Ein Virus hält die Welt in Atem

Chronologie Coronavirus - Entwicklungen vom Sonntag, 19. April

20. April 2020 - 6:34 Uhr

Im Video: Das sind die Änderungen der Corona-Maßnahmen

Seit Wochen befindet sich Deutschland im sogenannten "Lockdown". Während es erste vorsichtige Schritte "zurück" gibt, geht der Kampf gegen das Virus auf der ganzen Welt weiter. Mehr zu den Lockerungen der Einschränkungen sehen Sie im Video. Im Live-Ticker erfahren sie alle wichtigen Infos und Entwicklungen.

Hier finden Sie eine Übersicht der geänderten Maßnahmen der Bundesländer und hier alles von A bis Z, was Sie über das Coronavirus wissen müssen.​

TVNOW-Doku: Stunde Null - Wettlauf mit dem Virus

Wie besiegen wir Corona? Sehen Sie hierzu die TVNOW-Doku: "Stunde Null - Wettlauf mit dem Corona-Virus" (Teil 2)

+++ LIVE-TICKER +++

RTL NEWS empfiehlt

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21:52 Uhr - Spahn: Abstandsgebote noch "über Monate" einhalten

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn erwartet, dass Abstandsgebote von 1,5 Metern und verschärfte Hygieneregeln noch lange Zeit eingehalten werden müsse. Dies werde noch "über Monate" der Fall sein, sagte der CDU-Politiker im "heute-journal" des ZDF.

Er bekräftigte, die Bundesregierung werde den Öffentlichen Gesundheitsdienst personell und technisch deutlich aufrüsten. Es müsse gelingen, die Anzahl der Neuinfektionen unter dem jetzigen Niveau von 3.000 bis 4.000 täglich zu halten. "Bis es einen Impfstoff gibt, werden wir miteinander und aufeinander aufpassen müssen."

21:45 Uhr - Aktuelle Corona-Zahlen aus Deutschland und der Welt

Land Infizierte Tote
Weltweit 2.375.443 164.716
USA 742.442 40.585
Spanien 195.944 20.453
Italien 178.972 23.660
Frankreich 152.996 19.718
Deutschland 144.406 4.548
Großbritannien 121.172 16.060
Türkei 86.306 2.017

Quelle: Johns Hopkins University

21:00 Uhr - Schleswig-Holsteins Ministerpräsident schreibt Sommer-Tourismus noch nicht ab

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther will trotz der Corona-Krise das Sommergeschäft im Tourismus noch nicht abschreiben. Er glaube daran, "dass so viel Disziplin da ist, dass man auch im Restaurant, in den Gaststätten sich an die Regeln hält und es dann auch möglich ist, den Tourismus wieder hochzufahren", sagte der CDU-Politiker im "Bericht aus Berlin" der ARD. Er habe das Sommergeschäft "auf jeden Fall nicht abgeschrieben".

20:19 Uhr - Eis essen? Niedersachsens Hilfe zu Verhaltensregeln zum Dahinschmelzen

Um Bürgern die Fülle an Vorschriften in Corona-Zeiten zu erklären, hat die niedersächsische Landesregierung Bürger auf ihrer Webseite als Hilfestellung eine umfangreiche Frage & Antwort-Liste zusammengestellt - und gibt Auskunft bis hin zur Frage, welche Regel für ein an einer Eisdiele gekauftes Eis gilt: Denn der Verzehr von Speisen und Getränken ist eigentlich innerhalb eines Umkreises von 50 Meter zu einem Restaurationsbetrieb untersagt.

Die Lösung: "Bei der Anwendung der Verordnung darf insofern pragmatisch vorgegangen werden, als durch erstes rasches Lecken an einer Eiskugel während des zügigen Sichentfernens von der Eisdiele ein Heruntertropfen des Eises auf Kleidung oder Fußboden verhindert werden darf", heißt es in der Antwort. "Für den Verzehr des Resteises gilt jedoch der Abstand von 50 Metern."

19:11 Uhr - Für Krankschreibungen wegen Erkältung ab Montag wieder Arztbesuch nötig

Arbeitnehmer, die sich wegen einer Erkältung krankschreiben lassen wollen, müssen dafür ab diesem Montag wieder beim Arzt vorsprechen. Eine telefonische Krankschreibung ist nicht mehr möglich. Die entsprechende Ausnahmeregelung hatte der Gemeinsame Bundesausschuss von Ärzten, Kliniken und gesetzlichen Krankenkassen (G-BA) am Freitag nicht verlängert - gegen die Stimmen von Medizinern und Krankenhäusern.

Gesundheitspolitiker, Gewerkschaften und Verbraucherschützer hatten das massiv kritisiert und Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) aufgefordert, die Entscheidung außer Kraft zu setzen und telefonische Krankschreibungen weiterhin zu ermöglichen. Das Bundesgesundheitsministerium hatte auf Nachfrage darauf verwiesen, dass es sich um eine Entscheidung der Selbstverwaltung im Gesundheitswesen handele.

19:04 Uhr - Touristen-Hochburg Venedig bleibt menschenleer

Ohne das Coronavirus wären diese Drohnen-Aufnahmen - im Video - aus Venedig undenkbar. Die Sehenswürdigkeiten zwischen Markusdom und den weltberühmten Gondeln auf den Kanälen: alles leer. Mehr zum Corona-Lockdown in Italien und den Bildern aus Venedig lesen Sie hier.

18:53 Uhr - Zahlen der Virus-Toten pro Tag in Italien und Frankreich sinken

Die Zahl der neuen Virus-Toten in Italien sinkt den Behörden zufolge auf den niedrigsten Stand seit einer Woche. Für Sonntag nennt die Zivilschutz-Behörde 433 Tote, nach 482 am Samstag und 575 am Freitag. Insgesamt liege die Zahl damit bei 23.660.

Die Zahl der Virus-Toten in Frankreich ist nach Angaben des Gesundheitsministeriums um 395 gestiegen, nach 642 am Samstag. Insgesamt seien in Frankreich damit bislang 19.718 Menschen an den Virus-Folgen gestorben. Die Zahl der Menschen, die wegen der Virus-Folgen auf der Intensivstation behandelt werden müssten, sei den elften Tag in Folge gesunken und liege aktuell bei 5.744.

18:00 Uhr - Jordaniens König macht klare Ansage zum Coronavirus

"Ich meine, um ehrlich zu sein, Mutter Natur hat uns einen großen Tritt in den Hintern verpasst", sagte der jordanische König Abdullah II. am Sonntag in einem Interview des US-TV-Senders CBS über das Coronavirus und seine Auswirkungen. Das lassen wir so stehen.

17:40 Uhr - Knapp 13.000 Intensivbetten in Deutschland frei

In Deutschland sind nach aktuellen Zahlen der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) fast 13.000 der insgesamt mindestens 30.000 Intensivbetten frei. Man habe endlich eine verlässliche Übersicht über alle Intensivkapazitäten in Deutschland erreicht, sagte DIVI-Präsident Uwe Janssens. Dieses Wissen verschaffe Medizinern und Politikern eine kleine Atempause - nicht zu verwechseln mit falscher Euphorie: "Wir sind noch lange nicht über den Berg!"

Wegen der Corona-Pandemie sind seit kurzem alle deutschen Kliniken mit Intensivbetten dazu verpflichtet, die Belegung an die DIVI zu melden, wo sie in einem online frei zugänglichen Register festgehalten werden.

17:27 Uhr - Unhaltbare Aussagen vom Ex-Nationaltorhüter Jens Lehmann

Mehr als nur ein klassiches Eigentor, dieses Fazit verdient der Auftritt von Jens Lehmann im "Doppelpass" bei Sport1 am Sonntagvormittag: "Diese Frage hat mir auch noch keiner beantworten können, warum in einem Stadion wie der Allianz Arena, wo 70.000 Leute reinkommen, warum man da nicht 20.000 reinstecken kann", sagte der Ex-Nationaltorhüter zum Verbot von Großveranstaltungen in der Corona-Krise. Noch mehr Unhaltbares von Jens Lehmann lesen Sie hier.

16:45 Uhr - Lockerungen der Corona-Maßnahmen ab Montag

In einigen Bundesländern werden die Lockdown-Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus ab Montag schrittweie gelockert. Hier finden Sie einen Überblick der Corona-Änderungen in Schulen, Geschäften und anderswo.

16:23 Uhr - 31 Tote in Altenheim: Pfleger flohen aus Angst vor Covid-19

A resident looks out her window at Residence Herron, a senior's long-term care facility, following a number of deaths since the coronavirus disease (COVID-19) outbreak, in the suburb of Dorval in Montreal Quebec, Canada April 13, 2020.  REUTERS/Chris
Eine Bewohnerin des Herron-Altenheims in Dorval
© REUTERS, CHRISTINNE MUSCHI, CM/ELO

Eine Seniorenresidenz bei Montréal ist nach dem Tod von 31 Bewohnern innerhalb weniger Wochen in der Coronavirus-Krise im kanadischen Québec in den Fokus gerückt. Im Laufe der vergangenen drei Wochen kamen immer mehr erschreckende Details über Missstände in dem privaten Altenheim Herron in Dorval ans Licht. Fast alle Pflegekräfte hatten das Heim verlassen, als Vertreter der lokalen Gesundheitsbehörden Ende März dort eintrafen. Mehr zu dem Skandal im Herron-Altenheim lesen Sie hier.

15:17 Uhr - 41-Jährige stirbt an Covid-19: Baby per Notkaiserschnitt gerettet

Keine Vorerkrankungen, nicht Teil der Risikogruppe: Trotzdem kann eine Corona_Erkrankung tödlich enden. Das zeigt auch der Tod der 41-jährigen Marion Bergler aus Bayern. Durch einen Notkaiserschnitt retteten die Ärzte das Baby der Hochschwangeren. Doch kurz darauf starb die Unternehmerin - mehr dazu lesen Sie hier.

14:23 Uhr - Familienministerin Giffey: Eltern brauchen Perspektive für Kita-Öffnung

Wann machen Kindergärten wieder auf? "Für mich ist ganz klar: Das Wohl der Familien muss eine hohe Priorität beim schrittweisen Wiedereröffnen haben", sagte Bundesfamilienministerin Franziska Giffey. "Eine pauschale Aussage, die Kitas bleiben bis zum Sommer zu, führt bei vielen Familien zu noch mehr Stress und kann nicht die einzige Antwort sein." 

Eltern, Kinder, Erzieherinnen und Erzieher brauchten eine Perspektive - natürlich abgewogen vor dem Hintergrund des Infektionsgeschehens, so die SPD-Politikerin. Was die Corona-Isolation für Kinder bedeutet, erklärt  eine Kinderpsychologin hier bei RTL.de.

14:12 Uhr - Laschet: "Mancher Betrieb wird gar nicht mehr da sein"

Nach Einschätzung des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet ist durch die Beschränkungen des öffentlichen Lebens allein in seinem Bundesland in der Wirtschaft ein "gigantischer" Schaden entstanden. "Ich warne vor der Illusion, dass der Staat das mit Rettungsschirmen auffangen kann", sagt der CDU-Politiker im Deutschlandfunk. "Mancher Betrieb wird gar nicht mehr da sein", sagt er mit Blick auf die Zeit nach der Virus-Krise.

11:32 Uhr - Spanien meldet geringeren Anstieg der Todesfälle

Das spanische Gesundheitsministerium meldet einen Anstieg der Todesfälle von 410 nach 565 am Samstag auf nun insgesamt 20.453. Die Zahl der Coronavirus-Infektionen beträgt 195.944 nach 191.726 am Vortag.

10:32 Uhr - Neuinfektionen steigen in Russland auf Rekordzahl

Die russischen Behörden melden einen Anstieg der neuen Infektionen zum Vortag um 6.060 auf 42.853 Fälle insgesamt. Das ist der größte Zuwachs bisher in Russland.

10:15 Uhr - Britischer Minister: Sprechen noch nicht über Lockerung

Die britische Regierung erwägt noch keine Lockerung der Coronavirus-Beschränkungen. "Die Fakten und Ratschläge zeigen im Moment klar, dass wir noch nicht über eine Lockerung der Beschränkungen nachdenken sollten", sagte Kabinettsminister Michael Gove zu "Sky News". Der hohe Anteil an Todesfällen sei beunruhigend.

07:17 Uhr - 2.458 neue Corona-Infektionen in Deutschland, 184 weitere Tote

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet insgesamt 139.897 Infektionen mit dem Coronavirus, das ist ein Plus von 2.458 zum Vortag. Weitere 184 Todesfälle wurden gemeldet, insgesamt sind damit bislang 4294 Menschen gestorben. Allerdings wurden am Wochenende häufig Fälle zeitlich verzögert gemeldet. Genesen sind laut Internetseite des RKI rund 88.000 Menschen, rund 2.700 mehr als am Vortag.

Laut aktuellem Lagebericht des Robert-Koch-Instituts (RKI) ist die Ansteckungsrate im Vergleich zum Vortag geringfügig gestiegen. Die sogenannte Reproduktionsrate schätzen die Wissenschaftler auf 0,8 – zuvor hatte sie zwei Tage lang bei 0,7 gelegen. Das bedeutet, dass ein Infizierter das Virus derzeit im Durchschnitt an 0,8 andere Menschen weitergibt.

RKI-Chef Lothar Wieler hatte als Ziel ausgegeben, die Rate auf einen Wert unter 1 zu drücken. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte erklärt, die Ansteckungsrate als wichtiges Kriterium für mögliche Lockerungen heranzuziehen.

02:23 Uhr - Altmaier weist Forderung nach Steuererhöhungen zurück

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) weist Forderungen nach Steuererhöhungen zurück. "Vereinzelte Diskussionen über Steuererhöhungen für bestimmte Personen, Gruppen oder Branchen sind falsch und schädlich", sagt er der "Bild am Sonntag". "Wir müssen auch sparsam sein, aber niemand sollte höhere Steuern bezahlen müssen." Mehr Steuereinnahmen würden nicht durch Steuererhöhungen, sondern vor allem durch kräftigeres Wachstum und Investitionen erreicht. Altmaier zeigt sich optimistisch, dass die deutsche Wirtschaft gestärkt aus der Corona-Krise hervorgehen kann. "Deutschland kann und soll in spätestens drei Jahren stärker und besser dastehen als vor der Krise."

01:15 Uhr: Altmaier - Brauchen bis zu 12 Milliarden Atemschutzmasken jährlich

Die Bundesregierung rechnet in der Corona-Krise mit einem Bedarf von jährlich bis zu zwölf Milliarden Atemschutzmasken. "Wenn wir allen Menschen in Deutschland das Arbeiten, Einkaufen und Busfahren mit Mundschutz ermöglichen möchten, brauchen wir zwischen acht und zwölf Milliarden Masken pro Jahr", sagt Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) der "Bild am Sonntag". Ziel sei, schon in der zweiten Sommerhälfte Millionen OP-Masken und Mundschutze in Deutschland produzieren zu können. Er stellt Investitionszuschüsse und Abnahmegarantien in Aussicht.

00:52 Uhr - Trump warnt China vor möglichen Konsequenzen wegen Corona-Ausbruch

US-Präsident Donald Trump warnt China vor Konsequenzen, sollte sich herausstellen, dass die Volksrepublik für den Ausbruch des Coronavirus verantwortlich ist. "Wenn es ein Fehler war, ein Fehler ist ein Fehler", sagt Trump bei seiner täglichen Pressekonferenz zum Coronavirus. "Aber wenn sie wissentlich dafür verantwortlich waren, dann sollte es sicherlich Konsequenzen geben." Trump und seine Berater haben China bereits öfter kritisiert, beim Ausbruch des Virus in Wuhan nicht transparent genug gewesen zu sein. Er stellt erneut die Zahl der Toten in China infrage. Diese hatte China am Freitag deutlich nach oben revidiert.

+++ Meldungen vom Samstag, 18. April +++

Johns-Hopkins-Universität: Aktuelle Zahlen der Corona-Infizierten weltweit

Land Infizierte Tote
Weltweit 2.297.712 158.202
USA 716.883 37.659
Spanien 191.726 20.043
Italien 175.925 23.227
Frankreich 149.146 19.345
Deutschland 142.872 4.426
Großbritannien 115.300 15.497
China 83.787 4.636

Quelle: Johns Hopkins University

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