 Stunden seien 399 Opfer verzeichnet worden. "Heute ist die Zahl erstmals unter 400 gesunken, diese Daten machen uns Hoffnung", so Simón. Anfang April waren es zeitweise noch mehr als 900 Tote täglich.

13:11 Uhr - Deutschland übernimmt Kosten für hier behandelte EU-Bürger

Die Kosten für die Behandlung von Corona-Infizierten aus dem europäischen Ausland sollen in Deutschland übernommen werden. Das erklärte Regierungssprecher Steffen Seibert auf der Bundespressekonferenz. Für ihn sei das der gelebte europäische Gedanke. Bisher handele es sich um 229 Patienten aus europäischen Mitgliedsländern, die in Deutschland behandelt werden. Der Großteil dieser schwererkrankten Patienten stamme aus Frankreich, viele weitere aus Italien.

12:56 Uhr - Tausende Dresdner stehen für kostenlose Masken an

20.04.2020, Sachsen, Dresden: Mitarbeiter der Stadt Dresden verteilen vor dem Rathaus Mundschutzmasken. Insgesamt werden 200.000 Masken an Bürger verteilt, die keine eigene Möglichkeit haben, sich eine Mund-Nasen-Bedeckung zu besorgen. Foto: Sebastia
Tausende Dresdner stehen für kostenlose Masken an.
© dpa, Sebastian Kahnert, skh lop

Menschen in Sachsen müssen im öffentlichen Raum ab sofort Gesichtsmasken tragen. Der Dresdner Oberbürgermeister Dirk Hilbert hatte dafür angekündigt 200.000 kostenlose Masken zur Verfügung zu stellen. Um sich eine der Masken abzuholen, standen heute Morgen tausende Dresdner vor dem Rathaus an. Die Schlange war mitunter mehrere hundert Meter lang. Der Sicherheitsabstand wurde nicht immer eingehalten. Pro Person wird eine Maske ausgegeben, eine weitere konnte für Familienmitglieder mitgenommen werde. Rund 20.000 Masken seien schon verteilt worden.

12:46 Uhr - Bundesgesundheitsminister Spahn äußert sich zur Lage

Spahn lobt in einer Pressekonferenz die Arbeit der Mitarbeitenden im Gesundheitssystem, auch die, die Ausbreitung des Virus nachverfolgen. Das sei auch wichtig für die Meldung der Infektionsfälle, um politische Entscheidungen treffen zu können. "Das funktioniert bei der aktuellen Zahl der Infektionen gut", erklärt Spahn. Das müsse aber auch dann noch funktionieren, wenn die Zahlen möglicherweise steigen. Deshalb plane der Bund ein Update für die Länder.

Zur Kontaktnachvollziehung sollen etwa Medizinstudierende eingesetzt werden können. Auch beim RKI solle eine Ansprechstelle für Kommunen eingerichtet werden, damit ein öffentlicher Austausch stattfinden könne.

Auch das digitale Angebot solle erweitert werden. Ein Förderprogramm von bis zu 150.000 Euro solle bereitgestellt werden, damit Kommunen sich auch digital weiterentwickeln können, etwa mit einer Quarantäne-App. Insgesamt umfasse das Update einen zehn Punkte-Plan.

12:20 Uhr - Höhere UV-Belastung wegen Corona-Stillstand

Achtung Sonnenbrandgefahr! Weniger Luftverschmutzung durch Autos, Flugzeuge und Industrieanlagen - die Luft ist wegen der Corona-Krise so sauber, dass die Belastung durch gefährliche UV-Strahlung ansteigt.

12 Uhr - Vorschlag für Flugverkehr: Viel Abstand und Maskenpflicht an Bord

Symboldbild für Makskenpflicht an Bord
Sehen bald sämtliche Flugreisen so aus?
© dpa, Cheng Min, frd dul

Beim Wiederanlaufen des Flugbetriebs könnten Passagiere zum Tragen von Schutzmasken verpflichtet werden. Ein entsprechender Vorschlag für die Zeit vom Boarding über den gesamten Flug bis nach dem Verlassen des Flugzeugs findet sich in einem Konzeptpapier der deutschen Luftfahrtbranche, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Das 20-Punkte-Programm sieht zudem an den Flughäfen zahlreiche Maßnahmen vor, um das corona-bedingte Abstandsgebot einhalten zu können. Dazu gehören unter anderem luftigere Warteschlangen und -bereiche, der Einsatz von mehr Passagierbussen und zeitlich gestreckte Prozesse etwa beim Einsteigen und der Gepäckabfertigung. An den Abflughäfen könnten zudem gezielt Passagiere auf Fieber überprüft werden. Grundsätzlich müssten die Fluggäste bereits beim Einchecken erklären, dass sie keine ansteckenden Krankheiten haben.

In dem Papier nicht enthalten ist hingegen der jüngste Vorschlag des Easyjet-Chefs Johan Lundgren, in den Dreierreihen den jeweiligen Mittelsitz freizulassen. Dies würde das Platzangebot im Flugzeug sofort um ein Drittel reduzieren.

11:30 Uhr - Mecklenburg-Vorpommern kündigt Mundschutzpflicht an

Symbolbild Schutzmaske im ÖPNV
Ab 27. April sind Atemschutzmasken in öffentlichen Verkehrsmitteln in Mecklenburg-Vorpommern Pflicht
© dpa, Christoph Schmidt, cdt kde bwe

Mecklenburg-Vorpommern führt ab dem 27. April ebenfalls eine Mundschutzpflicht ein. Dies gelte aber nur für den öffentlichen Nahverkehr, sagt ein Regierungssprecher. In Geschäften werde die Nutzung von Alltagsmasken beim Einkauf dringend empfohlen, sei aber nicht verpflichtend.

11:15 Uhr - Bayern will Gebühren für Kinderbetreuung übernehmen

Eltern in Bayern sollen zumindest für die kommenden drei Monate keine Kindergarten- oder Kita-Gebühren bezahlen müssen, solange diese wegen der Corona-Krise geschlossen sind. Das kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag in einer Regierungserklärung im Landtag an. Die Notfallbetreuung für Kinder soll zudem weiter ausgebaut werden. Kitas und Grundschulen bleiben im Freistaat vorerst weiterhin geschlossen. 
Aber nicht nur Eltern will man unter die Arme greifen. Die rund 30 000 Künstler, die auch in der Künstlersozialkasse organisiert seien, sollen monatlich mit 1000 Euro unterstützt werden, so Söder.

10:50 Uhr - Ikea-Märkte bleiben in NRW noch zu

Die Ikea-Möbelmärkte in Nordrhein-Westfalen öffnen ihre Pforten ungeachtet einer ab Montag geltenden Sondergenehmigung der Landesregierung für Einrichtungshäuser noch nicht. "Wir streben eine möglichst zeitnahe Eröffnung unserer Einrichtungshäuser in NRW an, allerdings wird diese noch nicht heute stattfinden", teilt Ikea mit. Aktuell bereite sich Ikea "intensiv und sorgfältig" auf die Wiedereröffnung unserer elf Einrichtungshäuser in dem bevölkerungsreichsten Bundesland vor. Das Hauptaugenmerk liege darauf, die Einhaltung höchster Sicherheits- und Hygieneauflagen zu gewährleisten.

10:30 Uhr - Bayern führt Maskenpflicht ein

Kommt die Maskenpflicht auch für Bayern? Diese Frage beantwortet der bayrische Ministerpräsident Markus Söder bei seiner heutigen Regierungserklärung in München. Ab kommender Woche (27. April) gilt im Freistaat eine Mundschutzpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln und in Geschäften. Es gehe nicht um medizinische Masken. Schals seien ausreichend, wenn sie Mund und Nase bedeckten. Mehr Informationen zu Bayerns Corona-Fahrplan finden Sie hier und im Video.

10:00 Uhr - Merkel kritisiert "Öffnungsdiskussionsorgien"

Angela Merkel hat die Diskussionen über weitergehende Lockerungen der Beschränkungen im Kampf gegen das Coronavirus außergewöhnlich scharf kritisiert. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen machte die Bundeskanzlerin am Montag in einer Schaltkonferenz des CDU-Präsidiums deutlich, wie unzufrieden sie sei, dass die Botschaft vorsichtiger Lockerungen in einigen Ländern zu "Öffnungsdiskussionsorgien" geführt habe. Dies erhöhe das Risiko eines Rückfalls sehr stark.

Sie mache sich größte Sorgen, dass sich die gute Entwicklung bei den Corona-Infektionen wieder umkehre, weil sich zu wenige Menschen an die Kontaktbeschränkungen halten würden, machte Merkel demnach deutlich. Die Diskussion über Lockerungen sei nicht hilfreich.

09:45 Uhr - Bund zahlt Behandlung von EU-Patienten

In Deutschland werden derzeit 200 Corona-Intensivpatienten aus dem Ausland behandelt. Anfragen aus dem Ausland für weitere 40 Schwererkrankte liegen vor. Das geht aus einer Kabinettsvorlage hervor. Der Bund soll die Behandlungskosten von rund 20 Millionen Euro übernehmen. "Europa steht auch in Krisenzeiten zusammen", erklärt Gesundheitsminister Jens Spahn. "Die Bereitschaft und die Kapazität, bei Bedarf weitere aufzunehmen, ist da."

09:00 Uhr: Heil will Kurzarbeitergeld aufstocken

Arbeitsminister Hubertus Heil bekräftigt, er wolle das Kurzarbeitergeld von 60 Prozent auf 80 Prozent aufstocken. Es gehe darum, den Einkommensverlust von Arbeitnehmern teilweise auszugleichen. Die Menschen hätten laufende Kosten wie Mieten oder Leasingraten. Zum Widerstand der Union gegen seine Pläne sagt er: "Wir reden auch schon seit einigen Tagen miteinander."

08:40 Uhr - Israel: Massentests versprechen weitere Lockerungen

Hat Israel die Wende in der Corona-Pandemie geschafft? Die Zahl derer, die sich von Coronavirus erholt haben, habe die Anzahl der Infizierten überschritten, berichtete das Gesundheitsministerium am Sonntag. Von den 13.362 Fällen hätten sich 3.564 wieder erholt. Israels Regierung will mit Hilfe von Massentests von einer Politik der allgemeinen Ausgangssperre zu einer der isolierten Ausgangssperre in Gebieten, in denen die Krankheit auftritt, übergehen. Zu diesem Zweck kaufte das Gesundheitsministerium 2,4 Millionen Testkits aus den USA und Italien.

08:10 Uhr - Verband fordert: Corona-Schnelltests und Schutzmaterialien für pflegende Angehörige

Mehr als 75 Prozent aller Pflege findet im häuslichen Bereich statt. Beim Maßnahmen-Paket der Regierung wurde die häusliche Pflege bisher jedoch vernachlässigt. Der Bundesverband "wir pflegen e.V." hat dringende Forderungen von hunderten pflegenden Angehörigen aufgegriffen und diese Woche als Maßnahmenkatalog den Bundestagsfraktionen und Ministerien vorgelegt. Der Katalog umfasst elf konkrete Forderungen zur Unterstützung der häuslichen Pflege. Darunter die Forderung nach Corona-Schnelltests und Schutzmaterialien für pflegende Angehörige, Pflegezeit mit Lohnersatz für berufstägige pflegende Angehörige und Sofort-Hilfe zur Unterstützung bei Versorgungsengpässen.
"Pflegende Angehörige sind systemrelevant, genauso wie beruflich Pflegende. Die Bundesregierung, Länder und Kommunen dürfen ihnen daher das Recht auf Unterstützung und Absicherung nicht verweigern", sagte Susanne Hallermann, Medienbeauftragte des Vereins, der dpa. 

07:45 Uhr - EU-Währungskommissar: 1,5 Billionen Euro Hilfe könnten nötig sein

"Hilfen in Höhe von 1,5 Billionen Euro könnten nötig sein, um diese Krise zu bewältigen", sagt EU-Währungskommissar Paolo Gentiloni in einem "Spiegel"-Interview. "Die Eurogruppe hat nun Vorschläge in Höhe von mehr als 500 Milliarden Euro auf den Tisch gelegt, um Gesundheitsversorgung und Kurzarbeit zu finanzieren und kleinen und mittleren Unternehmen zu helfen. Damit bleibt mindestens eine Billion Euro. Damit ist die Größenordnung, um die es jetzt gehen muss, in etwa umrissen." Diesen Donnerstag wollen die EU-Staats- und Regierungschefs per Videokonferenz erneut über Maßnahmen gegen die Pandemie und die wirtschaftlichen Auswirkungen beraten. Das Europäische Parlament hatte am Freitag ein umfangreiches Wiederaufbau-Paket gefordert.

07:15 Uhr - Verlassene Strände locken seltene Schildkröten zum Nestbau an

A newly-hatched baby leatherback sea turtle makes its way into a sea for the first time at a beach in Phanga Nga district, Thailand, March 27, 2020. Picture taken March 27, 2020. REUTERS/Mongkhonsawat Leungvorapan NO RESALES. NO ARCHIVES
Thailands Strände könnten demnächst von Baby-Schildkröten bevölkert werden.
© REUTERS, STRINGER, AP/IGA/FW1/Clarence Fernandez

Thailands Strände sind wegen der Coronavirus-Pandemie auf den ersten Blick verwaist. Zumindest, wenn es um Touristen geht. Dafür fühlt sich eine andere Spezies an den menschenleeren Stränden wieder wohler. Dort wurden jetzt elf Nester der seltenen Lederschildkröte entdeckt. Dies sei die höchste Zahl, die seit 20 Jahren registriert wurde, so Kongkiat Kittiwatanawong, der Direktor des Phuket Marine Biological Center. "Das ist ein sehr gutes Zeichen für uns, weil viele Laichgebiete von Menschen zerstört wurden", sagte er der Nachrichtenagentur Reuters. In den vergangenen fünf Jahren waren keine derartigen Nester gefunden worden. Die Lederschildkröte ist die größte lebende Schildkröte.

06:55 Uhr - Aktuelle Zahlen aus Deutschland und der Welt

Land Infizierte Tote
Weltweit 2.404.071 165.234
USA 759.569 40.679
Spanien 198.674 20.453
Italien 178.972 23.660
Frankreich 154.098 19.718
Deutschland 145.742 4.642
Großbritannien 121.173 16.060

* Quelle: Johns Hopkins Universität

06:45 Uhr - Kommen Pakete und Päckchen bald auch am Sonntag?

 Winden Themenbild - Deutsche Post, DHL, Brieftraeger, Postbote Themenbild - Deutsche Post, DHL, Brieftraeger, Postbote 23.02.2019 Brieftraeger beim Post austragen und Paket scannen Symbolbild, Themenbild, Featurebild *** Winches Topic picture Deutsc
Die Deutsche Post will in der Corona-Krise auch am Sonntag Pakete zustellen.
© imago images/Eibner, Fleig / Eibner-Pressefoto, via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Die Deutsche Post will in der Corona-Krise auch am Sonntag Pakete zustellen. "Es wäre hilfreich, wenn wir einen weiteren Tag bekommen könnten, um in der aktuellen Situation der Flut der Pakete Herr zu werden", sagt Thomas Schneider, der für das Bundesgebiet zuständige Betriebschef der Deutschen Post DHL, der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ, Montagausgabe). Um Versorgungsengpässe zu vermeiden, habe das Unternehmen in manchen Regionen bereits entsprechende Anträge bei den Behörden gestellt, so etwa in Berlin. Bislang sei man aber auf Ablehnung gestoßen. Nun erwäge die Deutsche Post Anträge in weiteren Bundesländern. Es gehe darum, in einer besonderen Situation "einen Kollaps des Paketsystems zu vermeiden". Seit Anfang April habe der Konzern zudem bereits bundesweit mehr als 2000 Vollzeitstellen zusätzlich geschaffen, sagt Schneider. "Darüber hinaus wollen wir bundesweit weitere 2000 Arbeitsplätze in den nächsten Wochen aufbauen", kündigt er an. 

Alle Meldungen vom Sonntag, 19. April, lesen Sie hier in der Chronologie.