Nach dem Regen kommt der Schnee. Sturmtief Marta hat in Spanien für neue Unwetter gesorgt.
Besonders die Region Kastilien und León hat mit einem heftigen Wintereinbruch zu kämpfen. Hier in der Sierra de Gredos, rund 100 Kilometer westlich von Madrid, stürzt ein Fahrer mit seinem Räumfahrzeug diesen steilen Abhang hinunter und kommt ums Leben. Der Katastrophenschutz meldet insgesamt etwa 1200 Vorfälle in der Region.
Weiter südlich, in Andalusien, gefrieren die ungewöhnlich hohen Niederschläge zwar nicht, sorgen stattdessen aber für Überschwemmungen. Mehr als 11.000 Menschen müssen am Wochenende allein dort ihre Häuser verlassen. Andere werden mit Booten vom Campingplatz gebracht. Unter Begleitung von Einsatzkräften dürfen diese Dorfbewohner noch kurz in ihre Häuser, um persönliche Gegenstände vor den Fluten zu retten. Andere können gar nicht mehr rein.
„Wir hoffen, dass dies bald vorbei ist und wir das Ausmaß sehen. Wir können nur warten und je länger wir das tun, desto verzweifelter werden wir."
Wer dem Sturm entfliehen will, muss Geduld mitbringen. 150 Straßen sind in ganz Spanien gesperrt. Züge fallen aus. In betroffenen Gebieten galt zuletzt noch die zweithöchste Warnstufe.